Pause. Atmen. Pause. Leben.

Wie wohl alle schon gemerkt haben, war hier etwas längere Zeit Funkstille.

Ich brauchte Zeit. Zeit, mich selber neu zu finden. Zeit, mein neues Leben als Mutter zu bewältigen.

Zeit für mich.

Leider musste ich einsehen, dass ich mir doch zu viel zugemutet hatte. Jeden Tag machte ich mir aufs Neue To-do Listen, die länger waren als der Tag Stunden hat.

So viele Projekte, dass ich kaum noch das Ende sah.

Die Anforderungen an mich selber waren so gut wie unmöglich zu erfüllen.

Also musste ich die Notbremse ziehen.

Und das war auch gut so.

Nun bin ich endlich wieder da. Hochmotiviert, Tausende Themen im petto und bereit mein Leben zu rocken.

LET‘S DO THIS SHIT !

Rückblickend betrachtet ist es schon verrückt, wie man sich selber fertig machen kann nur weil die Anforderungen an einen selbst so hoch sind.

Täglich machte ich mir Vorwürfe, dass ich nicht alles unter einen Hut bekomme und nicht schaffen könnte. Ohne auch nur 1 Sekunde darüber nachzudenken, dass ich mir einfach zu viel zugemutet habe.

Dadurch, dass ich täglich dachte ich würde es nicht schaffen, schlich sich unterbewusst diese kleine leise Stimme ein, die mir ständig gesagt hat, ich wäre nicht gut genug.

Ständig dachte ich mir: „das hast du früher doch auch geschafft.“

Also warum nicht auch jetzt?

Jenni, du Trottel, früher hattest du auch noch keinen Hund und noch kein Baby worum du dich kümmern brauchtest!

Also ja, ich habe etwas Zeit gebraucht diesen Fakt zu erkennen. Zu akzeptieren, dass es keine Schwäche ist sondern eine Stärke sich einzugestehen, dass alles einen über den Kopf wächst.

Zu akzeptieren, dass man keine Maschine ist.

Zu akzeptieren, dass man trotz dem Fakt Mutter zu sein auch noch eine eigene Existenz hat.

Ich muss nicht jeden Tag einen Blog Beitrag veröffentlichen.

Jeden Tag aufs Neue das Monster bekämpfen welches sich Haushalt nennt. Zeitgleich noch Makramee Projekte fertig stellen und meine Selbstständigkeit voran treiben.

Am Liebsten dabei bitte noch toll aussehen.

Nein, ich muss Prioritäten setzen für mich und meine Familie und atmen.

Mein Kind verdient eine glückliche Mutter.

Pause. Atmen. Pause. Leben.

Ich freue mich so sehr nun mit aufgeladenen Batterien wieder zurück zu kommen.

Vielleicht habe ich die Notbremse gezogen, ja. Und doch habe ich so einiges ins Rollen gebracht, womit ich euch bald endlich überraschen darf.

Dieser große Schritt bedeutet mir wirklich sehr viel und im Endeeffekt sind es die Menschen hinter ihren Handys, die meine Texte lesen, welche mich voran treiben.

Also danke nochmal an dich. An jeden einzelnen Leser!

Danke für deine Unterstützung.

Und denk auch du immer dran.

Du bist gut.

Du bist genug.

Pause.

C I A O 2 0 2 0

Was soll ich da sagen? Neues Jahr, neues Glück.

Da mir dieses Jahr eher wie eine Sendepause vorkam, wird es Zeit das kommende Jahr mit noch mehr Energie zu beginnen.

Es war ein sehr emotionales und ereignisreiches Jahr. Es gab viele Höhen, jedoch auch viele Tiefen.

Ein ständiges Wechselbad der Gefühle.

Der Januar begann mit einem unerwarteten, positiven Schwangerschaftstest.

Gefolgt von einer Monate langen Wohnungssuche und der Angst, meine Oma zu verlieren.

Auch zu dem Thema Wohnungssuche gibt es schon einen Artikel auf meinem Blog. Mit zwei Pitbulls und einer Katze war das nicht wirklich einfach.

2019 schon hatte meine Oma Brustkrebs diagnostiziert bekommen.

2020 lag sie dann wegen einer Lungenembolie ewige Zeit im Krankenhaus.

Es war, als würde man mir den Boden unter den Füßen weg reißen.

Stark wie sie ist, hat sie den Kampf überstanden.


Der erste Lockdown wurde dann auch überstanden und ich musste mit der stetigen Veränderung meines Körpers klarkommen.


Tausende von Kilometer wurden dieses Jahr spaziert. Tausende Tränen geweint.

Etliche Male wurden Tränen gelacht und hunderte Nächte lies das Gedankenkarussel mich wach liegen.

Die Vermissung von meinem Papa war hoch 1000 und die geplante Reise im April musste leider abgesagt werden.

Der Virus hatte unsere Gesellschaft komplett im Griff.


Schachmatt, für uns alle.

Eine wahre Erholung für die Erde.

Den Sommer hochschwanger verbracht, körperlich an jede erdenkliche Grenze gegangen und psychisch versucht nicht einer Depression wegen Einsamkeit zu verfallen.

Eine heftige Auseinandersetzung mit einem Schattenerlebnis meiner Vergangenheit. Diese Konfrontation war unabdingbar und musste, um eine entspannte Geburt zu gewährleisten, verarbeitet werden.

Mentale Vorbereitung auf die bevorstehende Geburt.

Und im Endeeffekt doch alles anders, als man dachte. Wegen der Gestose wurde ein Kaiserschnitt drei Wochen vor errechneten Termin gemacht.


Schnitt für Schnitt Richtung Babyglück.

Und dann hielt ich sie in meinen Armen. Mein Glück.
Mein Ein und Alles.

Doch wie beschissen kann es sein, dass ein kleines Baby die Welt um sich herum mit Maske kennenlernt?

Hunderte von Stunden habe ich meine Kreativität neu aufleben lassen. Endlich konnte ich wieder Dinge tun, die ich während der Schwangerschaft nicht durfte.

Nachdem ich mich erholt habe und mich als Frau und Mutter wieder gefunden habe, habe ich meine Selbstständigkeit wieder in Angriff genommen.


Mit Erfolg.

Ich habe meine Passion wieder zum Beruf gemacht und war schon überrascht, wie schnell ich doch wieder einen Fuß gefasst hatte.

Wie schon gesagt, dieses Jahr war voller Höhen und Tiefen. Voller Erfolge und Ängsten.

Ich verabschiede dich also mit einem weinenden und einem lachenden Auge 2020.

Trotzdem kriegst du von mir einen gepflegten Mittelfinger und ein kleines Küsschen.

Du hast mir die Liebe meines Lebens geschenkt aber auch viele Opfer dafür eingefordert.

Bye, 2020.

DIY – How to Klopapierrolle

Es ist eine super schnelle und einfache Bastelidee mit Kindern und macht auch als Erwachsene tierisch Spaß.

Man hat schnell etwas kleines hübsches kreiert ohne 1000 Sachen und Stunden der Mühe.

Alles was du dafür brauchst sind eine Schere, Kleber und eine Menge Klopapierrollen.

Gegebenenfalls kannst du noch Sprühlack hinzunehmen.

Für einen Stern benötigst du circa zwölf Klopapierrollen.

Los geht’s

1. Plattmachen

Du nimmst dir deine Klopapierrolle und presst sie, so dass sie zwei Kanten bildet.

Dies wiederholst du mit allen Rollen die du hast.

2. Schnipp-Schapp

Wenn du damit fertig bist, schneidest du dir circa 1 cm breite Streifen zurecht.

Das machst du mit allen Klopapierrollen.

3. Falten

Jetzt faltest du deine Streifen in der Mitte. So dass zwei kleine Flügel entstehen.

Das machst du nun ganz zwölf mal.

Jetzt nimmst du dir vier von den vorbereiteten Flügeln. Du klebst diese am unteren Stück zusammen.

Drücke sie ruhig richtig platt, damit der Kleber sich gut verteilt und hält.

Du erhältst also einen kleinen Ministern.

Immer wieder kannst du sie dir noch mal schön mandelförmig zurecht drücken.

Du nimmst dir jetzt wieder die großen anfangs zurecht geschnittene Streifen zur Hand.

4. Vergrößern

Jetzt vergrößern wir den Stern. Dafür benötigst du 8 Streifen.

Die großen Streifen klebst du nun zwischen jeden zweiten Flügel des kleinen Sterns.

Einfach ein wenig Kleber auf jede Seite des Streifens und in den Kleinen schieben.

Deine erste Vergrößerung ist schon fertig.

Am Schönsten sieht es aus, wenn du wirklich alle Streifen in exakt 1 cm breite Streifen geschnitten hast, wie anfangs empfohlen.

Das lässt das Ganze sauberer wirken.

Nachdem das getrocknet ist klebst du die restlichen Streifen in die restlichen freien Stellen.

Nun hast du zwischen jedem Flügel ein Streifen.

5. A star is born

Jetzt benötigst du acht gefaltete Flügelchen.

Die selben, welche du anfangs genommen hast, um den kleinen Grundstern zu basteln.

Diese befestigst du nun zwischen den großen Streifen.

Dein Weihnachtsstern ist nun fertig.

Drücke dir alles noch mal schön rundlich zurecht, damit die Mandelform erhalten bleibt.

6. Bling Bling Baby

Ich habe mich noch dafür entschieden, die Karton Optik mit einem goldenen Lack zu übersprühen.

Natürlich kann man das Ganze auch wahlweise mit Glitzer machen.

Der Sprühlack verleiht dem Ganzen noch mal etwas edeleres.

Solange man das Material nicht ertastet, ist von Weitem mit bloßem Auge kaum erkennbar, dass das Ganze aus Klopapierrollen besteht.

Wenn man sich einen Faden durchzieht, wirkt es auch hängend sehr schön

Flasche vs. Stillen

Oder doch einfach beides?

Heute genau auf den Tag bist du drei Monate alt. Gestern war es soweit. Das erste Mal Fläschchen geben.

Doch es war alles andere als anfangs gewollt. Ich habe die ganze Zeit voll gestillt. Bis gestern.

Lasst mich alles von Anfang an erklären.

Noch in der Schwangerschaft habe ich gedacht, dass ich es nicht schaffen würde länger als eine Woche oder zwei zu stillen. Ehrlich gesagt habe ich auch damit gerechnet, dass meine Brust viel zu empfindlich sein wird um überhaupt zu stillen. Umso glücklicher war ich natürlich, zu merken, dass es doch reibungslos funktioniert.

Ich hatte keinerlei Probleme dich mit meinem eigenen Körper zu ernähren. Hatte auch genug, um dich tagtäglich mehrfach satt zu kriegen.

Der Rhythmus war anfangs schon wirklich angenehm. Zu Beginn waren es 3 Stunden, dann wurden es schnell vier oder sogar nachts 5 Stunden.

Doch vor circa zwei Wochen wurde dann alles anders. Du wurdest richtig motzig. So, wie ich dich eigentlich nicht kenne.

Ich wusste nicht genau was los war. Woher auch? Ich bin auch zum ersten Mal Mama. War es vielleicht ein Schub? Oder war es doch die Projektion meines Stresses auf dich?

Ich konnte es mir anfangs nicht erklären.

Nach tagelangem Kampf mit dem Stillen wurde ich dann auch richtig frustriert.

Meine Nerven lagen blank.

Du fingst an nach dem Essen zu weinen. Selbst mit der Brust im Mund schriest du noch weiter.

Lange Zeit bin ich davon ausgegangen, dass es, wie vorher auch das Bauchwehmonster war, welches dich so plagte.

Dann wurde es mir doch ziemlich klar. Ich, die anfangs Unmengen Milch produziert hatte, hatte anscheinend doch nicht mehr genug um dich satt zu kriegen.

Das zerbrach mir wirklich das Herz!

Es fühlte sich so an, als hätte ich versagt. Als hätte mein Körper versagt.

Nachdem es mir vor zwei Tagen wie Schuppen von den Augen fiel, bin ich am nächsten Morgen direkt zur Kinderärztin.

Diese bestätigte mir dann, dass du auf zwei Wochen circa 500g abgenommen hast. Ein ganz klares Zeichen, dass du nicht genug zu essen bekommen hast.

Ich war wirklich emotional am Ende. Zur gleichen Zeit aber auch glücklich, dass ich endlich den Grund deines Leidens bestätigt bekommen habe.

Zeit etwas zu ändern.

Jetzt stille ich weiterhin, was ich kann. Das, was mein Körper noch fähig ist zu geben. Den Rest füttere ich nun bei.

Ein ständiger Wechsel zwischen breastfeeding und Fläschchen geben.

Heute sehe ich das ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Traurig darüber, dass es doch schneller vorüber gegangen ist als gewünscht.

Und doch glücklich darüber, dass du endlich wieder zufrieden ins Milchkoma fällst.

Wishes for you

Zu Hause ist, wo du bist.


Ich werde dir jeden Weg der Menschlichkeit zeigen. Dich unterstützen in allem, was dir Spaß macht.


Werde dir beibringen, was Gerechtigkeit bedeutet und wie es sich anfühlt Nächstenliebe zu vermitteln.

Ich will dir Tierliebe ans Herz legen und klar machen, dass jeder Mensch eine Chance verdient hat.


Aber auch die Vorsicht, gefährliche Menschen nicht in dein Herz zu lassen.

Du sollst eine starke Frau werden, die keine Angst hat, ihre Meinung in die Welt zu brüllen.

Ich möchte dir eine offene Welt gestalten, ohne Hass. Zeigen, dass wir unsere Um- und Mitwelt respektieren müssen. Dass jeder kleiner Schritt eine große Konsequenz mit sich zieht.

Ich möchte dir beibringen, dass du mehr bist als das, was nur ein Einzelner von dir denkt.

Toleranz und Mitgefühl sollen deinen Weg immer begleiten.
Selbstbewusstsein und Akzeptanz deinen Weg ebnen.

Ich will dir in jedem Atemzug vermitteln, wie besonders du bist.

Ich freu mich auf deine Zukunft. Auf unsere Zukunft. Mit allem was noch kommt.

Denn du hast mir gezeigt, was Liebe wirklich bedeutet.

Ich liebe dich, Fiona.

Deine Mama