Pause. Atmen. Pause. Leben.

Wie wohl alle schon gemerkt haben, war hier etwas längere Zeit Funkstille.

Ich brauchte Zeit. Zeit, mich selber neu zu finden. Zeit, mein neues Leben als Mutter zu bewältigen.

Zeit für mich.

Leider musste ich einsehen, dass ich mir doch zu viel zugemutet hatte. Jeden Tag machte ich mir aufs Neue To-do Listen, die länger waren als der Tag Stunden hat.

So viele Projekte, dass ich kaum noch das Ende sah.

Die Anforderungen an mich selber waren so gut wie unmöglich zu erfüllen.

Also musste ich die Notbremse ziehen.

Und das war auch gut so.

Nun bin ich endlich wieder da. Hochmotiviert, Tausende Themen im petto und bereit mein Leben zu rocken.

LET‘S DO THIS SHIT !

Rückblickend betrachtet ist es schon verrückt, wie man sich selber fertig machen kann nur weil die Anforderungen an einen selbst so hoch sind.

Täglich machte ich mir Vorwürfe, dass ich nicht alles unter einen Hut bekomme und nicht schaffen könnte. Ohne auch nur 1 Sekunde darüber nachzudenken, dass ich mir einfach zu viel zugemutet habe.

Dadurch, dass ich täglich dachte ich würde es nicht schaffen, schlich sich unterbewusst diese kleine leise Stimme ein, die mir ständig gesagt hat, ich wäre nicht gut genug.

Ständig dachte ich mir: „das hast du früher doch auch geschafft.“

Also warum nicht auch jetzt?

Jenni, du Trottel, früher hattest du auch noch keinen Hund und noch kein Baby worum du dich kümmern brauchtest!

Also ja, ich habe etwas Zeit gebraucht diesen Fakt zu erkennen. Zu akzeptieren, dass es keine Schwäche ist sondern eine Stärke sich einzugestehen, dass alles einen über den Kopf wächst.

Zu akzeptieren, dass man keine Maschine ist.

Zu akzeptieren, dass man trotz dem Fakt Mutter zu sein auch noch eine eigene Existenz hat.

Ich muss nicht jeden Tag einen Blog Beitrag veröffentlichen.

Jeden Tag aufs Neue das Monster bekämpfen welches sich Haushalt nennt. Zeitgleich noch Makramee Projekte fertig stellen und meine Selbstständigkeit voran treiben.

Am Liebsten dabei bitte noch toll aussehen.

Nein, ich muss Prioritäten setzen für mich und meine Familie und atmen.

Mein Kind verdient eine glückliche Mutter.

Pause. Atmen. Pause. Leben.

Ich freue mich so sehr nun mit aufgeladenen Batterien wieder zurück zu kommen.

Vielleicht habe ich die Notbremse gezogen, ja. Und doch habe ich so einiges ins Rollen gebracht, womit ich euch bald endlich überraschen darf.

Dieser große Schritt bedeutet mir wirklich sehr viel und im Endeeffekt sind es die Menschen hinter ihren Handys, die meine Texte lesen, welche mich voran treiben.

Also danke nochmal an dich. An jeden einzelnen Leser!

Danke für deine Unterstützung.

Und denk auch du immer dran.

Du bist gut.

Du bist genug.

Pause.

DIY – How to Klopapierrolle

Es ist eine super schnelle und einfache Bastelidee mit Kindern und macht auch als Erwachsene tierisch Spaß.

Man hat schnell etwas kleines hübsches kreiert ohne 1000 Sachen und Stunden der Mühe.

Alles was du dafür brauchst sind eine Schere, Kleber und eine Menge Klopapierrollen.

Gegebenenfalls kannst du noch Sprühlack hinzunehmen.

Für einen Stern benötigst du circa zwölf Klopapierrollen.

Los geht’s

1. Plattmachen

Du nimmst dir deine Klopapierrolle und presst sie, so dass sie zwei Kanten bildet.

Dies wiederholst du mit allen Rollen die du hast.

2. Schnipp-Schapp

Wenn du damit fertig bist, schneidest du dir circa 1 cm breite Streifen zurecht.

Das machst du mit allen Klopapierrollen.

3. Falten

Jetzt faltest du deine Streifen in der Mitte. So dass zwei kleine Flügel entstehen.

Das machst du nun ganz zwölf mal.

Jetzt nimmst du dir vier von den vorbereiteten Flügeln. Du klebst diese am unteren Stück zusammen.

Drücke sie ruhig richtig platt, damit der Kleber sich gut verteilt und hält.

Du erhältst also einen kleinen Ministern.

Immer wieder kannst du sie dir noch mal schön mandelförmig zurecht drücken.

Du nimmst dir jetzt wieder die großen anfangs zurecht geschnittene Streifen zur Hand.

4. Vergrößern

Jetzt vergrößern wir den Stern. Dafür benötigst du 8 Streifen.

Die großen Streifen klebst du nun zwischen jeden zweiten Flügel des kleinen Sterns.

Einfach ein wenig Kleber auf jede Seite des Streifens und in den Kleinen schieben.

Deine erste Vergrößerung ist schon fertig.

Am Schönsten sieht es aus, wenn du wirklich alle Streifen in exakt 1 cm breite Streifen geschnitten hast, wie anfangs empfohlen.

Das lässt das Ganze sauberer wirken.

Nachdem das getrocknet ist klebst du die restlichen Streifen in die restlichen freien Stellen.

Nun hast du zwischen jedem Flügel ein Streifen.

5. A star is born

Jetzt benötigst du acht gefaltete Flügelchen.

Die selben, welche du anfangs genommen hast, um den kleinen Grundstern zu basteln.

Diese befestigst du nun zwischen den großen Streifen.

Dein Weihnachtsstern ist nun fertig.

Drücke dir alles noch mal schön rundlich zurecht, damit die Mandelform erhalten bleibt.

6. Bling Bling Baby

Ich habe mich noch dafür entschieden, die Karton Optik mit einem goldenen Lack zu übersprühen.

Natürlich kann man das Ganze auch wahlweise mit Glitzer machen.

Der Sprühlack verleiht dem Ganzen noch mal etwas edeleres.

Solange man das Material nicht ertastet, ist von Weitem mit bloßem Auge kaum erkennbar, dass das Ganze aus Klopapierrollen besteht.

Wenn man sich einen Faden durchzieht, wirkt es auch hängend sehr schön

Flasche vs. Stillen

Oder doch einfach beides?

Heute genau auf den Tag bist du drei Monate alt. Gestern war es soweit. Das erste Mal Fläschchen geben.

Doch es war alles andere als anfangs gewollt. Ich habe die ganze Zeit voll gestillt. Bis gestern.

Lasst mich alles von Anfang an erklären.

Noch in der Schwangerschaft habe ich gedacht, dass ich es nicht schaffen würde länger als eine Woche oder zwei zu stillen. Ehrlich gesagt habe ich auch damit gerechnet, dass meine Brust viel zu empfindlich sein wird um überhaupt zu stillen. Umso glücklicher war ich natürlich, zu merken, dass es doch reibungslos funktioniert.

Ich hatte keinerlei Probleme dich mit meinem eigenen Körper zu ernähren. Hatte auch genug, um dich tagtäglich mehrfach satt zu kriegen.

Der Rhythmus war anfangs schon wirklich angenehm. Zu Beginn waren es 3 Stunden, dann wurden es schnell vier oder sogar nachts 5 Stunden.

Doch vor circa zwei Wochen wurde dann alles anders. Du wurdest richtig motzig. So, wie ich dich eigentlich nicht kenne.

Ich wusste nicht genau was los war. Woher auch? Ich bin auch zum ersten Mal Mama. War es vielleicht ein Schub? Oder war es doch die Projektion meines Stresses auf dich?

Ich konnte es mir anfangs nicht erklären.

Nach tagelangem Kampf mit dem Stillen wurde ich dann auch richtig frustriert.

Meine Nerven lagen blank.

Du fingst an nach dem Essen zu weinen. Selbst mit der Brust im Mund schriest du noch weiter.

Lange Zeit bin ich davon ausgegangen, dass es, wie vorher auch das Bauchwehmonster war, welches dich so plagte.

Dann wurde es mir doch ziemlich klar. Ich, die anfangs Unmengen Milch produziert hatte, hatte anscheinend doch nicht mehr genug um dich satt zu kriegen.

Das zerbrach mir wirklich das Herz!

Es fühlte sich so an, als hätte ich versagt. Als hätte mein Körper versagt.

Nachdem es mir vor zwei Tagen wie Schuppen von den Augen fiel, bin ich am nächsten Morgen direkt zur Kinderärztin.

Diese bestätigte mir dann, dass du auf zwei Wochen circa 500g abgenommen hast. Ein ganz klares Zeichen, dass du nicht genug zu essen bekommen hast.

Ich war wirklich emotional am Ende. Zur gleichen Zeit aber auch glücklich, dass ich endlich den Grund deines Leidens bestätigt bekommen habe.

Zeit etwas zu ändern.

Jetzt stille ich weiterhin, was ich kann. Das, was mein Körper noch fähig ist zu geben. Den Rest füttere ich nun bei.

Ein ständiger Wechsel zwischen breastfeeding und Fläschchen geben.

Heute sehe ich das ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Traurig darüber, dass es doch schneller vorüber gegangen ist als gewünscht.

Und doch glücklich darüber, dass du endlich wieder zufrieden ins Milchkoma fällst.

Wishes for you

Zu Hause ist, wo du bist.


Ich werde dir jeden Weg der Menschlichkeit zeigen. Dich unterstützen in allem, was dir Spaß macht.


Werde dir beibringen, was Gerechtigkeit bedeutet und wie es sich anfühlt Nächstenliebe zu vermitteln.

Ich will dir Tierliebe ans Herz legen und klar machen, dass jeder Mensch eine Chance verdient hat.


Aber auch die Vorsicht, gefährliche Menschen nicht in dein Herz zu lassen.

Du sollst eine starke Frau werden, die keine Angst hat, ihre Meinung in die Welt zu brüllen.

Ich möchte dir eine offene Welt gestalten, ohne Hass. Zeigen, dass wir unsere Um- und Mitwelt respektieren müssen. Dass jeder kleiner Schritt eine große Konsequenz mit sich zieht.

Ich möchte dir beibringen, dass du mehr bist als das, was nur ein Einzelner von dir denkt.

Toleranz und Mitgefühl sollen deinen Weg immer begleiten.
Selbstbewusstsein und Akzeptanz deinen Weg ebnen.

Ich will dir in jedem Atemzug vermitteln, wie besonders du bist.

Ich freu mich auf deine Zukunft. Auf unsere Zukunft. Mit allem was noch kommt.

Denn du hast mir gezeigt, was Liebe wirklich bedeutet.

Ich liebe dich, Fiona.

Deine Mama

Vegetarisch leben

Dieser Artikel wird mein gesamtes Wissen, welches sich auf die zehn Jahre gesammelt hat, zusammenfassen. Ich rede über meine Einstellung, wie es dazu kam und wie es sich so als Vegetarierin lebt.

Nimm dir eine Tasse Kaffee oder Tee in die Hand, lehn dich zurück und genieße das Lesen.

Wie alles begann ..

Als ich eine Dokumentation aus Indien sah, ging es um hungernde Kinder vor einem prallen Sojafeld. Der Reporter fragte, warum sie nichts zu essen bekommen würden, da es hier offensichtlich keinen Mangel gab. Die Antwort war: „Dieses Soja können wir uns nicht leisten, denn das geht alles nach Europa.“

Dann wurde erklärt, dass genau dieses Soja als Futtermittel für unsere Massentierhaltung gedacht war.

Das bedeutet: Tausende Kinder verhungern am Tag, weil wir unsere Gier nach dem Fleisch nicht ablegen können. Zwischen dem Leiden der Tiere und dem Leiden der Menschen besteht keine große Kluft, da alles genaustens miteinander verknüpft ist.

Dies habe ich sehr früh begriffen. Unabhängig von der Tatsache, dass mir Fleisch nie wirklich schmeckte fand ich es auch eine ethische Pflicht mein Fleisch zu essen.

Ich war 15 Jahre alt als ich mit dem Lebensstil anfing. Komplett umgestellt war ich dann mit 16. Damals wurde man nicht Vegetarierin aus reiner Modeerscheinung so wie heute. Man wurde es aus Überzeugung und in meinem Fall dem Fakt, dass ich bis auf Pute generell kein Fleisch mehr aß.

Schweinefleisch und Fisch beispielsweise schmeckten mir noch nie. Schon als Kind fand ich den äußerst scheußlichen Geschmack abstoßend und der Geruch lies mich die Flucht ergreifen.

Pute aß ich zugegebenermaßen gerne. Das war’s dann aber auch schon. Also wieso nicht ganz verzichten?

Warum ist es in unserer Gesellschaft überhaupt so normal unsere Gerichte rund ums Fleisch aufzubauen? Gab es schon vor dem 21. Jahrhundert Vegetarier? Wieso enthalten Eltern den Kindern vorsätzlich vor woher ihr Fleisch auf dem Teller stammt? Warum kaufen wir Fleisch aus der Massentierhaltung günstiger als es Katzenfutter ist?

Dies behandle ich jetzt einmal kurz Schritt für Schritt.

Quelle Google

Erziehung zum Fleischessen

Die Kinder erben die schlechten Gewohnheiten der Eltern. Sie übernehmen gewisse Essens- und Lebensmuster, welche die Erwachsenenwelt ihnen vorlebt. Diese Kinder geben dies wiederum ihren Kindern weiter. So durchbricht man diesen Teufelskreis nie.

Alle Kinder kennen wohl ein Huhn oder eine Kuh auf einer Wiese. Doch wie es in der Realität aussieht, um unser Fleisch zu bekommen, wird ihnen meistens enthalten.

Wir sind halt moderne Konsumenten, die landwirtschaftliche Produkte generell nur aus der Verpackung kennen.

Aber ganz so ist es ja nicht, denn über die Herkunft von Eiern und Milch, Getreide und Kartoffeln, können sich die Kinder in jedem Bauernhof-Bilderbuch informieren. Sie kennen alles, von der Melkmaschine bis zum Mähdrescher.

Vom Tiere-Töten ist jedoch nirgends die Rede.

Eine kollektive Verdrängung schrecklicher Tatsachen! Die meistgebrauchte Ausrede „Irgendwann werden die Kinder schon darauf kommen, so wie sie irgendwann darauf kommen, dass es den Weihnachtsmann in Wirklichkeit nicht gibt.“

Doch ist es nicht das Recht der Kinder zu erfahren, dass ein Lebewesen sterben muss, bevor es auf dem Teller landet? Die meisten Kinder werden in dem Glauben aufgezogen, dass Fleisch überlebenswichtig ist.

Die Weltgesundheitsorganisation klassifiziert verarbeitetes Fleisch sogar als Gruppe eins der Karzinom Gene, das ist die gleiche Gruppe wie Zigaretten, Aspest und Plutonium.

Wenn es also gleichgesetzt wird mit Zigaretten, wie kann es dann legal sein Kinder daut zu ernähren? Die Lebensdauer eines Kindes welches an Diabetes leidet wird um 19 Jahre verkürzt. Ist es also nicht genau genommen eine Frage von Leben und Tod.

Hinter den meisten Kindertrickfilmen verbirgt sich jedoch eine Moral, die den Kindern dieses Problem humorvoll beibringen soll.

Überleg mal… Was macht Popay stark? Spinat oder Fleisch?

In “Findet Nemo” zum Beispiel wird gerade das Fische- Essen als verwerflich dargestellt. Zugegeben wird dies in sehr lustiger Form übermittelt. Versuchen doch die Haie in einer Selbsthilfegruppe zu Vegetariern zu werden und ermahnen sich gegenseitig mit ihren Erkan und Stefan-Stimmen: “Vergiss nicht, Fische sind Freunde, keeeeeeiin Futter!” Was so ein Hai ansonsten essen sollte, wenn ihn der Jagdtrieb packt, lässt der Film offen.

Früher wurden noch explizit Menschen, die Tiere töten, zu Bösewichten erklärt, wie die Jäger in “Bambi” und “Cap und Capper” oder die unsympathische, reiche Zicke, die sich nach einem Pelzmantel aus “101 Dalmatinern” sehnt.

Doch die Wahrheit, wie es im echten Leben läuft verheimlichen wir unseren Kindern meist. Meiner Meinung nach darf man Kindern diese Grundlage unseres täglichen Essens nicht verbergen. Der Schock ist nachher umso größer. Warum sie solche Filme gucken lassen und ihnen gleichzeitig am Esstisch unsere eigenen Ernährungsgewohnheiten verheimlicht.

Sich plötzlich auf der Seite der Bösewichte wiederzufinden, das wär doch wie in diesen Psychothrillern, wo der Detektiv am Ende merkt, dass keiner als er selbst der Täter ist.

Das ist doch traumatischer als alles andere .. Die Kinder sollten von Anfang an wissen, was dieses Steak auf ihrem Teller durchmachen musste, um dort hinzugelangen.

Eine der meistgehandelten Fragen in meinem Leben als Vegetarierin: musst du kein Fleisch essen um Proteine zu bekommen?

Head shot! Ehrlich? Erstens, alle Proteine werden ursprünglich von Pflanzen hergestellt!

Ausnahmslos ALLE!

Es ist nicht nötig tierisches Gewebe zu essen um Proteine zu erhalten. Nur Pflanzen haben die Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft aufzunehmen, sie zu spalten, und den Stickstoff in Aminosäuren einzuverleiben, damit Protein entsteht. Jedes Protein, was du denkst aus Tieren zu bekommen sind lediglich wiederverwertete Pflanzenproteine.

Für unseren Organismus sind pflanzliche Proteine viel gesünder. Denn unser Körper kann direkt pflanzliche Proteine viel besser verarbeiten als tierisches. Der nötige Proteinwert bei Fleischessern ist fast doppelt so groß und daher gesundheitsschädigend. Doch die Ballaststoffe, welche eigentlich noch viel wichtiger sind als Proteine, sind nur halb so hoch als notwendig. Also sollte die Frage nie lauten woher bekommst du deine Proteine? Sondern woher bekommst du deine Ballaststoffe?

Die ersten Vegetarier waren keine weltabgewandten Rohköstler, sondern Pioniere der modernen Öko-Bewegung.

Damals wurde der Vegetarismus als exotisches Randphänomen bezeichnet, heutzutage zieht er viele Anhänger mit sich. Die Idee von Pythagoras zur fleischlosen Ernährung geht auf das 6. Jahrhundert vor Christus zurück.

Aus diesem Grund wird der Vegetarismus heute noch als „pythagoreische Ernährung“ bezeichnet. Ein weiterer bekannter Vegetarier war Jean-Jaques Rousseau, der im Zeitalter der Aufklärung den entscheidenden Impuls dieser Bewegung lieferte. Sein Ideal war ein naturgemäß geführtes Leben mit Pflanzenkost, welches um ein Vielfaches reiner und schöner ist als die Fleischnahrung.

Die Anfänge der vegetarischen Idee in Deutschland fallen mit dem Scheitern der Revolution (1848/49) zusammen. Da freies politisches Engagement nicht möglich war, mussten die Menschen anderweitig die Gesellschaft verändern.

Gustav Struve, ein Rechtsanwalt und Publizist, gründete nach seiner Rückkehr aus dem amerikanischen Exil (1868) mit Gleichgesinnten einen vegetarischen Verein in Stuttgart, der bis heute noch besteht.

So machte er auf die fleischlose Ernährung in Deutschland aufmerksam.

Zur Zeit der solzialreformischen Bewegung in Deutschland galt der Fleischkonsum als Statussymbol, und daher erwies es sich als schwer, Anhänger zu finden. Der bedeutenste Theoretiker und Organisator der vegetarischen Bewegung in Deutschland ist bis heute der freireligiöse Pfarrer Eduard Baltyer.

Damals wie heute werden Anhänger des Vegetarisumus als Sonderlinge und Grasfresser nur verlacht und überhaupt nicht angehört.

Doch der Mensch hat als einziges Lebewesen die Möglichkeit zur freien Wahl und kann sich bewusst auf ein naturnahes Leben besinnen.

Wer auf Fleisch verzichtet gehört weiterhin der Minderheit an, während die Fleischindustrie Ausmaße angenommen hat, bei deren Anblick die vegetarischen Propagandisten sich im Grabe herumdrehen würden und welche aus ethischer Sicht absolut nicht mehr vertretbar sind.

Es ist nicht verantwortungsvoll, über unser „gutes“ Verhältnis zu Tieren zu diskutieren und gleichzeitig auf ihnen herumzukauen.

Massentierhaltung

Das Tier als Industrieprodukt

Wir haben heutzutage eine gesichtslose Industrie, die eine gesichtslose Masse von Individuen tötet – Sekunde für Sekunde.

Die aus ihren Körpern produzierten Waren werden an eine gesichtslose Masse von Konsumenten verkauft. Ich denke, man kann von jedem verantwortungsbewussten Menschen verlangen, dass er dieses gesellschaftliche Prinzip zumindest durchschaut.

In Deutschland wurden 2019 ca 12 Milliarden Tiere geschlachtet. Stell dir diese Menge mal vor.. es geht gar nicht. 12 Milliarden ist eine unwirkliche Zahl, welche keine Imagination der Welt ausführen könnte.

Die Einführung nur eines vegetarischen Wochentags in unserer Gesellschaft kann dazu beitragen, dass 1,7 Millionen Tiere verschont bleiben.

Diese Anzahl hat der VEBU im letzten Jahr berechnet. Er bezieht sich dabei vor allem auf Quellen des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

Hinzu kommt die wenige Transparenz in der Massentierhaltung. Sämtliche Medikamente und Hilfsmittel sind erlaubt.

Zum Gebrauch von Antibiotika:

Quelle Google

Die Pharmaindustrie verkauft 80 % ihrer Antibiotika, die sie herstellen, an die Lebensmittelindustrie.

In Deutschland wurden im Jahre 2019 rund 3000 Tonnen Antibiotika in der Nutzviehhaltung eingesetzt.

Zum Vergleich: In der Humanmedizin waren es 600 Tonnen. Medikamente dienen nicht mehr zur Heilung kranker Tiere, sondern stabilisieren lediglich ihr defektes Immunsystem bis zur Schlachtung.

Fleisch enthält nicht nur gesättigte Fettsäuren sondern auch Spuren von Chemikalien, Medikamenten und krebserregenden Stoffen.

Dieser Cocktail setzt sich selbstverständlich im Fleisch ab. Jeder der daran zweifelt, läuft in meinen Augen mit Scheuklappen durch die Welt. Dieses Fleisch wird wiederum vom Konsumenten verzehrt.

In der Fleischindustrie werden heutzutage mindestens 450 verschiedene Medikamente eingesetzt. Entweder alleine oder in Kombination. Die Tiere bekommen sie aus verschiedenen Gründen doch nur wenige davon sind der Gesundheit des Konsumenten zuträglich.

Zusammenhang Krankheiten und Fleisch essen

Die WeltgesundheitsOrganisation hat 2018 endlich wissenschaftlich bewiesen, dass das Krebsrisiko zu 18 % steigt, wenn man häufig verarbeitetes Fleisch ist. Nur zur Information: verarbeitetes Fleisch bedeutet Aufschnitt, Steak, Hot Dog und eigentlich fast alles was ich so auf den Tellern meiner carnivoren Mitmenschen sehe. Diese Studien gibt es bereits seit über 50 Jahren.

Der Kardiologe, Dr. Joel Kahn, sprach mal in einem Interview darüber, dass fast 70 % der Todesfälle folgen von Diabetes, Arthritis, Herzerkrankungen, Fettleibigkeit und Krebs sind und durch die Ernährung vermeidbar wären.

Kinderärzte sprachen darüber, dass Kinder schon im Alter von zehn Jahren verstopfte Arterien haben.

Jedes siebte Kind in Deutschland leidet bereits unter Diabetes.

Jede dritte Schwangere sogar unter Schwangerschaftsdiabetes. Verantwortlich dafür ist eine fleischhaltige Ernährung.

Der Forscher für Ernährung Dr. Neal Barnard, redet ganz offen über das Thema Diabetes. Diabetes wurde nie durch den Verzehr einer Kohlenhydraternährung verursacht. Genauso wenig durch Zucker: Diabetes entsteht durch fettreiche Nahrung, ganz klar durch eine fleischhaltige und Tierfett basierte Ernährung.

Zucker ist nicht gesund. Es hat keine Nährstoffe aber Unmengen Kalorien. Keine Frage!

Doch es ist beispielsweise nicht der Zucker in den Keksen der uns Diabeteskrank macht. Nein es ist die Butter und somit das tierische Fett im Keks was zu Diabetes führen kann.

Diese Fokussierung auf den Zucker hat Schweinefleisch, Milchprodukte und tierische Fette aus dem Blickfeld genommen.

Totes Fleisch enthält Bakterien, welche Toxine erzeugen. Wenn wir das Essen kommt es innerhalb von Minuten zu einer Entzündung im System unseres Körpers welche die Arterien leicht lähmt. Diese Arterien versteifen sich, sind unfähig sich zu entspannen. Der Schaden entsteht also nicht unbedingt Jahrzehnte später, sondern findet genau in diesem Moment im Körper statt.

Was hat es also nun mit der Aussage auf sich, dass weißes Fleisch gesünder ist? Hühnchen wird bei der Verarbeitung Salzwasser injiziert, welches wiederum bis zu 800 Milligramm Natrium enthält. Heterozyklische Amine sind eindeutige Krebserreger und können sich in JEDER Art von Fleisch bilden. Ob weiß, rot, gebraten, erhitzt oder Sonstiges. Grade in Hühnchen wurden diese krebserregenden Stoffe erprobt. Also ist die Aussage, dass Huhn gesünder wäre ist einfach nur lächerlich.

Etwas das weniger giftig ist macht es nicht gleich gesund. Es ist nur weniger giftig.

Bedingungen in der Haltung

Die Tiere leben in ihrem eigenen Kot. Sie liegen neben Tieren, die krank oder sogar tot sind. Sie stecken in diesen Käfigen fest, Bakterien verbreiten sich und unter diesen dreckigen Bedingungen entstehen Krankheitserreger, die gegen Antibiotika resistent sind. Da die Tiere resistent gegen das Antibiotika werden, verabreichen die Halter neue Medikamente. So kommt es zu mindestens 450 verschiedenen Medikamenten, welche heutzutage in der Fleischindustrie genutzt werden.

Doch keines dieser Medikamente wurde auf ihre Verträglichkeit für den Menschen getestet.

Vegetarisch leben in der Schwangerschaft

Zig Leute haben mich gefragt wie ich es als Schwangere verantworten kann kein Fleisch zu essen. Zum einen habe ich Mitleid mit diesen Menschen und zum anderen muss ich einfach nur lachen.

Meiner Meinung nach sollte jeder wissen dass Fleisch einen hohen Anteil Dioxin enthält. Das Dioxin sammelt sich in Fett an. Also jeder der Fleisch oder Essen auf einer Tierfett basierten Nahrung zu sich nimmt bekommt diese Dosis an Dioxin ab.

Männer können Dioxine gar nicht ausscheiden. Frauen nur in dem sie ein Baby bekommen.

Zum einen wandert das Dioxin über die Plazenta an das heranwachsende Kind und zum anderen kommt es mit der Muttermilch hinaus.

Wenn die Mutter sich also mit Fleischprodukten ernährt, werden diese Giftstoffe beim stillen oder während der Schwangerschaft direkt auf das Kind übertragen.

Schwangeren Frauen wird gesagt sie sollen auf bestimmte Fleischsorten und Fisch verzichten.. warum bloß? Na wegen der Giftstoffe und erhaltenen Hormone! Diese Faktoren führen zu Anomalien, Entwicklungsproblemen und gesundheitlichen Schäden, die sich sofort auf den Fötus übertragen.

Es macht mich echt stutzig wie viele Leute mir Ratschläge geben wollten in dem sie fragten ob ich nicht besser Fleisch essen soll, schließlich sei ich doch schwanger. Was ist das bitte für eine Aussage ? Wer wird die Schadstoffe da drin wohl abkriegen? Richtig, mein Baby. Mein Baby in vollster Entwicklungsphase. Nein danke.

Tierfutter enthält eine hohe Menge an Antibiotika, Hormone (Wachstumshormone oder Sexualhormone) und Steroide. Masttiere werden hauptsächlich mit Gen verändertem Mais und Soja gefüttert, welche beide eine hohe Belastung an Pestiziden haben. All das wirkt sich auf das Ungeborene aus, sobald sich die Mama davon ernährt.

Selbst „BIO“ Fleisch wird nicht helfen alle Schadstoffe zu filtern.

Im Endeeffekt haben die Verbraucher keine Ahnung was sich genau in dem Fleisch befindet, was sie verzehren.

Zusätzlich habe ich regelmäßig Blutabnahmen gemacht. Diese bestätigten, dass ich auch während der Schwangerschaft keine einzigen Mängel aufwies. Dementsprechend sollte ich weder auf Fleisch umsteigen noch irgendeine Art von Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehmen.

Ich kann wirklich gut verstehen, wieso Leute es als schwer empfinden sich auf eine vegetarische Lebensweise umzustellen.

Jeder redet andauernd von Verzicht. Verzicht bedeutet ein Verlust von etwas. Verzicht bedeutet, dass man irgendetwas nicht haben kann. Doch das ist in meinen Augen schon der falsche Ausdruck. Kein Fleisch zu essen bedeutet nicht auf etwas verzichten zu müssen. Es bedeutet bewusst zu essen.

Jedes tierische Produkt kann durch eine rein pflanzliche Ernährung ersetzt werden.

Alles aber auch wirklich ALLES was im Fleisch (in seiner Ursprungsform) enthalten ist, kann man in der Pflanzenwelt wiederfinden. Also weshalb verzichten? Man sucht die Dinge nur wo anders.

Schlussfolgernd stellt sich mir nur die Frage, wenn Fleisch genau so krebserregend ist wie Zigaretten, warum stehen da nicht solche Warnhinweise auch auf Verpackungen von Fleisch? Ein Verbraucher mit gesundem Menschenverstand müsste wissen, dass Fleisch heute nicht mehr das selbe Fleisch ist wie vor 200 Jahren.

Die stärksten Tiere auf der Welt wie Nashörner, Gorillas oder Elefanten sind reine Pflanzenfresser. Also braucht mir kein Bodybuilder dieser Welt zu verzapfen, dass ein Mensch Fleisch braucht um stark zu sein.

Ob ich jemals wieder Fleisch essen werde? Alle Mineralien, Nährstoffe und Proteine kann man aus einer rein pflanzlichen Ernährung ziehen. Aus welchem Grund sollte ich also jemals wieder totes Tier essen?

Ich für meinen Part kann abschließend sagen, dass ich völlig zufrieden und glücklich mit meiner damaligen Entscheidung bin mich nur noch vegetarisch zu ernähren.

Ich habe sie keine Sekunde bereut. Ich würde mich immer wieder für die vegetarische Ernährung entscheiden. Da ich weiß, wie positiv es sich auf meinen Körper auswirkt.

Kritiker kann ich nur belächeln. Zehn Jahre des Vegetarier Daseins haben mich nur noch weiter bestärkt.

Weder vermisse ich das Fleisch noch habe ich den Eindruck auf etwas zu verzichten. Ganz im Gegenteil.

Durch diese Einstellung habe ich nur gewonnen. Unser Bewusstsein zu vergrößern ist nicht das Ende. Das ist der Anfang von allem.

Unsere Ernährung bestimmt unser Leben – bestimme du selbst! Du bist, was du isst.

Dokumentarfilme, welche das vegetarische Leben gut erklären und ich jedem Einzelnen nur nahe legen kann:

WHAT THE HEALTH?

Cowspiracy

Sea the Truth

Fat, Sick & Nearly Dead

Speciesism

Hope for All: Unsere Nahrung – Unsere Hoffnung

Was kann mein Baby?

Über die Sprachentwicklung, ihre Reflexe und Motorik, den körperlichen Zustand sowie die soziale und emotionale Entwicklung meines Babys.

Der erste Monat

Mein Baby kommuniziert, zeigt die ersten Reflexe und baut eine emotionale Bindung auf.

Für Neugeborene ist es eine enorme Leistung, sich auf die Welt „draußen“ einzustellen. Zu einer der wichtigsten Entwicklungen in Babys erstem Monat gehört es, soziale Bindungen aufzubauen – zu den Eltern und zu anderen wichtigen Menschen in seinem Umfeld.

Die körperliche Entwicklung

Fiona wächst sehr schnell. Trotzdem verliert sie nach der Geburt zunächst Gewicht. Das hat mich zuerst echt erschrocken.

Aber kein Grund zur Sorge! Dabei handelt es sich vor allem um das eingelagerte Fruchtwasser. Fiona hat ein Geburtsgewicht von 2780g. Nach Tag 4 nur noch 2420g.

Nach einigen Tagen hat dies ein Ende und sie nimmt endlich zu.

Sie trägt nur Konfektionsgröße 44. Mützen in Ihrer Größe zu finden ist sehr schwer, da ihr Kopfumfang nur 32 cm beträgt.

Motorik und Reflexe

Neugeborene sind Reflexwesen. Die Reflexe dienen dem Schutz des kleinen Neuankömmlings.

Im ersten Monat verfügt sie über folgende Reflexe, welche man auch genau beobachten kann: Saugreflex, Suchreflex, Moro-Reflex, Greifrreflex und Schreitreflex.

Saugreflex: Mein Baby umfasst mit den Lippen Finger oder Brustwarze und erzeugt durch Zurückziehen der Zunge einen Unterdruck.

Suchreflex: Mit weit geöffnetem Mund sucht sie nach der Nahrungsquelle.

Moro-Reflex: Dieser „Klammerreflex“ sorgt im Tierreich dafür, dass sich der Nachwuchs am Muttertier festhalten kann.

Greifreflex: Alles was die Handinnenflächen berührt, lässt Püppi automatisch die Hände schließen.

Schreitreflex: Kaum ist das Baby auf der Welt, möchte es schon losmarschieren. Wird das Neugeborene unter den Schultern gehalten und verspürt es unter den Füßen einen festen Untergrund, beginnt es voran zu „laufen“.

Die Entwicklung der Sinne

Babys kommen bereits mit einem entwickelten Geruchs-, Geschmacks-, Tast- und Hörsinn auf die Welt.

Besonders gut sehen kann sie jedoch nicht. In den nächsten Monaten wird die Sicht deutlich klarer.

Geräusche jedoch erregen die Reize des Babys. Wenn sie versucht Dinge zu fokussieren, schielt sie durch die Gegend. Das hat mich anfangs total zum Lachen gebracht.

Auch der Gleichgewichtssinn ist dank des dafür zuständigen Teils im Innenohr voll funktionsfähig.

Zudem reagiert sie ganz klar auf Berührungen.

Die geistige Entwicklung

Ein Baby im ersten Monat kann sich bereits Dinge merken und sogar eine Erwartungshaltung einnehmen.

Auch wenn die Neugeborenen-Entwicklung im ersten Monat noch am Anfang steht, verfügt der Nachwuchs über ein emotionales Gedächtnis.

Einfache Denkprozesse sind nicht – wie früher geglaubt – an sprachliche Fähigkeiten gebunden, sondern an sozialen.

Emotionale Entwicklung

Mein Baby profitiert im ersten Monat ganz entscheidend von einer liebevollen, sicheren Umgebung.

Sie schaffen für dein Baby die erste soziale Struktur, in der es zu einem emotional stabilen Menschen heranreifen kann.

Fiona zeigt grundlegende Emotionen wie:

• Neugier

• Wohl- und Unbehagen

• Erschrecken

• Ekel

Sie wendet sich mir automatisch zu um ihre Emotionen zu zeigen. Wenn sie anderswo ist, protestiert sie mit Weinen und Geschrei.

Enger Körperkontakt ist wichtig im erstem Monat. Experten haben herausgefunden, dass Kuscheln sich stressmindernd auf den Nachwuchs auswirkt.

Bei Frühgeborenen wie Fiona kann man das besonders gut beobachten. Bei engem Körperkontakt wird sie augenscheinlich ruhiger. Die Herzfrequenz sinkt und wichtige Gehirnregionen werden aktiviert.

Soziale Entwicklung und Kommunikation

„Bonding“ heißt das Zauberwort in Babys erstem Monat. Damit gelingt der Aufbau der Eltern-Kind-Beziehung von Anfang an. Dabei steht das Kuscheln im Mittelpunkt. Es fördert die soziale Entwicklung von Anfang an.


Der zweite Monat

Offiziell gilt mein Baby nun nicht mehr als Neugeborenes.

Mein Baby kann nun ganz klar ihr Köpfchen heben. Sie kann bewusst Kontakt aufnehmen und schaut mir tief in die Augen.

Ab nun stehen Wachstum und soziale Interaktionen mit der Umwelt im Vordergrund.

Sie erwidert mein Lachen und äußert ihre ersten Laute.

Die körperliche Entwicklung

Fiona ist von anfänglichen 47 cm nun 7 cm gewachsen. sie hat nun eine Konfektionsgröße von 50. Diese entspricht nicht ganz dem Durchschnitt, da Babys in diesem Alter eigentlich die Größe 56-62 tragen.

Motorik und Reflexe

Für kurze Zeit kann sie nun Greiflinge oder Ähnliches packen. Man spürt richtig ihre Kraft in den Fingern.

Sie beginnt ganz klar mit der Körperwahrnehmung.

Sie ist extrem aktiv im Gegensatz zu vorher und strampelt ständig mit ihren Armen und Beinen.

Der oben genannte Klammerreflex lässt auch so langsam nach.

Am Anfang des zweiten Monats wirbelte der Kopf noch oft wild um her, wenn sie ihn bewegen wollte. Jetzt zum Ende hin merkt man, dass sie den Kopf schon viel kontrollierter bewegen kann.

Sie ist äußerst aufmerksam und neugierig Lichtquellen und Stimmen gegenüber.

Die Entwicklung der Sinne

Mund und Hände sind wichtige Tastwerkzeuge. Fiona scheint ihr Umfeld damit zu erforschen. Die feinen Rezeptoren überall ihrer Haut nehmen Berührungen wahr und sie beginnt sanftes Streicheln zu lieben.

Der Hörsinn ist klar ausgeprägt. Sie erschreckt sich oder hört aufmerksam zu.

Ich merke ganz klar, dass sich an ihrem Sehen etwas verändert hat. Sie kann nun ohne zu schielen fokussieren und erkennt Gesichter auch auf weitere Distanz. Fiona studiert regelrecht mein Gesicht und meine Ausdrücke im Gesicht.

Teilweise macht sie mir sogar nach.

Auch der Geruchs-und Geschmackssinn ist bei mit zwei Monaten bereits stark ausgeprägt. Hält man ihr süße Gerüche hin lächelt sie einen an. Und beispielsweise bei verschiedenen Käse merkt man ihr den Ekel im Gesicht stehen.

Trotzdem sollten man auf künstliche Düfte verzichten. Denn damit kann man den natürlichen Geruch überdecken und das gefällt der Kleinen gar nicht.

Tiefenentspannt und höchst zufrieden schaut sie, wenn sie endlich Mamas Milch trinken kann.

Die geistige Entwicklung

Der aktive Aufbau von sozialen Beziehungen ist deutlich. Sie lächelt nun endlich bewusst und setzt ganz klar verschiedene Mimik in ein um mir ihre Gefühle deutlich zu machen.

Emotionale Entwicklung

Fiona ist zunehmend aufnahmefähiger und wacher. Sie wird noch neugieriger als zuvor und reagiert teilweise ängstlich auf verschiedene Situationen. Ich merke, dass ich ihr Sicherheit mehr schenken kann als andere.

Als konstante Bezugsperson stärke ich das Urvertrauen meines Kindes.

Ich fördere eine gesunde emotionale Entwicklung, indem ich ihre Bedürfnisse erkenne und erfülle. Das wichtigste im Moment ist die Nähe zu mir. Das lässt ihr Vertrauen wachsen.

Soziale Entwicklung und Kommunikation

Nun verfügt sie über ein ganz klares Mittel der Kommunikation – ihr Lächeln. Sie findet schnell heraus, dass ihr Lächeln etwas bei mir bewirkt. Sie beobachtet meine Reaktionen. Lächle ich, lächelt sie zurück.

Macht sie Dinge, auf welche ich positiv reagiere, oder mit hoher Stimme erwidere, wiederholt sie diese ganz bewusst.

Mein Baby möchte mich ganz klar in ein Gespräch verwickeln.

Sie nimmt Blickkontakt mit mir auf und antwortet mit lallenden Geräuschen.

Die Sprachentwicklung wird klar deutlicher.

Fördern kann man diese mit Singen und ganz viel sprechen. Faszinierend finde ich, dass ein Baby in diesem Alter alle Sprachen dieser Welt sprechen kann. Sie saugt alle Wörter auf wie ein Schwamm. Bildet jetzt schon ihren Wortschatz. Auch wenn sie noch nicht davon Gebrauch machen kann, ist alles in ihrem Gehirn gespeichert.

Ich versuche so viel wie möglich mit ihr zu sprechen und ihre Sprachentwicklung zu fördern.

Den Tastsinn fördere ich, indem ich mit allen möglichen Gegenständen über ihre Haut fahre. Ich lasse sie alles anfassen, damit sie alles so gut wie möglich kennenlernen kann.

Dein Herzschlag

Oh mein Gott! Wir kriegen ein Baby!

Wir hatten ja keine Ahnung, dass unser Jahr 2020 so dramatisch beginnen würde.

Alle reden immer nur davon wie es ist geplant schwanger zu werden. Und wieder andere kämpfen jahrelang dafür.

Bei uns war es wohl das genaue Gegenteil.

Mein Herz und mein Verstand arbeiteten erstmal gegeneinander.

Diese ungeplante Schwangerschaft war ein riesiger Schock und riss mir erstmal den Boden unter den Füßen weg.

Unwissend wie es weiter gehen sollte entschieden wir uns für dich, für ein Leben mit dir.

Wie sich heute rausstellt, die bisher beste Entscheidung meines Lebens.

Der erste Ultraschall. Mit der Entscheidung im Schlepptau, dich zu dem wohl größten Teil unseres Lebens zu machen, gingen wir zu dem Termin.

Es war ein überwältigender Moment.

Als die Gynäkologin mir dein Herz zeigte, fing ich sofort an zu weinen. Wir waren überwältigt und spürten sofort so unglaublich viel Liebe füreinander.

Es waren nur 2,5 cm, aber 2,5 cm pure Liebe.

Du kleines Würmchen, so klein wie ein Jelly Bean.

Da warst du nun.

Wenn ich an diese Zeit Anfang des Jahres zurück denke und an den Moment jetzt, wo du in meinen Armen liegst und mich anlächelst, bereue ich die ganze Erfahrung keine einzige Sekunde.

Du bist das beste was mir je passiert ist.

Das Schönste, was ich je geschaffen habe.

Ein Herzschlag definiert mein Leben. Von damals, bis heute.