FUSION

Es ist vollbracht.

Nach Wochen langen Bemühungen ist es fast geschafft. Meine Fotografie Website und mein Blog sind ineinander verschmolzen.

Es hat so unglaublich viel Kraft und Mut gekostet mein Fotografie Business wieder aufzubauen und ich bin nun, rückblickend betrachtet so unglaublich stolz auf das, was ich geleistet habe.

Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen.

Eine neue Reise beginnt.

Neue Ziele gesetzt.

Oft legt man sich aus Angst zu versagen selber so viele Steine in den Weg. Manchmal werden einem die Steine von jemand anderem in den Weg gelegt. Und dann gibt es noch die höhere Gewalt, die einen Fels vor deine Nase schiebt, so groß, dass man sich kaum traut ihn zu überwinden.

Ja, es gibt viele Gründe es nicht zu tun. Doch es gibt noch mehr Gründe es zu wagen.

Denn wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

So, nach meinem ganzen „ hab – doch – Mut –„ Gedanken zurück zum Wesentlichen.

Wie ihr vielleicht schon gesehen habt gibt es auf meiner Seite nun eine Kategorie mehr.

Unter dem Header „Photography“ könnt ihr jetzt auch meine fotografischen Arbeiten entdecken.

Hier ein kleiner Einblick was euch in der neuen Rubrik erwartet.

Ich freue mich über jeden einzelnen Besucher.

Viel Spaß beim Durchstöbern.

C I A O 2 0 2 0

Was soll ich da sagen? Neues Jahr, neues Glück.

Da mir dieses Jahr eher wie eine Sendepause vorkam, wird es Zeit das kommende Jahr mit noch mehr Energie zu beginnen.

Es war ein sehr emotionales und ereignisreiches Jahr. Es gab viele Höhen, jedoch auch viele Tiefen.

Ein ständiges Wechselbad der Gefühle.

Der Januar begann mit einem unerwarteten, positiven Schwangerschaftstest.

Gefolgt von einer Monate langen Wohnungssuche und der Angst, meine Oma zu verlieren.

Auch zu dem Thema Wohnungssuche gibt es schon einen Artikel auf meinem Blog. Mit zwei Pitbulls und einer Katze war das nicht wirklich einfach.

2019 schon hatte meine Oma Brustkrebs diagnostiziert bekommen.

2020 lag sie dann wegen einer Lungenembolie ewige Zeit im Krankenhaus.

Es war, als würde man mir den Boden unter den Füßen weg reißen.

Stark wie sie ist, hat sie den Kampf überstanden.


Der erste Lockdown wurde dann auch überstanden und ich musste mit der stetigen Veränderung meines Körpers klarkommen.


Tausende von Kilometer wurden dieses Jahr spaziert. Tausende Tränen geweint.

Etliche Male wurden Tränen gelacht und hunderte Nächte lies das Gedankenkarussel mich wach liegen.

Die Vermissung von meinem Papa war hoch 1000 und die geplante Reise im April musste leider abgesagt werden.

Der Virus hatte unsere Gesellschaft komplett im Griff.


Schachmatt, für uns alle.

Eine wahre Erholung für die Erde.

Den Sommer hochschwanger verbracht, körperlich an jede erdenkliche Grenze gegangen und psychisch versucht nicht einer Depression wegen Einsamkeit zu verfallen.

Eine heftige Auseinandersetzung mit einem Schattenerlebnis meiner Vergangenheit. Diese Konfrontation war unabdingbar und musste, um eine entspannte Geburt zu gewährleisten, verarbeitet werden.

Mentale Vorbereitung auf die bevorstehende Geburt.

Und im Endeeffekt doch alles anders, als man dachte. Wegen der Gestose wurde ein Kaiserschnitt drei Wochen vor errechneten Termin gemacht.


Schnitt für Schnitt Richtung Babyglück.

Und dann hielt ich sie in meinen Armen. Mein Glück.
Mein Ein und Alles.

Doch wie beschissen kann es sein, dass ein kleines Baby die Welt um sich herum mit Maske kennenlernt?

Hunderte von Stunden habe ich meine Kreativität neu aufleben lassen. Endlich konnte ich wieder Dinge tun, die ich während der Schwangerschaft nicht durfte.

Nachdem ich mich erholt habe und mich als Frau und Mutter wieder gefunden habe, habe ich meine Selbstständigkeit wieder in Angriff genommen.


Mit Erfolg.

Ich habe meine Passion wieder zum Beruf gemacht und war schon überrascht, wie schnell ich doch wieder einen Fuß gefasst hatte.

Wie schon gesagt, dieses Jahr war voller Höhen und Tiefen. Voller Erfolge und Ängsten.

Ich verabschiede dich also mit einem weinenden und einem lachenden Auge 2020.

Trotzdem kriegst du von mir einen gepflegten Mittelfinger und ein kleines Küsschen.

Du hast mir die Liebe meines Lebens geschenkt aber auch viele Opfer dafür eingefordert.

Bye, 2020.

DIY – How to Klopapierrolle

Es ist eine super schnelle und einfache Bastelidee mit Kindern und macht auch als Erwachsene tierisch Spaß.

Man hat schnell etwas kleines hübsches kreiert ohne 1000 Sachen und Stunden der Mühe.

Alles was du dafür brauchst sind eine Schere, Kleber und eine Menge Klopapierrollen.

Gegebenenfalls kannst du noch Sprühlack hinzunehmen.

Für einen Stern benötigst du circa zwölf Klopapierrollen.

Los geht’s

1. Plattmachen

Du nimmst dir deine Klopapierrolle und presst sie, so dass sie zwei Kanten bildet.

Dies wiederholst du mit allen Rollen die du hast.

2. Schnipp-Schapp

Wenn du damit fertig bist, schneidest du dir circa 1 cm breite Streifen zurecht.

Das machst du mit allen Klopapierrollen.

3. Falten

Jetzt faltest du deine Streifen in der Mitte. So dass zwei kleine Flügel entstehen.

Das machst du nun ganz zwölf mal.

Jetzt nimmst du dir vier von den vorbereiteten Flügeln. Du klebst diese am unteren Stück zusammen.

Drücke sie ruhig richtig platt, damit der Kleber sich gut verteilt und hält.

Du erhältst also einen kleinen Ministern.

Immer wieder kannst du sie dir noch mal schön mandelförmig zurecht drücken.

Du nimmst dir jetzt wieder die großen anfangs zurecht geschnittene Streifen zur Hand.

4. Vergrößern

Jetzt vergrößern wir den Stern. Dafür benötigst du 8 Streifen.

Die großen Streifen klebst du nun zwischen jeden zweiten Flügel des kleinen Sterns.

Einfach ein wenig Kleber auf jede Seite des Streifens und in den Kleinen schieben.

Deine erste Vergrößerung ist schon fertig.

Am Schönsten sieht es aus, wenn du wirklich alle Streifen in exakt 1 cm breite Streifen geschnitten hast, wie anfangs empfohlen.

Das lässt das Ganze sauberer wirken.

Nachdem das getrocknet ist klebst du die restlichen Streifen in die restlichen freien Stellen.

Nun hast du zwischen jedem Flügel ein Streifen.

5. A star is born

Jetzt benötigst du acht gefaltete Flügelchen.

Die selben, welche du anfangs genommen hast, um den kleinen Grundstern zu basteln.

Diese befestigst du nun zwischen den großen Streifen.

Dein Weihnachtsstern ist nun fertig.

Drücke dir alles noch mal schön rundlich zurecht, damit die Mandelform erhalten bleibt.

6. Bling Bling Baby

Ich habe mich noch dafür entschieden, die Karton Optik mit einem goldenen Lack zu übersprühen.

Natürlich kann man das Ganze auch wahlweise mit Glitzer machen.

Der Sprühlack verleiht dem Ganzen noch mal etwas edeleres.

Solange man das Material nicht ertastet, ist von Weitem mit bloßem Auge kaum erkennbar, dass das Ganze aus Klopapierrollen besteht.

Wenn man sich einen Faden durchzieht, wirkt es auch hängend sehr schön

Flasche vs. Stillen

Oder doch einfach beides?

Heute genau auf den Tag bist du drei Monate alt. Gestern war es soweit. Das erste Mal Fläschchen geben.

Doch es war alles andere als anfangs gewollt. Ich habe die ganze Zeit voll gestillt. Bis gestern.

Lasst mich alles von Anfang an erklären.

Noch in der Schwangerschaft habe ich gedacht, dass ich es nicht schaffen würde länger als eine Woche oder zwei zu stillen. Ehrlich gesagt habe ich auch damit gerechnet, dass meine Brust viel zu empfindlich sein wird um überhaupt zu stillen. Umso glücklicher war ich natürlich, zu merken, dass es doch reibungslos funktioniert.

Ich hatte keinerlei Probleme dich mit meinem eigenen Körper zu ernähren. Hatte auch genug, um dich tagtäglich mehrfach satt zu kriegen.

Der Rhythmus war anfangs schon wirklich angenehm. Zu Beginn waren es 3 Stunden, dann wurden es schnell vier oder sogar nachts 5 Stunden.

Doch vor circa zwei Wochen wurde dann alles anders. Du wurdest richtig motzig. So, wie ich dich eigentlich nicht kenne.

Ich wusste nicht genau was los war. Woher auch? Ich bin auch zum ersten Mal Mama. War es vielleicht ein Schub? Oder war es doch die Projektion meines Stresses auf dich?

Ich konnte es mir anfangs nicht erklären.

Nach tagelangem Kampf mit dem Stillen wurde ich dann auch richtig frustriert.

Meine Nerven lagen blank.

Du fingst an nach dem Essen zu weinen. Selbst mit der Brust im Mund schriest du noch weiter.

Lange Zeit bin ich davon ausgegangen, dass es, wie vorher auch das Bauchwehmonster war, welches dich so plagte.

Dann wurde es mir doch ziemlich klar. Ich, die anfangs Unmengen Milch produziert hatte, hatte anscheinend doch nicht mehr genug um dich satt zu kriegen.

Das zerbrach mir wirklich das Herz!

Es fühlte sich so an, als hätte ich versagt. Als hätte mein Körper versagt.

Nachdem es mir vor zwei Tagen wie Schuppen von den Augen fiel, bin ich am nächsten Morgen direkt zur Kinderärztin.

Diese bestätigte mir dann, dass du auf zwei Wochen circa 500g abgenommen hast. Ein ganz klares Zeichen, dass du nicht genug zu essen bekommen hast.

Ich war wirklich emotional am Ende. Zur gleichen Zeit aber auch glücklich, dass ich endlich den Grund deines Leidens bestätigt bekommen habe.

Zeit etwas zu ändern.

Jetzt stille ich weiterhin, was ich kann. Das, was mein Körper noch fähig ist zu geben. Den Rest füttere ich nun bei.

Ein ständiger Wechsel zwischen breastfeeding und Fläschchen geben.

Heute sehe ich das ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Traurig darüber, dass es doch schneller vorüber gegangen ist als gewünscht.

Und doch glücklich darüber, dass du endlich wieder zufrieden ins Milchkoma fällst.

Wishes for you

Zu Hause ist, wo du bist.


Ich werde dir jeden Weg der Menschlichkeit zeigen. Dich unterstützen in allem, was dir Spaß macht.


Werde dir beibringen, was Gerechtigkeit bedeutet und wie es sich anfühlt Nächstenliebe zu vermitteln.

Ich will dir Tierliebe ans Herz legen und klar machen, dass jeder Mensch eine Chance verdient hat.


Aber auch die Vorsicht, gefährliche Menschen nicht in dein Herz zu lassen.

Du sollst eine starke Frau werden, die keine Angst hat, ihre Meinung in die Welt zu brüllen.

Ich möchte dir eine offene Welt gestalten, ohne Hass. Zeigen, dass wir unsere Um- und Mitwelt respektieren müssen. Dass jeder kleiner Schritt eine große Konsequenz mit sich zieht.

Ich möchte dir beibringen, dass du mehr bist als das, was nur ein Einzelner von dir denkt.

Toleranz und Mitgefühl sollen deinen Weg immer begleiten.
Selbstbewusstsein und Akzeptanz deinen Weg ebnen.

Ich will dir in jedem Atemzug vermitteln, wie besonders du bist.

Ich freu mich auf deine Zukunft. Auf unsere Zukunft. Mit allem was noch kommt.

Denn du hast mir gezeigt, was Liebe wirklich bedeutet.

Ich liebe dich, Fiona.

Deine Mama

Vegetarisch leben

Dieser Artikel wird mein gesamtes Wissen, welches sich auf die zehn Jahre gesammelt hat, zusammenfassen. Ich rede über meine Einstellung, wie es dazu kam und wie es sich so als Vegetarierin lebt.

Nimm dir eine Tasse Kaffee oder Tee in die Hand, lehn dich zurück und genieße das Lesen.

Wie alles begann ..

Als ich eine Dokumentation aus Indien sah, ging es um hungernde Kinder vor einem prallen Sojafeld. Der Reporter fragte, warum sie nichts zu essen bekommen würden, da es hier offensichtlich keinen Mangel gab. Die Antwort war: „Dieses Soja können wir uns nicht leisten, denn das geht alles nach Europa.“

Dann wurde erklärt, dass genau dieses Soja als Futtermittel für unsere Massentierhaltung gedacht war.

Das bedeutet: Tausende Kinder verhungern am Tag, weil wir unsere Gier nach dem Fleisch nicht ablegen können. Zwischen dem Leiden der Tiere und dem Leiden der Menschen besteht keine große Kluft, da alles genaustens miteinander verknüpft ist.

Dies habe ich sehr früh begriffen. Unabhängig von der Tatsache, dass mir Fleisch nie wirklich schmeckte fand ich es auch eine ethische Pflicht mein Fleisch zu essen.

Ich war 15 Jahre alt als ich mit dem Lebensstil anfing. Komplett umgestellt war ich dann mit 16. Damals wurde man nicht Vegetarierin aus reiner Modeerscheinung so wie heute. Man wurde es aus Überzeugung und in meinem Fall dem Fakt, dass ich bis auf Pute generell kein Fleisch mehr aß.

Schweinefleisch und Fisch beispielsweise schmeckten mir noch nie. Schon als Kind fand ich den äußerst scheußlichen Geschmack abstoßend und der Geruch lies mich die Flucht ergreifen.

Pute aß ich zugegebenermaßen gerne. Das war’s dann aber auch schon. Also wieso nicht ganz verzichten?

Warum ist es in unserer Gesellschaft überhaupt so normal unsere Gerichte rund ums Fleisch aufzubauen? Gab es schon vor dem 21. Jahrhundert Vegetarier? Wieso enthalten Eltern den Kindern vorsätzlich vor woher ihr Fleisch auf dem Teller stammt? Warum kaufen wir Fleisch aus der Massentierhaltung günstiger als es Katzenfutter ist?

Dies behandle ich jetzt einmal kurz Schritt für Schritt.

Quelle Google

Erziehung zum Fleischessen

Die Kinder erben die schlechten Gewohnheiten der Eltern. Sie übernehmen gewisse Essens- und Lebensmuster, welche die Erwachsenenwelt ihnen vorlebt. Diese Kinder geben dies wiederum ihren Kindern weiter. So durchbricht man diesen Teufelskreis nie.

Alle Kinder kennen wohl ein Huhn oder eine Kuh auf einer Wiese. Doch wie es in der Realität aussieht, um unser Fleisch zu bekommen, wird ihnen meistens enthalten.

Wir sind halt moderne Konsumenten, die landwirtschaftliche Produkte generell nur aus der Verpackung kennen.

Aber ganz so ist es ja nicht, denn über die Herkunft von Eiern und Milch, Getreide und Kartoffeln, können sich die Kinder in jedem Bauernhof-Bilderbuch informieren. Sie kennen alles, von der Melkmaschine bis zum Mähdrescher.

Vom Tiere-Töten ist jedoch nirgends die Rede.

Eine kollektive Verdrängung schrecklicher Tatsachen! Die meistgebrauchte Ausrede „Irgendwann werden die Kinder schon darauf kommen, so wie sie irgendwann darauf kommen, dass es den Weihnachtsmann in Wirklichkeit nicht gibt.“

Doch ist es nicht das Recht der Kinder zu erfahren, dass ein Lebewesen sterben muss, bevor es auf dem Teller landet? Die meisten Kinder werden in dem Glauben aufgezogen, dass Fleisch überlebenswichtig ist.

Die Weltgesundheitsorganisation klassifiziert verarbeitetes Fleisch sogar als Gruppe eins der Karzinom Gene, das ist die gleiche Gruppe wie Zigaretten, Aspest und Plutonium.

Wenn es also gleichgesetzt wird mit Zigaretten, wie kann es dann legal sein Kinder daut zu ernähren? Die Lebensdauer eines Kindes welches an Diabetes leidet wird um 19 Jahre verkürzt. Ist es also nicht genau genommen eine Frage von Leben und Tod.

Hinter den meisten Kindertrickfilmen verbirgt sich jedoch eine Moral, die den Kindern dieses Problem humorvoll beibringen soll.

Überleg mal… Was macht Popay stark? Spinat oder Fleisch?

In “Findet Nemo” zum Beispiel wird gerade das Fische- Essen als verwerflich dargestellt. Zugegeben wird dies in sehr lustiger Form übermittelt. Versuchen doch die Haie in einer Selbsthilfegruppe zu Vegetariern zu werden und ermahnen sich gegenseitig mit ihren Erkan und Stefan-Stimmen: “Vergiss nicht, Fische sind Freunde, keeeeeeiin Futter!” Was so ein Hai ansonsten essen sollte, wenn ihn der Jagdtrieb packt, lässt der Film offen.

Früher wurden noch explizit Menschen, die Tiere töten, zu Bösewichten erklärt, wie die Jäger in “Bambi” und “Cap und Capper” oder die unsympathische, reiche Zicke, die sich nach einem Pelzmantel aus “101 Dalmatinern” sehnt.

Doch die Wahrheit, wie es im echten Leben läuft verheimlichen wir unseren Kindern meist. Meiner Meinung nach darf man Kindern diese Grundlage unseres täglichen Essens nicht verbergen. Der Schock ist nachher umso größer. Warum sie solche Filme gucken lassen und ihnen gleichzeitig am Esstisch unsere eigenen Ernährungsgewohnheiten verheimlicht.

Sich plötzlich auf der Seite der Bösewichte wiederzufinden, das wär doch wie in diesen Psychothrillern, wo der Detektiv am Ende merkt, dass keiner als er selbst der Täter ist.

Das ist doch traumatischer als alles andere .. Die Kinder sollten von Anfang an wissen, was dieses Steak auf ihrem Teller durchmachen musste, um dort hinzugelangen.

Eine der meistgehandelten Fragen in meinem Leben als Vegetarierin: musst du kein Fleisch essen um Proteine zu bekommen?

Head shot! Ehrlich? Erstens, alle Proteine werden ursprünglich von Pflanzen hergestellt!

Ausnahmslos ALLE!

Es ist nicht nötig tierisches Gewebe zu essen um Proteine zu erhalten. Nur Pflanzen haben die Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft aufzunehmen, sie zu spalten, und den Stickstoff in Aminosäuren einzuverleiben, damit Protein entsteht. Jedes Protein, was du denkst aus Tieren zu bekommen sind lediglich wiederverwertete Pflanzenproteine.

Für unseren Organismus sind pflanzliche Proteine viel gesünder. Denn unser Körper kann direkt pflanzliche Proteine viel besser verarbeiten als tierisches. Der nötige Proteinwert bei Fleischessern ist fast doppelt so groß und daher gesundheitsschädigend. Doch die Ballaststoffe, welche eigentlich noch viel wichtiger sind als Proteine, sind nur halb so hoch als notwendig. Also sollte die Frage nie lauten woher bekommst du deine Proteine? Sondern woher bekommst du deine Ballaststoffe?

Die ersten Vegetarier waren keine weltabgewandten Rohköstler, sondern Pioniere der modernen Öko-Bewegung.

Damals wurde der Vegetarismus als exotisches Randphänomen bezeichnet, heutzutage zieht er viele Anhänger mit sich. Die Idee von Pythagoras zur fleischlosen Ernährung geht auf das 6. Jahrhundert vor Christus zurück.

Aus diesem Grund wird der Vegetarismus heute noch als „pythagoreische Ernährung“ bezeichnet. Ein weiterer bekannter Vegetarier war Jean-Jaques Rousseau, der im Zeitalter der Aufklärung den entscheidenden Impuls dieser Bewegung lieferte. Sein Ideal war ein naturgemäß geführtes Leben mit Pflanzenkost, welches um ein Vielfaches reiner und schöner ist als die Fleischnahrung.

Die Anfänge der vegetarischen Idee in Deutschland fallen mit dem Scheitern der Revolution (1848/49) zusammen. Da freies politisches Engagement nicht möglich war, mussten die Menschen anderweitig die Gesellschaft verändern.

Gustav Struve, ein Rechtsanwalt und Publizist, gründete nach seiner Rückkehr aus dem amerikanischen Exil (1868) mit Gleichgesinnten einen vegetarischen Verein in Stuttgart, der bis heute noch besteht.

So machte er auf die fleischlose Ernährung in Deutschland aufmerksam.

Zur Zeit der solzialreformischen Bewegung in Deutschland galt der Fleischkonsum als Statussymbol, und daher erwies es sich als schwer, Anhänger zu finden. Der bedeutenste Theoretiker und Organisator der vegetarischen Bewegung in Deutschland ist bis heute der freireligiöse Pfarrer Eduard Baltyer.

Damals wie heute werden Anhänger des Vegetarisumus als Sonderlinge und Grasfresser nur verlacht und überhaupt nicht angehört.

Doch der Mensch hat als einziges Lebewesen die Möglichkeit zur freien Wahl und kann sich bewusst auf ein naturnahes Leben besinnen.

Wer auf Fleisch verzichtet gehört weiterhin der Minderheit an, während die Fleischindustrie Ausmaße angenommen hat, bei deren Anblick die vegetarischen Propagandisten sich im Grabe herumdrehen würden und welche aus ethischer Sicht absolut nicht mehr vertretbar sind.

Es ist nicht verantwortungsvoll, über unser „gutes“ Verhältnis zu Tieren zu diskutieren und gleichzeitig auf ihnen herumzukauen.

Massentierhaltung

Das Tier als Industrieprodukt

Wir haben heutzutage eine gesichtslose Industrie, die eine gesichtslose Masse von Individuen tötet – Sekunde für Sekunde.

Die aus ihren Körpern produzierten Waren werden an eine gesichtslose Masse von Konsumenten verkauft. Ich denke, man kann von jedem verantwortungsbewussten Menschen verlangen, dass er dieses gesellschaftliche Prinzip zumindest durchschaut.

In Deutschland wurden 2019 ca 12 Milliarden Tiere geschlachtet. Stell dir diese Menge mal vor.. es geht gar nicht. 12 Milliarden ist eine unwirkliche Zahl, welche keine Imagination der Welt ausführen könnte.

Die Einführung nur eines vegetarischen Wochentags in unserer Gesellschaft kann dazu beitragen, dass 1,7 Millionen Tiere verschont bleiben.

Diese Anzahl hat der VEBU im letzten Jahr berechnet. Er bezieht sich dabei vor allem auf Quellen des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

Hinzu kommt die wenige Transparenz in der Massentierhaltung. Sämtliche Medikamente und Hilfsmittel sind erlaubt.

Zum Gebrauch von Antibiotika:

Quelle Google

Die Pharmaindustrie verkauft 80 % ihrer Antibiotika, die sie herstellen, an die Lebensmittelindustrie.

In Deutschland wurden im Jahre 2019 rund 3000 Tonnen Antibiotika in der Nutzviehhaltung eingesetzt.

Zum Vergleich: In der Humanmedizin waren es 600 Tonnen. Medikamente dienen nicht mehr zur Heilung kranker Tiere, sondern stabilisieren lediglich ihr defektes Immunsystem bis zur Schlachtung.

Fleisch enthält nicht nur gesättigte Fettsäuren sondern auch Spuren von Chemikalien, Medikamenten und krebserregenden Stoffen.

Dieser Cocktail setzt sich selbstverständlich im Fleisch ab. Jeder der daran zweifelt, läuft in meinen Augen mit Scheuklappen durch die Welt. Dieses Fleisch wird wiederum vom Konsumenten verzehrt.

In der Fleischindustrie werden heutzutage mindestens 450 verschiedene Medikamente eingesetzt. Entweder alleine oder in Kombination. Die Tiere bekommen sie aus verschiedenen Gründen doch nur wenige davon sind der Gesundheit des Konsumenten zuträglich.

Zusammenhang Krankheiten und Fleisch essen

Die WeltgesundheitsOrganisation hat 2018 endlich wissenschaftlich bewiesen, dass das Krebsrisiko zu 18 % steigt, wenn man häufig verarbeitetes Fleisch ist. Nur zur Information: verarbeitetes Fleisch bedeutet Aufschnitt, Steak, Hot Dog und eigentlich fast alles was ich so auf den Tellern meiner carnivoren Mitmenschen sehe. Diese Studien gibt es bereits seit über 50 Jahren.

Der Kardiologe, Dr. Joel Kahn, sprach mal in einem Interview darüber, dass fast 70 % der Todesfälle folgen von Diabetes, Arthritis, Herzerkrankungen, Fettleibigkeit und Krebs sind und durch die Ernährung vermeidbar wären.

Kinderärzte sprachen darüber, dass Kinder schon im Alter von zehn Jahren verstopfte Arterien haben.

Jedes siebte Kind in Deutschland leidet bereits unter Diabetes.

Jede dritte Schwangere sogar unter Schwangerschaftsdiabetes. Verantwortlich dafür ist eine fleischhaltige Ernährung.

Der Forscher für Ernährung Dr. Neal Barnard, redet ganz offen über das Thema Diabetes. Diabetes wurde nie durch den Verzehr einer Kohlenhydraternährung verursacht. Genauso wenig durch Zucker: Diabetes entsteht durch fettreiche Nahrung, ganz klar durch eine fleischhaltige und Tierfett basierte Ernährung.

Zucker ist nicht gesund. Es hat keine Nährstoffe aber Unmengen Kalorien. Keine Frage!

Doch es ist beispielsweise nicht der Zucker in den Keksen der uns Diabeteskrank macht. Nein es ist die Butter und somit das tierische Fett im Keks was zu Diabetes führen kann.

Diese Fokussierung auf den Zucker hat Schweinefleisch, Milchprodukte und tierische Fette aus dem Blickfeld genommen.

Totes Fleisch enthält Bakterien, welche Toxine erzeugen. Wenn wir das Essen kommt es innerhalb von Minuten zu einer Entzündung im System unseres Körpers welche die Arterien leicht lähmt. Diese Arterien versteifen sich, sind unfähig sich zu entspannen. Der Schaden entsteht also nicht unbedingt Jahrzehnte später, sondern findet genau in diesem Moment im Körper statt.

Was hat es also nun mit der Aussage auf sich, dass weißes Fleisch gesünder ist? Hühnchen wird bei der Verarbeitung Salzwasser injiziert, welches wiederum bis zu 800 Milligramm Natrium enthält. Heterozyklische Amine sind eindeutige Krebserreger und können sich in JEDER Art von Fleisch bilden. Ob weiß, rot, gebraten, erhitzt oder Sonstiges. Grade in Hühnchen wurden diese krebserregenden Stoffe erprobt. Also ist die Aussage, dass Huhn gesünder wäre ist einfach nur lächerlich.

Etwas das weniger giftig ist macht es nicht gleich gesund. Es ist nur weniger giftig.

Bedingungen in der Haltung

Die Tiere leben in ihrem eigenen Kot. Sie liegen neben Tieren, die krank oder sogar tot sind. Sie stecken in diesen Käfigen fest, Bakterien verbreiten sich und unter diesen dreckigen Bedingungen entstehen Krankheitserreger, die gegen Antibiotika resistent sind. Da die Tiere resistent gegen das Antibiotika werden, verabreichen die Halter neue Medikamente. So kommt es zu mindestens 450 verschiedenen Medikamenten, welche heutzutage in der Fleischindustrie genutzt werden.

Doch keines dieser Medikamente wurde auf ihre Verträglichkeit für den Menschen getestet.

Vegetarisch leben in der Schwangerschaft

Zig Leute haben mich gefragt wie ich es als Schwangere verantworten kann kein Fleisch zu essen. Zum einen habe ich Mitleid mit diesen Menschen und zum anderen muss ich einfach nur lachen.

Meiner Meinung nach sollte jeder wissen dass Fleisch einen hohen Anteil Dioxin enthält. Das Dioxin sammelt sich in Fett an. Also jeder der Fleisch oder Essen auf einer Tierfett basierten Nahrung zu sich nimmt bekommt diese Dosis an Dioxin ab.

Männer können Dioxine gar nicht ausscheiden. Frauen nur in dem sie ein Baby bekommen.

Zum einen wandert das Dioxin über die Plazenta an das heranwachsende Kind und zum anderen kommt es mit der Muttermilch hinaus.

Wenn die Mutter sich also mit Fleischprodukten ernährt, werden diese Giftstoffe beim stillen oder während der Schwangerschaft direkt auf das Kind übertragen.

Schwangeren Frauen wird gesagt sie sollen auf bestimmte Fleischsorten und Fisch verzichten.. warum bloß? Na wegen der Giftstoffe und erhaltenen Hormone! Diese Faktoren führen zu Anomalien, Entwicklungsproblemen und gesundheitlichen Schäden, die sich sofort auf den Fötus übertragen.

Es macht mich echt stutzig wie viele Leute mir Ratschläge geben wollten in dem sie fragten ob ich nicht besser Fleisch essen soll, schließlich sei ich doch schwanger. Was ist das bitte für eine Aussage ? Wer wird die Schadstoffe da drin wohl abkriegen? Richtig, mein Baby. Mein Baby in vollster Entwicklungsphase. Nein danke.

Tierfutter enthält eine hohe Menge an Antibiotika, Hormone (Wachstumshormone oder Sexualhormone) und Steroide. Masttiere werden hauptsächlich mit Gen verändertem Mais und Soja gefüttert, welche beide eine hohe Belastung an Pestiziden haben. All das wirkt sich auf das Ungeborene aus, sobald sich die Mama davon ernährt.

Selbst „BIO“ Fleisch wird nicht helfen alle Schadstoffe zu filtern.

Im Endeeffekt haben die Verbraucher keine Ahnung was sich genau in dem Fleisch befindet, was sie verzehren.

Zusätzlich habe ich regelmäßig Blutabnahmen gemacht. Diese bestätigten, dass ich auch während der Schwangerschaft keine einzigen Mängel aufwies. Dementsprechend sollte ich weder auf Fleisch umsteigen noch irgendeine Art von Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehmen.

Ich kann wirklich gut verstehen, wieso Leute es als schwer empfinden sich auf eine vegetarische Lebensweise umzustellen.

Jeder redet andauernd von Verzicht. Verzicht bedeutet ein Verlust von etwas. Verzicht bedeutet, dass man irgendetwas nicht haben kann. Doch das ist in meinen Augen schon der falsche Ausdruck. Kein Fleisch zu essen bedeutet nicht auf etwas verzichten zu müssen. Es bedeutet bewusst zu essen.

Jedes tierische Produkt kann durch eine rein pflanzliche Ernährung ersetzt werden.

Alles aber auch wirklich ALLES was im Fleisch (in seiner Ursprungsform) enthalten ist, kann man in der Pflanzenwelt wiederfinden. Also weshalb verzichten? Man sucht die Dinge nur wo anders.

Schlussfolgernd stellt sich mir nur die Frage, wenn Fleisch genau so krebserregend ist wie Zigaretten, warum stehen da nicht solche Warnhinweise auch auf Verpackungen von Fleisch? Ein Verbraucher mit gesundem Menschenverstand müsste wissen, dass Fleisch heute nicht mehr das selbe Fleisch ist wie vor 200 Jahren.

Die stärksten Tiere auf der Welt wie Nashörner, Gorillas oder Elefanten sind reine Pflanzenfresser. Also braucht mir kein Bodybuilder dieser Welt zu verzapfen, dass ein Mensch Fleisch braucht um stark zu sein.

Ob ich jemals wieder Fleisch essen werde? Alle Mineralien, Nährstoffe und Proteine kann man aus einer rein pflanzlichen Ernährung ziehen. Aus welchem Grund sollte ich also jemals wieder totes Tier essen?

Ich für meinen Part kann abschließend sagen, dass ich völlig zufrieden und glücklich mit meiner damaligen Entscheidung bin mich nur noch vegetarisch zu ernähren.

Ich habe sie keine Sekunde bereut. Ich würde mich immer wieder für die vegetarische Ernährung entscheiden. Da ich weiß, wie positiv es sich auf meinen Körper auswirkt.

Kritiker kann ich nur belächeln. Zehn Jahre des Vegetarier Daseins haben mich nur noch weiter bestärkt.

Weder vermisse ich das Fleisch noch habe ich den Eindruck auf etwas zu verzichten. Ganz im Gegenteil.

Durch diese Einstellung habe ich nur gewonnen. Unser Bewusstsein zu vergrößern ist nicht das Ende. Das ist der Anfang von allem.

Unsere Ernährung bestimmt unser Leben – bestimme du selbst! Du bist, was du isst.

Dokumentarfilme, welche das vegetarische Leben gut erklären und ich jedem Einzelnen nur nahe legen kann:

WHAT THE HEALTH?

Cowspiracy

Sea the Truth

Fat, Sick & Nearly Dead

Speciesism

Hope for All: Unsere Nahrung – Unsere Hoffnung

DIY – Wandvertäfelung an einem Tag

Heute war es dann endlich soweit. Die halbe Nacht habe ich überlegt, wie ich aus unserem äußerst hässlichen engen Flur endlich etwas schönes kreieren kann.

Unsere Wohnung ist schon sehr alt. Dementsprechend auch der Stil und die Böden. Mit vielen hellen Tönen und minimalistischen Akzenten versuche ich seit dem Einzug diese Wohnung etwas moderner zu gestalten.

Nicht falsch verstehen, ich mag unsere Wohnung. Etwas klein. Aber gemütlich und wohnlich.

Zurück zu meinem nächtlichen Gedankenkarussell.

Ich habe nicht viel Budget um den Flur Zu renovieren. Trotzdem wollte ich irgendetwas Einzigartiges schaffen

Wenn man bei uns die Wohnungstüre herein kam, sprang einem sofort eine äußerst billige, hässliche Steinoptik-Tapete ins Auge, welche der Vormieter uns hinterlassen hatte.

In der Mitte der Wand stand ein Schuhschrank, welche den Flur noch viel kleiner erscheinen ließ.

Definitiv nicht mein Geschmack !

Seit Februar ist diese Tapete ein Dorn in meinem Auge. Jedes Mal wenn ich rein komme und jedes Mal wenn ich schlafen gehe bekomme ich innerlich eine Krise.

Jetzt hat es mich endlich gepackt. Die Motivation, diese olle Wand umzugestalten.

Schon immer fand ich Vertäfelungen einer Wand extrem ästhetisch. Nur leider frisst dies normalerweise direkt Unmengen Geld und Zeit.

Ich schaute nach, wie ich am Einfachsten und Schnellsten ein sauberes und schönes Ergebnis erreichen konnte.

Nach einigen Recherchen auf der Obi Website hatte ich den ultimativen Plan.

10h morgens ging es dann los. Ausmessen, notieren und mit einen Kumpel im Schlepptau zu OBI.

Wie brauchten:

• 2x 3m als Kopf- und Fußleiste

• 5x 1,25mfür die senkrechten Balken

• 1x 3m als „Regalbrett“ oben drauf

• 1L Farbe für die Vertäfelung

Die Leisten haben wir schnell gefunden und zurecht schneiden lassen.

Einmal zu Hause haben wir erst mal das Holz mit einem Schwingschleifer bearbeitet und die Türen abgeklebt.

Danach habe ich mit einer weißen Wandfarbe diese hässliche Tapete abgedeckt. Diese Reste Farbe hatten wir noch vom Umzug über.

Danach haben wir begonnen die Holzverkleidung an die Wand anzubringen. Stück für Stück entstand eine Art Rahmen.

Ursprünglich wollte ich die Holzleisten nur an die Wand kleben. Da diese dann aber nur auf der Tapete kleben würden und mir das Ganze dann doch zu unsicher war, haben wir beschlossen sie doch lieber fest in die Wand zu bohren.

Nach 2 Stunden war die Wand weiß und der Rahmen fest.

Eine Stunde haben wir circa noch gebraucht die dunkle Farbe anzubringen und voilà.

Ein neuer Flur wurde zum Leben erweckt.

Das Ganze hat mich insgesamt nur 32€ gekostet.

Nun kann ich endlich durch den Flur hin und her wandeln ohne jedes Mal innerlich eine Krise zu bekommen. Es sieht sehr edel aus und wirkt einfach nur warm und wohnlich.

Innerhalb von einem Tag haben wir etwas ganz neues erschaffen. Der Raum wirkt sofort größer und der olle Fliesenboden wirkt richtig stylisch.

Kleines Budget – viel Effekt.

Was kann mein Baby?

Über die Sprachentwicklung, ihre Reflexe und Motorik, den körperlichen Zustand sowie die soziale und emotionale Entwicklung meines Babys.

Der erste Monat

Mein Baby kommuniziert, zeigt die ersten Reflexe und baut eine emotionale Bindung auf.

Für Neugeborene ist es eine enorme Leistung, sich auf die Welt „draußen“ einzustellen. Zu einer der wichtigsten Entwicklungen in Babys erstem Monat gehört es, soziale Bindungen aufzubauen – zu den Eltern und zu anderen wichtigen Menschen in seinem Umfeld.

Die körperliche Entwicklung

Fiona wächst sehr schnell. Trotzdem verliert sie nach der Geburt zunächst Gewicht. Das hat mich zuerst echt erschrocken.

Aber kein Grund zur Sorge! Dabei handelt es sich vor allem um das eingelagerte Fruchtwasser. Fiona hat ein Geburtsgewicht von 2780g. Nach Tag 4 nur noch 2420g.

Nach einigen Tagen hat dies ein Ende und sie nimmt endlich zu.

Sie trägt nur Konfektionsgröße 44. Mützen in Ihrer Größe zu finden ist sehr schwer, da ihr Kopfumfang nur 32 cm beträgt.

Motorik und Reflexe

Neugeborene sind Reflexwesen. Die Reflexe dienen dem Schutz des kleinen Neuankömmlings.

Im ersten Monat verfügt sie über folgende Reflexe, welche man auch genau beobachten kann: Saugreflex, Suchreflex, Moro-Reflex, Greifrreflex und Schreitreflex.

Saugreflex: Mein Baby umfasst mit den Lippen Finger oder Brustwarze und erzeugt durch Zurückziehen der Zunge einen Unterdruck.

Suchreflex: Mit weit geöffnetem Mund sucht sie nach der Nahrungsquelle.

Moro-Reflex: Dieser „Klammerreflex“ sorgt im Tierreich dafür, dass sich der Nachwuchs am Muttertier festhalten kann.

Greifreflex: Alles was die Handinnenflächen berührt, lässt Püppi automatisch die Hände schließen.

Schreitreflex: Kaum ist das Baby auf der Welt, möchte es schon losmarschieren. Wird das Neugeborene unter den Schultern gehalten und verspürt es unter den Füßen einen festen Untergrund, beginnt es voran zu „laufen“.

Die Entwicklung der Sinne

Babys kommen bereits mit einem entwickelten Geruchs-, Geschmacks-, Tast- und Hörsinn auf die Welt.

Besonders gut sehen kann sie jedoch nicht. In den nächsten Monaten wird die Sicht deutlich klarer.

Geräusche jedoch erregen die Reize des Babys. Wenn sie versucht Dinge zu fokussieren, schielt sie durch die Gegend. Das hat mich anfangs total zum Lachen gebracht.

Auch der Gleichgewichtssinn ist dank des dafür zuständigen Teils im Innenohr voll funktionsfähig.

Zudem reagiert sie ganz klar auf Berührungen.

Die geistige Entwicklung

Ein Baby im ersten Monat kann sich bereits Dinge merken und sogar eine Erwartungshaltung einnehmen.

Auch wenn die Neugeborenen-Entwicklung im ersten Monat noch am Anfang steht, verfügt der Nachwuchs über ein emotionales Gedächtnis.

Einfache Denkprozesse sind nicht – wie früher geglaubt – an sprachliche Fähigkeiten gebunden, sondern an sozialen.

Emotionale Entwicklung

Mein Baby profitiert im ersten Monat ganz entscheidend von einer liebevollen, sicheren Umgebung.

Sie schaffen für dein Baby die erste soziale Struktur, in der es zu einem emotional stabilen Menschen heranreifen kann.

Fiona zeigt grundlegende Emotionen wie:

• Neugier

• Wohl- und Unbehagen

• Erschrecken

• Ekel

Sie wendet sich mir automatisch zu um ihre Emotionen zu zeigen. Wenn sie anderswo ist, protestiert sie mit Weinen und Geschrei.

Enger Körperkontakt ist wichtig im erstem Monat. Experten haben herausgefunden, dass Kuscheln sich stressmindernd auf den Nachwuchs auswirkt.

Bei Frühgeborenen wie Fiona kann man das besonders gut beobachten. Bei engem Körperkontakt wird sie augenscheinlich ruhiger. Die Herzfrequenz sinkt und wichtige Gehirnregionen werden aktiviert.

Soziale Entwicklung und Kommunikation

„Bonding“ heißt das Zauberwort in Babys erstem Monat. Damit gelingt der Aufbau der Eltern-Kind-Beziehung von Anfang an. Dabei steht das Kuscheln im Mittelpunkt. Es fördert die soziale Entwicklung von Anfang an.


Der zweite Monat

Offiziell gilt mein Baby nun nicht mehr als Neugeborenes.

Mein Baby kann nun ganz klar ihr Köpfchen heben. Sie kann bewusst Kontakt aufnehmen und schaut mir tief in die Augen.

Ab nun stehen Wachstum und soziale Interaktionen mit der Umwelt im Vordergrund.

Sie erwidert mein Lachen und äußert ihre ersten Laute.

Die körperliche Entwicklung

Fiona ist von anfänglichen 47 cm nun 7 cm gewachsen. sie hat nun eine Konfektionsgröße von 50. Diese entspricht nicht ganz dem Durchschnitt, da Babys in diesem Alter eigentlich die Größe 56-62 tragen.

Motorik und Reflexe

Für kurze Zeit kann sie nun Greiflinge oder Ähnliches packen. Man spürt richtig ihre Kraft in den Fingern.

Sie beginnt ganz klar mit der Körperwahrnehmung.

Sie ist extrem aktiv im Gegensatz zu vorher und strampelt ständig mit ihren Armen und Beinen.

Der oben genannte Klammerreflex lässt auch so langsam nach.

Am Anfang des zweiten Monats wirbelte der Kopf noch oft wild um her, wenn sie ihn bewegen wollte. Jetzt zum Ende hin merkt man, dass sie den Kopf schon viel kontrollierter bewegen kann.

Sie ist äußerst aufmerksam und neugierig Lichtquellen und Stimmen gegenüber.

Die Entwicklung der Sinne

Mund und Hände sind wichtige Tastwerkzeuge. Fiona scheint ihr Umfeld damit zu erforschen. Die feinen Rezeptoren überall ihrer Haut nehmen Berührungen wahr und sie beginnt sanftes Streicheln zu lieben.

Der Hörsinn ist klar ausgeprägt. Sie erschreckt sich oder hört aufmerksam zu.

Ich merke ganz klar, dass sich an ihrem Sehen etwas verändert hat. Sie kann nun ohne zu schielen fokussieren und erkennt Gesichter auch auf weitere Distanz. Fiona studiert regelrecht mein Gesicht und meine Ausdrücke im Gesicht.

Teilweise macht sie mir sogar nach.

Auch der Geruchs-und Geschmackssinn ist bei mit zwei Monaten bereits stark ausgeprägt. Hält man ihr süße Gerüche hin lächelt sie einen an. Und beispielsweise bei verschiedenen Käse merkt man ihr den Ekel im Gesicht stehen.

Trotzdem sollten man auf künstliche Düfte verzichten. Denn damit kann man den natürlichen Geruch überdecken und das gefällt der Kleinen gar nicht.

Tiefenentspannt und höchst zufrieden schaut sie, wenn sie endlich Mamas Milch trinken kann.

Die geistige Entwicklung

Der aktive Aufbau von sozialen Beziehungen ist deutlich. Sie lächelt nun endlich bewusst und setzt ganz klar verschiedene Mimik in ein um mir ihre Gefühle deutlich zu machen.

Emotionale Entwicklung

Fiona ist zunehmend aufnahmefähiger und wacher. Sie wird noch neugieriger als zuvor und reagiert teilweise ängstlich auf verschiedene Situationen. Ich merke, dass ich ihr Sicherheit mehr schenken kann als andere.

Als konstante Bezugsperson stärke ich das Urvertrauen meines Kindes.

Ich fördere eine gesunde emotionale Entwicklung, indem ich ihre Bedürfnisse erkenne und erfülle. Das wichtigste im Moment ist die Nähe zu mir. Das lässt ihr Vertrauen wachsen.

Soziale Entwicklung und Kommunikation

Nun verfügt sie über ein ganz klares Mittel der Kommunikation – ihr Lächeln. Sie findet schnell heraus, dass ihr Lächeln etwas bei mir bewirkt. Sie beobachtet meine Reaktionen. Lächle ich, lächelt sie zurück.

Macht sie Dinge, auf welche ich positiv reagiere, oder mit hoher Stimme erwidere, wiederholt sie diese ganz bewusst.

Mein Baby möchte mich ganz klar in ein Gespräch verwickeln.

Sie nimmt Blickkontakt mit mir auf und antwortet mit lallenden Geräuschen.

Die Sprachentwicklung wird klar deutlicher.

Fördern kann man diese mit Singen und ganz viel sprechen. Faszinierend finde ich, dass ein Baby in diesem Alter alle Sprachen dieser Welt sprechen kann. Sie saugt alle Wörter auf wie ein Schwamm. Bildet jetzt schon ihren Wortschatz. Auch wenn sie noch nicht davon Gebrauch machen kann, ist alles in ihrem Gehirn gespeichert.

Ich versuche so viel wie möglich mit ihr zu sprechen und ihre Sprachentwicklung zu fördern.

Den Tastsinn fördere ich, indem ich mit allen möglichen Gegenständen über ihre Haut fahre. Ich lasse sie alles anfassen, damit sie alles so gut wie möglich kennenlernen kann.

S T O M A – Kacken is my cardio

Dieses Interview mit der wunderbaren Melanie soll Aufschluss und Sensibilisierung für das Thema Stoma bieten.

Foto Romina Schade

Hey, mein Name ist Melanie. Ich wurde in Duisburg geboren und bin heute 32 Jahre alt. Seit 13 Jahren lebe mit meinem Partner und Hund Joker im Ruhrpott, NRW. Genauso lange habe ich bereits eine chronische Darmkrankheit, Morbus Crohn.

Ich kann charakterlose Menschen nicht leiden, doch dafür liebe ich die Natur und alle Arten von Tiere. Meinen Humor würde ich als sarkastisch beschreiben und auf Horror fahr ich voll ab. Gute Filme, Bücher und Musik prägen mein Leben. Ich sage offen, was mir auf der Zunge brennt. Doch dies war nicht immer der Fall.

Wann genau hast du erfahren, dass du krank bist?

Ich hatte als 12/13 jährige schon häufig Bauchschmerzen und nach dem Essen Krämpfe und Durchfall. Irgendwann lies das aber wieder nach.

Mit 17 fing es dann wieder an und mit 18 ging es dann auch mit dem starken Gewichtsverlust los.

Mein damaliger Arzt war der Meinung ich habe Magersucht und solle mich nicht so anstellen.

Das Aufsuchen von einem Spezialisten/Gastroenterologen war unumgänglich und mit 19 und 4 Darmspieglungen später hatte ich dann die Diagnose Morbus Crohn.

Was ist Morbus Crohn?

Der Morbus Crohn ist eine Entzündung des Magen-Darm-Traktes, die vom Mund bis zum After auftreten kann. Meistens sind der untere Dünndarm und der Übergang zum Dickdarm betroffen. Als Folge des Entzündungsprozesses kann es zu Einengungen des Darmes und zu Fisteln kommen. Fisteln sind neu entstandene Entzündungsgänge. Bisher ist nicht geklärt, wie der Morbus Crohn entsteht und welche Auslöser für die Krankheit verantwortlich sind.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient mit einem Morbus Crohn in seinem Leben operiert werden muss, ist hoch.

Da auch eine Operation die Krankheit nicht heilen kann, ist es besonders wichtig, möglichst wenig Darm operativ zu entfernen, um Funktionsstörungen zu vermeiden. Daher wird oft ein Stoma gelegt um einen normalen Alltag für die Betroffenen zu ermöglichen.

Was ist denn nun ein Stoma?

Ein Stoma ist ein künstlicher Darmausgang. Das Wort „Stoma“ oder „Stomie“ bedeutet „Mund“ oder „Öffnung“ und kommt aus dem Griechischen.

Über das Stoma wird am Bauch eine künstlich geschaffene Öffnung des Darms angeleitet. Es wird eine offene Verbindung zwischen einem inneren Hohlorgan und der äußeren Haut geschaffen.

Foto @womenshealthuk

Dieser wurde mir im Januar 2020 gelegt um den Enddarm zu entlasten/still zu legen und dortige Fisteln (Fisteln sind Gänge die den Darm und die Haut miteinander verbindet, diese verursachen auch Abszesse weswegen ich Mitte Januar auch schon 2x operiert wurde) in weiteren Operationen zu behandeln/beseitigen.

Allerdings wurde ich dann schwanger & die letzte Operation wofür das Stoma eigentlich gelegt wurde steht deshalb noch aus.

Wie kann man sich die Behandlung vorstellen?

Ich wurde am 29. Januar 2019 bezüglich des Stomas operiert und musste noch bis zum 10. Februar stationär behandelt werden.

In der Zeit betreute mich meine Stomatherapeutin und zeigte mir genau wie ich den Beutel wechsel und wie ich den Darmteil reinige.

Zum Glück hatte ich den Dreh schnell raus und auch keinerlei Berührungsängste oder dergleichen.

Für mich war’s als wäre es schon immer so gewesen. Hatte mich aber auch schon ein ganzes Jahr intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt.

Die Nähte womit der Darmteil an der Bauchdecke festgenäht war, waren unangenehm & mussten gezogen werden.

Gibt es eine Heilung? Wenn ja welche Art?

Seit 13 Jahren habe ich nun diese chronische Darmkrankheit, Morbus Crohn. Leider ist diese nicht heilbar.

Das Stoma soll später wieder zurückverlegt werden.

Nach der Geburt folgt ein MRT vom Enddarm und dann wird alles weitere besprochen.

Wie kann man sich als Außenstehender den Alltag mit Stoma vorstellen? Gibt es große Einschränkungen?

Man kackt halt in einen Beutel und nicht in die Toilette. Man hat sein Klo immer dabei und muss es leeren oder wechseln wenn es voll ist.

Foto @adventure_of_mara

Man muss schauen wie man mit seiner Kleidung und dem Stoma zurecht kommt. So das es nicht ungemütlich ist oder drauf drückt.

Man muss immer eine kleine Tasche mit Wechsel Beuteln dabei haben, falls mal was schief geht.

Wie hat dein Umfeld darauf reagiert?

Mein Umfeld hatte nicht viel Spielraum bei mir um darauf zu reagieren.

Die ersten 5-6 Jahre wollte ich kaum bis gar nicht darüber reden und habe alles mit mir selbst ausgemacht.

Mein Partner sowie meine Eltern und Freunde haben viel versucht und mir Tipps gegeben aber so richtig mit allem beschäftigt und auseinandergesetzt habe ich mich erst mit 26/27 Jahren wo das Loch immer tiefer wurde und ich keinen Ausweg mehr sah als mich dem Ganzen zu stellen.

Jetzt mal zum Positiven! Glückwunsch zur Schwangerschaft! Wann hast du erfahren, dass du schwanger bist? Kommt eine spontane Geburt in Frage?

Danke! Fast genau 1 Monat nachdem ich das Krankenhaus verlassen habe erfuhr ich, dass ich schwanger bin. Am 10. Februar diesen Jahres bin ich nach 4 Wochen Krankenhaus nach Hause gekommen. Am 9. März habe ich dann schon den positiven Test in der Hand gehalten.

Foto Romina Schade

Fast 6 Jahre hat es ohne Stoma nicht funktioniert schwanger zu werden.

Nach einigen Operationen ist es üblich, dass die Periode einige Wochen ausbleiben. Bei mir waren es dann doch ein paar Wochen zu viel, was mich dazu veranlasst hat den Test zu machen.

Bald ist das Baby da!

Kommenden Freitag ist ein Kaiserschnitt geplant. Oft wird jungen Stomaträgerinnen zu einem Kaiserschnitt geraten, besonders bei vorliegenden Verwachsungen oder Fisteln. Ist für einen späteren Zeitpunkt bereits die Rückverlegung des Stomas geplant, ist der Kaiserschnitt ebenfalls das Mittel der Wahl.

Es war bestimmt ein schwerer Weg zur Akzeptanz. Wie hast du gelernt damit umzugehen, deine Situation zu akzeptieren?

Ich habe mich irgendwann mit allem auseinandergesetzt, mich allem gestellt und alles ausprobiert was es nur gab.

Von allen chemischen und pflanzlichen Medikamenten, Ernährung, Entspannung, Meditation, stressbewältigung und alles was dazu gehört um irgendwie auf einen grünen Zweig zu kommen.

Der Kopf und der Darm sind stark miteinander vernetzt, ebenfalls spielt die Ernährung eine große Rolle.

Bis man das alles versteht und umsetzen kann muss man stark an sich und seinem Umfeld arbeiten und diese verschissene Krankheit akzeptieren und lernen damit zu leben, im positiven Sinn.

Umso stärker man es ignoriert und seinem Körper nicht genügend Ruhe gönnt umso schneller kann das nach hinten los gehen. Nach knapp einem Jahr Therapie, viel Entspannung und Selbstfindung habe ich es irgendwann verstanden.

Was auch wichtig ist, offen damit umzugehen. Zu sagen, wenn einem etwas nicht passt oder dergleichen.

Nicht alles in sich reinfressen.

Klar findet es nicht jeder witzig oder verständlich übers kacken zu reden aber ich finde einfach jeder Mensch tut es, jeder Mensch macht es, wieso zur Hölle soll man nicht darüber reden wenn man eine darmkrankheit hat?

Wenn jemand zu mir gesagt hat: „Mensch du bist aber dünn iss doch mal was“ war meine Reaktion darauf zum Schluss immer: „Kennst du chronische darmkrankheiten?! Nein?! Dann sei doch einfach ruhig, danke!“

Was mir aber auch sehr geholfen hat war der Austausch mit Gleichgesinnten. Vor 13 Jahren hatte diese Krankheit gefühlt fast noch niemand, ich konnte mir kaum jemandem darüber reden und heute sind wir so so viele. Durch die sozialen Medien stößt man automatisch auf viel mehr Offenheit.

Deine positive und direkte Art ist ansteckend. Was kannst du den Menschen auf den Weg geben um positiv zu bleiben?

Finde, was dich erfüllt, was dich glücklich macht, dich von dem stressigen schnell lebigem leben runter holt.

Foto @mel_girlwithastoma

Was dir Sicherheit gibt und dein Herz erfüllt. Streiche negatives und negative Menschen aus deinem Leben. Trage dein Herz auf der Zunge, sag was du fühlst und lass dich niemals unterkriegen.

Zum Abschluss ein Zitat oder Spruch welches dich in der schweren Zeit ermutigt hat.

„Kacken is my Cardio“

Ines Anioli


„Du weißt nie wie stark du bist, bis stark sein die einzige Wahl ist die du hast.“

Bob Marley


„Erfüllung bedeutet für mich fest verankert zu sein in einem Gefühl tiefen inneren Friedens- auch in Momenten der Unruhe und des Sturms- in egal was da kommt, im Fluss des Lebens zu bleiben“

Caroline Makovel


„Die größte Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung“

Albert Camus


Vielen Dank für das aufschlussreichen Interview. Danke für deine Zeit und Mühe allen da draußen ein wenig Aufklärung zu verschaffen.

Ich denke ich spreche im Sinne von allen, wenn ich sage: „Alles erdenklich Gute weiterhin für dein neu gewonnenes Familienglück.“

Jeder, der sich nun noch nicht von Melanie trennen will, kann ihr Leben weiter auf Instagram unter @mel_girlwithastoma folgen.

Was mich betrifft, wusste ich auch fast gar nichts über dieses Thema. Von der Krankheit Morbus Chron habe ich jedoch schon oft gehört. Erst als ich auf Melanies Profil gestoßen bin, wurde ich auf dieses Wort Stoma aufmerksam. Zu sehen, wie eine schwangere Frau damit umgeht hat mich wahnsinnig beeindruckt.

Es folgen weitere Profilvorstellungen (Instagram) von Frauen mit Stoma. Man sollte nie vergessen, dass hinter den Krankheiten Frauen stehen. Frauen, die oft stärker sind als manch andere.

@adventure_of_mara @claires.ibd @hlglass @misskilajay

Nur weil uns Dinge oder Krankheiten nicht selber betreffen, heißt dies nicht, dass wir die Augen verschließen sollten.

Das Leben definiert uns Menschen, nicht Krankheiten.

Dein Herzschlag

Oh mein Gott! Wir kriegen ein Baby!

Wir hatten ja keine Ahnung, dass unser Jahr 2020 so dramatisch beginnen würde.

Alle reden immer nur davon wie es ist geplant schwanger zu werden. Und wieder andere kämpfen jahrelang dafür.

Bei uns war es wohl das genaue Gegenteil.

Mein Herz und mein Verstand arbeiteten erstmal gegeneinander.

Diese ungeplante Schwangerschaft war ein riesiger Schock und riss mir erstmal den Boden unter den Füßen weg.

Unwissend wie es weiter gehen sollte entschieden wir uns für dich, für ein Leben mit dir.

Wie sich heute rausstellt, die bisher beste Entscheidung meines Lebens.

Der erste Ultraschall. Mit der Entscheidung im Schlepptau, dich zu dem wohl größten Teil unseres Lebens zu machen, gingen wir zu dem Termin.

Es war ein überwältigender Moment.

Als die Gynäkologin mir dein Herz zeigte, fing ich sofort an zu weinen. Wir waren überwältigt und spürten sofort so unglaublich viel Liebe füreinander.

Es waren nur 2,5 cm, aber 2,5 cm pure Liebe.

Du kleines Würmchen, so klein wie ein Jelly Bean.

Da warst du nun.

Wenn ich an diese Zeit Anfang des Jahres zurück denke und an den Moment jetzt, wo du in meinen Armen liegst und mich anlächelst, bereue ich die ganze Erfahrung keine einzige Sekunde.

Du bist das beste was mir je passiert ist.

Das Schönste, was ich je geschaffen habe.

Ein Herzschlag definiert mein Leben. Von damals, bis heute.