FUSION

Es ist vollbracht.

Nach Wochen langen Bemühungen ist es fast geschafft. Meine Fotografie Website und mein Blog sind ineinander verschmolzen.

Es hat so unglaublich viel Kraft und Mut gekostet mein Fotografie Business wieder aufzubauen und ich bin nun, rückblickend betrachtet so unglaublich stolz auf das, was ich geleistet habe.

Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen.

Eine neue Reise beginnt.

Neue Ziele gesetzt.

Oft legt man sich aus Angst zu versagen selber so viele Steine in den Weg. Manchmal werden einem die Steine von jemand anderem in den Weg gelegt. Und dann gibt es noch die höhere Gewalt, die einen Fels vor deine Nase schiebt, so groß, dass man sich kaum traut ihn zu überwinden.

Ja, es gibt viele Gründe es nicht zu tun. Doch es gibt noch mehr Gründe es zu wagen.

Denn wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

So, nach meinem ganzen „ hab – doch – Mut –„ Gedanken zurück zum Wesentlichen.

Wie ihr vielleicht schon gesehen habt gibt es auf meiner Seite nun eine Kategorie mehr.

Unter dem Header „Photography“ könnt ihr jetzt auch meine fotografischen Arbeiten entdecken.

Hier ein kleiner Einblick was euch in der neuen Rubrik erwartet.

Ich freue mich über jeden einzelnen Besucher.

Viel Spaß beim Durchstöbern.

Pause. Atmen. Pause. Leben.

Wie wohl alle schon gemerkt haben, war hier etwas längere Zeit Funkstille.

Ich brauchte Zeit. Zeit, mich selber neu zu finden. Zeit, mein neues Leben als Mutter zu bewältigen.

Zeit für mich.

Leider musste ich einsehen, dass ich mir doch zu viel zugemutet hatte. Jeden Tag machte ich mir aufs Neue To-do Listen, die länger waren als der Tag Stunden hat.

So viele Projekte, dass ich kaum noch das Ende sah.

Die Anforderungen an mich selber waren so gut wie unmöglich zu erfüllen.

Also musste ich die Notbremse ziehen.

Und das war auch gut so.

Nun bin ich endlich wieder da. Hochmotiviert, Tausende Themen im petto und bereit mein Leben zu rocken.

LET‘S DO THIS SHIT !

Rückblickend betrachtet ist es schon verrückt, wie man sich selber fertig machen kann nur weil die Anforderungen an einen selbst so hoch sind.

Täglich machte ich mir Vorwürfe, dass ich nicht alles unter einen Hut bekomme und nicht schaffen könnte. Ohne auch nur 1 Sekunde darüber nachzudenken, dass ich mir einfach zu viel zugemutet habe.

Dadurch, dass ich täglich dachte ich würde es nicht schaffen, schlich sich unterbewusst diese kleine leise Stimme ein, die mir ständig gesagt hat, ich wäre nicht gut genug.

Ständig dachte ich mir: „das hast du früher doch auch geschafft.“

Also warum nicht auch jetzt?

Jenni, du Trottel, früher hattest du auch noch keinen Hund und noch kein Baby worum du dich kümmern brauchtest!

Also ja, ich habe etwas Zeit gebraucht diesen Fakt zu erkennen. Zu akzeptieren, dass es keine Schwäche ist sondern eine Stärke sich einzugestehen, dass alles einen über den Kopf wächst.

Zu akzeptieren, dass man keine Maschine ist.

Zu akzeptieren, dass man trotz dem Fakt Mutter zu sein auch noch eine eigene Existenz hat.

Ich muss nicht jeden Tag einen Blog Beitrag veröffentlichen.

Jeden Tag aufs Neue das Monster bekämpfen welches sich Haushalt nennt. Zeitgleich noch Makramee Projekte fertig stellen und meine Selbstständigkeit voran treiben.

Am Liebsten dabei bitte noch toll aussehen.

Nein, ich muss Prioritäten setzen für mich und meine Familie und atmen.

Mein Kind verdient eine glückliche Mutter.

Pause. Atmen. Pause. Leben.

Ich freue mich so sehr nun mit aufgeladenen Batterien wieder zurück zu kommen.

Vielleicht habe ich die Notbremse gezogen, ja. Und doch habe ich so einiges ins Rollen gebracht, womit ich euch bald endlich überraschen darf.

Dieser große Schritt bedeutet mir wirklich sehr viel und im Endeeffekt sind es die Menschen hinter ihren Handys, die meine Texte lesen, welche mich voran treiben.

Also danke nochmal an dich. An jeden einzelnen Leser!

Danke für deine Unterstützung.

Und denk auch du immer dran.

Du bist gut.

Du bist genug.

Pause.

Tierschutz

„Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.“

Ich möchte – das sei mir gestattet – die Leser ein wenig verunsichern und dazu beitragen, dass diese die ein oder andere vielleicht selbstverständlichen Ansichten hinterfragen und womöglich sogar über Bord werfen.

In diesem Beitrag konzentriere ich mich darauf, meine Verantwortung für die Besserstellung des Tieres in Recht, Ethik und Gesellschaft wahrzunehmen. Dieser Artikel ist kein Aufruf, sich ab sofort streng vegetarisch zu ernähren; ich will dich auch nicht dazu überreden, Dein Leben von nun an dem Tierschutz zu weihen. Ich will vielmehr aufgrund meiner Überlegungen und Erfahrungen einen Zugang zu einem vielseitigen Thema schaffen. In diesem Beitrag dreht sich alles um die Würde des Tieres und ob wir unsere Handlung ethisch mit uns selber vereinbaren können.

Ziel dieses Beitrags ist es einen großen Teil meiner Energie dafür aufzubringen, das Bewusstsein für einen gerechten Umgang mit Tieren zu wecken und zu schärfen sowie Argumente dafür zu liefern, dass man sich auch in einer hochindusrtialisierten Gesellschaft tiergerecht verhalten kann.

Wie ist es möglich, Tiere, zwischen denen keinerlei biologischer oder psychologischer Unterschied besteht, der rationalerweise als moralisch relevant bezeichnet werden könnte – zum Beispiel Hunde und Schweine -, einmal zu lieben und verhätscheln und das andere Mal zu quälen, zu töten und zu essen?

Ich möchte mich in keinster Weise als „die Heilige Maria“ darstellen, weil ich fest der Überzeugung bin, dass WIR ALLE für einen Teil an dem Leid der Tiere verantwortlich sind. Doch wirst du nach dem Lesen dieses Artikels feststellen, dass dieses Leid durch ein wenig Einsatz gemindert werden kann.

Die Frage, die du dir während meiner Arbeit immer im Hinterkopf behalten musst:

Warum landet das Schwein auf dem Teller und die Katze auf dem Schoß?

Wie kann man von sich behaupten, tierlieb zu sein, nur weil man sein Haustier liebt oder die Tiere als süß, langweilig, stinkig, glitschig, schlau, schnell oder trottelig bezeichnet. Und was ist mit dem Steak auf meinem Teller? Ist dies also kein Tier?

„Wir Menschen lieben die Tiere“, heißt es oftmals. Wenn wir aber genauer hinschauen, ist unser Verhältnis zum Tier äußerst merkwürdig. Wir schmusen mit Katzen oder Hunden und ekeln uns vor einer Spinne, obschon dieses kleine Geschöpf genauso ein Lebewesen ist, wie wir auch.

Warum erziehen wir unsere Kinder so, dass sie eine Spinne töten und flauschige Tiere streicheln? Dürfen wir, nur weil wir denken, wir seien den Tieren überlegen, alles mit ihnen tun, was wir wollen?

Wir amüsieren uns im Zirkus, obwohl wir genau wissen, dass der Löwe dort auf der Manege einen Lebensraum hat, der einem kleinen Badezimmer gleichkommt. Meine Aufgabe ist es nicht, zu urteilen, sondern zur selbstständigen Urteilsfindung beizutragen.

Ich bin des Öfteren gefragt worden, ob es für mich denn nicht wichtigere Themen gäbe wie: Welthunger, Umweltzerstörung, Kinderarbeit, soziale Ungerechtigkeiten – DAS wären doch Themen, für die man kämpfen müsse – und nicht für „ein paar Tiere“.

Ich würde niemals behaupten, dass diese Themen unwichtiger seien, jedoch ist meine Frage dazu immer: Warum sollten wir es nicht tun? Warum sollten wir die, die keine Stimme haben, nicht schützen wollen?

Für manche sind „ein paar Tiere“ halt nur „ein paar Tiere“ – und für andere sind diese die besseren Menschen.

Gräueltaten von Menschen an Tieren kommen tagtäglich vor, und meiner Meinung nach ist dies ein mindestens genauso wichtiges Problem unserer heutigen Gesellschaft, wie beispielsweise die Kinderarbeit.

Es liegt genauso in unseren Händen, zu bekämpfen, dass fast 9 Millionen Menschen jährlich verhungern, weil unsere Gesellschaft „den Hals nicht voll genug bekommt“. Außerdem beginnt die Ausbeutung der Schwächsten in der Gesellschaft für mich nicht bei den Menschen, sondern bereits bei den Tieren. So lange unsere Gesellschaft nicht in der Lage ist, alle Lebewesen auf eine gleiche Ebene zu setzen, wird sie auch niemals in der Lage sein, die tiefen sozialen Gräben zwischen den Menschen zu beseitigen.

Wir müssen beginnen, die Zusammenhänge zu sehen und die Dinge mit globalen Verknüpfungen zu betrachten, und automatisch wird uns klar werden, dass wir alles verändern können, wenn wir unsere Art zu leben verändern.

Jeder kann ein Vorbild für andere sein – und diese anderen können wiederum Vorbilder für andere sein.

Wir können so viel erreichen, wenn wir nur bei uns selber anfangen. Mein Ziel ist es, den Menschen bewusst zu machen, dass jeder Einzelne ein Teil dieser positiven Veränderung sein kann.

Doch was bedeutet eigentlich Tierethik?

Die Tierethik ist eine Teildisziplin der Bioethik. Ihr Gegenstand sind die moralischen Fragen, die sich aus dem menschlichen Umgang mit Tieren ergeben.

Jeder Einzelne von uns besitzt diese, der eine mehr, der andere weniger.

Es ist mit der Moral zu vergleichen, wie man ein Tier zu behandeln hat. Ist es gegen meine Ethik einem Tier Schmerzen zuzufügen, so setze ich alles daran, dem Tier in keiner Lebensweise Schmerzen zuzufügen. Ist die Nutzung dieses Tieres legitim, oder steht nur mein eigenes Interesse im Mittelpunkt?

Um es mit einem Beispiel zu veranschaulichen: Ich kaufe ein Hähnchen im Supermarkt – selber töten würden es die wenigsten.

Ist dies nun legitim oder handele ich egoistisch, weil ich das Verlangen nach einem saftigen Stück Hähnchen verspüre? Richtig, mein eigenes Interesse steht im Mittelpunkt. Tierethik bedeutet also, sich Gedanken über das Leid anderer leidensfähiger Lebewesen zu machen.

Es ist ja ist schon traurig genug, dass wir in unserer Gesellschaft überhaupt so etwas wie ein Tierschutzgesetz brauchen. In meinen Augen sollte es ganz natürlich sein, ein Lebewesen jeglicher Art gerecht zu behandeln. Wie erklärst du deinen Kindern was Tierliebe wirklich bedeutet?

Tierversuche – Unter dem Deckmantel der Wissenschaft bleibt Mord unbestraft

Quelle: Google

Tierversuche sind wissenschaftliche Experimente an oder mit lebenden Tieren. Sie sollen zur Erkenntnisgewinn in der Grundlagenforschung sowie die Entwicklung und Erprobung neuer medizinischer Therapiemöglichkeiten dienen. Tierversuche haben eine lange Tradition: Hinweise darauf gehen bis ins 5. Jahrhundert vor Christus zurück.

Heute werden weltweit Milliarden Tiere als Versuchstiere benutzt. Die Forschung mit Versuchstieren wird in Universitäten und Forschungseinrichtungen, Pharmaunternehmen, Kosmetikkonzernen und Dienstleistungsunternehmen durchgeführt.

Viele sehen es als unabdingbar und könnten sich ein Leben ohne diese nicht vorstellen. Jeder habe ja schon einmal von einem Medikament profitiert, welches im Vorfeld an Tieren getestet wurde.

Andere widerrum denken nach dem alten Muster: „Was du nicht willst, dass man dir tu‘, das füg auch keinem andern zu“. Manche, darunter zähle ich mich auch, machen den Befürwortern von Tierversuchen einen Vorwurf für ihr anthropozentrisches Verhalten.


Tod für Millionen – Belastungsstufen regeln die Tötungen

Grundsätzlich ist jeder Tierversuch anzumelden. Der Antragstelle muss sein Vorhaben genau erläutern und die voraussichtlichen Belastungen für die Tiere in ihrer Dauer und ihrem Schweregrad darstellen.

Hinzu muss er beweisen können, dass keine andere Möglichkeit besteht, seine wissenschaftliche Frage zu beantworten. Jedoch werden kaum Aufträge abgelehnt, da die Genehmigungsbehörden meist nicht in der Lage sind, die Forschung genau zu kontrollieren.

Das Bundesamt für Veterinärwesen entwickelten einen verbindlichen Belastungskatalog, der in vielen europäischen Ländern als Richtschnur benutzt wird.

Diese sind ein Versuch, Vorstellungen über das Leiden von Tieren in allgemein anwendbare Kategorien zu fassen. Bei Tierversuchen unterscheidet man zwischen drei Belastungsstufen:

Keine Belastug: Schweregrad 0

Eingriffe und Handlungen an Tieren zu Versuchszwecken, durch die den Tieren keine Schmerzen, Leiden oder Schäden oder schwere Angst zugefügt werden und die ihr Allgemeinbefinden nicht erheblich beeinträchtigen. Aus tierärztlicher Praxis: Blutentnahmen für diagnostische Zwecke, subkutane Injektionen eines Arzneimittels. 

Leichte Belastung: Schweregrad 1

 Eingriffe und Handlungen an Tieren zu Versuchszwecken, die eine leichte, kurzfristige Belastung (Schmerzen doer Schäden) bewirken. Aus tierärztlicher Praxis: Injezieren eines Arzneimittels unter Anwendung von Zwangsmaßnahmen; Kastrationen von männlichen Tieren in Narkose.

Mittlere Belastung: Schweregrad 2

Eingriffe und Handlungen an Tieren zu Versuchszwecken, die eine mittelgradige, kurzfristige oder eine leichte, mittel- bis langfristige Belastung (Schmerzen, Leiden oder Schäden, schwere Angst oder erhebliche Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens) bewirken. Aus tierärztlicher Praxis: operatives Behandeln eines Knochenbruchs an einem Bein, Kastration von weiblichen Tieren. 

Hohe Belastung: Schweregrad 3

Eingriffe und Handlungen an Tieren zu Versuchszwecken, die eine schwere bis sehr schwere oder eine mittelgradige, mittel – bis langfristige Belastung (schweren Schmerzen, andauerndes Leiden oder schwere Schäden, schwere und andauernde Angst oder erhebliche und andauernde Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens) bewirken. Aus tierärztlicher Praxis: tödlich verlaufende Infektions- und Krebskrankheiten ohne vorzeitige Euthanasie (Einschläferung).


Im Kernverändert: transgene Tiere

Quelle: Google

Sie werden in ihrem Kern manipuliert, im wahrsten Sinne des Wortes in ihrem Wesen zerstört. Transgene Tiere sind nur ein Teil der Tierversuchsmaschinerie.

Transgene Tiere sind das Ergebnis einer speziellen Art des Eingriffs, besser gesagt Übergriffs.

Es handelt sich dabei um Tiere, denen absichtlich ein genetischer Defekt beigebracht wird.

Dort unterscheidet man zwischen zwei Methoden:

Bei der klassischen Methode wird ein fremdes Gen in ihr Erbgut eingefügt, das vom Organismus in ein entsprechendes Eiweis (Protein) umgewandelt wird und dann als körperliches Erscheinungsmerkmal offensichtlich wird oder sich auf die biologischen Funktionen eines Tieres auswirkt.

Allein bei dieser Methode werden in Deutschland pro Jahr mindestens 2,8 Millionen Tiere benutzt. Bei der Knock-out-Methode werden bestimmte Gene „unleserlich“ gemacht, um ihre biologische Funktion auszuschalten.

Um ein transgenes Tier „herzustellen“, werden etliche andere „verbraucht“. Längst nicht jedes genetisch manipulierte Tier erzeugt lebensfähige Nachkommen, die dann für die Forschungszwecke auch „zur Verfügung“ stehen.

Allein knapp 780 000 Tiere werden pro Jahr sofort getötet, damit man ihre Organe oder ihr Gewebe für Forschung und Tests verwenden kann.

Industrie, Wissenschaft und Forschung sagen: Natürlich brauchen wir Tierversuche, damit wir neue medizinische Wirkstoffe und Verfahren testen können, die Krankheiten heilen oder deren Entstehung verhindern. Mit Tierversuchen schützen sie sich vor Haftpflichtansprüchen von geschädigten Menschen.

Tierversuche in der Kosmetikindustrie

Um es gleich vorwegzunehmen: die Verwendung von kosmetischen Mitteln ist nicht nur Frauensache. Das Thema Kosmetik und Tierversuche geht uns allen etwas an.

Denn unter dem Begriff kosmetische Mitteln fallen nicht nur die sogenannten Dekorativkosmetika wie z.B. Lippenstifte und Nagellacke, sondern auch Mitteln, die wir alle täglich zur Körperpflege verwenden: Zahnpasten, Seifen, Shampoos, Rasierwasser, Duschbäder, Deodorants, Cremen, Mundwässer. Aber auch Fußpuder, Haarfärbemittel, Haarsprays, Sonnenschutzmittel, Parfüms und viele andere Artikeln mehr werden gesetzlich unter dem Begriff kosmetische Mittel geregelt.

Quelle: Google

Methoden der Tierversuche in der Kosmetikbranche

Akuter oraler/inhaltiver/dermaler Toxizitätstest

Bei diesem Test wird die Giftigkeit einer Substanz bei einmaliger Verabreichung festgestellt. Den Versuchstieren wird über den Nahrungsweg als Futterbeimischung, aber auch durch Schlundsonden, bzw. durch Einatmung, bzw. über die Haut – gespritzt in Muskeln, Venen oder in die Bauchhöhle – die Substanz verabreicht. Hierzu wird die LD-50 (letale Dosis) bestimmt, die Dosis der verabreichten Substanz, an der 50% der Versuchstiere sterben.

Die Vergiftungserscheinungen wie Muskelzittern, Krämpfe, Lähmungen, starker Speichelfluss, Durchfall, Besinnungslosigkeit etc. werden registriert, um schließlich an den toten Tieren die Stärke der Schädigungen festzustellen. Dieser heftig umstrittene Test, vor allem auch aufgrund der unvorstellbaren Qualen der Versuchstiere, kann leicht abgewandelt durchgeführt werden, indem z.B. die Tiere schon kurz bevor sie an den Vergiftungen sterben, getötet werden.

Der Schleimhautverträglichkeitstest

Nach dem Erfinder auch Draize-Test genannt. Es wird die Schleimhautverträglichkeit geprüft, indem den in Gestellen fixierten Kaninchen die Substanz ins Auge geträufelt wird. Auftretende Reizungen, Verätzungen bis hin zur völligen Zerstörung des Auges werden registriert. Ersatztests – wie z.B. am Hühnerei – sind vom Gesetzgeber nicht als tierversuchsfreie Methode anerkannt.

Photoirritationstest

Ist eine besondere Form der Hautverträglichkeitsprüfung. Es sollen hautschädigende Eigenschaften von äußerlich aufgetragenen Substanzen erkannt werden, deren giftige bzw. schädigende Wirkung erst unter dem Einfluss von Licht und Sonne entsteht. Die Tiere werden mit den Substanzen vorbehandelt, ultraviolettem Licht ausgesetzt und dann auf Hautschädigungen untersucht.

Der Hautreizungstest Hier wird die hautschädigende Wirkung einer Substanz überprüft. Auf die geschorenen, oft aufgeritzten, Körperstellen der Versuchstieren wird die zu prüfende Substanz aufgetragen und die Reaktionen wie Rötungen, Entzündungen etc. registriert.

Teratogenitäts-Test

Die Substanz wird auf ihr teratogenes Potential überprüft, d.h. es wird festgestellt, inwieweit körperliche Missbildungen während der embryonalen Entwicklung im Mutterleib erzeugt werden. Trächtigen Weibchen wird während der gesamten Embryonalentwicklung die Substanz verabreicht, dann getötet und auf Missbildungen untersucht. Sind solche vorhanden, werden weitere Untersuchungen durchgeführt.

Warum Tierversuche sinnlos sind

Die Forscher behaupten man könne neue Medikamente nur finden, indem man sie an Tieren erprobt.

Das ist natürlich Schwachsinn! Tiere und Menschen sind in vielerlei Hinsichten verschieden.

Tiere reagieren auf Medikamente und andere Substanzen meist ganz anders als der Mensch. Morphium beispielsweise hat auf uns eine einschläfernde, aber auf Katzen eine auflebende Wirkung. Aspirin wirkt bei uns gegen Kopfschmerzen, bei Ratten und Mäusen wirft es Missbildungen hervor.

Die Krebsarten die Ratten und Mäuse bekommen können, sind in keiner Weise mit dem des Menschen zu vergleichen. Trotzdem werden sie häufig zur Krebsforschung gebraucht. Ihnen werden Krebszellen mit einer Spritze direkt in den Magen oder durch das Auge ins Gehirn gespritzt.

Es klingt verrückt, aber die Forscher versuchen menschliche Krankheiten bei Tieren nachzuahmen, obwohl diese die Krankheiten natürlicherweise nie bekommen könnten.

Beagles werden häufig zur Herz-oder Kreislaufforschug verwendet, obwohl diese natürlicherweise, bei fettiger Nahrung, keinerlei Herz- oder Kreislaufprobleme bekommen können. Um Herzkrankheiten bei Beagles zu simulieren wird ihnen eine Schlinge um das Herzkranzgefäß gebunden und festgezogen.

Seit 20 Jahren hat sich nichts an dieser Methode geändert, trotz falschen Erkenntnissen. Tieren, häufig Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen werden die Beine zersägt um den Knochenheilungsprozess zu erforschen, obwohl menschliche Knochen ganz anderen Belastungen ausgesetzt sind.

Ist es gute Wissenschaft?

Ethik und Moral haben in der Wissenschaft längst nicht den Stellenwert, der ihnen gebührt.

Oft benutzt die Wissenschaft folgendes Argument: „Was ist Ihnen wichtiger? Das Leben einer Ratte oder das Leben Ihrer Mutter?“ Es ist reine Utopie zu glauben man könne zwischen seiner Mutter, Schwester oder Vater und einer anonymen Ratte wählen.

Die tierexperimentell ausgerichtete Forschung will uns seit Jahren weis machen, wir müssten uns zwischen einer Ratte und einem geliebten Menschen entscheiden. Doch das ist völliger Unsinn! Wir müssen uns nur für gute oder schlechte Wissenschaft entscheiden. Tierversuche gehören definitiv zu der schlechten Wissenschaft.


Falsche Medikamente auf dem Markt

Es ist kein Wunder, dass in Tierversuchen entwickelte Medikamente oftmals andere Wirkungen haben als vorgesehen. Thalidomid war als Beruhigungsmttel geplant verursachte jedoch schreckliche Missbildungen bei Neugeborenen. Nomifensin sollte gegen Depressionen helfen, rief jedoch Nierenversagen und Fieber hervor. Fenfluramin kam als Gewichtsregulationsmittel auf den Markt, führte jedoch zu lebensbedrohlichen Herzklappenmissbildungen. Die Beispielliste ist lang: Cisaprid, Sentinol, Cerivastatin, Mefenorex und unzählige weitere Medikamente.

Allein in Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 16.000 Menschen an den Folgen von falsch geprüften Medikamenten. Medikamente, die alle an unzähigen Tierversuchen getestet wurden.

Erkenntnisse, die man ohne die Forschung am Menschen nie erhalten hätte:

Dass rauchen Krebs verursachen kann blieb jahrelang unerforscht, da man das Rauchen an den verschiedensten Tierarten erforscht hatte. Die Beipassoperation am Herz wurde um Jahre verzögert, weil diese bei Hunden nicht funktionierte.

Jahrzehnte lang wurde bestritten, dass Aspest keinen Krebs verursachen kann, weil es bei Katzen eben genau diesen Effekt nicht hatte. Die infektiöse Ursache der Kinderlähmung blieb jahrelang im Dunkeln, weil man an Affen experimentierte.


Alternativen zu Tierversuchen

„in vitro“ Zellen und Zellkulturen – [Ein Test] mit künstlicher, menschlicher Haut dient der Beurteilung der Ätzwirkung von Chemikalien auf der Haut. Diese Untersuchung wird normalerweise an Kaninchen oder Meerschweinchen vorgenommen.

Mit Nervenzellkulturen kann die Ausschüttung von Transmittern (Überträgerstoffen) der Nervenzelle sowie deren pharmakologische Beeinflussung untersucht werden. So können Arzneimittel im Bereich der Parkinson‘ schen Krankheit, der Epilepsien und der Schmerzforschung gesucht werden.

Beim PyroCheck-Test können mit Hilfe von menschlichen weißen Blutkörperchen fieberauslösende Substanzen (Pyrogene) in Impfstoffen und Infusionslösungen aufgespürt werden. Bislang wurden diese Stoffe Kaninchen injiziert.

Kultivierte Herzmuskelzellen behalten auch im Reagenzglas ihre Fähigkeit bei sich zusammenzuziehen. Mit ihrer Hilfe können physiologische Zusammenhänge und die Wirkung herzwirksamer Medikamente getestet werden

Zellkulturen aus Arterien, die bei Operationen anfallen, lassen sich in der Arterioskleroseforschung einsetzen. Entsprechend können Ursache und Behandlung von Gefäßwand-Erkrankungen erforscht werden.

In-silico-Verfahren bedeutet so viel wie Computersimulation und ist eine effektive Alternative zu den Tierversuchen. Man kann DNAProben einmail im System einspeichern.

Beim Transformationstest führt die Zugabe von krebserregenden Substanzen zu einem ungeordneten Wachstum von normalen Zellen.- Monoklonale Antikörper sind Abwehrstoffe, die in vielen Bereichen der Forschung und Diagnostik eingesetzt werden. Anstelle der besonders grausamen Produktion im Bauch von Mäusen, können Bioreaktoren (Glasmaus oder Tecnomouse) zur Herstellung verwendet werden.

Muss ich auf Gesundheit verzichten, wenn ich mich weigere Arzneimittel und Kosmetika zu verwenden, bei deren Entwicklung Tierversuche unternommen wurden?

NEIN! Das muss niemand.

Bewusstsein schaffen und einfach auf tierversuchsfreie Kosmetika zugreifen. Verschiedene Verbände haben Positivlisten von Kosmetikfirmen erstellt, welche ohne Tierversuche entwickelt und hergestellt wurden. Diese Listen findest du einfach im Internet.

Gesundes Essen mit viel frischem Obst und Gemüse, gibt unserem Körper schon fast alles, wonach er sich sehnt. Regelmäßige Bewegung setzt die Krankheitsanfälligkeit deutlich herab.

Falls Hausmittel, schonende Alternativen und Aufbaupräparate wirklich nicht mehr weiterhelfen und die Einnahme von medikamenten unabwendbar erscheint, so bieten sich homöopathische Produkte an.

Diese Wirkstoffe entstammen aus dem Pflanzen- und Mineralreich.

Der bedeutenste Schritt, den Sie tun können ist „JA ZUM PRODUKT“ und „NEIN ZUR PRODUKTION“ zu sagen.


Das Tier im Gesetz – ein Sachgegenstand. Diese Thematik werde ich in einem weiteren Artikel überarbeiten, da es meiner Meinung nach noch ein wichtiger Bestandteil zum Thema Tierschutz ist.

Für jeden, der sich für weitere Informationen interessiert habe ich eine Buch Empfehlung, von einem Tierschutz Anwalt verfasst, welches definitiv noch mal den Blick in Bezug auf Tierschutz verschärft. Dieses Buch habe ich 2012 schonmal gelesen und auch heute noch sehe ich es als äußerst lehrreiche Lektüre an.

Fotografie als Ausdruck meiner Selbst

Erst einmal ist es wichtig zu verstehen, was die Fotografie in meinen Augen bedeutet.

Ich bezeichne es gerne als Ausdruck meiner selbst. Es hilft mir dabei die Dinge um mich herum zu verstehen und vor allen Dingen zu akzeptieren. Mich selbst zu akzeptieren. Die Fotografie ist für mich das Spiegelbild meiner Seele.

Sie ist die Konfrontation allen Seins.

Sie ist mein drittes Auge, welches die Umstände so festhält, wie ich sie empfinde.

Ein Ausdruck meiner Gefühle in ihrer reinsten Form.

Für mich ist die Fotografie nicht nur ein schönes Bild unserer Liebsten oder ein schickes Foto von einer Reise. Nein, sie ist das Gefühl welches ich in diesem Moment hatte. Das Wichtigste auf einem Foto für mich ist das Übertragen dieser Emotionen. Die Sensibilität der Person zu spüren, welche sich auf dem Foto befindet.

Ein Foto bedeutet nicht nur das abzulichten was man mit dem bloßen Auge erkennen kann, sondern das, was man mit dem Herzen fühlt.

Sie spiegelt die Freude, die Melancholie oder die Angst wieder, welche ich in diesem Moment empfunden habe. Die Fotografie friert dieses Gefühl ein auf ewig.

Sie bedeutet blank ziehen. Ohne jeglichen Schutzhüllen offenbart werden.

Die Fotografie hilft mir Erlebtes zu verarbeiten. Sie leert meinen Kopf, damit ich wieder frei bin für andere Dinge.

Sie befreit mich vor dem Drang alles in mich hineinzufressen.

Anfangs nutzte ich sie gerne als Ventil meiner Emotionen. Dann als Prozess der Selbstfindung. Heute ist es die reinste Form mich selbst auszudrücken.

Sie bleibt mein ständiger Wegbegleiter.

2016

Wie alles begann..

Schon als Kind war ich angezogen von der Fotografie. Formen und Farben faszinierten mich sehr.

Als kleiner Fratz baute ich schon mein kleines „Studio“ auf und setzte Gegenstände nebeneinander um ein Auge für Komposition zu bekommen. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal was Komposition überhaupt bedeutet.

2007

Ästhetik war es, die mich anzog. Ich hatte keine Ahnung wie genau man zu einem „schönen“ Bild kommt… doch ich wollte so etwas schönes selber machen können.

Es gibt keine wissenschaftliche Formel oder eine Regel, welche als DIE EINE Form der Ästhetik anerkannt wird. Oke klar, es gibt den goldenen Schnitt aber es ist nicht wissenschaftlich fundiert, was Menschen genau an einem Bild anziehend finden.

Ich konnte jedoch schon sehr früh sagen, was genau ich weshalb an einem Foto oder Gemälde schön fand.

Farben, Formen, Konturen, Licht, Helligkeit, Dunkelheit oder einfach die Schönheit der Person auf dem Abgebildeten. Ich konnte es immer genau definieren.

Es selber zu fotografieren ist hingegen eine ganz andere Geschichte.

Noch heute liebe ich es alte Fotografien zu durchstöbern. Alles alte zieht mich auch heute noch in den Bann.

Von analogen Kameras und Videoaufnahmen bis hin zu alten Drucken oder Dunkelkammerutensilien.

Doch dazu möchte ich in einem späteren Beitrag genauer eingehen.

Seitdem ich denken kann sehe ich die Fotografie als ein künstlerisches Handwerk an.

Der künstlerische Aspekt darin ist die Kunst des Sehens. Das Übermitteln eines Gefühls – in einem Bild eingefroren.

Und Handwerk, weil man die Fertigkeit erst erlernen muss. Man muss lernen das Gesehene auf Papier zu bringen. In der Form, wie man es sich vorstellt bevor man überhaupt den Auslöser drückt.

Ja richtig, bevor ich überhaupt den Auslöser betätige sehe ich das Endprodukt schon vor mir. Ich spüre die Weichheit des Papiers. Stelle mir die Farben auf diesem vor und fühle mich in das Motiv hinein. Dann drücke ich ab.

Dann, wenn mein Gefühl mir sagt, dass es der richtige Moment ist.

Meistens ist eine Fotografie für mich ein gedrucktes Endprodukt. Kein Foto verloren in den Tiefen der digitalen Welt.

Sie sollte meiner Meinung nach unbedingt immer auf Papier gebracht werden.

2017

Warum ich das denke? Ich habe keine Ahnung.

Vielleicht weil Papier genau so vergänglich ist wie der Mensch selbst oder aber weil das Fühlen des Papiers einfach nur nochmals das Gefühl während des Fotografierens widerspiegelt.

Fotoalben haben für mich immer noch einen hohen Stellenwert, da es eine Art Dokumentation zeigt. Jedes einzelne Foto entspringt einer Biografie. Meiner Biografie.

Es zeigt Augenblicke, deren ich Zeuge war.

Ich will, dass die Menschheit nach mir weiß, dass ich existiert habe.

Das bringt mich dazu darüber zu schreiben wie ich zur Leidenschaft der Autoportraits gekommen bin.

Als Kind war ich keines Fotos scheu. Doch als Pubertierende habe ich mein Äußeres gehasst. Ich empfand andere immer als schöner, schmaler oder einfach ansehnlicher. Niemals hätte ich mich selbst als schön bezeichnet.

Unzufrieden mit mir selbst zog ich durch die Welt. Fotos von mir hätte ich am Liebsten verbrannt.

Irgendwann kam dann der Knackpunkt. Fernab von einer Gesellschaft, wo jeder zehn Selfies täglich von sich macht begann ich Kleinigkeiten an meinem Körper rauszupicken, welche mir gefielen.

Es fing an mit meinen Augen, dann war es mein Lachen, dann meine Nase… mit und mit fing ich an mich wieder lieben zu lernen.

Also begann ich auf jedem Foto was jemand von mir machte zu lachen um meine Unsicherheit zu übertönen. Ob es ein gefaktes Lachen war oder nicht spielte zu diesem Zeitpunkt keine Rolle.

Doch irgendwann begriff ich, dass es sich nicht um ein Lachen geht. Oder um meine Nase. Es geht sich um mein Gesamtbild. Ich muss lernen mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Und das bedeutet alles an mir

So langsam fing ich mit den Autoportraits an.

Ob ich mich nun zu dick oder zu dünn fand. Die Fotografie begleitete mich durch all diese Phasen der Selbstakzeptanz.

2018

Manipulation der Fotos

2012-2014 fand ich Manipulation an meinen Fotografien extrem interessant. Ich fand es faszinierend, wie leicht man Menschen, Fotos und Geschichte durch kleinste Techniken manipulieren kann.

2014

Ich empfand subtile Details der Manipulation in Fotografien attraktiv. Dann wurde es immer extremer. Ich wollte darauf aufmerksam machen, wie schnell und einfach eine Gesellschaft manipuliert werden kann.

Zu dieser Zeit war meine Fotografie noch sehr kontrastreich. Ohne jegliche Weichheit. Sie schrie „hier bin ich!“.

Ich wollte die Gesellschaft zeigen, ohne sie zu zeigen. Es ging sich weniger um Reportage als um die Montage.

2013

Erst als 2015 ein einschneidendes Erlebnis mein Leben komplett verändert hatte, fing ich an die Heilung hinter diesen Selbstportraits zu erkennen.

Ich wandte den Blick nunmehr nach außen. Immer noch gesellschaftskritisch versuchte ich ab dann meine Fotografie in der Reportage anzuwenden. Ich dokumentierte das Leben außerhalb meiner kleinen Blase.

Meine Fotografin wurden um einiges weicher. Sinn dahinter war es die Zerbrechlichkeit meiner selbst präsenter zu zeigen.

2015

In Frankreich 2015 wurde das autoportraitieren dann fester Bestandteil meines Lebens, so wie es viele in meinem Umfeld noch heute von mir kennen.

Ich hatte einiges zu verarbeiten und merkte schnell, dass dies am Besten geschieht indem ich mich mit meiner selbst konfrontiere.

Es waren keine typischen, lachenden, selfie-artigen Bilder. Nein, es waren frontale Aufnahmen meiner selbst. Ohne Lachen. Das wurde mir zu dieser Zeit genommen. Ohne Freude. Als gebrochener Mensch.

Ich ließ meine Augen sprechen. Meine Seele nahm so Gestalt an.

Doch die Fotografie von mir selber diente nie dem Zweck der Eitelkeit.

Die Autoportraits dienten auch nicht den Zweck gesehen zu werden. Es diente als reiner Heilungsprozess. Ein Prozess mein Leben und mich zu akzeptieren.

Dies sollte der Beginn einer endlosen Reihe von Autoportraits werden.

Heute verstehe ich unter Ästhetik etwas ganz anderes. Ein Foto sollte ein cinemaartiges Licht enthalten. Die Dunkelheit muss die Helligkeit übertrumpfen. Das Licht dient nur zum schmeicheln des Sujets.

Denn alles Schöne verbirgt sich im Dunkeln.

2017

Für mich ist ein Selbstportrait eine Art persönliche Ausdruck die es schafft unsere täglichen Launen festzuhalten. Zum Einen zeigt es ganz klar unsere physische Präsenz aber auch unsere spirituelle Präsenz, welche sich meiner Meinung nach immer durch die Attitüde zeigt.

Ein Blick, eine Position oder ein Verhalten. All diese Aspekte geben ein Bild an die Außenwelt. Man möchte gesehen werden! Wir sind der Schöpfer unseres eigenen Spiegelbildes.

Der Autoportraitist entscheidet selber was er zeigen möchte und was er lieber im Verborgenen lassen möchte. Jedes einzelne Selbstportrait verkörpert den Prozess des Schaffens.

2018

Jedes einzelne Selbstportrait zeigt uns immer mehr wer wir sind. Es gräbt sich Schicht für Schicht bis zu dem Essenziellsten Punkt unseres Seins.

Um es ganz kurz zu sagen: ein Selbstportrait bedeutet Identität. Es ist Zeuge unserer Existenz. Es zeigt, dass wir Teil der Geschichte sind, der Geschichte der Menschheit.

Ein Porträt von sich selber bedeutet für mich, eine Identität zu besitzen, ein Individium in dieser Gesellschaft zu sein, welche seit langem versucht uns zu standardisieren.

2018
2019

Verhütung – betrifft uns alle

Wir wollen es alle. Wir suchen es alle. Die ultimative Verhütung. Die eine Lösung für geschützten Geschlechtsverkehr.

Wie kann ich nach meiner Schwangerschaft verhindern, dass es mir nicht nochmal direkt passiert?

Ob Schwangerschaft oder nicht, wir alle suchen danach. Nach Sicherheit, Flexibilität und doch soll es uns zugleich nur minimal einschränken.

Willkommen im Club.

Ich suche auch nach der optimalen Lösung. Doch ich muss feststellen, dass es die perfekte Lösung gar nicht gibt. Es gibt nichts, was all meinen Ansprüchen gerecht wird.

Wichtig für mich beispielsweise ist eine hormonfreie Verhütung. Ein Grund dafür ist das Stillen, die Liebe zu meinem Körper und die starke Reaktion auf die Pille davor.

Mir ist aber auch wichtig, so wenig Einschränkung wie möglich zu haben. Ich habe keine Lust jedes Mal vor dem Sex an irgendetwas denken zu müssen. Möchte mir aber auch keine Sorgen machen müssen, nochmal schwanger zu werden. Zumindest nicht jetzt oder in naher Zukunft.

Denn für mich ist eins ganz klar: Verhütung ist unabdingbar. Für jeden von uns. Es ist ein Recht auf freie Entscheidung. Ein Recht, sich sein Leben selbst zu bestimmen.

Wir Frauen schwimmen in einem Meer aus Pillen, Kondomen, Spiralen, Dreimonatsspritze, Hormonimplantaten, Verhütungspflastern, Notfallverhütungsmitteln und noch vielen mehr.

Wie soll man da den Durchblick behalten?

Doch was denkt die grobe Masse eigentlich über die verschiedensten Fragen der Verhütung.

Auf Instagram habe ich meine Follower gebeten einige Fragen zu diesem Thema zu beantworten.

Wer genau ist jetzt also verantwortlich für die Verhütung?

Ohne einen an den Pranger zu stellen, machen es sich die Männer häufig sehr einfach. Für sie gilt nur entweder Kondom oder kein Kondom. Damit sind sie aus dem Schneider.

Doch es betrifft beide Parteien. Schließlich kann das Endresultat beider Leben grundlegend verändern.

Dieser Meinung waren auch 87 % der befragten Frauen.


Kommen wir nun zur Frage, womit meine Follower zur Zeit verhüten.

200 Frauen haben mir auf diese Frage geantwortet.

Pille – 59

Diaphragma – 47

Kondom – 40

Verhütungsring – 12

Hormonimplantat – 5

Spirale – 20

Depotspritze – 5

Pille danach – 12

By the way: Selber habe ich diese Hormone in Form einer Anti Baby Pille elf Jahre genommen. Elf Jahre, in denen ich keine Ahnung hatte, was ich da eigentlich mache und es mir auch ziemlich egal war. Hauptsache nicht schwanger werden war das Motto.

Auf die Frage, ob die Frauen sich mit ihrer aktuellen Verhütung sicher und geschützt fühlen, antworteten glatte 60% mit Nein.

Was mich persönlich sehr gewundert hat war, dass „nur“ 30% der Frauen schon einmal die herkömmliche Verhütungspille als Mittel genommen haben.

In meinen Augen war dies immer die gängigste Methode. Tja, falsch gedacht.

Zunächst sollten wir Frauen wissen, dass die Ärzte zwischen den Konzepten „systemisch“, „lokal“ und „natürlich“ unterscheidet.

Das Verhütungskonzept systemisch beinhaltet alles das, was unseren gesamten Körper beeinflusst, in die Blutbahn übergeht, um am Schluss den Eisprung zu unterdrücken. Da ich den Hormonfluss zwischen dem Gehirn und den Eierstöcken beeinflusse, ist dies eine systemische Beeinflussung.

Systemische Verhütungsmethoden sind z.B. die Pille, der Ring, das Pflaster, die Spritze oder auch das Hormonimplantat.

Bei dem natürlichen Konzept geht es darum, dass ich natürlicherweise versuche, herauszufinden, wann ich den Eisprung habe und in diesem Zeitraum bzw. vor allem auch davor auf Geschlechtsverkehr verzichte. Die gängigste und derzeit sehr gefragte natürliche Verhütungsmethode ist die natürliche Familienplanung (NFP).

Bei einem lokalen Verhütungskonzept bzw. wenn die Verhütung vor allem im Genitale selbst stattfindet, geht es darum, dass man an einer bestimmten Stelle eine Barriere aufbaut. Dazu zählt z.B. das Kondom oder auch das Diaphragma, aber auch die Kupfer- und die Hormonspirale.

Überrascht hat mich auch, dass 80 % der Frauen gerne hormonfrei verhüten würden.

Doch was bedeutet hormonfreie Verhütung und wie sicher sind die verschiedenen Mittel eigentlich?

Hormonfreie Verhütung umfasst alle Verhütungsmethoden, die ohne Hormone oder Eingriffe in den natürlichen Körperablauf auskommen. Der Hormonhaushalt bleibt unbelastet.

Sie ist frei von Nebenwirkungen und Überschüssen.

Nun zeige ich euch einmal die gängigsten Methoden der hormonfreien Verhütung:

1. NFP-Methode

Die Methode der natürlichen Familienplanung.

Die symtothermale Methode gilt als die natürlichste Verhütung und auch tatsächlich mitunter zu einer der sichersten. Bei dieser Methode kombinierst Du die Messung Deiner Basaltemperatur mit der Auswertung von Zervixschleim bzw. Muttermund. Die Körpertemperatur und die Flüssigkeit aus der Scheide. Diese sind Indikatoren für den Zeitpunkt deines Eisprungs und deiner Fruchtbarkeit. Je nach Fruchtbarkeitsstatus kannst Du entweder unbeschwerten Geschlechtsverkehr mit Deinem Partner haben oder beispielsweise Kondome anwenden.

Für mich persönlich fällt diese Methode flach, da ich mich einfach dabei zu unsicher und zu wenig geschützt fühle.

2. Kupferspirale und Goldspirale

Nicht zu Unrecht stehen die hormonfreien Spiralen an ersten Stelle. Man muss bis zu fünf Jahre nicht daran denken. Sie kann bei Kinderwunsch jederzeit vorzeitig entfernt werden und hat keine hormonellen Nebenwirkungen.

Auch wenn der Anschaffungspreis nicht günstig scheint, auf die Jahre gerechnet zählt die Spirale zu den preiswertesten Verhütungsformen.

Dank der Entwicklung neuer Formen und Materialen, die an die jeweilige Gebärmutterform und -größe angepasst werden, hat es eine noch besseren Verträglichkeit. Nebenwirkungen gibt es kaum noch.

Spirale geht doch nur nach der Schwangerschaft oder?

Nein, heute nicht mehr.

War früher die Spirale nur für Frauen, die bereits ein Kind geboren haben, geeignet, gibt es heute auch für junge Mädchen und kinderlose Frauen diese hormonfreie Alternative. Kupferkette oder Kupferball beispielsweise wurden absichtlich für Frauen mit kleinerer Gebärmutter entwickelt.

Trotzdem kann das Einsetzen dieser Spirale als unangenehm und schmerzhaft empfunden werden. Einige Frauenärzte bieten daher auch die Einführung der Spirale unter Kurznarkose an.

Vorteil dabei ist, dass jegliche Anwenderfehler wegfallen.

Doch diese Methode ist auch für mich leider etwas nachteilhaft, da es weniger geeignet für Frauen mit starker und schmerzhafter Menstruationsblutung ist, da diese noch verstärkt wird.

Wieso das?

Für Frauen, die eine starke oder sehr schmerzhafte Regelblutung haben, sind hormonfreie Spiralen jeglicher Art, also Kette, Ball, Kupfer und Gold, ungeeignet, weil die Blutung stärker und länger wird. Die Gebärmutter versucht, die Spirale als Fremdkörper auszustoßen -das verlängert die Blutung und ist mit einem minimal entzündlichen Reiz vergleichbar. Für Frauen mit leichten Blutungen gilt das nicht.

3. Diaphragma und Portiokappe

Diaphragmen und Portiokappen sind runde Kappen aus Silikon, die den Samenzellen den Weg zu den Eizellen versperren. Diaphragmen bedecken den Muttermund und werden von den Scheidenwänden gehalten.

Portiokappen sind kleiner und saugen sich zum Teil direkt am Muttermund fest oder werden ebenfalls mit ihrer breiten Krempe in der Scheide gehalten.

Eingesetzt werden die Kappen frühestens zwei Stunden und spätestens direkt vor dem Sex. Zusätzlich muss die Frau ein Verhütungsgel auftragen, ein sogenanntes Spermizid- welches Spermien abtötet.

Nach dem Sex sollten Diaphragma oder Portiokappe mindestens 8 bis 12 Stunden in der Vagina verbleiben. Je besser der Sitz und je geübter die Anwendung, desto sicherer ist die Methode.

Für mich auch wieder keine Option, da mir durch die Vorbereitung die Spontanität und somit die Lust auf den Sex genommen wird. Mir persönlich ist diese Art der Verhütung einfach zu umständlich.

4. Kondome

Der jahrhundertealten Klassiker, einst aus Schafsdarm, gibt es inzwischen in unzähligen Varianten: Vegane Fair-Trade-Kondome, Marken mit zehn verschiedenen Umfanggrößen oder latexfreie, besonders gefühlsintensive Materialien. Die Anwendung ist wohl jedem seit der Pubertät grob bekannt.

Neben einer sicheren Verhütung schützen sie als einzige Verhütungsoption zuverlässig vor Geschlechtskrankheiten.

Doch Vorsicht bei langen Fingernägeln, zu kalten oder zu heißen Aufbewahrungsorten, ölhaltigen Gleitmitteln und Medikamenten gegen Vaginalinfektionen. Diese können Kondome kaputt machen. Hinzu kommt deren Mindesthaltbarkeit.

Also für mich persönlich abgesehen von dem Schutz vor Krankheiten auch keine hundert prozentige sichere Alternative.


Doch woher weiß ich jetzt welche hormonfreie Alternative für mich die beste ist? Im Zweifelsfall wendet euch bitte immer an euren Gynäkologen/in.

Zusammen könnt ihr immer eine für euch passende hormonfreie Verhütung finden..

Eine so genannte graue Zone ergibt sich mit der östrogenfreie Pille. Sie ist nicht zu 100% hormonfrei, ist aber auch kein Verhütungsmittel, welches den Hormonhaushalt überschüssig belastet.

Östrogenfreie Pille

Die östrogenfreie Pille ist eine Pille zur Schwangerschaftsverhütung, die im Gegensatz zu Kombinationspillen nur ein Gelbkörperhormon und kein Östrogen enthält.

Die empfängnisverhütende Wirkung erfolgt durch die Hemmung des Eisprungs. Die östrogenfreie Pille muss jeden Tag zur gleichen Zeit eingenommen werden. Anders als die andere Pille Muss wird die östrogenfreie Pille 28 Tage durchgängig am Stück eingenommen und auf eine Einnahmepause wird verzichtet.

Sie wird empfohlen bei Frauen mit Bluthochdruck, Migräne Patientinnen und stillenden Müttern.

Ich persönlich tendiere zur Zeit effektiv zu dieser Art der Verhütung. Trotzdem begleitet mich die Angst, diese Pille nicht haargenau zur selben Zeit jeden Tag nehmen zu können.

Auf nicht hormonfreie Verhütungsmittel werde ich in diesem Artikel nicht weiter eingehen.

Was mich persönlich extrem geschockt hat bei meiner Umfrage war die Tatsache, dass 68 % der Befragten bereits die Pille danach genommen haben. Einige nutzen sie sogar als reines Verhütungsmittel.

Seit 2015 gibt es die Pille danach rezeptfrei in der Apotheke zu kaufen. Es gibt sogar eine eigene Website für die Pille danach. Überall ist zu lesen, dass es gar nicht so schlimm sei, sich diese Hormonbombe einzuschmeißen und auch der Ausdruck „Bombe“ würde nicht wirklich passen. Mir selber wurde in jungen Jahren von einer Gynäkologin geraten, ich solle mir doch die Pille danach anschaffen um einfach sicher zu sein.

Für mich persönlich der Horror Trip meines Lebens. Mir wurde damals nach circa 1 Stunde kotzschlecht und unglaublich schwindlig. Ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten. circa eine Woche lang habe ich nur geweint. So viel zum Thema Hormonbombe. In meinem Körper herrschte totales Chaos. Ich fühlte mich unglaublich schlecht, fast krank und meine Periode habe ich auch viel zu früh bekommen.

Ich war total erschrocken über den Effekt auf meinen Körper. Für mich war ab diesem Zeitpunkt klar einmal und nie wieder. Mein ganzes hormonelles Gleichgewicht war aus dem Ruder geraten.

Damit möchte ich aber nicht sagen, dass ich nicht erleichtert bin über die Tatsache, dass uns Frauen diese Möglichkeit gegeben wird.

In verschiedenen Momenten ist die Pille danach unabdingbar und ich bin froh, dass jede Frau rezeptfrei im Notfall Zugriff darauf haben kann.

Ich möchte, indem ich meine persönliche Erfahrung hier aufschreibe, nur darauf hinweisen, dass man es nicht unbedingt auf die leichte Schulter nehmen kann.

Im Endeeffekt empfindet und verträgt es jede Frau anders.

Traurig macht mich, dass sich 52 % der Befragten von ihrem behandelnden Gynäkologen/in schlecht beraten fühlen.

Für mich ist das wichtigste an einem Arzt, dass ich mich bei ihm wohl fühle und transparente, ehrliche Informationen erhalte.

Ich kann also jedem nur empfehlen weiter zu suchen, bis das man den Arzt gefunden hat, der einen individuell berät.

72 % der Befragten haben mehr Angst davor sich mit Krankheiten anzustecken, als schwanger zu werden.

Das lässt mich persönlich noch einmal ganz anders über die Einstellung zu Sex in unserer Gesellschaft nachdenken.

Doch was denken die Frauen über die vielen Mythen, die umherwandeln. Wie steht es zum Beispiel mit dem Mythos, dass Stillen vor einer Schwangerschaft schützen kann…

8% der befragten Frauen denken tatsächlich, das Stillen vor der Schwangerschaft schützt.

Nein, diese Aussage ist völlig falsch!

8% klingt erstmal nicht viel. Bedeutet aber trotzdem 16 Frauen, die davon ausgehen dass das Stillen tatsächlich vor einer Schwangerschaft schützen kann.

Schlussfolgern kann ich sagen, dass mir Das Schreiben dieses Beitrags dazu verholfen hat mich klarer für ein Verhütungsmittel zu entscheiden.

Ich möchte mich hier bei allen für ihre Mitarbeit bedanken. Mich hat diese Umfrage und Recherche einiges gelehrt.

Zum Einen bin ich geschockt, wie wenig Aufklärung es tatsächlich zu unserer heutigen Zeit gibt. Und zum Anderen bin ich wirklich froh, dass es Mittel gibt, die uns Frauen schützen.

Denn wir bestimmen immer noch selber über unser Leben.

Wir und niemand anders!

Mama kann dir leider keine gesunde Welt bieten – Rückblick 2020

Die Welt steht Kopf.. so fühlt es sich zumindest für die meisten von uns an.

Unverständlich es zu erleben, doch verständlich, dass es irgendwann so weit kommen musste.

COVID-19 lässt unsere Welt still stehen.

Mir tut es in erster Linie am meisten Leid, dass ich meine Tochter in eine Welt bringen muss, die von Beginn ihrer Geburt ungesund ist. In eine Welt, wo Menschen nicht bewusst ist, was ihr Handeln für Konsequenzen haben.

Das bisherige Jahr sollte Anlass sein, zu reflektieren und ganz klar Dinge zu ändern.

Wir haben nur einen Planeten. Einen Plan B gibt es nicht.

Also sollten wir alles daran setzen, schnellstmöglich unsere Umwelt so zu respektieren, dass sie wieder die Chance bekommt sich zu regenerieren.

Jeder von uns musste sich auf Veränderungen einlassen, das Wort Lockdown flog einem überall um die Ohren.

Egal welche Nachrichtenquelle man eingeschaltet hat.. der Begriff Corona prasselte von allen Ecken auf uns ein.

Gerade in der ersten Zeit zu Hause habe ich für meinen Teil wieder gelernt die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.

Zusätzlich kam meine Schwangerschaft noch dazu. Die Freude meinen Bauch der Welt da draußen zu präsentieren wurde jedoch schnell gedämpft.

Es tut mir leid, mein Schatz. Leider kann Mama dir keine gesunde Welt bieten.

Irgendwann wurde es in erster Linie einsam und traurig. Die erste Schwangerschaft ohne jeglichen Zuspruch zu erleben war ziemlich hart.

Doch auf der anderen Seite hatte ich ein großes Privileg und dies wurde mir immer bewusster.

Trotz starkem Gefühl der Einsamkeit war ich nicht wirklich alleine. Mein Partner, meine Hunde und meine Katze waren bei mir.

Hingegen Menschen wie meine Oma waren völlig isoliert und alleine von allem.

Ich dachte oft an die Menschen, die keine Angehörigen hatten. Niemanden, der sie unterstützt in dieser schweren Zeit.

Menschen, die Tag für Tag auf eine weiße Wand starren.

Menschen, die sogar ohne die Anwesenheit ihrer Lieben zu dieser Zeit sterben mussten.

Einsam.

Ja, bis jetzt war 2020 kein schönes Jahr. Kein Jahr worauf wir, die Menschheit wirklich stolz sein können.

#stayathome machte die Runde und regte zum Umdenken an. Selbst als Einzelgänger wurde es von Tag zu Tag schwieriger positiv zu bleiben. Das Loch wurde immer größer.

Dennoch habe ich versucht dieser Zeit etwas positives abzugewinnen. Man hatte wieder Zeit zu sich selbst zu finden. Ohne den gesellschaftlichen Druck.

Es kehrte Ruhe ein und man hatte Zeit Kraft zu tanken.

Glücklicherweise konnten wir den Wald um uns nutzen für ausgiebige Spaziergänge. Stundenlange Gedankenkreise.

Frische Luft.

Keinen Termin im Nacken.

Atmen.

Unter anderem hatte man wieder viel Zeit sich kreativ auszuleben. Durch diese Loslösung und Selbstfindung sprühte die Kreativität nur so aus mir raus.

Endlich Zeit mir etwas aufzubauen.. wieder zu Schreiben, zu lesen, zu malen und zu fotografieren..

Zeit um eine Sprache zu lernen oder sich neue Fähigkeiten anzueignen.

Für mich persönlich war das Schlimmste meine Familie nicht umarmen zu dürfen.

Aber nun werden wir mal einen Blick auf die Welt…


Prägende Ereignisse auf der Welt 2020:

Die Brände in Australien

Erinnert euch zurück… die heftigen, totbringenden Buschbrände in Australien. Mehr als 1 Milliarden Tiere ließen dabei ihr Leben.

Erster Versuch das Ökosystem wieder aufzubauen

Das Meer stirbt aus

Kein aktuelles Problem, doch präsenter als je zuvor . Häufig damit konfrontiert, wieviel Müll und Plastik eigentlich angespült wird. Dank uns. Und Menschen.

Folge? Nachhaltigkeit

Der nächste Punkt der präsenter wurde wie sonst.

Nachhaltigkeit

Wir MÜSSEN nachhaltiger leben. Dieser Begriff betrifft nun jeden einzelnen. Keiner kann sich mehr freisprechen.

Hamsterkäufe

Erinnert euch an die Zeit zurück, in dem Klopapier Luxusware war. Und das 2020.

Die Krise wurde Anfang März als Pandemie eingestuft. Besonders Nudeln, Konserven, Hefe etc. wurden gebunkert. So extrem, dass irgendwann auch Maßnahmen gegen die Hamsterkäufe getroffen wurden.

Kontaktbeschränkungen

Fast europaweit wurden mehr oder weniger feste Bestimmungen zur Kontaktbeschränkung eingeführt.

Dies hatte vor allem wirtschaftliche Konsequenzen.

Arbeitskräfte wurden in Kurzarbeit geschickt, viele machten im Home-Office weiter um dem wirtschaftlichen Zusammenbruch entgegen zu wirken.

Ohne Erfolg. Viele Unternehmen mussten schließen. Viele Restaurants konnten sich nicht mehr über Wasser halten.

Wut und Unverständnis waren die Folge.

In manchen Städten herrschte Ausnahmezustand. In Barcelona beispielsweise hatte man sogar Angst vor Plünderungen.

Menschen, wie Tiere in Käfige gedrängt. Überfallen von einen Virus, der nicht greifbar ist.

Zu wenig Kommunikation löste Verschwörungstheorien aus.

Todesfälle ohne Ende.

Dann der nächste Schock.

George Floyd

Am 25. Mai 2020 wurde der US Amerikaner George Floyd durch eine gewaltsame Festnahme eines Polizisten getötet. Das Video schockierte alle Menschen weltweit und löste eine Welle an Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt aus.

Das Thema Rassismus ist einfach zu komplex, um es jetzt einfach kurz zu machen. Dazu möchte ich noch einen weiteren Blog Artikel schreiben. Doch was ich sagen kann, ist dass wir alle gemeinsam den Kampf gegen Rassismus angehen können. In dem wir zuhören, lernen, uns informieren, unsere Kinder aufklären, mit Freunden und Familien sprechen und unsere Stimme erheben.

Denn wir haben eine Stimme. Eine Stimme welche George Floyd genommen wurde.

Ein positiver Punkt war jedoch der Wiederaufbau der Solidarität. Denn nur in Krisenzeiten fängt die Gesellschaft an, sich gegenseitig zu unterstützen. Die egoistischen Scheuklappen abgelegt.

Man kann einfach nicht in Worte fassen, was 2020 genau passiert ist. Alles was wir lernen können, ist das zuhören manchmal wichtiger ist als reden.

Dass wir unserem Planeten, unserer Mutter Erde, mehr Respekt entgegenbringen müssen und mehr aufeinander achten müssen.

Wann fangen wir endlich an aktiv unsere Umwelt zu schützen?

Du wirst nie einen Regenbogen sehen ohne den Regen erlebt zu haben.“

Wenn aus meiner Oma eine Uroma wird

Du.
Meine Oma.
Die Mama meiner Mama.
Uroma meiner Tochter.

Du bist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben. Du hast dich als Kind sehr oft um mich gekümmert.
Sehr oft war ich bei dir. Ich kann immer auf dich zählen und du verurteilst mich nie.

Wenige Menschen, denen ich blind vertraue, bei denen ich mich aufs Sofa setze und alle Probleme davongetragen erscheinen. Doch bei dir ist es möglich.

Jeder hier im Dorf kennt dich und keiner denkt schlecht von dir. Du bist eine Frohnatur und erfreust dich immer an den kleinen Dingen im Leben.

Letztes Jahr hast du den Krebs bekämpft und ich könnte stolzer nicht sein, dass du den schweren Weg gemeistert hast.
Nachdem es anfing dir wieder besser zu gehen kam dann, Anfang des Jahres der nächste Schock: schwere Lungenembolie.
Ein wochenlanger Krankenhausaufenthalt waren die Folge.

Die ganze Familie war am Boden zerstört.
Der Gedanke, dass es dich nicht mehr geben würde war und ist immer noch mehr als surreal für mich.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich tagtäglich dachte man schnüre mir die Luft ab.
Es war betäubend, als Angehörige zu sehen, dass der Mensch, den du immer froh und munter im Kopf und Herzen hast plötzlich so krank war.

Ich kann und will es mir gar nicht vorstellen müssen, in dein Haus zu gehen ohne dich darin zu finden. Ohne deine Stimme, die mich freudig empfängt.
Ohne dein lautes Lachen, welches automatisch animiert mitzumachen.

Du bist der gütigste Mensch, den ich kenne und auch wenn es manchmal nervig unverständlich ist, siehst du immer das Gute in wirklich jedem.

Du tust alles für dein Umfeld, deine Enkel und nun auch deine Urenkelin.
Ich bin mehr als dankbar, dass du es noch erleben kannst Uroma zu sein und ich bin einfach nur glücklich, wenn ich mein Baby in deinen Armen sehe ..

Meine Liebe zu dir ist unendlich.

Ich liebe dich, Oma.

Perfectly imperfect- Homage to my body

Liebesbrief an meinen Körper

Lieber Körper, das bist du. Das bist du in deiner ganzen Kraft.

Neun Monate lang warst du ein zu Hause. Ein zu Hause für meinen Lieblingsmenschen. Ein winziger Mensch, dem du Schutz und Nahrung geboten hast. So selbstverständlich, dass ich nicht wirklich drüber nachgedacht habe.

Jeder der meine Schwangerschaft mitbekommen hat weiß, dass ich nicht gerne schwanger war. Ich vermisse nichts an dem Zustand schwanger zu sein.

Doch ich bin stolz. Stolz auf dich. Auf meinen Körper. Auf das was du geschafft hast. Auf das was du erschaffen hast.

Und auch jetzt tust du es weiterhin. Gibst Milch und heilst zur gleichen Zeit.

Mein lieber Körper, ich habe dich schon vorher sehr geliebt. Doch das was du jetzt geschafft hast, lässt mich dich noch mal mit ganz anderen Augen sehen.

Natürlich gibt es momentan immer noch Stellen, die ich nicht gerne im Spiegel anschaue , doch ich vertraue darauf, dass du auch das wieder gerade biegst.

Ich verbeuge mich vor deiner Superkraft. Vor deiner physischen Meisterleistung.

Vielen Dank dass du stark bist in Momenten, wo ich es nicht kann.

Geburtsbericht x Kaiserschnitt

Aus zwei werden drei.

Immer wieder kommt die Frage Kaiserschnitt oder natürlich entbunden? Als wäre das relevant. Obwohl das ja auch eigentlich gar niemanden etwas angeht fühlt man wie die Leute einen erstmal herabschauend anblicken. Doch mittlerweile kenne ich so viele Geschichten, die meiner eigenen ähneln, dass ich darauf gepflegt sch*****.

Es war definitiv nicht geplant am 18.08.20, 3 Wochen vor eigentlichem Geburtstermin zu entbinden. Doch erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt.

Tage zuvor schon fühlte ich mich wirklich komisch. Mir War schummrig, ich fühlte diesen permanenten Schwindel, und ich sah aus wie die Frau von Michelin. Der Blutdruck, lag weit über den normalen Bereich und hinzu kam, dass ich anfing Konturen um Dinge zu sehen.

Anfangs war ich davon überzeugt, dass es die Hitze war, die meinen Zustand so verschlechtern ließ. Ich wartete also erstmal den Termin beim Gynäkologen 17.08 ab. Nach einigen Tests, hatte er Verdacht auf eine Gestose/Schwangerschaftsvergiftung. Er meinte die Werte wären grenzwertig und er würde mich gerne zwei Tage später wieder in der Praxis untersuchen, um auszuschließen, dass es mir und dem Baby noch schlechter geht als ohnehin schon.

Ich ging am nächsten Tag noch ganz gemütlich mit meiner Mutter einkaufen, wobei ich schon merkte dass irgendwas überhaupt nicht stimmt. Daraufhin ist sie mit mir zum Arzt gefahren. Gegen 16h sagte dieser wiederrum ganz ernst ‚wir fackeln nicht lange. In 2 Stunden ist ihr Baby da.‘ Panik.

Natürlich war dies nicht der Weg den ich mir für eine Geburt vorgestellt hatte… Doch es musste dringend gehandelt werden, damit nicht alles noch schlimmer wurde.

Von der Praxis, ging es direkt zum gegenüberliegenden Krankenhaus, wo das Personal schon in den Startlöchern stand.

Plötzlich ging alles total schnell. Ich sagte noch zu meinem Freund, dass er ruhig seine Arbeit beenden könnte bis 17:00 Uhr. Fehlanzeige. Bereits zu der Zeit war der OP schon vorbereitet. Zum Glück war meine Mutter mit dabei, bevor es losgehen. Als ich inständig frug, ob wir noch etwas warten können, dass ich vorher noch meinen Partner sehe , gab man uns circa weitere 20 Minuten.

Leider konnten wir uns also vor der OP nicht mehr sehen. Die Schwester bereitete mich nun für den chirurgischen Eingriff vor und erklärte mir ein paar Details zum Ablauf, da ja alles anders angegangen wegen Corona.

Nun schob sie mein Bett runter in den OP.

Keiner durfte dabei sein, niemand da um meine Hand zu halten. Selbst das Personal durfte nicht in direkten Kontakt zu mir stehen. Auf meine Frage ob irgend jemand meine Hand halten könnte, verneinte man dies bedingt durch Corona. Da lag ich nun, ganz alleine, umgeben von Fremden, auf einem eiskalten Tisch – in einem eiskalten OP.

Es ist eine Operation, kein Besuch bei der Kosmetikerin. Jetzt ist es unheimlich und kalt. Im wahrsten Sinne des Wortes, weil der Anästhesist mit einem eiskalten Metallstab über den unteren Bauchbereich fährt und testet, ob die Peridural- oder Spinalanästhesie gewirkt hat. Die Maske zwickt im Gesicht, der Puls geht schnell, der Partner ist nicht da. Und man zittert am ganzen Leib.

Die Schmerzen während dem Eingriff sind gering, dank der Periduralanästhesie. Es ist ein vehementes Ziehen, ein ruppiges Ruckeln, man ist froh, nicht mitzukriegen, was in der unteren Körperhälfte grade passiert. Insofern man nicht grade wie ich in die sich spiegelnden OP Lampen schaut. Stattdessen denkt man intensiv an das, was jetzt hoffentlich gleich da ist: das Baby.

Um 18.02h hörte ich ihren ersten Schrei und so kam auch die Euphorie wieder zurück, die Freude, und man vergisst, dass der Gynäkologe in jenem Moment die eigene Bauchdecke zutackert, die er zuvor tief und durch alle Schichten aufgeschnitten hat. Ich war überwältigt und heulte wie ein Schlosshund.

Leider durfte ich sie nur ganz kurz sehen, da sie Probleme beim Atmen hatte. Die Kinderärztin und Hebamme nahm meine Kleine sofort mit und verschwanden hinter eine große blaue Türe.

Danach wurde ich zugenäht. Schicht für Schicht.

Da ein Assistenzarzt anwesend war erklärte mein Gynäkologe haargenau, was er wie machte. Natürlich verstand ich genau was da vor sich ging.

Wegen Corona durfte ich nicht mal in den Aufwachraum oder Kreissaal. Ich musste auf diesem kalten OP Tisch liegen bleiben und warten was passiert. Die OP Schwester kontrollierte meine Werte, und ich lag bis circa 19:00 Uhr zur Kontrolle in diesem leeren OP.

Man ist erschöpft und fühlt einen leeren Bauch.

Endlich ging es zu meinem Baby und meinem Partner.

Ich war so glücklich als ich ihn dort mit unserem Baby sitzen sah. Das haben wir geschaffen.

Doch gegen 20h ein paar Stunden später aber erinnert ein stechender Schmerz daran, dass die PDA sich zurückzieht. Zusätzlich zu den Nachwehen meldet sich auch die frische Narbe. Höllenschmerzen treten nach all der Euphorie ein.

Gegen 20.30h schrie ich mir noch vor Schmerzen. Man hängt an Infusion und Katheter.

Erst nachdem mir die Schwester Morphium verabreichte ließ der Schmerz endlich etwas nach.

Während die Mütter, die natürlich geboren haben, mit ihren Babys ins Wickelzimmer spazieren, humpelt man selbst am nächsten Tag weinend zum Klo. Der Katheter wurde am nächsten Morgen um 8h gezogen und die Hebammen triezten einen sofort aufzustehen und zu gehen.

Klingt einfach ist aber der intensivste Schmerz den ich je erlebt habe. Der Damm bleibt vielleicht unversehrt und man hatte keine stundenlangen Wehen, aber auch der Kaiserschnitt hinterlässt mehr als eine Narbe.

Das Stillen verursacht Nachwehen und der Schmerz ist vergleichbar mit Presswehen erklärte mir die Hebamme.

Heute ist Tag 3 nach dem Eingriff und ich bin ca 6x aufgestanden um auf Toilette zu gehen. Für die 5m dauert es ca 20 Minuten hin und zurück. Das Narbengewebe brennt wie Feuer und es fühlt sich wirklich so an als würden all deine Organe die Bauchdecke durchbrechen.

Ein Kind zur Welt zu bringen, ist eine blutige und anstrengende Leistung, in jedem Fall.

Eine Frau, die einen Kaiserschnitt wählt oder sich für ihn entscheiden muss, macht die Geburt nicht lächerlich. Man ist nicht feige. Nicht bequem. Nicht minderwertig.

Man ist eine Mutter und hat eine Geburt geschafft. Und sollte darauf stolz sein dürfen.

The Planet is fine people are fucked

Ein Gefühl von Freiheit

Wann hast du dich das letzte mal so richtig frei gefühlt?

Wirklich ungezwungen. Nicht genervt vom Alltag oder gestresst von der Arbeit.

Wo du dich mal nicht wie der Sklave deines eigenen Haushaltes gefühlt hast. Wo du alles verbannest was dir mehr Energie nimmt als sie dir zu geben…

In einer Zeit, wo es noch keine Sorgen oder Pläne oder To do Listen gab.

Erinnere dich zurück. An die Zeit, wo du im Wald standest und auf das Rauschen der Blätter achtest. Wo du die Sonnenstrahlen auf deiner Haut aufsaugst und wirklich spürst. Wo du auf das Prasseln des Regen hörst.

Erinnere dich zurück, an die Momente wo du keine Verantwortung für nichts und niemanden hattest außer dich selbst.

Wo du nur das machst, worauf du Bock hast.

Wo du das Hier und Jetzt zu 100% ausnutzt.

Genau das.

Genau dieses Gefühl.

Vergiss es niemals.

Diesen Luxus.

Gönn ihn dir ab und zu. Und lächle. Zurück auf die Zeit in welcher alles so schwerelos war.

Nutze den Tag. Und versuche so oft wie möglich dieses Gefühl zu erhaschen.