FUSION

Es ist vollbracht.

Nach Wochen langen Bemühungen ist es fast geschafft. Meine Fotografie Website und mein Blog sind ineinander verschmolzen.

Es hat so unglaublich viel Kraft und Mut gekostet mein Fotografie Business wieder aufzubauen und ich bin nun, rückblickend betrachtet so unglaublich stolz auf das, was ich geleistet habe.

Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen.

Eine neue Reise beginnt.

Neue Ziele gesetzt.

Oft legt man sich aus Angst zu versagen selber so viele Steine in den Weg. Manchmal werden einem die Steine von jemand anderem in den Weg gelegt. Und dann gibt es noch die höhere Gewalt, die einen Fels vor deine Nase schiebt, so groß, dass man sich kaum traut ihn zu überwinden.

Ja, es gibt viele Gründe es nicht zu tun. Doch es gibt noch mehr Gründe es zu wagen.

Denn wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

So, nach meinem ganzen „ hab – doch – Mut –„ Gedanken zurück zum Wesentlichen.

Wie ihr vielleicht schon gesehen habt gibt es auf meiner Seite nun eine Kategorie mehr.

Unter dem Header „Photography“ könnt ihr jetzt auch meine fotografischen Arbeiten entdecken.

Hier ein kleiner Einblick was euch in der neuen Rubrik erwartet.

Ich freue mich über jeden einzelnen Besucher.

Viel Spaß beim Durchstöbern.

Sex nach der Geburt

Machen wir uns nichts vor, kein einfaches Thema. Ein Thema, welches einen schnell mal unter Druck setzen kann.

Während der Schwangerschaft ist es schon so eine Sache für sich. Anfangs noch voller Lust und voll mit Hormonen, widmet man diesem Thema nicht einen Gedanken.

Es passiert einfach aus Leidenschaft.

Dann irgendwann kommt der Moment, in dem entweder der Mann oder die Frau Angst hat dem Baby weh tun zu können.

Ich meine, man fühlt etwas wachsen. Man fühlt, wie sich etwas bewegt. Schlussfolgernd hat man Angst, das Baby zu verletzen.

Doch keine Sorge, das kann nicht passieren. Falls ihr unsicher seid, sprecht mit eurem Arzt darüber.

Unabhängig von den Fakten, dass es nicht schadet, bildet sich aber auch irgendwann eine Art Blockade. Eine Hemmung.

Es ist reine Kopfsache.

Unabhängig vom Kopf ist es natürlich auch eine Angelegenheit des Wohlbefindens.

Lustlosigkeit ist auch oft dadurch bedingt, dass du dich selbst beziehungsweise deinen Körper nicht mehr so liebst wie vorher und dadurch denkst kein anderer könnte dies tun.

Oder es ist eben von der Angst gesteuert, du könntest das Baby verletzen.

Ich habe mit anderen Schwangeren gesprochen, welche keins von beiden hatten. Bis zum Ende war ihre Lust vollkommen vorhanden. Dies beweist mal wieder wie unterschiedlich jede Schwangerschaft empfunden wird.

Sex zum Ende hin der Schwangerschaft wirkt sogar wehenfördernd.

Es hängt natürlich auch von deiner Schwangerschaft ab. Ob du Schmerzen hast oder nicht.


Nach der Geburt.

Natürlich kann ich persönlich nur aus der Sicht sprechen, wie es um die Lust steht, wenn man einen Kaiserschnitt hatte.

Bei Frauen mit einer natürlichen Geburt, kann ich nur von Hörensagen sprechen.

So oder so ist untenrum erstmal eine kleine „Baustelle“ und man kann pauschal sagen circa sechs Wochen absolute „Sexsperre“. Man sollte dem Körper und Geist Zeit geben sich zu regenerieren.

Bei mir war es unmittelbar nach dem Kaiserschnitt so, dass ich wirklich dachte, ich könne nie wieder Sex haben. Alles schmerzte so sehr, dass ich mir total unsicher war ob es jemals wieder funktionieren würde.

Zwei Frauen, die ich kenne, konnten nach ihrer natürlichen Entbindung sogar monatelang nicht mal an Sex denken…

Ist alles gar nicht schlimm. Jeder macht es in seinem Rhythmus und wie es sich für jeden individuell am „Richtigsten“ anfühlt.

Man muss den Mut neu an den Haaren packen und einfach den Sprung ins kalte Wasser wagen.

Probieren geht über studieren.

Lerne dich und deinen Körper so zu akzeptieren und zu lieben, wie er ist. Auch wenn er nicht mehr so aussieht wie vor der Schwangerschaft.

Sei stolz auf deinen Körper! Er hat Leben erschaffen.

Das Wichtigste an dem Ganzen ist, eine Beziehung zu führen, die auf Respekt und Verständnis basiert. Damit der Wiedereinstieg als schön empfunden wird.

Damit beiderseits kein Frust entsteht, sollte man auf jeden Fall den Schwerpunkt auf die Kommunikation legen.

Denn, nur wer redet, dem kann geholfen werden.

M O M L I F E

Ein Wort, welches man mit einem hashtag verziert unter jedem zweiten Post findet.

Doch was bedeutet dies eigentlich genau?

Für mich bedeutet es meine Prioritäten neu zu ordnen. Die eigenen Bedürfnisse erstmal hinten anzustellen.

Du kennst die Bedeutung, wenn du trotz perfekter zeitlicher Organisation nie schaffst pünktlich irgendwo zu erscheinen.

Für mich bedeutet es um 20h völlig k.o. Im Bett zu liegen und dauerhaft mit 5 Stunden Schlaf auszukommen.

Es bedeutet die 10 Minuten unter der Dusche täglich als „Me time“ anzuerkennen und das Wort „Ruhe“ komplett neu zu definieren.

Für mich bedeutet es auch Streit auch mal zu ignorieren, nicht nur zum eigenen Wohle, sondern weil ich meinem Baby jeglichen Stress ersparen möchte.

Es bedeutet unabsichtlich mit Socken in Sandalen vor die Türe zu gehen, weil man so beschäftigt ist alles fürs Baby mitzunehmen, dass du völlig vergisst, wie du selber aussiehst.

Für mich bedeutet das Wort Momlife aber auch bedingungslos zu lieben. Bei all dem Schlafmangel nicht genervt, sondern glücklich zu sein.

Es bedeutet Liebe in der reinsten Form.

Mon cœur d’amour

Je te promets d’être la personne au monde qui t’aime le plus.
Parce que le jour où tu es sortie de mon ventre, mon cœur s’est cassé en deux, de bonheur, d’amour, du plus beau cocktail d’émotions.

Je suis devenue une autre à ce moment-là. Devenue une maman. Mon enfant, le mien. J’ai tout de suite trouvé que tu étais la plus belle, la plus adorable et que je ferais tout en mon pouvoir pour tu ne connaisses jamais la tristesse, la peine, le malheur et que si jamais je n’arrivais pas à te le faire éviter, je tenterais de tout adoucir autour de toi pour que ce soit plus facile, plus léger.

Je te promets qu’on me passera sur le coeur des milliers de fois s’il le faut pour éviter de briser ton p’tit cœur, à toi. Le mien sera solide pour deux, aussi longtemps que tu ne sentiras pas que le tien est prêt.

Je te promets que je te tiendrai la main. Contre des armées de difficultés, de découragement. Mais aussi pour des affluents de bonheur, de rires et de beaux moments.

Je serai celle qui sera toujours derrière toi pour t’encourager, t’aider à te relever après un échec. Qui te suivra dans tous tes choix qui seront les meilleurs selon toi à cette période précise de ta vie .

Je serai celle qui te montrerai que suivre ta voie est le plus bel accomplissement, pour toi, pour ta vie. Que l’opinion des autres n’est qu’un grain de sable entre les deux orteils quand nous sommes persuadés des choix que l’on fait .

Que je serai juste là. Pour tout. Pour rien. Mais surtout pour toi.

Peu importe la femme, l’amie, l’amoureuse ou la maman que je suis . Tu seras toujours ce qu’il m’est arrivé de plus beau .

Je t’aime, ma fille. ♥️

Bauchwehmonster

Noch nie waren sie so präsent wie jetzt.

Ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass ich an manchen Tagen kurz vor dem Wahnsinn stehe.

Erst wenige Wochen alt und eigentlich immer friedlich. Doch in einer Nacht ging es los… es war weder der Hunger noch gab es einen unruhigen Tag.

Eine Sache war besonders auffällig… Fiona zog ständig ihre Beinchen ein. Hatte einen totalen Blähbauch und wollte nicht wirklich trinken. Circa eine halbe Stunde nach dem stillen, fing sie sofort an intensiv zu weinen.

Da war es also das Bauchwehmonster wovon so viele mich schon gewarnt hatten.

Fiona streckt, krümmt und windet sich vor Bauchweh. Das zerreißt mein Herz. Weinend vor Verzweiflung schaukel ich sie in meinem Arm. Ihr Bauch steinhart, man hört es regelrecht rumoren.

Mein Nervenkostüm hart an der Grenze, mein Geduldsfaden dünn wie Seide und mein Haar voll mit Babykotze.

Ich esse kaum noch Unverträgliches, massiere den Bauch wo ich nur kann. Versuche sie zu entspannen in jeder Sekunde. Und trotzdem ist es da.

Dieses Bauchwehmonster, welches jede Nacht unseren Schlaf raubt.

Ich bin verzweifelt, enttäuscht und die Belastbarkeitsgrenze am äußersten Punkt.

Wir haben vieles versucht, von Kümmelzäpfchen und Wärmeflasche bis hin zu Fencheltee und probiotische Tropfen.

Es zehrt an meiner Kraft und krank fühle ich mich auch noch.

Ich will meinem Baby diesen Schmerz nehmen. Ihr Leid lindern.

Der Darm des Babys ist noch sehr unreif und die Darmflora befindet sich gerade mitten einem Aufbau. Na klar, dass das Blähungen verursacht.

Nun weiß ich, was wirklich hilft… Bonding und Lefax. Dies hilft sanft und gezielt.

Die Wirkung von Lefax ist super und die Dosierung ist perfekt mit der Pumpe.

Nun heißt es Ciao Bauchwehmonster.

Mein Löwenmädchen

Ja ich liebe die Astrologie.

Und ja ich weiß, dass man nicht alles und jeden pauschalisieren kann was astrologische Auswertung angeht.

Doch ich denke, dass sie uns allgegenwärtig umgibt und unser Leben beeinflussen kann.

Heißt jedoch nicht, dass ich strikt an deren Auswertung glaube. Doch als kleines Hilfsmittel um mich sozial und menschlich zu orientieren, verwende ich sie schon.

Ich bin Widder, mein Partner Stier. Unsere Tochter Löwe. Ein temperamentvolles Bündel unter einem Dach.

Einige verdrehen jetzt die Augen und andere denken sich « Oh fuck, was ein Mix. » Dieser Post wird wohl eher etwas für die zweite Kategorie sein.

Um uns schonmal vorbeireitend eine Rüstung anzulegen bevor unser kleiner Wirbelwind wie eine Bombe einschlagen wird habe ich schonmal ein wenig in meinem schlauen Buch der Astrologie nachgeschaut.

Wer sich dafür interessiert was ich für Fiona rausgefunden habe kann gerne weiterlesen:

Von der Sonne regiert, hat dieses intensiv feurige Zeichen eine Strahlungsenergie, die Menschen aller Art anzieht.

Aufgrund ihrer sozialen und abenteuerlichen Natur genießen sie es, Freunde für längere Zeit um sich zu haben.

Auf der extremen Seite von Löwen sind intensive Leidenschaft, Großzügigkeit und Warmherzigkeit zu spüren.

Genau wie die Sonne, die sie beherrscht, haben sie diese warme Energie, die einen einfach zu ihnen hinzieht.

Ähnlich wie die Energie von Raubkatzen ist die andere Seite der Löwen arrogant, eitel und manchmal dramatisch.

Wenn sie unausgeglichen sind, können Löwen zu egozentrisch werden und vergessen, den Menschen um sie herum Energie zurückzugeben.

Sie wurde mit dem Bedürfnis geboren, anderen zu helfen, und sie wird es tun, auch wenn es viel Zeit und Energie kostet.

Sie sind ehrgeizig, kreativ und optimistisch, und sobald sie sich ihrer Arbeit widmet, wird sie versuchen alles genau richtig zu machen.

Sie sind von dem Wunsch getrieben geliebt und respektiert zu werden.

Eine edle, willensstarke Seele ist geboren.

Zwei Herzen ein Körper.

Darüber, wie ich meine Schwangerschaft empfunden habe.

1-4 Schwangerschaftswoche

Ich wusch mir die Tränen ab und atmete tief durch. Es ist der 4. Januar und ich hätte nie gedacht dass das neue Jahr 2020 so dramatisch beginnen würde.

Matthias sitzt neben mir und ich hatte den Eindruck, dass mein Herz aus meinem Körper springt. Ich hatte solche Angst.

Nichts war wie es soll. Wir saßen einfach da. Auf den Bett. Wohnten bei meinen Schwieger Eltern und am Montag sollte meine neue Arbeit starten. Ich fühlte mich komisch… Anders… Also machten wir den Test.

Dieser Test sollte mein ganzes Leben verändern.

Meine Intuition schrie mir aus der Seele. Dort saßen wir. Vor diesem Test. In dieser beschissenen Situation. Matthias starrte regelrecht auf dieses Ding. Ich versuchte krampfhaft nicht drauf zu schauen. Ich sah Matthias an, weil es mich beruhigte.

Plötzlich, da! Ein Lächeln in seinem Gesicht. Das muss heißen, der Test ist negativ.

Er sagte innerhalb weniger Sekunden: „ alles klar, du bist schwanger. Da sind zwei Striche.“

Geschockt und verzweifelt wie ich war, wiederholte ich nur mehrmals: „ warte ab, der Strich verschwindet noch.“

Mit diese Überzeugung brach ich auch schon in Tränen aus. Pure Hilflosigkeit. Unverständnis gegenüber Matthias, welcher mir lächelnd sagte: „ Schatz, der zweite Strich wird nicht verschwinden.“

Oh mein Gott! Wir kriegen ein Baby!

Die Lage erschien aussichtslos. Ohne Hoffnung. Dies war definitiv nicht der perfekte Zeitpunkt.

Nachdem ich, unachtsam wie ich bin, die Holztreppe mit meinem Steißbein knutschte, fuhren wir nach einer schlaflosen Nacht ins Krankenhaus, wo wir auch erfahren sollten, wie weit ich schon war.

Immer noch unter Schock und überzeugt dass niemand davon erfahren sollte, lege ich nun in diesem Krankenhaus Bett. Ich konnte nicht aufhören zu weinen. Ich schaffe das nicht ging mir die ganze Zeit durch den Kopf.

Matthias hielt die ganze Zeit fest in meine. Bitte lass mich nicht los.

Da war er auch schon, der Arzt mit Blutergebnissen. Mein Herz pocht. Angst überkommt mich. „Frau Kniepen, sie sind circa in der vierten Woche schwanger“, sagte er.

Der Arzt kannte an meiner Reaktion, dass ich mir noch nicht schlüssig war, wie es weitergehen sollte. Er drückte mir ein Papier in die Hand und meinte ich solle einen Notfalltermin bei einer Gynäkologin machen. Einmal zu Hause angekommen tat ich dies sofort. Ich sprach mit zittriger Stimme auf den Anrufbeantworter.

Komischerweise hatte ich das ständige Bedürfnis zu duschen… Als könne ich die Situation einfach in meinem Körper spüren. hab schon Matthias ständig bei mir war, fühlte ich mich so alleine. Denn schließlich bin ich schwanger. Nicht er.

Ich musste meine Gedanken ordnen. Vor allen Dingen aber meine Gefühle.

Ich sprach unter dem fließend Wasser zusammen. Verloren in meinem eigenen Körper. Gefangen in meiner Gedanken, welche plötzlich widersprüchlicher nicht sein konnten.

Was mir in meinem Kopf so klar erschien, fühlte sich plötzlich so falsch an.

Am nächsten Tag, hatte ich auch schon den Termin bei der Bühne Kolloge an. Da ich Meister der Verdrängung bin, wollte ich am liebsten einfach abhauen.

Alles ignorieren. Fliehen.

Sie gab mir die Nummer von einer Frau, welche mir bei diesem Schwangerschaftskonflikt helfen sollte.

Am nächsten Tag, hatte ich auch schon den Termin bei der Gynäkologin an. Da ich Meister der Verdrängung bin, wollte ich am liebsten einfach abhauen. Alles ignorieren. Fliehen. Sie gab mir die Nummer von einer Frau, welche mir bei diesem Schwangerschaftskonflikt helfen sollte?

Diese Konfliktberatung nennt sich Prisma. In Belgien ist es so, dass nur diese Frau ein Dokument ausstellen darf, welches die Abtreibungsklinik braucht, um eine Abtreibung durchführen zu können.

Wie dem auch sei, die Gynäkologin zeigte uns nun die befruchtete Zelle. Bestätigte uns die Schwangerschaft.

Ich wollte mit niemandem darüber sprechen. Matthias war jedoch der Meinung, wir sollten mit einem Mitglied umgehend darüber sprechen.

Ich hingegen, wollte mir erst mal über die Situation im Klaren werden. Mit mir selbst ins Reine kommen. Wieso? Etwa weil ich weiß, dass ich dich vielleicht doch wollte? Oder vielleicht doch weil ich egoistisch war und meinte mein Leben alleine führen zu müssen?

Mein Herz und mein Verstand arbeiteten gegeneinander.

Ich sprach mir also bei dieser Konfliktberatung all den Ballast von der Seele. Die Beraterin merkte schnell den Zwiespalt in mir. Sie wollte, dass ich meiner Seele etwas Ruhe und Klarheit gönne.

Zurück zu Matthias. Ich war ihm so unendlich dankbar. Je mehr ich mich isolierte, umso mehr fühlte ich mich unter Druck gesetzt eine Entscheidung zu treffen. Doch immer an meiner Seite, Matthias.

Ich empfand Scham, weil ich manchmal dachte, es sei nicht der richtige Weg, jetzt ein Kind zu kriegen. Ich befürchtete unsere Beziehung sei zu jung um einer solchen Last gewachsen zu sein.

Bei ihm fühlte ich mich zu Hause.doch wir hatten uns noch nichts aufgebaut. Saßen hier, in dem Haus seiner Eltern, mit zwei Hunden, tausenden Wohnungabsagen und einem Kätzchen. In solch einer Situation sollte man doch kein Baby kriegen oder?

Eins war klar. Wenn wir das schaffen wollten, mussten sich einige Dinge verändern!

Ich hatte immer schon Angst davor, mich emotional zu binden. Also fand ich mich schon damit ab, ohne Matthias diesen Weg zu beschreiten. Ich muss.

Muss mir sicher sein, dass ich alles auch alleine schaffen könnte. Diese Sicherheit brauche ich mehr als alles andere, das einzige ist, worauf ich vertrauen kann.

Dann kam der Moment, an dem Matthias ist deine Eltern gesagt hat. Ich war stinksauer. Fühlte mich total in die Enge gedrängt. Das war der Moment.

Ich musste es auch meiner Mutter sagen. Es fühlte sich an wie eine Achterbahn aller möglichen Emotionen in den Bruchteil einer Sekunde.

Meine Mutter war unglaublich geschockt, man sah trotzdem, dass sie sich freute. Sie machte sich jedoch starke Sorgen, da wir in einer solch schwierigen Situation stecken. Nun wurde es konkret. Es wurde ausgesprochen.

Ich fühlte mich trotzdem direkt aufgefangen. Meine Mutter und ihr Partner standen zu meiner Entscheidung. Egal wofür ich mich im Endeeffekt entscheiden würde. Sie wies mich auf meine Verantwortung hin und dass ich mittlerweile zu alt sein, um mich nun vor der Konsequenz zu drücken

Wir entschieden uns dann für das Baby!

5-8 Schwangerschaftswoche

Alles ging plötzlich sehr schnell. Schon im Februar fanden wir unsere neue Wohnung. 87 m², Garten, Kinderzimmer, Atelier, alles was wir uns erhofften. Somit zogen wir innerhalb von drei Tagen bei meinen Schwiegereltern aus.

Endlich hatten wir unseren eigenen Rückzugsort. Etwas Ruhe ist eingekehrt.

Täglich von Übelkeit geplagt, bereitete ich mich mental darauf vor, ein Kind in meinem Bauch zu tragen.

Es schien mir die meiste Zeit einfach nur unreal.

Ich verfluchte es wie die Pest. Nicht das Baby, sondern diese Verdammte Übelkeit. Ständig saß ich da, mit einem Eimer in der linken Hand und mit einem Ingwertee in der rechten Hand.

Zusätzlich kam die Gereiztheit .. bedingt durch diese unglaubliche Hormonumstellung. Ein ständiges emotionales Wechsel Bad. Dann schließt sich auch noch die Müdigkeit ein. Das alles zusammen ergab einen fast unerträglichen Cocktail.

Die Jeans fing an zu zwicken, ich nahm stetig zu und ich fühlte mich einfach nicht mehr wohl in meinem Körper. Ich spürte, dass mein Selbstbewusstsein Stück für Stück verschwand. Meine Brüste taten bei jedem Schritt weh. Ich schien plötzlich überall Schwangere zu sehen.

Die Welt um mich rum veränderte sich. Ich veränderte mich.

Nun weiter, der erste Ultraschall mit Matthias zusammen. Mit der Entscheidung im Schlepptau, das Baby zu behalten. Es war ein überwältigender Moment. Als die Gynäkologin mir das Herz zeigte, finde ich sofort an zu weinen. Wir waren überwältigt und spürten sofort so unglaublich viel Liebe füreinander.

Es waren nur 2,5 cm, aber 2,5 cm pure Liebe.

9-12 Schwangerschaftswoche

Die ständige Kotzerai ging weiter. Parfüms oder Deos wurden unerträglich. Meine Geruchsempfindlichkeit war extrem.

Mein Becken fing an zu schmerzen und meine Brüste ertragen kaum noch bewegt Berührungen.

Ein weiterer Ultraschall. Du bist nun circa 18 g schwer und 7 cm groß. Deine Arme und Beine wachsen so langsam und ich werde stolz, doch ich sehe dich noch nicht vor mir. Das Ganze immer noch unrealistisch.

Mittlerweile habe ich auch jegliche Allergien entwickelt. Gegen das Schwangerschaftsöl, Duschgel jeglicher Art, Tabletten, alles mögliche… Ständig fühlte ich mich als hätte ich starke Perioden Schmerzen.

Die Übelkeit mein ständiger Begleiter.

13-16. Schwangerschaftswoche

Ich kann mich nicht mehr konzentrieren, vergesse so gut wie alles. Ein Gehirn wie ein Sieb. Doch okay, die Übelkeit lässt endlich langsam nach.

Meine Lieblingsbeschäftigung, Spaziergänge mit meinem Hund. Doch auch Nähe zu Matthias ist Priorität. Ich will ständig in seinen Armen liegen. Brauche diese Nähe. Weine oft ohne wirklichen Grund.

Meine Oma, der Mensch, der mir so wichtig war, lag auch noch im Krankenhaus. Nachdem sie den Krebs bekämpft hatte, lag sie nun da mit einer schweren Lungenembolie. Knapp dem Tode entkommen.

Dann veränderte sich sowieso alles. Der COVID-19 Virus klopfte an der Türe unserer Gesellschaft.

Es sollte unsere gesamte Gesellschaft verändern. Warum gerade jetzt? Genau jetzt, wo ich schwanger war. Ich sollte ein Baby bekommen und es auch noch direkt in eine ungesunde, kranke Welt gebären?

Es hieß nun Lockdown. Völlige Isolierung von allem. Keiner durfte vor die Türe. Risikogruppen jeglicher Art sollten soziale Kontakte vermeiden.

Zum ersten Mal schwanger und dann darf ich auch noch niemanden sehen?

Die erste Wölbung war ganz klar zu erkennen. Das Ziehen im Bauch wurde so stark, dass ich oft nicht mehr wusste wohin mit mir. Laut Ärztin war dies normal. Die Mutter Bender denen sich und daher kam auch diese Rückenschmerzen. Auf dem Bauch schlafen? Unmöglich!

15 cm und 220 g wuchsen weiter in meinem Körper. Nun konnte man auch die Gehirnhälften sehen. Alles bildete sich immer klarer. So langsam freute ich mich auf die Aufklärung deines Geschlechts.

17-20. Schwangerschaftswoche

Leider durften wir während Corona nicht fliegen, sonst wäre ich jetzt in Spanien. Fast jeden Abend nutzte ich die Badewanne.

Es lindert meine Bauchbeschwerden, und die Rückenschmerzen. Alle sagen einem gut man aussehe und wie Strahl die hau doch sei. Ich werde wahnsinnig! Man fühlt sich wie ein Wal! Ich fühlte mich gar nicht weiblich oder sexy.

Heben durfte ich nun gar nicht mehr und Massagen wurden zu dem schönsten Gefühl auf der Welt. Das eigene Spiegelbild liest einen losheulen wie ein Schlosshund.

Nichts passte mehr. Klamotten musste ich mir nun von anderen leihen. Von Kleidergröße 34 auf Kleidergröße 40.

Dann beschloss ich, mich auf die schönen Dinge zu konzentrieren. In einem abendlichen Lagerkoller wegen COVID-19 entschloss ich dann, dein Zimmer zu gestalten. Somit strich ich deine Wand und lies meiner Kreativität freien Lauf. In diesem Moment steht die Vorfreude ins Unermessliche.

Ich fing an im Internet zu stöbern und mich einzulesen, was man denn alles so brauchen würde. Die Liste der Dinge die uns fehlten war endlos. Der Druck wurde wieder groß.

Doch dann… Fühlte ich dich. Zum ersten Mal spürte ich deine Bewegungen. Ein unheimliches doch überwältigendes Gefühl. Du bist da! Mein Körper, dein zu Hause.

Nun kam auch der Moment, an dem ich dich wahrgenommen habe. Mich wirklich auf dich freute. Ich fing an du zu sagen.

Der große Ultraschall. Heute sollten wir erfahren, ob du ein Mädchen oder ein Junge werden würdest.

Die Ärztin war sich nicht sicher. Sie tendierte zu 80 % zu einem Mädchen, konnte es jedoch nicht klar sagen, da du deine Beine zusammendrücktest.

Kurz darauf kam der Ultraschall, in dem deine Organe gecheckt worden. Alles perfekt. Dein Herz, dein Hirn, dein Körper. Diese Ärztin, bestätigte mir schlussendlich dass du ein Mädchen werden würdest.

In diesem Moment fing ich an dich über alles zu lieben. 380 g schwer und circa 25 cm warst du nun.

21-24. Schwangerschaftswoche

Klamottentechnisch war ich nun komplett umgestellt. M ist nun meine Größe. Tschüss XS. Sport? Unmöglich! Sex? Eher selten. Mein innerer Monk? Voll und ganz da.

Dein Zimmer dann immer mehr Gestalt an. Sterilisierter, Flaschenwärmer, Beistellbett, Kinderwagen, Deco und die ersten Baby Klamotten fanden sogar Einzug. Wir freuten uns so sehr auf dich.

Der Bauch ist nun riesig, die Beine unglaublich unproportioniert und mein Hintern fett wie noch nie. Nun wiegst du circa 600 g und bis 36 cm groß. Dein Gesicht konnte man nun schon richtig erkennen.

Ständig spüre ich dich strampeln, du bewegst dich fast ohne Pause.

25-28. Schwangerschaftswoche

Aufstehen. Pipi.

Essen. Pipi.

Gehen. Pipi.

Schlafen. Pipi.

Egal was man auch machte, die Blase spielt nicht mit. Ständig musste ich pinkeln. Mein Bauch war nun richtig groß und das Atmen durch die Mundmaske war die Hölle. Die Kurzatmigkeit wurde fast unerträglich.

Mama und ich fuhren nach Aachen. Nach 4 Stunden haute ich mich sofort wieder aufs Ohr. Es war so unglaublich anstrengend. Mittlerweile hatte sich auch gut Wasser in meine Beine eingelagert. Hinzu kommt eine brütende Hitze. Juni war der trockenste Monat seit 20 Jahren. Schlafen und pinkeln gehörten zu meinen Tagesbeschäftigungen.

Beim Nießen, lachen oder Husten verirren sich gerne mal Tröpfchen ins Höschen. Nachts kam ich kaum zum Schlafen, da die Kurzatmigkeit, das Sodbrennen oder die Wadenkrämpfe mich wach hielten.

Die Rückenschmerzen waren brutal, und das Becken hat mich oft weinen lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir auch endlich eine Wickelkommode für dich gefunden. Dein Zimmer war so gut wie fertig.

So langsam fange ich wirklich an, mich zu nerven. Mein Körper hielt die Strapazen nicht länger aus. Doch dann strampelst du wieder und ich erinnerte mich wie wichtig du mir bist.

Nun machte ich mir auch endlich Gedanken um das Thema Hebamme. Zum Glück gibt es die Tante von Matthias. Und die Liebe Gitte ist

Ich wiegte mittlerweile 74 kg und habe somit ganze 11 kg zugenommen. Meine Gedanken kreisten um die Geburt.

Wassergeburt, Kaiserschnitt oder normale Entbindung?

Ich empfand alles als ein Gemisch aus Angst und Vorfreude. Matthias ist ganz doll verliebt in meinen Bauch. Er sprach ganz oft zu dir Mann sagte, dass er dich liebt. Dein Name steht nun auch endlich fest. Es hörte und fühlte sich direkt richtig an

Fiona Fee Emonts

Das Glücksgefühl stieg nun täglich an. Dein Name, war eine relativ lange Geschichte. Ursprünglich wollten wir dich nur Fee nennen. Da aber ein Fabelnamen nicht erlaubt war, überlegten wir weiter. Wir wollten unbedingt Fee in deinen Namen einbringen.

Es fehlte uns nur noch ein Name, welcher das ganze stärkt. Du solltest eine starken Namen bekommen. Einen Namen, einer Frau, die etwas erreichen würde.

Als wir den Namen Fiona aussprachen, mussten wir direkt, das bist du.

Fiona kommt aus dem gällischen und bedeutet die Weiße, die Reine.

Der Termin bei der Gynäkologin war am 12. Juni, und dein Kopf war bereits unten im Becken. Deine Beinchen lagen genau unter meinem Magen. Du wogst stolze 1126 g und warst ca 40cm groß. Man konnte klar deine Stupsnase und Lippen erkennen. Deine Fingerchen sah man auch schon.

29-32. Schwangerschaftswoche

„Bist du gerne schwanger?“ fragen mich die Leute ständig. Wie formuliere ich es, ohne dass mich die Leute wie ein Monster sehen? Nein. Nicht wirklich.

Nicht falsch verstehen… Ich freute mich auf das Baby und würde jetzt schon alles für dich tun. Aber eine Schwangerschaft ist für mich in erster Linie Mittel zum Zweck. Das Ergebnis liebe ich 1000 mal mehr als den Umstand.

Bedeutet aber trotzdem nicht, dass ich das Wunder in meinem Körper nicht zu schätzen wüsste. Die Faszination bleibt trotzdem erhalten. Die Faszination, was mein körperfähig ist zu leisten. Doch ohne das Resultat „Baby“ wäre das schwanger sein definitiv nicht mein favorisierter körperlicher Zustand.

Ich würde mir wünschen, dass Mütter/Schwangere weniger vorwurfsvoll gegenüber anderen Müttern/Schwangeren wären. Dass Frauen endlich aufhören so hart mit anderen ins Gericht zu gehen. Gerade Schwangerschaften könnten unterschiedlicher nicht sein. Ich hätte mir das am Anfang nie erträumen lassen, wie hart deine Schwangerschaft wirklich sein kann.Schwangerschaften könnten unterschiedlicher nicht sein. Ich hätte mir das am Anfang nie erträumen lassen, wie hart deine Schwangerschaft wirklich sein kann.

Nach dreimonatiger Kotzphase gefolgt von Becken und Rückenproblemen, welche Hand in Hand mit der Gewichtszunahme gingen, habe auch ich diese Meinung geändert.

In der 31. Schwangerschaftswoche wurden mir acht Wirbel eingerenkt, da mein Becken einen Schiefstand erlitten hatte. Das Becken sollte in der 36. Woche gerichtet werden, da ich teilweise wie ein Käfer auf dem Rücken lag und nicht mehr alleine hochkam.

Trotz all den Schmerzen bin ich unglaublich glücklich, dass du, mein Baby, gesund ist und von all meinen körperlichen Schmerzen nichts mitbekommt.

33-37. Schwangerschaftswoche

Zum Ende hin wurde es denn wirklich hart. Keine einzige Nacht konnte ich mehr durchschlafen. Die Schmerzen in meinem Rücken waren wirklich schlimm. Spaziergänge mit meinem Hund waren leider auch nicht mehr möglich.

Ich hatte unfassbar an Gewicht zugelegt, mittlerweile waren es knapp 18 kg.

Das Selbstbewusstsein leidet wie ein Straßenhund. Ich fühlte mich gar nicht mehr wohl in meinem eigenen Körper. Wie gefangen in ihm.

Ich hatte endlich mal meine Kliniktasche gepackt. Ich drückte mich davor, doch ich wusste irgendwann muss ich es tun.

Dann war ein schockierendes Ereignis. Matthias und ich haben uns heftig gestritten. Was sehr lange Zeit nicht mehr vorgekommen war. Ich fing an zu bluten, lag auf dem Badezimmer Boden, und war wie erstarrt.

Dann fuhren wir das erste Mal ins Krankenhaus. Ich war circa in der 35. Schwangerschaftswoche. Ich hatte wirklich starke Angst um dich. doch zum Glück, ging es dir gut. Und der Muttermund war noch komplett geschlossen.

Ich hatte sehr stark mit Senk- und Vorwehen zu kämpfen. Jede Frau, die weiß wie es sich anfühlt, weiß wie schmerzhaft es sein kann.

Ich war oft beim Gynäkologen, weil er schon in der 36. Schwangerschaftswoche Verdacht auf eine Gestose hatte. Dann war ich ein einem Tag bei der Hebamme zur Beratung. Zur Vorbereitung auf die Geburt.

Wir sprachen noch darüber, dass das Baby mit Sicherheit etwas früher kommen würde als geplant. Es war eine brütende Hitze. 32°, unerträglich.

Ich informierte mich, wie es sich wohl anfühlt würde, wenn die Fruchtblase springen würde. Ab welchem Zeitpunkt genau ich merken würde, dass es Wehen sind, die die Geburt einleiten würden. Ich informierte mich über alles um mich so gut wie möglich auf den Moment vorzubereiten.

Am nächsten Tag war ich mit meiner Mutter einkaufen, diese war geschockt mich zu sehen. Ich sah anscheinend aus wie die Frau von Michelin. Ich fühlte mich auch wirklich nicht gut. Mir war schwindlig, ich sehr ständig doppelt Und mein Körper war unglaublich geschwollen. Mein Gesicht sah aus wie ein Pfannekuchen. Meine Arme schmerzten, als würden sie bald platzen wie Knackwürste.

Dann fuhren wir zur Kontrolle. Das war wohl meine letzte Kontrolle beim Gynäkologen. Danach war es soweit…

Wohnungssuche mit Pitbulls – ein Ding der Unmöglichkeit

Seit Monaten suchen wir ein Dach über dem Kopf vorzugsweise mit Garten im Raum Aachen/Belgien.

Ich bin geschockt über die vielen Vorurteile der Vermieter. Nach gefühlten 100 Telefonaten und dutzenden Besichtigungen immer die selbe Reaktion:


Ohne die Hunde zu kennen gefriert ihnen schon das Blut in den Adern, wenn man die Rasse nennt.


So langsam verzweifeln wir wirklich und es macht mich total traurig zu merken, dass außerhalb unserer Community kaum Toleranz für ‚Listenhunde‘ herrscht.


Die Enttäuschung, dass die Vermieter nicht mal bereit sind die Hunde kennenzulernen bevor sie direkt Nein sagen ist sehr groß.
Jeder hat das Recht selber zu entscheiden wen er sich in die Wohnung holt, keine Frage. Aber direkt mit Vorurteile gegenüber den Hunden an die Sache ranzugehen ist ein Unding.


Wie soll man beweisen, dass es funktioniert, wenn man nicht wirklich die Chance dazu bekommt?

Ich frage mich warum es in der menschlichen Natur liegt, ständig nach dem Äußeren zu urteilen..

Macken – ein Teil von mir

Mein Wecker klingelt nie Punkt genau. Immer eine ungerade Zahl. 7.07h oder 3 Minuten nach.

Erstmal Kaffee. Bohnenkaffee versteht sich. Mit einem Schuss Milch und einem Hauch Zucker. Dabei stecke ich mir immer die Haare hoch.

Dazu Wasser. Die Wasserflasche immer offen. Ich konnte es noch nie. Weiß gar nicht wieso.

Aber das ist so ein Ding mit mir und den Deckeln. Ich mach sie nie zu. Zum Leid meines Freundes.

Ich brauche immer zwei Decken im Bett. Fühlt sich kuscheliger an. Und das Bett muss gemacht sein bevor ich das Haus verlasse.

Sonst verfolgt es mich den ganzen Tag.

Zu 90 % vergesse ich irgendwas, sobald ich das Haus verlasse. Meistens muss ich immer zurück. Das war schon immer so.

Bevor ich eine Türe betrete, schaue ich immer über den Rahmen.

Sobald es ein wenig dämmert, fange ich an meine Lampen, die warmes Ambientes Licht abgeben, einzuschalten.

Unter der Dusche singe ich meistens, höre zumindest fast immer Musik.

Ich fasse nie Türklinken mit den Händen an, immer mit meinem Ärmel oder einem Tuch.

Ich hasse Werbung im Fernsehen. Das bedeutet, sobald irgendwo Werbung anfängt schalte ich sofort um. Wenn überall Werbung ist, Pech gehabt, dann zappe ich von Kanal zu Kanal.

Wenn ich Bilder retuschiere, läuft meistens nebenher Musik oder der Fernseher.

Jeder Mensch hat Macken. Das Wichtigste ist aber diese zu akzeptieren.

Akzeptanz ist der einzige Beweis der Selbstliebe.

Wenn wir nicht lernen, das zu lieben, was andere an uns nervt, dann werden wir uns nie akzeptieren wie wir sind.

La beauté de Liège

Oh Lüttich. Du wunderschönes Lüttich.

Für mich bist du die schönste Stadt auf der Welt. Entweder liebt man dich oder man hasst mich. Du bist nicht wirklich modern oder entsprichst dem typischen Schönheitsideal eine Vorzeige Stadt.

Doch dein Charme. Er zieht mich immer wieder in deinen Bann.

Oh Lüttich, deine Bürger so ranzig und abgefuckt wie du selbst. Deine Häuser, ein Mix aus Oldschool und Kunst.

Dein Wetter, so grau wie die Gemüter deiner Bevölkerung.

An jeder Ecke gibt es etwas zu sehen. Etwas Neues zu fotografieren. Dein Freitagsmarkt war das Beste.

Oh Lüttich, drei Jahre lang warst du meinen zu Hause.

Ein zu Hause, welches ich geliebt habe. Viele Kilometer habe ich zurückgelegt. Stunden lang bin ich durch deine Lichter geirrt.

Nachts warst du noch schöner als am Tage.

Oh Lüttich, ich vermisse dich.

Ich liebe dich, Liège.