Mama kann dir leider keine gesunde Welt bieten – Rückblick 2020

Die Welt steht Kopf.. so fühlt es sich zumindest für die meisten von uns an.

Unverständlich es zu erleben, doch verständlich, dass es irgendwann so weit kommen musste.

COVID-19 lässt unsere Welt still stehen.

Mir tut es in erster Linie am meisten Leid, dass ich meine Tochter in eine Welt bringen muss, die von Beginn ihrer Geburt ungesund ist. In eine Welt, wo Menschen nicht bewusst ist, was ihr Handeln für Konsequenzen haben.

Das bisherige Jahr sollte Anlass sein, zu reflektieren und ganz klar Dinge zu ändern.

Wir haben nur einen Planeten. Einen Plan B gibt es nicht.

Also sollten wir alles daran setzen, schnellstmöglich unsere Umwelt so zu respektieren, dass sie wieder die Chance bekommt sich zu regenerieren.

Jeder von uns musste sich auf Veränderungen einlassen, das Wort Lockdown flog einem überall um die Ohren.

Egal welche Nachrichtenquelle man eingeschaltet hat.. der Begriff Corona prasselte von allen Ecken auf uns ein.

Gerade in der ersten Zeit zu Hause habe ich für meinen Teil wieder gelernt die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.

Zusätzlich kam meine Schwangerschaft noch dazu. Die Freude meinen Bauch der Welt da draußen zu präsentieren wurde jedoch schnell gedämpft.

Es tut mir leid, mein Schatz. Leider kann Mama dir keine gesunde Welt bieten.

Irgendwann wurde es in erster Linie einsam und traurig. Die erste Schwangerschaft ohne jeglichen Zuspruch zu erleben war ziemlich hart.

Doch auf der anderen Seite hatte ich ein großes Privileg und dies wurde mir immer bewusster.

Trotz starkem Gefühl der Einsamkeit war ich nicht wirklich alleine. Mein Partner, meine Hunde und meine Katze waren bei mir.

Hingegen Menschen wie meine Oma waren völlig isoliert und alleine von allem.

Ich dachte oft an die Menschen, die keine Angehörigen hatten. Niemanden, der sie unterstützt in dieser schweren Zeit.

Menschen, die Tag für Tag auf eine weiße Wand starren.

Menschen, die sogar ohne die Anwesenheit ihrer Lieben zu dieser Zeit sterben mussten.

Einsam.

Ja, bis jetzt war 2020 kein schönes Jahr. Kein Jahr worauf wir, die Menschheit wirklich stolz sein können.

#stayathome machte die Runde und regte zum Umdenken an. Selbst als Einzelgänger wurde es von Tag zu Tag schwieriger positiv zu bleiben. Das Loch wurde immer größer.

Dennoch habe ich versucht dieser Zeit etwas positives abzugewinnen. Man hatte wieder Zeit zu sich selbst zu finden. Ohne den gesellschaftlichen Druck.

Es kehrte Ruhe ein und man hatte Zeit Kraft zu tanken.

Glücklicherweise konnten wir den Wald um uns nutzen für ausgiebige Spaziergänge. Stundenlange Gedankenkreise.

Frische Luft.

Keinen Termin im Nacken.

Atmen.

Unter anderem hatte man wieder viel Zeit sich kreativ auszuleben. Durch diese Loslösung und Selbstfindung sprühte die Kreativität nur so aus mir raus.

Endlich Zeit mir etwas aufzubauen.. wieder zu Schreiben, zu lesen, zu malen und zu fotografieren..

Zeit um eine Sprache zu lernen oder sich neue Fähigkeiten anzueignen.

Für mich persönlich war das Schlimmste meine Familie nicht umarmen zu dürfen.

Aber nun werden wir mal einen Blick auf die Welt…


Prägende Ereignisse auf der Welt 2020:

Die Brände in Australien

Erinnert euch zurück… die heftigen, totbringenden Buschbrände in Australien. Mehr als 1 Milliarden Tiere ließen dabei ihr Leben.

Erster Versuch das Ökosystem wieder aufzubauen

Das Meer stirbt aus

Kein aktuelles Problem, doch präsenter als je zuvor . Häufig damit konfrontiert, wieviel Müll und Plastik eigentlich angespült wird. Dank uns. Und Menschen.

Folge? Nachhaltigkeit

Der nächste Punkt der präsenter wurde wie sonst.

Nachhaltigkeit

Wir MÜSSEN nachhaltiger leben. Dieser Begriff betrifft nun jeden einzelnen. Keiner kann sich mehr freisprechen.

Hamsterkäufe

Erinnert euch an die Zeit zurück, in dem Klopapier Luxusware war. Und das 2020.

Die Krise wurde Anfang März als Pandemie eingestuft. Besonders Nudeln, Konserven, Hefe etc. wurden gebunkert. So extrem, dass irgendwann auch Maßnahmen gegen die Hamsterkäufe getroffen wurden.

Kontaktbeschränkungen

Fast europaweit wurden mehr oder weniger feste Bestimmungen zur Kontaktbeschränkung eingeführt.

Dies hatte vor allem wirtschaftliche Konsequenzen.

Arbeitskräfte wurden in Kurzarbeit geschickt, viele machten im Home-Office weiter um dem wirtschaftlichen Zusammenbruch entgegen zu wirken.

Ohne Erfolg. Viele Unternehmen mussten schließen. Viele Restaurants konnten sich nicht mehr über Wasser halten.

Wut und Unverständnis waren die Folge.

In manchen Städten herrschte Ausnahmezustand. In Barcelona beispielsweise hatte man sogar Angst vor Plünderungen.

Menschen, wie Tiere in Käfige gedrängt. Überfallen von einen Virus, der nicht greifbar ist.

Zu wenig Kommunikation löste Verschwörungstheorien aus.

Todesfälle ohne Ende.

Dann der nächste Schock.

George Floyd

Am 25. Mai 2020 wurde der US Amerikaner George Floyd durch eine gewaltsame Festnahme eines Polizisten getötet. Das Video schockierte alle Menschen weltweit und löste eine Welle an Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt aus.

Das Thema Rassismus ist einfach zu komplex, um es jetzt einfach kurz zu machen. Dazu möchte ich noch einen weiteren Blog Artikel schreiben. Doch was ich sagen kann, ist dass wir alle gemeinsam den Kampf gegen Rassismus angehen können. In dem wir zuhören, lernen, uns informieren, unsere Kinder aufklären, mit Freunden und Familien sprechen und unsere Stimme erheben.

Denn wir haben eine Stimme. Eine Stimme welche George Floyd genommen wurde.

Ein positiver Punkt war jedoch der Wiederaufbau der Solidarität. Denn nur in Krisenzeiten fängt die Gesellschaft an, sich gegenseitig zu unterstützen. Die egoistischen Scheuklappen abgelegt.

Man kann einfach nicht in Worte fassen, was 2020 genau passiert ist. Alles was wir lernen können, ist das zuhören manchmal wichtiger ist als reden.

Dass wir unserem Planeten, unserer Mutter Erde, mehr Respekt entgegenbringen müssen und mehr aufeinander achten müssen.

Wann fangen wir endlich an aktiv unsere Umwelt zu schützen?

Du wirst nie einen Regenbogen sehen ohne den Regen erlebt zu haben.“

Ein Kommentar zu „Mama kann dir leider keine gesunde Welt bieten – Rückblick 2020

  1. Wie oft ich in den letzten Jahren darüber nachgedacht habe wie unfair es ist Kinder in diese Welt zu setzten, sie auszuliefern, all dem Drama um sie herum – schutzlos.
    bis es dann passiert ist, ohne zu fragen – ab dem Moment hatte ich ein ganz klares Gefühl davon, dass sich diese Seelen ganz bewusst Jetzt auf dem Weg gemacht haben. Unsere Kinder bringen Licht in diese Welt, für mich sind es Engelswesen mit einer ganz bestimmten Aufgabe. Mit einem ganz bestimmten Sinn für das was kommt, viel hellsichtiger als wir es sind. Mir wurde klar dass ich mein Kind nur dadurch schützen kann indem ich ihre hellsichtigkeit bewahre, ihr den Raum dafür gebe, ernst nehme was sie mir sagt, genau hinhöre, ihr Licht nicht unterdrücke vor lauter Drama um uns herum. Ich glaube das ist der Teil den wir als Eltern dazu beitragen müssen.

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