Der ungeschminkte Alltag einer frisch gebackenen Mama

Willkommen, heute bist du 24h stilles Mäuschen in meinem Leben.

22.57h

Stillen. Ein letztes Mal für heute die Brust geben bevor die Nacht anbricht.

Pampers angelegt. Noch ein letztes Bäuerchen und alles roger für die Nacht.

Sie in meinen Armen – meine Welt ist heile. Wir schlafen gemeinsam ein.

2.22h

ein weinender Klang schleicht sich in mein Unterbewusstsein- große Augen starren mich an.

Kaum wach. Ein Geruch umhüllt meine Nase.

Pampers. Aufstehen, klarkommen und das senfgelb gefüllte Päckchen eliminieren.

Sauber.

Hinsetzen, um nicht direkt einzuschlafen.

Stillen Klappe die erste.

Tausend Feuerameisen krabbeln durch deine Brust. So fühlen sich die ersten Züge bei mir zumindest an.

Aua Nippel.

Leise hoffend, dass sie schnell satt und zufrieden ist.

2.50h

Das zufriedene Milchgesicht. Sie gähnt. Jaaaa, geschafft. Zeit für Bäuerchen.

Selten nur ein Bäuerchen. Meistens ein ganzer Schwall Babykotze.

Vorbereitung ist alles. Das Mulltuch auf die Schulter geschmissen, Haare hoch und lets go.

Freunde ich sag‘s euch kein sexy Anblick.

Kopf gegen die Wand gelehnt – eine Brust raushängend.

Sind es nicht die Geräusche meines Babys die mich wecken ist es der grölende Ton des Schnarchen meines Freundes.

Fuck.

3.33h

Fiona quengelt. Das Bauchwehmonster klopft an die Türe. Die Verdauung setzt ein. Der Bauch steinhart. Die Kleine liegt nun in meinen Armen. Ich massiere ihren Bauch. Nichts.

Dann stehe ich auf und mache ihr ein Körnerkissen. Wärme hilft auch oft.

Yuppie sie schläft ein.

3.50h

Fuck.

Sie wird wieder wach. Hat offensichtlich immer noch weh. Da hilft nur noch der Magic Finger.

Um ihre Verdauung zu unterstützen. Kleiner Finger zum Nuckeln geben. „Nomm, nomm, nomm“

Es hilft. Mit und mit schlummert sie ein.

Mit meinen Finger in ihrem Mund schlafe auch ich wieder ein.

5.30h

Fiona weint. Erneut.

Ich werde kaum wach.

Mein Nacken schmerzt.

Nicht aufregen, Jenni.

Ich schaukel sie in meinen Armen. Küsse sie und trotz totaler Übermüdung spüre ich pure Liebe.

Stillen Klappe die Zweite.

Mit ihr im linken Arm und der Wasserflasche im Rechten habe ich das Gefühl kurz vor den Koma zu stehen.

Neben mir Matthias der schnarcht.

Alles klar. Wach bleiben. Durchhalten.

Ich lese Blogbeiträge der Menschen da draußen.

Hält den Geist fit.

06.00h

Endlich fertig. 10 Artikel später und 2 Brüste leerer ist Madame endlich satt.

Zeit für Bäuerchen.

Schlafenszeit.

06.15h

Matthias Wecker klingelt. Ein penetranter Ton lässt mich sofort wach da liegen. Das ist der Moment wo ich mich innerlich das erste mal etwas aufrege.

Der Wecker geht nicht ein Mal. Nein. Dieser fucking Wecker geht einfach im zwei bis fünf Minuten Takt bis 06.45h oder 07.00h durch.

07.30h

Matthias geht aus dem Haus.

Ein Abschiedskuss und dann bricht der Tag auch schon an. Ich versuche noch irgendwie Schlaf nachzuholen.

8.30h

Fiona ist endgültig wach.

Total erledigt entscheide ich mich also dafür, dass es keinen Sinn mehr hat liegen zu bleiben.

Kaffee. Am Liebsten literweise.

Ich Schaukel die Kleine hin und her. Todmüde und gleichzeitig glücklich sitzen wir dort auf dem Sofa.

Erstmal die Hunde und Katze kuscheln.

Wir schlummern wieder ein.

09.47h

Fuck Kaffee vergessen.

Hungerterror.

Brust die erste.

Dann den Pamperspo frisch machen.

Brust die zweite.

Bäuerchen.

Und wieder Babykotze im Haar.

10.27h

Sie schläft endlich wieder.

Jetzt aber. Kaffee.

Ich lege Fiona ins Nestchen.

Ooh man schmeckt dieser Kaffee gut.

Zeit für eine Dusche.

11.00h

Ich trage Fiona samt Nestchen mit ins Bad.

Endlich Zeit für die tägliche Körperhygiene.

Zähne putzen und dann ab unter die Dusche.

Richtige Me time.

Nach 2 Minuten fängt Fiona wieder an.

Es ist, als wäre ihre Superkraft genau dann zu knatschen wenn ich anfange meine Zeit zu genießen.

11.20h

Ich mache den Föhn an. Denn das ist ein wundersames Geräusch welches sie meistens instant in den Schlaf katapultiert.

Ich packe klein Äffchen in meine Trage. Schnappe mir meinen zuckersüßen Hund und gehe eine Runde spazieren.

11.30h

Diese frische, herbstliche Luft.

Die Bäume.

Das knistern unter den Füßen.

Erholung pur.

Wach werden angesagt.

12.30h

Ich öffne die Wohnungstüre.

Alle knock-out.

Zeit, etwas zu schaffen.

Ich versuche Minime abzulegen.

Hoffentlich schläft sie weiter.

Uff, geschafft.

13.00h

Ich knalle so ziemlich alles was ich kann in die Waschmaschine. Waschen hat sich mit Baby zum fast täglichen Ritual entwickelt.

An.

Spülmaschine ausräumen steht auf dem Plan.

Geschafft.

Dann würde ich gerne noch schnell staubsaugen.

Nachdem ein Zimmer geschafft ist höre ich schon das Geschrei aus dem Laufstall.

Terrorzwerg ist wach.

Also staubsaugen abgebrochen. Erstmal Windeln wechseln angesagt.

Dann wieder die Milchbar eröffnen.

14.30h

Die Zimtschnecke versuche ich wieder abzulegen.

Langsam tritt auch meine Müdigkeit wieder ein. Doch ich will noch was schaffen. Muss noch einiges schaffen sage ich mir.

Ich beziehe also das Bett neu und staubsauge zu Ende.

15.30h

So, endlich …. mein Kaffee.

Voller Elan setze ich mich an den Tisch.

Mein schlaues Buch vor mir. Tablett und eine Tasse Kaffee daneben.

Me time.

Ich fange an zu brainstormen.

Mein erster Satz wird getippt und dann fließen die Worte von alleine.

Wie ein Wasserfall lasse ich es einfach laufen.

16.17h

Piep, piep.

Ton des Grauens.

Waschmaschine fertig.

Wäsche aufhängen.

Weiterschreiben.

17.15h

Oh fuck.

Habe die Zeit total vergessen.

Kochen. Matthias kommt jetzt gleich von der Arbeit. Mein Magen knurrt. Ich sollte kochen.

Also fix was gezaubert.

18.16h

Guten Appetit.

Eigentlich wollte ich mich heute doch noch hingelegt haben.. wo ist die Zeit denn bitte hin?

18.38h

Abräumen.

Erneut schreit Minime.

Also huckeln was das Zeug hält.

Dann ist wieder die gute alte Pampers dran.

Mit ihr auf dem Arm setze ich mich dann aufs Sofa.

Kuscheln, reden und mit ihr „spielen“ stehen nun auf den Programm.

19.17h

Jetzt kommt der Hungerterror wieder zum Vorschein. Also heißt es wieder wie immer. Brust raus und los.

In dieser Zeit überfliege ich nochmal das Geschriebene. Korrekturlesen.

Alles klar.

Ich bin zufrieden.

Mein Kopf leer. Emotionen auf dem Papier.

Perfekt.

20.00h

Sie ist gesättigt. Schläft in meinen Armen tief und fest. Ich traue kaum noch zu bewegen.

Kuscheln bis der Arzt kommt.

Zum Glück geht Matthias mit den Hunden. Meine Beinen würden mich wohl keinen Meter mehr tragen.

Einfügen des Textes.

Formatieren.

Fotos anhängen.

Yep, gefällt mir.

20.47h

Ich bin todmüde.

Zähne putzen und ab ins Bett.

Ich liebe es so sehr in ein frisch gewaschenes Bett zu schlüpfen.

21.00h

Eingeschlafen.

22.39h

Das Geschrei des Hungers lässt mich halb benebelt wach werden.

Schon?

Klarkommen.

Mein Kind ernähren.

Ein qualvolles Gefühl wach zu bleiben.

Die Müdigkeit übermannt mich.

Also Plan B. Raus aus dem Bett.

Windeln wechseln und im Sitzen weiterstillen.

Ich schalte meine Serie ein um wach zu bleiben.

23.00h

Bäuerchen machen und hoffentlich schnell ablegen.

Ich falle wieder ins Bett.

Meine Augen bekomme ich kaum offen gehalten.

23.18h

Das Bauchwehmonster ist wieder da.

Rettung naht. Körnerkissen wird gewärmt.

Heute geht es zum Glück schnell vorbei.

23.45h

Ich drehe mich auf den Bauch und merke wie mein Körper entspannt. Ich sage der Welt gute Nacht.

3.12h

Täglich grüßt das Murmeltier.

Kampfhund oder Kampfschmuser?

Menschen, die Pitbulls nicht kennen stempeln sie gerne mal als „böse Kampfhunde“ ab. Menschen, die sie kennen, wissen ihre liebevolle Art zu schätzen. Doch wer kennt die Geschichte und Herkunft dieser besonderen Rasse wirklich?

Hasse sie nicht nur weil du sie nicht kennst. Verurteile sie nicht, nur weil du Angst vor ihnen hast.

Vorweg erstmal einige Informationen zur Rasse:

Der American Pitbull Terrier, seriös gezüchtet und sozialisiert, ist ein in sich ruhender Hund. Er ist sehr aufmerksam und intelligent.

Natürlich ist er mit 25-30kg enorm kräftig, mutig und verfügt über eine hohe potenzielle Kampfkraft. Heißt jedoch nicht, dass er fokussiert auf den Kampf gegenüber dem Menschen ist.

Zugleich ist er seinen Menschen gegenüber äußerst liebenswert, treu und anhänglich, ja sogar ergeben.

Fremden Menschen gegenüber ist er neutral. Angst und Unsicherheit nimmt er durch seine sensible Art sofort wahr.

Ein Pitbull ist gutmütig und hat eine außerordentlich hohe Reizschwelle.

Besonders in den 1990er Jahren wurden Hunde wie der Pitbull von unseriösen Züchtern und Haltern aggressiv gemacht, scharf gemacht, wild gekreuzt und als lebende Waffen missbraucht.

Die Pitbulls sind Opfer, nicht Täter.

Seriös gezüchtet können sie hervorragende Familienhunde und tolle, treue Begleiter sein.

Zum historischen Hintergrund:

Der heutige American Pitbull Terrier, kurz Pitbull genannt, ist Spross eines in den USA und England seit etwa 200 Jahren gezüchteten Hundetyps.

Zu seinen Ahnen zählen neben dem Terrier vor allem die alten Bulldoggen.

In England und Nordamerika haben Hundekämpfe eine bis in die Antike reichende Tradition. Der alte Bulldog wurde beispielsweise zum Kampf mit Bullen in die Arenen des Tierkampfs geschickt.

In der Periode der Sklaverei wurden sie sogar zur Jagd von Menschen genutzt.

Daher stammt auch das „Kriegsgeschrei“ welches typisch für diese Rasse ist. Damit wollen sie ihrem Umfeld vermitteln, dass dort etwas ist.

Was die meisten nicht wissen – im 18. Jahrhundert wurden sie sogar rein als Haus- und Familienhund gehalten. Sie sollten auf Babys aufpassen und die Kinder beschützen. Alte Fotografien aus der Zeit beweisen dies.

Mit den Jahrhunderten wurden gewisse optische Eigenschaften ausgeprägter herausgezüchtet. Aus guten und weniger guten Gründen.

Beispielsweise verfügen Pitbulls über eine unglaublich harte Schädeldecke. Welches für die Menschen, die diese Rasse zum Hundekampf ausnutzten unabdingbar war.

Die Körperform wurde so kompakt, klein und muskulös wie möglich gehalten, um geballte Kraft auf kleinstem Raum zu züchten.

Eine sogenannte „Kampfmaschine“ entstand.

Heutiges Schönheitsideal dieser Rasse ist es in manchen Ländern die Ohren abzuschneiden. Oftmals nur aus optischen Gründen oder aber um weniger Angriffsfläche für feindliche Hunde zu bieten.

Körperliche Veränderung jeglicher Art nur weil der Halter es so “schöner” findet ist in meinen Augen eine Art der Misshandlung. Leider wird dies nicht weltweit so gesehen.

Natürlich ist die Liste unendlich lang.. So entstand mit und mit die Rasse Pitbull wie wir sie heute kennen.

Zurück zu den Hundekämpfen:

Nachdem Tierkämpfe offiziell verboten waren, wurden sie illegal fortgeführt, in den USA sogar bis heute.

In der Illegalität wurden die alten Bulldoggen dann mit Terriern gekreuzt, was offiziell verboten war, da die so entstandenen Mischlinge zu gefährlich wurden.

Auf diese Weise entstand im 19. Jahrhundert der „Bull and Terrier“ in den Industriegebieten Englands und kam sehr schnell in die USA. Dort nannte man sie „Pit Bulls“. Mit Pit bezeichnet man den Ring des Hundekampfes.

1898 wurde der heute noch existierende „United Kennel Club“ (UKC) gegründet, der die Zucht dieser Hunde an sich zog. Der UKC war und ist noch heute nichts anderes als ein „professioneller“ Veranstalter von Hundekämpfen.

Traurig oder? Daher rührt mein Spruch, dass diese Rasse Opfer sind und nicht Täter.

Im ersten Weltkrieg wurde der Mut der Pitbulls zum Ansporn für die Kampfkraft der amerikanischen Truppen genutzt.

Wie wurde so ein Hund dann doch wieder zum Familienhund anerkannt?

Man fing an sich wieder auf die positive Seite zu konzentrieren. Die guten Eigenschaften wieder mit einzuspielen. Er wurde somit wieder zum Haus- und Familienhund.

Schaut mal „die kleinen Strolche“. Die Filme liefen zwischen 1922 und 1944. Es handelt sich um eine Kindergang mit einem Hund. Dieser Hund war ein Pitbull. Er war der Behüter und Beschützer, Spielkamerad und Seelentröster der Kinder. Das Idealbild eines kinder- und familienfreundlichen Hundes.

„Our Gang“ – 1922

Was man bei der Anschaffung einer solchen Rasse beachten sollte:

Ein Pitbull will geistig und körperlich ausgelastet werden. Schon im Welpenalter sollte man, selbstverständlich ohne jegliche Aggression, dem Hund klarmachen wer der Chef im Haus ist. Daran darf es nie einen Zweifel geben.

Es ist Deine besondere Verantwortung, Hunde dieser Art ausgesprochen gut zu erziehen, so dass sie nie gegenüber Dritten auch nur bedrohlich wirken können. Ein Pitbull ist ein aufgeweckter Hund, welcher auch oft sehr verspielt sein kann. Er will Führung durch seinen Halter. Hat eine sehr einfühlsame Seele. Gut erzogen hört er nicht nur aufs Wort, er liest dir die Wünsche von den Augen ab.

Im Endeffekt kann man sagen, dass du dein ganzes Leben auf die damit einhergehenden Restriktionen durch Staat und Gesellschaft eingestellt sein musst, wenn du dir einen Pitbull anschaffst. Auf der Straße musst du damit rechnen von Leuten verurteilt oder gar angepöbelt zu werden.

Für mich ist ein Hund immer das, was ein Halter aus ihm macht. Er spiegelt die Seele seines Besitzers wieder.

Zu Navajo:

Ich vertraue Navajo zu 100 % und weiß genau, in welcher Situation er wie reagiert.

Er ist der ängstliche und liebevollste Hund, den ich kenne. Er will jeden abknutschen, und versteht nicht, wenn ihn jemand nicht streichelt. Natürlich muss er dies trotzdem akzeptieren. Navajo ist unheimlich tollpatschig und freut sich über jede Art von Aufmerksamkeit. Er steht jedem offen gegenüber und ist extrem verspielt.

Sobald Besuch herein kommt, holt er sein Spielzeug raus und präsentiert es den Gästen.

Jedoch kann er beispielsweise sehr stürmisch sein und kann seine Kraft häufig schwer einschätzen. Wenn er kuscheln will, schmeißt er sich oft auf die Seite, um gekrault zu werden. Durch sein Gewicht, und sein junges, stürmisches Verhalten kann dies natürlich fürs Baby gefährlich werden.

Daher sollte man niemals, egal welche Rasse, einen Hund mit einem Baby alleine lassen.

Navajo gehört definitiv zu der Kategorie der Kampfschmuser, doch sollte man immer im Hinterkopf behalten, was für eine Kraft er entwickeln kann.

Aus bösem Willen hat er noch nie etwas gemacht. Beim spielerischen Laufen hat er schon mal unabsichtlich ein Kleinkind umgestoßen, da er leicht mit seinem Popo gegen den kleinen Racker gestupst war.

Ein Hund ist und bleibt Produkt seines Besitzers und das sollte man nie vergessen.

Warum Pitbull?

Noch eine Frage die mir häufig gestellt wird.


Wie kommst du darauf dir einen Pitbull anzuschaffen?


Dazu kann ich nur sagen, ja es ist mein erster eigener Pitbull aber ich habe schon mehrfach Erfahrung im Umgang mit Pitbulls gemacht. Schon lange war ich aktiv im Tierschutz unterwegs.

Als Kind bin ich teilweise auf einer Schäferhundzucht aufgewachsen und dann habe ich 2015 während 6 Monate einen Hunde-Resozialisierungsschein in Frankreich absolviert.

Dieser erlaubt mir, schwer resozialisierte Hunde zu trainieren und weiterzuvermitteln. Familien zu finden, warme Plätze zu sichern und kein Leben im kalten Zwinger.


Diese Erfahrung war hart, hat mir aber gezeigt wie wichtig es ist, sich für diejenigen, die keine Stimme haben einzusetzen.
Unter den 200-220 Hunden, die es dort gab, sind immer die selben Rassen im Zwinger geblieben. Meistens fanden die Welpen/Neuankömmlinge schneller neue zu Hause als alle Hunde, welche den Titel ‚Listenhund‘ trugen.


Es hat mich zu riefst verletzt wieviele Menschen sich von Titeln, welche der Mensch erschaffen hat, einschüchtern lassen. Ohne das Tier auch nur anzuschauen entschieden sich die meisten instinktiv für eine ‚umgängliche‘ Rasse. Ich kann nur sagen, dass da der Ursprung meiner Liebe zu Listenhunden aufkam.


Ich kümmerte mich 6 Monate intensiv um die kategorisierten Hunde. Dogo Argentinos, Amstaffs, Pitbulls und Cane Corsos. Es war herzzerreißend was diese Tiere schon durch Misshandlung , etc. durchmachten und vertrauten mir trotzdem (nicht ganz auf Anhieb) aber zum Schluss hin umso mehr.


Seitdem wusste ich, es muss was an der Ansicht, wie man diese Hunde sieht geändert werden. Menschen müssen aufgeklärt werden, dass nur weil sie als gefährlich eingestuft werden, nicht zwingend gefährlich sind.



Hasse sie nicht, nur weil du Angst vor ihnen hast. Verurteile sie nicht, nur weil du sie nicht kennst.

Reisen mit Pitties

Anders aber nicht unmöglich.

Wir lieben das Reisen. Wir lieben das Leben auf der Straße, unterwegs mit dem Auto.

Wir werden dementsprechend häufig gefragt, wie es denn ist, mit unseren Hunden zu reisen.

Gerade bei dieser Rasse, die europaweit auf unter die sogenannte „Listenhund“-Kategorie fällt, muss man ein paar Dinge mehr beachten, als bei anderen Rassen..

Doch welche Rassen fallen genau in Europa unter diese Kategorie?

Als Kampfhunde gelten auch Mischlinge, die aus Kreuzungen mit diesen Rassen entstanden sind.

  • American Staffordshire Terrier.
  • Bullterrier.
  • Pitbull Terrier.
  • Bullmastiff.
  • Staffordshire Bullterrier.
  • Cane Corso.
  • Dogo Argentino.
  • Bordeaux Dogge.

Erst einmal verpflichten sich Halter eines dieser Rassen dazu, die Sicherheit der Gesellschaft zu gewährleisten. Dies soll bedeuten, dass wir versichern, unseren Hund unter Kontrolle zu haben.

Dies bedeutet, dass wir ohne bestandenen Wesenstest nicht ohne Maulkorb das Haus verlassen dürfen. Dies bedeutet, dass unser Hund nicht aggressiv gegenüber Mensch oder Tier ist.

Natürlich solltest du dich immer im Vorfeld informieren, was das Land, oder die Stadt welche du bereisen möchtest für Vorschriften hat bezüglich Listenhunden.

Einige Länder und Städte verbieten die Einführung dieser Rassen komplett. Andere wiederrum haben konkrete Vorschriften, bezüglich der Haltung oder der Führung dieser Hunde. Und wieder andere Länder wie zum Beispiel Norwegen und Belgien haben vollständige Leinenpflicht. Egal wo, egal wann.

Meiner Meinung nach, sollte jeder Besitzer eines Hundes die Sicherheit gewährleisten müssen. Leider erlebe ich zu häufig, dass gerade kleine Hunde weniger gut erzogen sind wie große Hunde.

Als Besitzer eines so genannten Listenhundes ist man auch verpflichtet, immer den gültigen Hundeausweis mit sich zu führen. In einigen Ländern, haben beispielsweise Polizisten die Befugnis, das Tier dem Besitzer zu entreißen, falls dieser den Ausweis seines Hundes nicht mit sich führt.

Also informiert euch immer im Vorfeld genau über die aktuelle Gesetzgebung, damit euch solch ein Horrorszenario nie passieren wird.

Diese Fotos sind beispielsweise am Meer an der holländischen Küste entstanden. Dies ist ein spezieller Hundestrand. Doch auch dort dürfen wir unsere Hunde nicht frei laufen lassen. Die Rasse erlaubt es uns einfach nicht. Das bedeutet, wir dürfen sie nur mit Schleppleine ins Meer lassen.

Wir sind also meist mit Hundeausweis und Maulkorb bewaffnet unterwegs, lassen uns aber den Spaß am Leben und am Reisen nicht nehmen.

Unsere Hunde gehören zu uns wie Körperteile. Dies bedeutet, wir wollen ihnen den selben Spaß gönnen, wie uns selber auch.

Wohnungssuche mit Pitbulls – ein Ding der Unmöglichkeit

Seit Monaten suchen wir ein Dach über dem Kopf vorzugsweise mit Garten im Raum Aachen/Belgien.

Ich bin geschockt über die vielen Vorurteile der Vermieter. Nach gefühlten 100 Telefonaten und dutzenden Besichtigungen immer die selbe Reaktion:


Ohne die Hunde zu kennen gefriert ihnen schon das Blut in den Adern, wenn man die Rasse nennt.


So langsam verzweifeln wir wirklich und es macht mich total traurig zu merken, dass außerhalb unserer Community kaum Toleranz für ‚Listenhunde‘ herrscht.


Die Enttäuschung, dass die Vermieter nicht mal bereit sind die Hunde kennenzulernen bevor sie direkt Nein sagen ist sehr groß.
Jeder hat das Recht selber zu entscheiden wen er sich in die Wohnung holt, keine Frage. Aber direkt mit Vorurteile gegenüber den Hunden an die Sache ranzugehen ist ein Unding.


Wie soll man beweisen, dass es funktioniert, wenn man nicht wirklich die Chance dazu bekommt?

Ich frage mich warum es in der menschlichen Natur liegt, ständig nach dem Äußeren zu urteilen..