Fotografie als Ausdruck meiner Selbst

Erst einmal ist es wichtig zu verstehen, was die Fotografie in meinen Augen bedeutet.

Ich bezeichne es gerne als Ausdruck meiner selbst. Es hilft mir dabei die Dinge um mich herum zu verstehen und vor allen Dingen zu akzeptieren. Mich selbst zu akzeptieren. Die Fotografie ist für mich das Spiegelbild meiner Seele.

Sie ist die Konfrontation allen Seins.

Sie ist mein drittes Auge, welches die Umstände so festhält, wie ich sie empfinde.

Ein Ausdruck meiner Gefühle in ihrer reinsten Form.

Für mich ist die Fotografie nicht nur ein schönes Bild unserer Liebsten oder ein schickes Foto von einer Reise. Nein, sie ist das Gefühl welches ich in diesem Moment hatte. Das Wichtigste auf einem Foto für mich ist das Übertragen dieser Emotionen. Die Sensibilität der Person zu spüren, welche sich auf dem Foto befindet.

Ein Foto bedeutet nicht nur das abzulichten was man mit dem bloßen Auge erkennen kann, sondern das, was man mit dem Herzen fühlt.

Sie spiegelt die Freude, die Melancholie oder die Angst wieder, welche ich in diesem Moment empfunden habe. Die Fotografie friert dieses Gefühl ein auf ewig.

Sie bedeutet blank ziehen. Ohne jeglichen Schutzhüllen offenbart werden.

Die Fotografie hilft mir Erlebtes zu verarbeiten. Sie leert meinen Kopf, damit ich wieder frei bin für andere Dinge.

Sie befreit mich vor dem Drang alles in mich hineinzufressen.

Anfangs nutzte ich sie gerne als Ventil meiner Emotionen. Dann als Prozess der Selbstfindung. Heute ist es die reinste Form mich selbst auszudrücken.

Sie bleibt mein ständiger Wegbegleiter.

2016

Wie alles begann..

Schon als Kind war ich angezogen von der Fotografie. Formen und Farben faszinierten mich sehr.

Als kleiner Fratz baute ich schon mein kleines „Studio“ auf und setzte Gegenstände nebeneinander um ein Auge für Komposition zu bekommen. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal was Komposition überhaupt bedeutet.

2007

Ästhetik war es, die mich anzog. Ich hatte keine Ahnung wie genau man zu einem „schönen“ Bild kommt… doch ich wollte so etwas schönes selber machen können.

Es gibt keine wissenschaftliche Formel oder eine Regel, welche als DIE EINE Form der Ästhetik anerkannt wird. Oke klar, es gibt den goldenen Schnitt aber es ist nicht wissenschaftlich fundiert, was Menschen genau an einem Bild anziehend finden.

Ich konnte jedoch schon sehr früh sagen, was genau ich weshalb an einem Foto oder Gemälde schön fand.

Farben, Formen, Konturen, Licht, Helligkeit, Dunkelheit oder einfach die Schönheit der Person auf dem Abgebildeten. Ich konnte es immer genau definieren.

Es selber zu fotografieren ist hingegen eine ganz andere Geschichte.

Noch heute liebe ich es alte Fotografien zu durchstöbern. Alles alte zieht mich auch heute noch in den Bann.

Von analogen Kameras und Videoaufnahmen bis hin zu alten Drucken oder Dunkelkammerutensilien.

Doch dazu möchte ich in einem späteren Beitrag genauer eingehen.

Seitdem ich denken kann sehe ich die Fotografie als ein künstlerisches Handwerk an.

Der künstlerische Aspekt darin ist die Kunst des Sehens. Das Übermitteln eines Gefühls – in einem Bild eingefroren.

Und Handwerk, weil man die Fertigkeit erst erlernen muss. Man muss lernen das Gesehene auf Papier zu bringen. In der Form, wie man es sich vorstellt bevor man überhaupt den Auslöser drückt.

Ja richtig, bevor ich überhaupt den Auslöser betätige sehe ich das Endprodukt schon vor mir. Ich spüre die Weichheit des Papiers. Stelle mir die Farben auf diesem vor und fühle mich in das Motiv hinein. Dann drücke ich ab.

Dann, wenn mein Gefühl mir sagt, dass es der richtige Moment ist.

Meistens ist eine Fotografie für mich ein gedrucktes Endprodukt. Kein Foto verloren in den Tiefen der digitalen Welt.

Sie sollte meiner Meinung nach unbedingt immer auf Papier gebracht werden.

2017

Warum ich das denke? Ich habe keine Ahnung.

Vielleicht weil Papier genau so vergänglich ist wie der Mensch selbst oder aber weil das Fühlen des Papiers einfach nur nochmals das Gefühl während des Fotografierens widerspiegelt.

Fotoalben haben für mich immer noch einen hohen Stellenwert, da es eine Art Dokumentation zeigt. Jedes einzelne Foto entspringt einer Biografie. Meiner Biografie.

Es zeigt Augenblicke, deren ich Zeuge war.

Ich will, dass die Menschheit nach mir weiß, dass ich existiert habe.

Das bringt mich dazu darüber zu schreiben wie ich zur Leidenschaft der Autoportraits gekommen bin.

Als Kind war ich keines Fotos scheu. Doch als Pubertierende habe ich mein Äußeres gehasst. Ich empfand andere immer als schöner, schmaler oder einfach ansehnlicher. Niemals hätte ich mich selbst als schön bezeichnet.

Unzufrieden mit mir selbst zog ich durch die Welt. Fotos von mir hätte ich am Liebsten verbrannt.

Irgendwann kam dann der Knackpunkt. Fernab von einer Gesellschaft, wo jeder zehn Selfies täglich von sich macht begann ich Kleinigkeiten an meinem Körper rauszupicken, welche mir gefielen.

Es fing an mit meinen Augen, dann war es mein Lachen, dann meine Nase… mit und mit fing ich an mich wieder lieben zu lernen.

Also begann ich auf jedem Foto was jemand von mir machte zu lachen um meine Unsicherheit zu übertönen. Ob es ein gefaktes Lachen war oder nicht spielte zu diesem Zeitpunkt keine Rolle.

Doch irgendwann begriff ich, dass es sich nicht um ein Lachen geht. Oder um meine Nase. Es geht sich um mein Gesamtbild. Ich muss lernen mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Und das bedeutet alles an mir

So langsam fing ich mit den Autoportraits an.

Ob ich mich nun zu dick oder zu dünn fand. Die Fotografie begleitete mich durch all diese Phasen der Selbstakzeptanz.

2018

Manipulation der Fotos

2012-2014 fand ich Manipulation an meinen Fotografien extrem interessant. Ich fand es faszinierend, wie leicht man Menschen, Fotos und Geschichte durch kleinste Techniken manipulieren kann.

2014

Ich empfand subtile Details der Manipulation in Fotografien attraktiv. Dann wurde es immer extremer. Ich wollte darauf aufmerksam machen, wie schnell und einfach eine Gesellschaft manipuliert werden kann.

Zu dieser Zeit war meine Fotografie noch sehr kontrastreich. Ohne jegliche Weichheit. Sie schrie „hier bin ich!“.

Ich wollte die Gesellschaft zeigen, ohne sie zu zeigen. Es ging sich weniger um Reportage als um die Montage.

2013

Erst als 2015 ein einschneidendes Erlebnis mein Leben komplett verändert hatte, fing ich an die Heilung hinter diesen Selbstportraits zu erkennen.

Ich wandte den Blick nunmehr nach außen. Immer noch gesellschaftskritisch versuchte ich ab dann meine Fotografie in der Reportage anzuwenden. Ich dokumentierte das Leben außerhalb meiner kleinen Blase.

Meine Fotografin wurden um einiges weicher. Sinn dahinter war es die Zerbrechlichkeit meiner selbst präsenter zu zeigen.

2015

In Frankreich 2015 wurde das autoportraitieren dann fester Bestandteil meines Lebens, so wie es viele in meinem Umfeld noch heute von mir kennen.

Ich hatte einiges zu verarbeiten und merkte schnell, dass dies am Besten geschieht indem ich mich mit meiner selbst konfrontiere.

Es waren keine typischen, lachenden, selfie-artigen Bilder. Nein, es waren frontale Aufnahmen meiner selbst. Ohne Lachen. Das wurde mir zu dieser Zeit genommen. Ohne Freude. Als gebrochener Mensch.

Ich ließ meine Augen sprechen. Meine Seele nahm so Gestalt an.

Doch die Fotografie von mir selber diente nie dem Zweck der Eitelkeit.

Die Autoportraits dienten auch nicht den Zweck gesehen zu werden. Es diente als reiner Heilungsprozess. Ein Prozess mein Leben und mich zu akzeptieren.

Dies sollte der Beginn einer endlosen Reihe von Autoportraits werden.

Heute verstehe ich unter Ästhetik etwas ganz anderes. Ein Foto sollte ein cinemaartiges Licht enthalten. Die Dunkelheit muss die Helligkeit übertrumpfen. Das Licht dient nur zum schmeicheln des Sujets.

Denn alles Schöne verbirgt sich im Dunkeln.

2017

Für mich ist ein Selbstportrait eine Art persönliche Ausdruck die es schafft unsere täglichen Launen festzuhalten. Zum Einen zeigt es ganz klar unsere physische Präsenz aber auch unsere spirituelle Präsenz, welche sich meiner Meinung nach immer durch die Attitüde zeigt.

Ein Blick, eine Position oder ein Verhalten. All diese Aspekte geben ein Bild an die Außenwelt. Man möchte gesehen werden! Wir sind der Schöpfer unseres eigenen Spiegelbildes.

Der Autoportraitist entscheidet selber was er zeigen möchte und was er lieber im Verborgenen lassen möchte. Jedes einzelne Selbstportrait verkörpert den Prozess des Schaffens.

2018

Jedes einzelne Selbstportrait zeigt uns immer mehr wer wir sind. Es gräbt sich Schicht für Schicht bis zu dem Essenziellsten Punkt unseres Seins.

Um es ganz kurz zu sagen: ein Selbstportrait bedeutet Identität. Es ist Zeuge unserer Existenz. Es zeigt, dass wir Teil der Geschichte sind, der Geschichte der Menschheit.

Ein Porträt von sich selber bedeutet für mich, eine Identität zu besitzen, ein Individium in dieser Gesellschaft zu sein, welche seit langem versucht uns zu standardisieren.

2018
2019

Verhütung – betrifft uns alle

Wir wollen es alle. Wir suchen es alle. Die ultimative Verhütung. Die eine Lösung für geschützten Geschlechtsverkehr.

Wie kann ich nach meiner Schwangerschaft verhindern, dass es mir nicht nochmal direkt passiert?

Ob Schwangerschaft oder nicht, wir alle suchen danach. Nach Sicherheit, Flexibilität und doch soll es uns zugleich nur minimal einschränken.

Willkommen im Club.

Ich suche auch nach der optimalen Lösung. Doch ich muss feststellen, dass es die perfekte Lösung gar nicht gibt. Es gibt nichts, was all meinen Ansprüchen gerecht wird.

Wichtig für mich beispielsweise ist eine hormonfreie Verhütung. Ein Grund dafür ist das Stillen, die Liebe zu meinem Körper und die starke Reaktion auf die Pille davor.

Mir ist aber auch wichtig, so wenig Einschränkung wie möglich zu haben. Ich habe keine Lust jedes Mal vor dem Sex an irgendetwas denken zu müssen. Möchte mir aber auch keine Sorgen machen müssen, nochmal schwanger zu werden. Zumindest nicht jetzt oder in naher Zukunft.

Denn für mich ist eins ganz klar: Verhütung ist unabdingbar. Für jeden von uns. Es ist ein Recht auf freie Entscheidung. Ein Recht, sich sein Leben selbst zu bestimmen.

Wir Frauen schwimmen in einem Meer aus Pillen, Kondomen, Spiralen, Dreimonatsspritze, Hormonimplantaten, Verhütungspflastern, Notfallverhütungsmitteln und noch vielen mehr.

Wie soll man da den Durchblick behalten?

Doch was denkt die grobe Masse eigentlich über die verschiedensten Fragen der Verhütung.

Auf Instagram habe ich meine Follower gebeten einige Fragen zu diesem Thema zu beantworten.

Wer genau ist jetzt also verantwortlich für die Verhütung?

Ohne einen an den Pranger zu stellen, machen es sich die Männer häufig sehr einfach. Für sie gilt nur entweder Kondom oder kein Kondom. Damit sind sie aus dem Schneider.

Doch es betrifft beide Parteien. Schließlich kann das Endresultat beider Leben grundlegend verändern.

Dieser Meinung waren auch 87 % der befragten Frauen.


Kommen wir nun zur Frage, womit meine Follower zur Zeit verhüten.

200 Frauen haben mir auf diese Frage geantwortet.

Pille – 59

Diaphragma – 47

Kondom – 40

Verhütungsring – 12

Hormonimplantat – 5

Spirale – 20

Depotspritze – 5

Pille danach – 12

By the way: Selber habe ich diese Hormone in Form einer Anti Baby Pille elf Jahre genommen. Elf Jahre, in denen ich keine Ahnung hatte, was ich da eigentlich mache und es mir auch ziemlich egal war. Hauptsache nicht schwanger werden war das Motto.

Auf die Frage, ob die Frauen sich mit ihrer aktuellen Verhütung sicher und geschützt fühlen, antworteten glatte 60% mit Nein.

Was mich persönlich sehr gewundert hat war, dass „nur“ 30% der Frauen schon einmal die herkömmliche Verhütungspille als Mittel genommen haben.

In meinen Augen war dies immer die gängigste Methode. Tja, falsch gedacht.

Zunächst sollten wir Frauen wissen, dass die Ärzte zwischen den Konzepten „systemisch“, „lokal“ und „natürlich“ unterscheidet.

Das Verhütungskonzept systemisch beinhaltet alles das, was unseren gesamten Körper beeinflusst, in die Blutbahn übergeht, um am Schluss den Eisprung zu unterdrücken. Da ich den Hormonfluss zwischen dem Gehirn und den Eierstöcken beeinflusse, ist dies eine systemische Beeinflussung.

Systemische Verhütungsmethoden sind z.B. die Pille, der Ring, das Pflaster, die Spritze oder auch das Hormonimplantat.

Bei dem natürlichen Konzept geht es darum, dass ich natürlicherweise versuche, herauszufinden, wann ich den Eisprung habe und in diesem Zeitraum bzw. vor allem auch davor auf Geschlechtsverkehr verzichte. Die gängigste und derzeit sehr gefragte natürliche Verhütungsmethode ist die natürliche Familienplanung (NFP).

Bei einem lokalen Verhütungskonzept bzw. wenn die Verhütung vor allem im Genitale selbst stattfindet, geht es darum, dass man an einer bestimmten Stelle eine Barriere aufbaut. Dazu zählt z.B. das Kondom oder auch das Diaphragma, aber auch die Kupfer- und die Hormonspirale.

Überrascht hat mich auch, dass 80 % der Frauen gerne hormonfrei verhüten würden.

Doch was bedeutet hormonfreie Verhütung und wie sicher sind die verschiedenen Mittel eigentlich?

Hormonfreie Verhütung umfasst alle Verhütungsmethoden, die ohne Hormone oder Eingriffe in den natürlichen Körperablauf auskommen. Der Hormonhaushalt bleibt unbelastet.

Sie ist frei von Nebenwirkungen und Überschüssen.

Nun zeige ich euch einmal die gängigsten Methoden der hormonfreien Verhütung:

1. NFP-Methode

Die Methode der natürlichen Familienplanung.

Die symtothermale Methode gilt als die natürlichste Verhütung und auch tatsächlich mitunter zu einer der sichersten. Bei dieser Methode kombinierst Du die Messung Deiner Basaltemperatur mit der Auswertung von Zervixschleim bzw. Muttermund. Die Körpertemperatur und die Flüssigkeit aus der Scheide. Diese sind Indikatoren für den Zeitpunkt deines Eisprungs und deiner Fruchtbarkeit. Je nach Fruchtbarkeitsstatus kannst Du entweder unbeschwerten Geschlechtsverkehr mit Deinem Partner haben oder beispielsweise Kondome anwenden.

Für mich persönlich fällt diese Methode flach, da ich mich einfach dabei zu unsicher und zu wenig geschützt fühle.

2. Kupferspirale und Goldspirale

Nicht zu Unrecht stehen die hormonfreien Spiralen an ersten Stelle. Man muss bis zu fünf Jahre nicht daran denken. Sie kann bei Kinderwunsch jederzeit vorzeitig entfernt werden und hat keine hormonellen Nebenwirkungen.

Auch wenn der Anschaffungspreis nicht günstig scheint, auf die Jahre gerechnet zählt die Spirale zu den preiswertesten Verhütungsformen.

Dank der Entwicklung neuer Formen und Materialen, die an die jeweilige Gebärmutterform und -größe angepasst werden, hat es eine noch besseren Verträglichkeit. Nebenwirkungen gibt es kaum noch.

Spirale geht doch nur nach der Schwangerschaft oder?

Nein, heute nicht mehr.

War früher die Spirale nur für Frauen, die bereits ein Kind geboren haben, geeignet, gibt es heute auch für junge Mädchen und kinderlose Frauen diese hormonfreie Alternative. Kupferkette oder Kupferball beispielsweise wurden absichtlich für Frauen mit kleinerer Gebärmutter entwickelt.

Trotzdem kann das Einsetzen dieser Spirale als unangenehm und schmerzhaft empfunden werden. Einige Frauenärzte bieten daher auch die Einführung der Spirale unter Kurznarkose an.

Vorteil dabei ist, dass jegliche Anwenderfehler wegfallen.

Doch diese Methode ist auch für mich leider etwas nachteilhaft, da es weniger geeignet für Frauen mit starker und schmerzhafter Menstruationsblutung ist, da diese noch verstärkt wird.

Wieso das?

Für Frauen, die eine starke oder sehr schmerzhafte Regelblutung haben, sind hormonfreie Spiralen jeglicher Art, also Kette, Ball, Kupfer und Gold, ungeeignet, weil die Blutung stärker und länger wird. Die Gebärmutter versucht, die Spirale als Fremdkörper auszustoßen -das verlängert die Blutung und ist mit einem minimal entzündlichen Reiz vergleichbar. Für Frauen mit leichten Blutungen gilt das nicht.

3. Diaphragma und Portiokappe

Diaphragmen und Portiokappen sind runde Kappen aus Silikon, die den Samenzellen den Weg zu den Eizellen versperren. Diaphragmen bedecken den Muttermund und werden von den Scheidenwänden gehalten.

Portiokappen sind kleiner und saugen sich zum Teil direkt am Muttermund fest oder werden ebenfalls mit ihrer breiten Krempe in der Scheide gehalten.

Eingesetzt werden die Kappen frühestens zwei Stunden und spätestens direkt vor dem Sex. Zusätzlich muss die Frau ein Verhütungsgel auftragen, ein sogenanntes Spermizid- welches Spermien abtötet.

Nach dem Sex sollten Diaphragma oder Portiokappe mindestens 8 bis 12 Stunden in der Vagina verbleiben. Je besser der Sitz und je geübter die Anwendung, desto sicherer ist die Methode.

Für mich auch wieder keine Option, da mir durch die Vorbereitung die Spontanität und somit die Lust auf den Sex genommen wird. Mir persönlich ist diese Art der Verhütung einfach zu umständlich.

4. Kondome

Der jahrhundertealten Klassiker, einst aus Schafsdarm, gibt es inzwischen in unzähligen Varianten: Vegane Fair-Trade-Kondome, Marken mit zehn verschiedenen Umfanggrößen oder latexfreie, besonders gefühlsintensive Materialien. Die Anwendung ist wohl jedem seit der Pubertät grob bekannt.

Neben einer sicheren Verhütung schützen sie als einzige Verhütungsoption zuverlässig vor Geschlechtskrankheiten.

Doch Vorsicht bei langen Fingernägeln, zu kalten oder zu heißen Aufbewahrungsorten, ölhaltigen Gleitmitteln und Medikamenten gegen Vaginalinfektionen. Diese können Kondome kaputt machen. Hinzu kommt deren Mindesthaltbarkeit.

Also für mich persönlich abgesehen von dem Schutz vor Krankheiten auch keine hundert prozentige sichere Alternative.


Doch woher weiß ich jetzt welche hormonfreie Alternative für mich die beste ist? Im Zweifelsfall wendet euch bitte immer an euren Gynäkologen/in.

Zusammen könnt ihr immer eine für euch passende hormonfreie Verhütung finden..

Eine so genannte graue Zone ergibt sich mit der östrogenfreie Pille. Sie ist nicht zu 100% hormonfrei, ist aber auch kein Verhütungsmittel, welches den Hormonhaushalt überschüssig belastet.

Östrogenfreie Pille

Die östrogenfreie Pille ist eine Pille zur Schwangerschaftsverhütung, die im Gegensatz zu Kombinationspillen nur ein Gelbkörperhormon und kein Östrogen enthält.

Die empfängnisverhütende Wirkung erfolgt durch die Hemmung des Eisprungs. Die östrogenfreie Pille muss jeden Tag zur gleichen Zeit eingenommen werden. Anders als die andere Pille Muss wird die östrogenfreie Pille 28 Tage durchgängig am Stück eingenommen und auf eine Einnahmepause wird verzichtet.

Sie wird empfohlen bei Frauen mit Bluthochdruck, Migräne Patientinnen und stillenden Müttern.

Ich persönlich tendiere zur Zeit effektiv zu dieser Art der Verhütung. Trotzdem begleitet mich die Angst, diese Pille nicht haargenau zur selben Zeit jeden Tag nehmen zu können.

Auf nicht hormonfreie Verhütungsmittel werde ich in diesem Artikel nicht weiter eingehen.

Was mich persönlich extrem geschockt hat bei meiner Umfrage war die Tatsache, dass 68 % der Befragten bereits die Pille danach genommen haben. Einige nutzen sie sogar als reines Verhütungsmittel.

Seit 2015 gibt es die Pille danach rezeptfrei in der Apotheke zu kaufen. Es gibt sogar eine eigene Website für die Pille danach. Überall ist zu lesen, dass es gar nicht so schlimm sei, sich diese Hormonbombe einzuschmeißen und auch der Ausdruck „Bombe“ würde nicht wirklich passen. Mir selber wurde in jungen Jahren von einer Gynäkologin geraten, ich solle mir doch die Pille danach anschaffen um einfach sicher zu sein.

Für mich persönlich der Horror Trip meines Lebens. Mir wurde damals nach circa 1 Stunde kotzschlecht und unglaublich schwindlig. Ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten. circa eine Woche lang habe ich nur geweint. So viel zum Thema Hormonbombe. In meinem Körper herrschte totales Chaos. Ich fühlte mich unglaublich schlecht, fast krank und meine Periode habe ich auch viel zu früh bekommen.

Ich war total erschrocken über den Effekt auf meinen Körper. Für mich war ab diesem Zeitpunkt klar einmal und nie wieder. Mein ganzes hormonelles Gleichgewicht war aus dem Ruder geraten.

Damit möchte ich aber nicht sagen, dass ich nicht erleichtert bin über die Tatsache, dass uns Frauen diese Möglichkeit gegeben wird.

In verschiedenen Momenten ist die Pille danach unabdingbar und ich bin froh, dass jede Frau rezeptfrei im Notfall Zugriff darauf haben kann.

Ich möchte, indem ich meine persönliche Erfahrung hier aufschreibe, nur darauf hinweisen, dass man es nicht unbedingt auf die leichte Schulter nehmen kann.

Im Endeeffekt empfindet und verträgt es jede Frau anders.

Traurig macht mich, dass sich 52 % der Befragten von ihrem behandelnden Gynäkologen/in schlecht beraten fühlen.

Für mich ist das wichtigste an einem Arzt, dass ich mich bei ihm wohl fühle und transparente, ehrliche Informationen erhalte.

Ich kann also jedem nur empfehlen weiter zu suchen, bis das man den Arzt gefunden hat, der einen individuell berät.

72 % der Befragten haben mehr Angst davor sich mit Krankheiten anzustecken, als schwanger zu werden.

Das lässt mich persönlich noch einmal ganz anders über die Einstellung zu Sex in unserer Gesellschaft nachdenken.

Doch was denken die Frauen über die vielen Mythen, die umherwandeln. Wie steht es zum Beispiel mit dem Mythos, dass Stillen vor einer Schwangerschaft schützen kann…

8% der befragten Frauen denken tatsächlich, das Stillen vor der Schwangerschaft schützt.

Nein, diese Aussage ist völlig falsch!

8% klingt erstmal nicht viel. Bedeutet aber trotzdem 16 Frauen, die davon ausgehen dass das Stillen tatsächlich vor einer Schwangerschaft schützen kann.

Schlussfolgern kann ich sagen, dass mir Das Schreiben dieses Beitrags dazu verholfen hat mich klarer für ein Verhütungsmittel zu entscheiden.

Ich möchte mich hier bei allen für ihre Mitarbeit bedanken. Mich hat diese Umfrage und Recherche einiges gelehrt.

Zum Einen bin ich geschockt, wie wenig Aufklärung es tatsächlich zu unserer heutigen Zeit gibt. Und zum Anderen bin ich wirklich froh, dass es Mittel gibt, die uns Frauen schützen.

Denn wir bestimmen immer noch selber über unser Leben.

Wir und niemand anders!

Familienleben – über Streit und Achtsamkeit

Ganz klar, nicht immer einfach. Und doch so schön. Es gibt kein Rezept für das perfekte Zusammenleben. Keine magische Formel.

Es herrscht Liebe und Streit. Uneinigkeit und Achtsamkeit. Es ist wie eine Achterbahn durch alle Gefühlswelten.

Liebe muss man sich erstmal verdienen. Einmal verdient ist es ein unglaublich schönes Gefühl. Dieses Wissen von Sicherheit. Es ummantelt einen wie eine Wolke.

Doch auch streiten soll gelernt sein, so wie alles andere auch.

Sonst wird man sich ganz schnell entfernen von dem, was man liebt und was man braucht.

Oft fängt es an mit einem winzigen Funken und plötzlich geht es über in einen Flächenbrand. Ohne es zu wollen brennt es lichterloh und man will einfach nur dieses Feuer löschen.

Man steigert sich in unachtsame Aussagen oder lässt sich von seiner Wut echauffieren. Und ohne es zu wollen kann man das Gesagte nicht mehr rückgängig machen. Man kommt nicht mehr zurück an diesem Ursprungspunkt an dem es ja eigentlich nur um eine nicht aufgegangene Klopapierrolle ging.

Verloren geht die Kontrolle über sich selbst und man drückt den anderen mental gegen die Wand. Man engt ihn ein und drängt ihn zur Wut. Man provoziert ohne provozieren zu wollen.

Plötzlich an einem Punkt, wo mehr Schaden entstanden ist als man wollte. Jeder zutiefst verletzt. Jeder in seiner Ecke.

Kennst du diesen einen Spruch? Man liebt sich so sehr, dass es schmerzt.

Genau das trifft dann wohl zu.

Ursprünglich nur gedacht die Wahrheit zu sprechen um den anderen vor Schaden zu schützen wird es urplötzlich zum Schaden selbst.

Ängste kommen hoch. Einerseits die Verlustangst, andererseits die Angst, manipuliert und degradiert zu werden.

Man versteift sich nur noch in das Negative und steckt all die positiven Dinge in die man sich anfangs eigentlich verliebt hat in eine dunkle Schublade.

Jeder zu stur den ersten Schritt zu wagen.

Kommunikation. Das wichtigste Werkzeug was uns Menschen wohl geschenkt wurde um zwischenmenschliche Beziehungen aufrecht zu erhalten.

Mächtiger als alles andere.

Kommunikation kann alles heilen.

Sie kann alles wieder hinbiegen.

Die Werte wie Respekt und Achtsamkeit kehren wieder ein.

Die Kommunikation nimmt die Vergebung an die Hand.

Man sollte sie nur sinnvoll nutzen bevor es zu spät ist.

Ich bin es. Du bist es.

Wir sind es.

Das blühende Familienleben.

Es ist ganz klar, dass die neuen Umstände als Familie zu Streitigkeiten führen. Die anfängliche Euphorie klingt ab und die Alltagsbewältigung gestaltet sich schwieriger als zuvor.

Machen wir uns nichts vor, schöne Schwangerschaft hast du sie Harmonumstellung so viel mehr Streit als gewollt. Die neue Situation überfordert jeden von uns.

Es wird ernst.

Dinge, die vorher unwichtig erscheinen werden plötzlich zu grundlegenden Themen.

In den Tag hinein leben ist nicht mehr. Vorher trug man die Verantwortung nur für sich. Für sein Handeln. Nun ist da mehr. Mehr Verantwortung. Mehr Grund alles in die Bahnen zu lenken.

Die Sätze füllen sich plötzlich mit Wörtern wie finanzielle Absicherung und Babyzimmer.

So surreal es sich anfangs anfühlte ist es jetzt schon das normalste der Welt.

Prioritäten ändern sich. Sorgen ändern sich. Sobald man Mama wird, ändert sich einfach alles.

Doch nicht nur als Mama ändert sich alles. Auch der Mann wird nun Papa. Und das vergesse ich ab und an.

Auch er steht jetzt in der Verpflichtung einiges zu ändern. Steht unter Druck uns finanziell eine Stütze zu sein.

Es ist ein unglaublicher Druck auf unser beider Schultern und das kann dann erstmal krachen bevor es zusammenschweißt.

Vor der Ebbe die Flut wie man so schön sagt. Oft ist es keine Flut.. Nein, es gleicht einem Tsunami!

Eine riesige Welle welche über uns hereinbricht. Und ein Feld der Zerstörung hinterlässt.

Mal schlimm, mal weniger schlimm.

Die Ruhe nach dem Sturm kehrt endlich ein. Irgendwann kehrt die Ruhe dann endlich ein. Man ist müde.

Zu müde zum Streiten.

Man versteht den anderen und versteht seine Bedürfnisse.

Man hört auf alles auf die Goldwaage zu legen. Hört auf ständig nach Perfektion zu streben. Denn keiner ist perfekt.

Niemand !

Also kommt der Zeitpunkt, wo man realisiert, dass man sich eigentlich selber der schönen Momente beraubt.

Es ist doch viel schöner ist die Zeit mir lachen zu verbringen. Oder mit kuscheln.

Der Moment, indem Unterstützung ganz klar mehr Gewicht hat als jegliche Streiterei.

Wo es ganz klar ist, dass die Liebe, die einen verbindet eindeutig stärker ist als alles andere.

Familienleben ist nicht nur ein Wort.

Es ist ein Kampf. Ein Kampf bis hin zur Akzeptanz.

Familienleben keimt im Dunkeln. Bis es sprießt. Wie eine Blume. Bis dass es sich in dein Leben verwurzelt und du niemals ohne leben könntest.

Familie für mich bedeutet Geborgenheit. Es bedeutet Vertrauen und Achtsamkeit. Es heißt man fühlt sich nur dort zu Hause wo Liebe ist. für mich ist es ist kein Ort, sondern ein Gefühl.

Es ist dort, wo ich mich fallen lassen kann. Wo ich sein kann wie ich bin ohne dafür verurteilt zu werden. Es bedeutet aufeinander einzugehen und respektvoll miteinander umzugehen. Es heißt sich um den anderen zu kümmern.

Familie heißt Zusammenhalt. Wir gegen den Rest der Welt. Familie bedeutet das Wissen, dass uns nichts wieder trennen kann.

Es heißt Kompromisse einzugehen.

Es bedeutet Balsam für die Seele.

Familie für mich heißt zu weinen und zu lachen. Ein Gefühl von Wärme. Der Duft von geröstetem Kaffee.

Familie bedeutet eine heile Welt zu schaffen.

Hebammen Talk – eure Fragen, ihre Antwort

Ein Interview mit einer Hebamme

Jeder, der mir auf Instagram folgt, weiß wie es zu diesem Beitrag gekommen ist.

Ich habe euch gefragt, ob es euch interessieren würde ein Interview mit einer Hebamme zu führen.

Ihr stellt die Fragen , sie antwortet.

Innerhalb kurzer Zeit kamen schon eine ganze Menge Fragen zusammen.

Glücklicherweise war die liebe Sophie Breuer einverstanden eure Fragen zu beantworten.

Einmal ein kurzes Kennenlernen ihrer Person. Sophie ist 1995 in Eupen, Belgien geboren und hat ihre frühe Kindheit im Raum Sachsen-Anhalt in Deutschland gelebt. Sophie zog nach ihrem Abitur von Eupen nach Namur und schließlich nach Lüttich, um dort an der Haute école libre Mosane nach 4 lehrreichen Jahren ihren Hebammen-Bachelor-Abschluss in der Hand zu halten.

Innerhalb ihres Studiums hat sie zahlreiche Praktika absolviert. Doch nicht nur in Belgien hat sie ihr Wissen bereichert. Es verschlug sie nach Deutschland, zum Senegal und nach Österreich. Wo sie schlussendlich auch geblieben ist und heute noch lebt.

Seit 2018 arbeitet sie nun im St. Josef Krankenhaus, einer der größten Geburtszentren in Wien. Neben dem Kreißsaal arbeitet Sophie dort auch auf der Wochenbettstation.

Da ihr nun ein kleines Backgroundwissen über die liebe Sophie habt, welche eure Fragen beantworten wird, schieße ich direkt mal los mit der ersten Frage…

Sophie, erzähl doch mal…

1. Was genau hat dich dazu bewegt den Beruf als Hebamme auszuführen? Was liebst du an deinem Job?

Ich bin über einen kleinen Umweg zum Hebamme-Sein gekommen – ich wusste, dass ich in die Geburtshilfe möchte, aber ob von ärztlicher Seite aus oder als Hebamme, das ist mir erst nach meinem ersten Praktikum so richtig bewusst geworden.

Als Hebamme hat man den Luxus, großteils für alles Physiologische, das heißt „Normale“ und „Gesunde“ zuständig zu sein – konkret heißt das, dass wir manchmal einfach zusehen und genießen können, was die Natur so alles kann.
Hebammenarbeit in all ihren Facetten kann auch ganz schön fordernd sein, man trägt Verantwortung für gleich zwei Leben, arbeitet parallel an den verschiedensten Dingen, teilt Freude und gleichzeitig Leid. Wir begleiten Frauen und Familien durch eine ganz besondere Lebensphase – ich glaube es ist die Vielfältigkeit, die mir so gefällt!

2. Wie kann man sich also deinen Alltag als Hebamme vorstellen?

Also wenn es einen Alltag geben würde…es gibt ihn einfach nicht!


Hebammen, die teils wie ich im Krankenhaus angestellt sind, arbeiten im Schichtdienst: Tag-, Nacht-, Wochenend-, Feiertagsdienste immer bunt im Wechsel.

Da eine gewisse Routine oder einen Alltag zu entwickeln gestaltet sich mehr als schwierig.

Wenn es um einen klassischen Arbeitsalltag geht: den gibt es auch nicht wirklich. Okay, auf meinem Dienstplan kann ich schon erkennen, wann ich Dienst im Kreißsaal, auf der Wochenbettstation, im OP oder in der Ambulanz habe, aber was genau mich dann da erwartet ist jedes Mal auf’s Neue eine Überraschung.

3. Woher genau weiß ich welche Art der Entbindung zu mir passt? Welchen Geburtsort wähle ich in Zeiten von Corona am Besten?

Neben einer ambulanten oder einer stationären Geburt, besteht die Möglichkeit, den Nachwuchs in den eigenen vier Wänden oder aber auch im Geburtshaus auf die Welt zu bringen.


Wichtig zu beachten ist dabei, dass sich je nach eurem Gesundheitszustand oder dem Verlauf der Schwangerschaft, die ein oder andere Option von selbst ausschließt.

Welche Kriterien es gibt und was zu beachten ist, kann euch im individuellen Gespräch eure Hebamme und euer Facharzt sagen.


Auch Corona sollte kein Argument sein, eure Pläne kurzfristig über Bord zu werfen – bei Unsicherheiten immer das Gespräch suchen!

4. Machst du auch Hausgeburten? Wieso ist es so schwierig eine Hebamme zu finden, die Hausgeburten betreut?

Nein, ich arbeite fest angestellt in einem großen Perinatalzentrum und nebenbei freiberuflich in der Betreuung von Schwangeren und nach der Geburt von Mutter und Kind im Wochenbett.


Neben dem eh schon bestehenden Hebammenmangel, gibt es leider derzeit nur eine Minderheit unter uns Hebammen die Hausgeburten anbieten und betreuen.

Das liegt zum Teil auch an den stets steigenden Haftpflichtversicherungen und einhergehend an der sinkenden Lukrativität der Rufbereitschaft und des entstehenden Aufwands.


Falls man eine Hausgeburt plant, kann ich euch nur anraten, euch nicht durch die ein oder andere Absage entmutigen zu lassen. Bleibt dran! Viele Hebammen durchtelefonieren!

Viel Glück!

5. Ab wann genau ist ein Baby lebensfähig?

Die Grenze zur Lebensfähigkeit eines Kindes ist trotz moderner Medizin und aller zur Verfügung stehenden Techniken zwischen der 23 und 25 SSW erreicht. Wird ein Kind so früh geboren, unterscheidet und orientiert sich die Versorgung dieses Kindes von Fall zu Fall und je nach Expertenmeinung.

6. Woran erkenne ich, dass mit meinem Baby im Bauch etwas nicht stimmt?

Das ist eine schwierige Frage – ich erinnere mich an einige Mütter, die von einem inneren Gefühl sprachen, welches sie nicht näher beschreiben konnten, aber welches sie spüren ließ, dass etwas nicht stimmt.

Bei ungutem Gefühl, abnehmenden Kindsbewegungen oder ähnlichem auch umgehend das Gespräch mit euere Hebamme oder Facharzt!

7. Inwiefern beeinflusst mein Körpergewicht die Gesundheit meines Babys?

Große Gewichtsabweichungen zur Norm (Unter- und auch Übergewicht) können natürlich deinen Gesundheitszustand, deine Schwangerschaft, die Geburt und das Heranwachsen deines Babys beeinflussen. 

Bei Adipositas (Übergewicht) in der Schwangerschaft bedeutet das zB ein höheres Risiko für eine Fehlgeburt, für arterielle Hypertonie, Präeklampsie und Gestationsdiabetes mit möglich einhergehendenKomplikationen.


Studien belegen außerdem den eindeutigenZusammenhang zwischen Übergewicht/Adipositas der Mutter vor der Schwangerschaft und einem erhöhten Auftreten von Übergewicht und Asthma bei den Kindern.

8. Was bedeutet Präeklampsie und welche Folgen kann es haben?

Präeklampsie oder gerne auch Schwangerschaftsvergiftung genannt beschreibt eine Erkrankung in der Schwangerschaft, die auf eine Fehlentwicklung von Plazentagefäßen ganz zu Beginn der Schwangerschaft zurückzuführen ist.

Die Schwangerschaft entwickelt sich zunächst ganz normal, bis dass irgendwann die Obergrenze der Versorgungskapazität der Plazenta erreicht ist und der Körper der Frau mit Bluthochdruck, Eiweiß im Harn und Auffälligkeiten im Blut und den Organen reagiert.

Auch die ausreichende Versorgung des Babys über die Plazenta kann bei einer Präeklampsie nicht mehr ganz gewährleistet werden – es kann zu Wachstumsstörungen bis hin zur Unterversorgung mit Todesfolge kommen.

Je nach Schweregrad der Präeklampsie entscheidet sich das geburtshilfliche Vorgehen.

Tritt eine leichte Form auf ist es möglich konservativ zu arbeiten, das heißt Symptome durch Therapie zu lindern und Komplikationen medikamentös einzuschränken und dem Baby somit zu ermöglich noch etwas im Bauch zu reifen.

Bei schwereren Formen, ist die einzige Therapie die Beendigung der Schwangerschaft, das heißt eine Einleitung und Spontangeburt oder ein Kaiserschnitt.

9. Kannst du mir die Vor- und Nachteile einer Wassergeburt aufzeigen? Was hältst du davon?

Falls du dich im Wasser wohlfühlst und du dirvorstellen kannst, dass Wärme dir gut beim Verarbeiten der Wehen hilft – teste es aus!

Ich habe schon so manche Frau erlebt, die so schnell wie sie in der Wanne angekommen ist – auch schon wieder raus war und sich dann doch für eine ganz andere Position entschieden hat.

Wir Hebammen sind da flexibel!


Das warme Wasser hat natürlich Vorteile, nicht nur du kannst dich besser entspannen, sondern deine Dammmuskulatur tut dies ebenfalls. Man muss die Wanne nicht unbedingt zur Geburt nutzen, sondern gerne auch vorher, als Entspannungsbadewanne.

Falls es aber Auffälligkeiten im Geburtsverlauf geben sollte, ist es einer der ersten Maßnahmen der Hebamme dich aus der Wanne heraus zu holen.

Deine Hebamme wird also situationsbedingt helfen zu entscheiden, ob eine Wassergeburt in Frage käme oder du vorher doch wieder an Land solltest.

Ich persönlich finde Wassergeburten ganz großartig und freue mich jedesmal, wenn es zu einer kommt.

10. Was sind die häufigsten Geburtsverletzungen und was kann ich dagegen tun?

Ca. 80% aller Erstgebärenden haben eine Geburtsverletzung die mit einer Naht versorgt werden muss.

Am Häufigsten sind das Schürfungen der Schleimhaut, der Labien oder Dammrisse ersten und zweiten Grades.

Tatsächlich gibt es die ein oder anderen Hilfsmittelchen, welche die Verletzungen gering halten können. Jedoch gibt es kein „Wundermittel“ welches alle Geburtsverletzungen ausschließt.

Evidenzbasiert, und somit durch aktuelle Studien zur Prävention von Verletzungen belegt sind:


-die geburtsvorbereitende Dammmassage mit Öl
-geburtsvorbereitende Beckenbodengymnastik

Bitte fragt eure Hebamme nach genaueren Infos dazu !

11. Was genau ist Oxytocin und wozu dient es genau?

Oxytocin ist das sogenannte „Kuschelhormon“ – es dient unter der Geburt dazu die Wehen auszulösen, da es eine Kontraktion der Uterusmuskulatur bewirkt.

Nach der Geburt ist Oxytocin aber noch genauso wichtig, da es eine große Rolle in der Bildung der Mutter-Kind-Bindung spielt.

Zusätzlich ist dies dafür verantwortlich beim Stillen den Milchfluss zu ermöglichen.

12. Was genau wird euch auf dem CTG angezeigt? Was bedeuten diese ganzen Zahlen?

Auf den meisten CTG Geräten sieht man eine Zahl welche die fetale Herzfrequenz mitschreibt (also den Herzschlag, Puls eures Babys).

Die andere Zahl wird vom Wehenschreiber abgeleitet. Soll heißen: ergibt die Stärke der Wehe in mmHg.

Bei neueren Geräten kann man zusätzlich noch eine dritte Zahl erkennen, die zeigt zudem noch den mütterlichen Puls auf.

13. Was genau checkt ihr beim Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt ab?

Nach Geburt checken wir Hebammen den Initialzustand des Neugeborenen ab.

Das bedeutet, wir beobachten die klinische Adaptation: wie verhält sich das Neugeborene nun außerhalb der Gebärmutter, adaptieren sich sein Körper, seine Organe und Systeme an den extra-uterinen Zustand?

Traditionell gibt es da ein Scoring-System, nennt sich APGAR: Atmung, Puls, Muskeltonus, Aussehen, Reflexe werden in Lebensminute 1, 5 und 10 mit Punkten bewertet.

Bei unauffälliger Adaptation fällt das den Eltern meist nicht auf, da wir Hebammen versuchen möglichst diskret zu bleiben und euch beim ersten „Ankommen“ mit Baby nicht zu stören.

Genauso diskret nehmen wir nach der Geburt noch schnell Blut aus der Nabelschnur ab, aus dem darausfolgenden Wert erkennen wir, ob euer Baby bei der Geburt Stress hatte.

Die U1 sowie das Abwiegen und Messen werden möglichst erst später gemacht, um eben euer erstes Bonding nicht zu stören.

14. Woher kommt Frühgeborenenapneu?

Frühgeborene weisen ein zum Teil noch eher unreifes Atmungssystem auf.

Je größer die Frühgeburtlichkeit, desto unreifer das Atmungszentrum im Gehirn. Die Apnoe beschreibt also einen kurzen Moment des „Nicht-Atmens“, einen Atemaussetzer, der mit einem Absinken der Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung im Blut einhergeht.

Manchmal reicht ein leichtes Anstupsen, damit die Apnoe unterbrochen wird, manchmal benötigt es eine Atemunterstützung und/oder medikamentöse Therapie – da hört mein Wissen aber auch auf.

Alles weitere ist dann Kompetenzbereich von Kinderärzten und Neo-Personal.

15. Haben viele Babys Entzugserscheinungen durch die Sucht ihrer Mutter?

Ja auf jeden Fall.

Ob illegale Droge oder Alkohol und Nikotin, die Gefahr eines Neonatalen Abstinenzsyndroms, sprich Entzug, ist gegeben.

Die Symptome bei Babys sind vielfältig (extreme Reizbarkeit und schrilles Schreien, Zittern,Krampfanfälle, Schwitzen, Durchfall,Erbrechen..) und treten meist innerhalb der ersten drei Lebenstage auf.


Nie vergessen werde ich ein Praktikum, bei dem ich Zeuge von diesen „Suchtbabys“ werden konnte.

Es gibt Beratungsstellen, die auf Suchterkrankung in der Schwangerschaft spezialisiert sind und die euch beraten und helfen können!

Es ist nie zu spät!

16. Was hat es mit der Gelbsucht auf sich?

Jedes Neugeborene weist eine gewisse Unreife der Leber auf – die Leber ist aber mit der wichtigen Aufgabe behaftet, Teile von abgebauten roten Blutkörperchen (Bilirubin) so umzuwandeln, dass diese mit Harn und Stuhl des Kindes ausgeschieden werden können.

Durch diese Unreife der Leber verbleibt also ein Teil des Bilirubins im Blut und stagniert dort und setzt sich schließlich unter die Haut, daher die Gelbfärbung.


Die meisten Babys schaffen es das Bilirubin nach einigen Tagen von selbst abzubauen. Manche benötigen bei steigenden Werten da etwas mehr Unterstützung in Form einer Fototherapie.

Unterstützen kann man das natürliche Abbauen von Bilirubin im Körper des Babys durch ausgiebiges Stillen/Füttern und reichlicher Zufuhr von Tageslicht.

17. Mein Baby hat Akne. Hast du irgendwelche Tipps? Kann ich irgendetwas dagegen tun?

Neugeborenen Akne ist ein ganz normales Phänomen. Die kleinen roten Punkte kommen und gehen, tun nicht weh und schauen meist wilder aus als sie sind.

Die Haut deines Babys reagiert in den ersten Wochen auf all das Neue was sie berührt und baut sich dadurch eine eigene Schutzwand auf, die Hautflora.

Damit dein Baby auch ausreichend schützende, gute Bakterien abbekommt lohnt es sich ausgiebig zu Bonden.

Falls die Neugeborenen Akne sehr stark ausgeprägt ist, kann man sie leicht mit etwas Stiefmütterchen-Tee betupfen, frage dazu aber eher deine Hebamme um Rat.

18. Was genau hilft gegen Hämorrhoiden? Warum haben das so viele Frauen nach der Geburt?

Es gibt ein Venengeflecht von Hämorrhoidalvenen ganz nah beim After, in der Rektalampulle liegend.

Durch die Hormonlage der Schwangerschaft, dem verminderten venösem Rückfluss und auch dem Druck unter der Geburt dem dieses Venengeflecht ausgesetzt ist, kann es sein, dass ein Teil dieses Geflechts nachgibt, nach unten sackt, und sich ausstülpt. Mehr ist es tatsächlich nicht!

Nach der Geburt schaut sich deine Hebamme das Ausmaß dieser Hämorrhoide an und wird dir individuell empfehlen was zu tun ist.

Generell gilt, konsequent kühlen, weiches Klopapier, viel trinken und einer Salbe in Rücksprache.

Nur ganz selten ist eine Vorstellung beim Proktologen oder eine OP notwendig.

19. Wann und wie kann ich mit dem abstillen beginnen?

Da Abstillen genauso individuell und manchmal holprig sein kann wie der Stillbeginn möchte ich dazu keine allgemeine Empfehlung aufschreiben.

Um eine Mama und ihr Kind beim Abstillen zu begleiten, bedarf es zunächst mal einem Gespräch, aus welchen Gründen abgestillt werden soll, und wie die aktuelle Stillsituation aussieht.

Häufig stellt sich dann im Gespräch heraus, dass eigentlich kein wirklicher Grund zum Abstillen vorhanden ist, und eher Bestätigung benötigt wurde, dass es okay ist auch weiterzustillen – obwohl Großmutter, Tante und Nachbarin schon ihre Empfehlungen ausgesprochen hatten.


Abschließend möchte ich dazu noch sagen, dass Abstillen ein Prozess ist, der nicht von jetzt auf gleich abgeschlossen ist.

Es gibt immer zwei Parteien (Mama und Kind) die bereit und einverstanden sein müssen mit dem Abstillen zu beginnen – ohne jeglichen Einfluss von außen.

Schlussfolgernd kann man also sagen, dass es immer ratsam ist Rücksprache mit eurer Hebamme zu halten.

Kommunikation ist das A und O.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei der lieben Sophie, welche sich so viel Zeit genommen hat eure Fragen gewissenhaft zu beantworten.

Wir hoffen, unsere Mühe euch all eure Fragen zu beantworten hat sich gelohnt.

So eine Sache mit dem Schlaf

Schlafmangel auszugleichen ist dank meines Terrorzwerges gar nicht mal so einfach.

Mir sagte mal jemand damals, dass sich das Baby circa 16-18 Stunden Schlaf pro Tag gönnt.

Pustekuchen. Tatsächlich kommen manche Babys von Anfang an mit 12 Stunden Schlaf oder noch weniger aus. Dazu gehört natürlich mein kleiner Terrorzwerg.

Sie ist immer dann besonders munter, wenn Mama und Papa im Land der Träume weilen wollen.

Also habe ich mich auf der Suche nach Strategien begeben, die mir helfen, meinen Schlafmangel lockerer zu nehmen.

Ab der sechsten Lebenswoche kann man ja angeblich damit beginnen, eine Routine für das Baby einzuführen, die dabei hilft, den Rhythmus zu finden und besser zu schlafen. Dies versuche ich nun weitestgehend umzusetzen.

In der Hoffnung, dass Fiona schnell merkt, dass es tagsüber viel Spannendes zu entdecken gibt und dass die Welt nachts eher langweilig ist.

Nun aber zu meinen Hilfsmitteln gegen den Schlafmangel.

Ganz oben auf der Liste steht bei mir Powernapping! Einfach mal 20-30 Minuten Ruhe gönnen und eindösen.

Mein Leben ist auch um einiges einfacher mit Musik. Musik hilft immer. Tanz dir den Schlafmangel von der Seele.

Ebenfalls habe ich gemerkt, dass es auch mal gut ist seinen Stolz auf Seite zu legen. Zumindest in der ersten Zeit.. D.h. mal die Oma nach Wäsche fragen oder jemanden die Einkäufe übernehmen lassen. Einfache Haushaltsarbeiten auch mal abgeben und sich diese Energie sparen.

Das Abwechseln der Nachtschichten am Wochenende mit Matthias hilft mir auch ungemein, meinen Schlaf wieder etwas aufzuholen.

Viel Zeit an der frischen Luft fördert die Müdigkeit von Fiona. Also gehe ich häufig mit ihr raus an die frische Luft.

Und zum Schluss kommt wohl das simpleste überhaupt. Die Dusche. Jedes Mal fühle ich mich frisch und wach nach einer ausgiebigen Dusche.

Was ist euer Trick 17 bei Schlafmangel?

Der ungeschminkte Alltag einer frisch gebackenen Mama

Willkommen, heute bist du 24h stilles Mäuschen in meinem Leben.

22.57h

Stillen. Ein letztes Mal für heute die Brust geben bevor die Nacht anbricht.

Pampers angelegt. Noch ein letztes Bäuerchen und alles roger für die Nacht.

Sie in meinen Armen – meine Welt ist heile. Wir schlafen gemeinsam ein.

2.22h

ein weinender Klang schleicht sich in mein Unterbewusstsein- große Augen starren mich an.

Kaum wach. Ein Geruch umhüllt meine Nase.

Pampers. Aufstehen, klarkommen und das senfgelb gefüllte Päckchen eliminieren.

Sauber.

Hinsetzen, um nicht direkt einzuschlafen.

Stillen Klappe die erste.

Tausend Feuerameisen krabbeln durch deine Brust. So fühlen sich die ersten Züge bei mir zumindest an.

Aua Nippel.

Leise hoffend, dass sie schnell satt und zufrieden ist.

2.50h

Das zufriedene Milchgesicht. Sie gähnt. Jaaaa, geschafft. Zeit für Bäuerchen.

Selten nur ein Bäuerchen. Meistens ein ganzer Schwall Babykotze.

Vorbereitung ist alles. Das Mulltuch auf die Schulter geschmissen, Haare hoch und lets go.

Freunde ich sag‘s euch kein sexy Anblick.

Kopf gegen die Wand gelehnt – eine Brust raushängend.

Sind es nicht die Geräusche meines Babys die mich wecken ist es der grölende Ton des Schnarchen meines Freundes.

Fuck.

3.33h

Fiona quengelt. Das Bauchwehmonster klopft an die Türe. Die Verdauung setzt ein. Der Bauch steinhart. Die Kleine liegt nun in meinen Armen. Ich massiere ihren Bauch. Nichts.

Dann stehe ich auf und mache ihr ein Körnerkissen. Wärme hilft auch oft.

Yuppie sie schläft ein.

3.50h

Fuck.

Sie wird wieder wach. Hat offensichtlich immer noch weh. Da hilft nur noch der Magic Finger.

Um ihre Verdauung zu unterstützen. Kleiner Finger zum Nuckeln geben. „Nomm, nomm, nomm“

Es hilft. Mit und mit schlummert sie ein.

Mit meinen Finger in ihrem Mund schlafe auch ich wieder ein.

5.30h

Fiona weint. Erneut.

Ich werde kaum wach.

Mein Nacken schmerzt.

Nicht aufregen, Jenni.

Ich schaukel sie in meinen Armen. Küsse sie und trotz totaler Übermüdung spüre ich pure Liebe.

Stillen Klappe die Zweite.

Mit ihr im linken Arm und der Wasserflasche im Rechten habe ich das Gefühl kurz vor den Koma zu stehen.

Neben mir Matthias der schnarcht.

Alles klar. Wach bleiben. Durchhalten.

Ich lese Blogbeiträge der Menschen da draußen.

Hält den Geist fit.

06.00h

Endlich fertig. 10 Artikel später und 2 Brüste leerer ist Madame endlich satt.

Zeit für Bäuerchen.

Schlafenszeit.

06.15h

Matthias Wecker klingelt. Ein penetranter Ton lässt mich sofort wach da liegen. Das ist der Moment wo ich mich innerlich das erste mal etwas aufrege.

Der Wecker geht nicht ein Mal. Nein. Dieser fucking Wecker geht einfach im zwei bis fünf Minuten Takt bis 06.45h oder 07.00h durch.

07.30h

Matthias geht aus dem Haus.

Ein Abschiedskuss und dann bricht der Tag auch schon an. Ich versuche noch irgendwie Schlaf nachzuholen.

8.30h

Fiona ist endgültig wach.

Total erledigt entscheide ich mich also dafür, dass es keinen Sinn mehr hat liegen zu bleiben.

Kaffee. Am Liebsten literweise.

Ich Schaukel die Kleine hin und her. Todmüde und gleichzeitig glücklich sitzen wir dort auf dem Sofa.

Erstmal die Hunde und Katze kuscheln.

Wir schlummern wieder ein.

09.47h

Fuck Kaffee vergessen.

Hungerterror.

Brust die erste.

Dann den Pamperspo frisch machen.

Brust die zweite.

Bäuerchen.

Und wieder Babykotze im Haar.

10.27h

Sie schläft endlich wieder.

Jetzt aber. Kaffee.

Ich lege Fiona ins Nestchen.

Ooh man schmeckt dieser Kaffee gut.

Zeit für eine Dusche.

11.00h

Ich trage Fiona samt Nestchen mit ins Bad.

Endlich Zeit für die tägliche Körperhygiene.

Zähne putzen und dann ab unter die Dusche.

Richtige Me time.

Nach 2 Minuten fängt Fiona wieder an.

Es ist, als wäre ihre Superkraft genau dann zu knatschen wenn ich anfange meine Zeit zu genießen.

11.20h

Ich mache den Föhn an. Denn das ist ein wundersames Geräusch welches sie meistens instant in den Schlaf katapultiert.

Ich packe klein Äffchen in meine Trage. Schnappe mir meinen zuckersüßen Hund und gehe eine Runde spazieren.

11.30h

Diese frische, herbstliche Luft.

Die Bäume.

Das knistern unter den Füßen.

Erholung pur.

Wach werden angesagt.

12.30h

Ich öffne die Wohnungstüre.

Alle knock-out.

Zeit, etwas zu schaffen.

Ich versuche Minime abzulegen.

Hoffentlich schläft sie weiter.

Uff, geschafft.

13.00h

Ich knalle so ziemlich alles was ich kann in die Waschmaschine. Waschen hat sich mit Baby zum fast täglichen Ritual entwickelt.

An.

Spülmaschine ausräumen steht auf dem Plan.

Geschafft.

Dann würde ich gerne noch schnell staubsaugen.

Nachdem ein Zimmer geschafft ist höre ich schon das Geschrei aus dem Laufstall.

Terrorzwerg ist wach.

Also staubsaugen abgebrochen. Erstmal Windeln wechseln angesagt.

Dann wieder die Milchbar eröffnen.

14.30h

Die Zimtschnecke versuche ich wieder abzulegen.

Langsam tritt auch meine Müdigkeit wieder ein. Doch ich will noch was schaffen. Muss noch einiges schaffen sage ich mir.

Ich beziehe also das Bett neu und staubsauge zu Ende.

15.30h

So, endlich …. mein Kaffee.

Voller Elan setze ich mich an den Tisch.

Mein schlaues Buch vor mir. Tablett und eine Tasse Kaffee daneben.

Me time.

Ich fange an zu brainstormen.

Mein erster Satz wird getippt und dann fließen die Worte von alleine.

Wie ein Wasserfall lasse ich es einfach laufen.

16.17h

Piep, piep.

Ton des Grauens.

Waschmaschine fertig.

Wäsche aufhängen.

Weiterschreiben.

17.15h

Oh fuck.

Habe die Zeit total vergessen.

Kochen. Matthias kommt jetzt gleich von der Arbeit. Mein Magen knurrt. Ich sollte kochen.

Also fix was gezaubert.

18.16h

Guten Appetit.

Eigentlich wollte ich mich heute doch noch hingelegt haben.. wo ist die Zeit denn bitte hin?

18.38h

Abräumen.

Erneut schreit Minime.

Also huckeln was das Zeug hält.

Dann ist wieder die gute alte Pampers dran.

Mit ihr auf dem Arm setze ich mich dann aufs Sofa.

Kuscheln, reden und mit ihr „spielen“ stehen nun auf den Programm.

19.17h

Jetzt kommt der Hungerterror wieder zum Vorschein. Also heißt es wieder wie immer. Brust raus und los.

In dieser Zeit überfliege ich nochmal das Geschriebene. Korrekturlesen.

Alles klar.

Ich bin zufrieden.

Mein Kopf leer. Emotionen auf dem Papier.

Perfekt.

20.00h

Sie ist gesättigt. Schläft in meinen Armen tief und fest. Ich traue kaum noch zu bewegen.

Kuscheln bis der Arzt kommt.

Zum Glück geht Matthias mit den Hunden. Meine Beinen würden mich wohl keinen Meter mehr tragen.

Einfügen des Textes.

Formatieren.

Fotos anhängen.

Yep, gefällt mir.

20.47h

Ich bin todmüde.

Zähne putzen und ab ins Bett.

Ich liebe es so sehr in ein frisch gewaschenes Bett zu schlüpfen.

21.00h

Eingeschlafen.

22.39h

Das Geschrei des Hungers lässt mich halb benebelt wach werden.

Schon?

Klarkommen.

Mein Kind ernähren.

Ein qualvolles Gefühl wach zu bleiben.

Die Müdigkeit übermannt mich.

Also Plan B. Raus aus dem Bett.

Windeln wechseln und im Sitzen weiterstillen.

Ich schalte meine Serie ein um wach zu bleiben.

23.00h

Bäuerchen machen und hoffentlich schnell ablegen.

Ich falle wieder ins Bett.

Meine Augen bekomme ich kaum offen gehalten.

23.18h

Das Bauchwehmonster ist wieder da.

Rettung naht. Körnerkissen wird gewärmt.

Heute geht es zum Glück schnell vorbei.

23.45h

Ich drehe mich auf den Bauch und merke wie mein Körper entspannt. Ich sage der Welt gute Nacht.

3.12h

Täglich grüßt das Murmeltier.

Zeit nur für mich

Es fühlt sich an wie Sand unter den Füßen. Wie der Geruch von frisch gebackenen Keksen am Weihnachtsmorgen.

Die Me time.

Du fragst dich sicher wann genau sich eine frisch gebackene Mama wie ich Zeit für sich selber nimmt. Ganz ehrlich? Gar nicht. Die ersten Tage zumindest nicht.

Die ersten Tage möchtest du aber auch nicht wirklich Zeit alleine verbringen. Du saugst jede Minute mit deinem Baby, worauf du schließlich neun Monate sehnsüchtig gewartet hast, auf wie ein Schwamm.

Doch irgendwann schleicht sich heimlich das Bedürfnis wieder ein auch ein wenig Zeit für sich selber zu nutzen. Du sehnst dich nach ruhigen, erholsamen Momenten, wo du nur mit dir selber in einem Raum bist.

Einige Mamas werden dich dafür verurteilen, zu früh Zeit für dich zu wollen. Andere Mamas werden dir sagen du solltest dir aber jetzt so langsam mal Zeit nehmen für dich selbst.

Egal wie man’s macht, man macht es eh verkehrt. Doch das Wichtigste ist, dass du ab dem Zeitpunkt, wo du merkst Zeit für dich zu wollen, dir diese auch gönnst.

Jede Sekunde Energie tanken ist wertvoll.

Ich denke kaum eine Mama kann sich am Anfang Ganze Tage Pause gönnen. Doch hier und da mal einige Stunden ist schon in Ordnung. Dein Kind hat schließlich nicht nur einen Erzeuger, sondern auch einen Vater, der sich genauso liebevoll, wenn auch anders um dein Kind kümmern kann.

Bei mir persönlich war es so, dass ich mir das erste mal drei Wochen nach der Geburt etwas Zeit gegönnt habe.

Was ich da getan habe? Hört sich total bescheuert an, doch es war einfach nur um eine ausgiebige Dusche zu nehmen und meine Fußnägel zu schneiden.

Ja, auch so kleine Dinge wie diese weißt du dann mehr denn je zu schätzen. Du erkennst sie auf einmal als Zeit für dich an.

Es sind die kleinsten Momente, die dir vorher total selbstverständlich vorkamen. Diese Momente, die du in deiner Unachtsamkeit gar nicht als Luxus wahrgenommen hast.

Sei es der morgendliche Kaffee, die ausgiebige Dusche oder sogar die 5 Minuten auf dem Klo.

Irgendwann saugst du diese Momente genauso auf, wie die Zeit mit deinem Baby.

Ich wusste beispielsweise, dass mein Baby anfangs ca. alle 3 Stunden gestillt werden musste. Also legte ich in der Zwischenzeit die Metime ein.

Meine Meinung persönlich ist, dass eine Mutter nicht all ihre Bedürfnisse kastrieren muss, nur weil sie jetzt Mutter ist. Es bedeutet immer noch Frau zu sein. Es bedeutet immer noch Bedürfnisse zu haben.

Me time bedeutet sich Zeit frei zu schaufeln und Dinge zu tun, die man immer schon gerne getan hat.

Ich kriege zum Beispiel meinen Kopf gut frei, in dem ich mich mit einem Kaffee vor ein paar weißen Seiten setze und einfach meine Gedanken niederschreiben. Kopf frei kriegen für mich bedeutet auch einfach mal eine Runde mit meinem Hund durch den Wald zu gehen. Nur er und ich und die Bäume um mich herum.

Durchatmen kann ich bei einer entspannten Badewanne oder beim Fotografieren. Dies bedeutet ja nicht unbedingt, dass ich es zwingend alleine erleben muss. Ich kann genauso gut die me time genießen, obschon mein Baby dabei ist. Beispielsweise nehme ich Fiona mit und lege sie ins Nestchen um zu schlafen während ich mir ein Bad gönne oder ein gutes Buch lese.

Ich kann Kaffee trinken und ein Text schreiben, während sie schlafend neben mir liegt.

Mama sein bedeutet eben auch Zeit für sich neu zu definieren als im Leben zuvor ohne Baby.

Es ist anders.

Aber wertvoller.

Man weiß diese kleinen Momente mehr zu schätzen, da sie sich zu einer Rarität entwicklen. Doch ganz verschwunden sind sie nicht.

Auszeit braucht jeder mal und die sollte sich auch jede Mama mal gönnen dürfen.

Kampfhund oder Kampfschmuser?

Menschen, die Pitbulls nicht kennen stempeln sie gerne mal als „böse Kampfhunde“ ab. Menschen, die sie kennen, wissen ihre liebevolle Art zu schätzen. Doch wer kennt die Geschichte und Herkunft dieser besonderen Rasse wirklich?

Hasse sie nicht nur weil du sie nicht kennst. Verurteile sie nicht, nur weil du Angst vor ihnen hast.

Vorweg erstmal einige Informationen zur Rasse:

Der American Pitbull Terrier, seriös gezüchtet und sozialisiert, ist ein in sich ruhender Hund. Er ist sehr aufmerksam und intelligent.

Natürlich ist er mit 25-30kg enorm kräftig, mutig und verfügt über eine hohe potenzielle Kampfkraft. Heißt jedoch nicht, dass er fokussiert auf den Kampf gegenüber dem Menschen ist.

Zugleich ist er seinen Menschen gegenüber äußerst liebenswert, treu und anhänglich, ja sogar ergeben.

Fremden Menschen gegenüber ist er neutral. Angst und Unsicherheit nimmt er durch seine sensible Art sofort wahr.

Ein Pitbull ist gutmütig und hat eine außerordentlich hohe Reizschwelle.

Besonders in den 1990er Jahren wurden Hunde wie der Pitbull von unseriösen Züchtern und Haltern aggressiv gemacht, scharf gemacht, wild gekreuzt und als lebende Waffen missbraucht.

Die Pitbulls sind Opfer, nicht Täter.

Seriös gezüchtet können sie hervorragende Familienhunde und tolle, treue Begleiter sein.

Zum historischen Hintergrund:

Der heutige American Pitbull Terrier, kurz Pitbull genannt, ist Spross eines in den USA und England seit etwa 200 Jahren gezüchteten Hundetyps.

Zu seinen Ahnen zählen neben dem Terrier vor allem die alten Bulldoggen.

In England und Nordamerika haben Hundekämpfe eine bis in die Antike reichende Tradition. Der alte Bulldog wurde beispielsweise zum Kampf mit Bullen in die Arenen des Tierkampfs geschickt.

In der Periode der Sklaverei wurden sie sogar zur Jagd von Menschen genutzt.

Daher stammt auch das „Kriegsgeschrei“ welches typisch für diese Rasse ist. Damit wollen sie ihrem Umfeld vermitteln, dass dort etwas ist.

Was die meisten nicht wissen – im 18. Jahrhundert wurden sie sogar rein als Haus- und Familienhund gehalten. Sie sollten auf Babys aufpassen und die Kinder beschützen. Alte Fotografien aus der Zeit beweisen dies.

Mit den Jahrhunderten wurden gewisse optische Eigenschaften ausgeprägter herausgezüchtet. Aus guten und weniger guten Gründen.

Beispielsweise verfügen Pitbulls über eine unglaublich harte Schädeldecke. Welches für die Menschen, die diese Rasse zum Hundekampf ausnutzten unabdingbar war.

Die Körperform wurde so kompakt, klein und muskulös wie möglich gehalten, um geballte Kraft auf kleinstem Raum zu züchten.

Eine sogenannte „Kampfmaschine“ entstand.

Heutiges Schönheitsideal dieser Rasse ist es in manchen Ländern die Ohren abzuschneiden. Oftmals nur aus optischen Gründen oder aber um weniger Angriffsfläche für feindliche Hunde zu bieten.

Körperliche Veränderung jeglicher Art nur weil der Halter es so “schöner” findet ist in meinen Augen eine Art der Misshandlung. Leider wird dies nicht weltweit so gesehen.

Natürlich ist die Liste unendlich lang.. So entstand mit und mit die Rasse Pitbull wie wir sie heute kennen.

Zurück zu den Hundekämpfen:

Nachdem Tierkämpfe offiziell verboten waren, wurden sie illegal fortgeführt, in den USA sogar bis heute.

In der Illegalität wurden die alten Bulldoggen dann mit Terriern gekreuzt, was offiziell verboten war, da die so entstandenen Mischlinge zu gefährlich wurden.

Auf diese Weise entstand im 19. Jahrhundert der „Bull and Terrier“ in den Industriegebieten Englands und kam sehr schnell in die USA. Dort nannte man sie „Pit Bulls“. Mit Pit bezeichnet man den Ring des Hundekampfes.

1898 wurde der heute noch existierende „United Kennel Club“ (UKC) gegründet, der die Zucht dieser Hunde an sich zog. Der UKC war und ist noch heute nichts anderes als ein „professioneller“ Veranstalter von Hundekämpfen.

Traurig oder? Daher rührt mein Spruch, dass diese Rasse Opfer sind und nicht Täter.

Im ersten Weltkrieg wurde der Mut der Pitbulls zum Ansporn für die Kampfkraft der amerikanischen Truppen genutzt.

Wie wurde so ein Hund dann doch wieder zum Familienhund anerkannt?

Man fing an sich wieder auf die positive Seite zu konzentrieren. Die guten Eigenschaften wieder mit einzuspielen. Er wurde somit wieder zum Haus- und Familienhund.

Schaut mal „die kleinen Strolche“. Die Filme liefen zwischen 1922 und 1944. Es handelt sich um eine Kindergang mit einem Hund. Dieser Hund war ein Pitbull. Er war der Behüter und Beschützer, Spielkamerad und Seelentröster der Kinder. Das Idealbild eines kinder- und familienfreundlichen Hundes.

„Our Gang“ – 1922

Was man bei der Anschaffung einer solchen Rasse beachten sollte:

Ein Pitbull will geistig und körperlich ausgelastet werden. Schon im Welpenalter sollte man, selbstverständlich ohne jegliche Aggression, dem Hund klarmachen wer der Chef im Haus ist. Daran darf es nie einen Zweifel geben.

Es ist Deine besondere Verantwortung, Hunde dieser Art ausgesprochen gut zu erziehen, so dass sie nie gegenüber Dritten auch nur bedrohlich wirken können. Ein Pitbull ist ein aufgeweckter Hund, welcher auch oft sehr verspielt sein kann. Er will Führung durch seinen Halter. Hat eine sehr einfühlsame Seele. Gut erzogen hört er nicht nur aufs Wort, er liest dir die Wünsche von den Augen ab.

Im Endeffekt kann man sagen, dass du dein ganzes Leben auf die damit einhergehenden Restriktionen durch Staat und Gesellschaft eingestellt sein musst, wenn du dir einen Pitbull anschaffst. Auf der Straße musst du damit rechnen von Leuten verurteilt oder gar angepöbelt zu werden.

Für mich ist ein Hund immer das, was ein Halter aus ihm macht. Er spiegelt die Seele seines Besitzers wieder.

Zu Navajo:

Ich vertraue Navajo zu 100 % und weiß genau, in welcher Situation er wie reagiert.

Er ist der ängstliche und liebevollste Hund, den ich kenne. Er will jeden abknutschen, und versteht nicht, wenn ihn jemand nicht streichelt. Natürlich muss er dies trotzdem akzeptieren. Navajo ist unheimlich tollpatschig und freut sich über jede Art von Aufmerksamkeit. Er steht jedem offen gegenüber und ist extrem verspielt.

Sobald Besuch herein kommt, holt er sein Spielzeug raus und präsentiert es den Gästen.

Jedoch kann er beispielsweise sehr stürmisch sein und kann seine Kraft häufig schwer einschätzen. Wenn er kuscheln will, schmeißt er sich oft auf die Seite, um gekrault zu werden. Durch sein Gewicht, und sein junges, stürmisches Verhalten kann dies natürlich fürs Baby gefährlich werden.

Daher sollte man niemals, egal welche Rasse, einen Hund mit einem Baby alleine lassen.

Navajo gehört definitiv zu der Kategorie der Kampfschmuser, doch sollte man immer im Hinterkopf behalten, was für eine Kraft er entwickeln kann.

Aus bösem Willen hat er noch nie etwas gemacht. Beim spielerischen Laufen hat er schon mal unabsichtlich ein Kleinkind umgestoßen, da er leicht mit seinem Popo gegen den kleinen Racker gestupst war.

Ein Hund ist und bleibt Produkt seines Besitzers und das sollte man nie vergessen.

Mama kann dir leider keine gesunde Welt bieten – Rückblick 2020

Die Welt steht Kopf.. so fühlt es sich zumindest für die meisten von uns an.

Unverständlich es zu erleben, doch verständlich, dass es irgendwann so weit kommen musste.

COVID-19 lässt unsere Welt still stehen.

Mir tut es in erster Linie am meisten Leid, dass ich meine Tochter in eine Welt bringen muss, die von Beginn ihrer Geburt ungesund ist. In eine Welt, wo Menschen nicht bewusst ist, was ihr Handeln für Konsequenzen haben.

Das bisherige Jahr sollte Anlass sein, zu reflektieren und ganz klar Dinge zu ändern.

Wir haben nur einen Planeten. Einen Plan B gibt es nicht.

Also sollten wir alles daran setzen, schnellstmöglich unsere Umwelt so zu respektieren, dass sie wieder die Chance bekommt sich zu regenerieren.

Jeder von uns musste sich auf Veränderungen einlassen, das Wort Lockdown flog einem überall um die Ohren.

Egal welche Nachrichtenquelle man eingeschaltet hat.. der Begriff Corona prasselte von allen Ecken auf uns ein.

Gerade in der ersten Zeit zu Hause habe ich für meinen Teil wieder gelernt die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.

Zusätzlich kam meine Schwangerschaft noch dazu. Die Freude meinen Bauch der Welt da draußen zu präsentieren wurde jedoch schnell gedämpft.

Es tut mir leid, mein Schatz. Leider kann Mama dir keine gesunde Welt bieten.

Irgendwann wurde es in erster Linie einsam und traurig. Die erste Schwangerschaft ohne jeglichen Zuspruch zu erleben war ziemlich hart.

Doch auf der anderen Seite hatte ich ein großes Privileg und dies wurde mir immer bewusster.

Trotz starkem Gefühl der Einsamkeit war ich nicht wirklich alleine. Mein Partner, meine Hunde und meine Katze waren bei mir.

Hingegen Menschen wie meine Oma waren völlig isoliert und alleine von allem.

Ich dachte oft an die Menschen, die keine Angehörigen hatten. Niemanden, der sie unterstützt in dieser schweren Zeit.

Menschen, die Tag für Tag auf eine weiße Wand starren.

Menschen, die sogar ohne die Anwesenheit ihrer Lieben zu dieser Zeit sterben mussten.

Einsam.

Ja, bis jetzt war 2020 kein schönes Jahr. Kein Jahr worauf wir, die Menschheit wirklich stolz sein können.

#stayathome machte die Runde und regte zum Umdenken an. Selbst als Einzelgänger wurde es von Tag zu Tag schwieriger positiv zu bleiben. Das Loch wurde immer größer.

Dennoch habe ich versucht dieser Zeit etwas positives abzugewinnen. Man hatte wieder Zeit zu sich selbst zu finden. Ohne den gesellschaftlichen Druck.

Es kehrte Ruhe ein und man hatte Zeit Kraft zu tanken.

Glücklicherweise konnten wir den Wald um uns nutzen für ausgiebige Spaziergänge. Stundenlange Gedankenkreise.

Frische Luft.

Keinen Termin im Nacken.

Atmen.

Unter anderem hatte man wieder viel Zeit sich kreativ auszuleben. Durch diese Loslösung und Selbstfindung sprühte die Kreativität nur so aus mir raus.

Endlich Zeit mir etwas aufzubauen.. wieder zu Schreiben, zu lesen, zu malen und zu fotografieren..

Zeit um eine Sprache zu lernen oder sich neue Fähigkeiten anzueignen.

Für mich persönlich war das Schlimmste meine Familie nicht umarmen zu dürfen.

Aber nun werden wir mal einen Blick auf die Welt…


Prägende Ereignisse auf der Welt 2020:

Die Brände in Australien

Erinnert euch zurück… die heftigen, totbringenden Buschbrände in Australien. Mehr als 1 Milliarden Tiere ließen dabei ihr Leben.

Erster Versuch das Ökosystem wieder aufzubauen

Das Meer stirbt aus

Kein aktuelles Problem, doch präsenter als je zuvor . Häufig damit konfrontiert, wieviel Müll und Plastik eigentlich angespült wird. Dank uns. Und Menschen.

Folge? Nachhaltigkeit

Der nächste Punkt der präsenter wurde wie sonst.

Nachhaltigkeit

Wir MÜSSEN nachhaltiger leben. Dieser Begriff betrifft nun jeden einzelnen. Keiner kann sich mehr freisprechen.

Hamsterkäufe

Erinnert euch an die Zeit zurück, in dem Klopapier Luxusware war. Und das 2020.

Die Krise wurde Anfang März als Pandemie eingestuft. Besonders Nudeln, Konserven, Hefe etc. wurden gebunkert. So extrem, dass irgendwann auch Maßnahmen gegen die Hamsterkäufe getroffen wurden.

Kontaktbeschränkungen

Fast europaweit wurden mehr oder weniger feste Bestimmungen zur Kontaktbeschränkung eingeführt.

Dies hatte vor allem wirtschaftliche Konsequenzen.

Arbeitskräfte wurden in Kurzarbeit geschickt, viele machten im Home-Office weiter um dem wirtschaftlichen Zusammenbruch entgegen zu wirken.

Ohne Erfolg. Viele Unternehmen mussten schließen. Viele Restaurants konnten sich nicht mehr über Wasser halten.

Wut und Unverständnis waren die Folge.

In manchen Städten herrschte Ausnahmezustand. In Barcelona beispielsweise hatte man sogar Angst vor Plünderungen.

Menschen, wie Tiere in Käfige gedrängt. Überfallen von einen Virus, der nicht greifbar ist.

Zu wenig Kommunikation löste Verschwörungstheorien aus.

Todesfälle ohne Ende.

Dann der nächste Schock.

George Floyd

Am 25. Mai 2020 wurde der US Amerikaner George Floyd durch eine gewaltsame Festnahme eines Polizisten getötet. Das Video schockierte alle Menschen weltweit und löste eine Welle an Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt aus.

Das Thema Rassismus ist einfach zu komplex, um es jetzt einfach kurz zu machen. Dazu möchte ich noch einen weiteren Blog Artikel schreiben. Doch was ich sagen kann, ist dass wir alle gemeinsam den Kampf gegen Rassismus angehen können. In dem wir zuhören, lernen, uns informieren, unsere Kinder aufklären, mit Freunden und Familien sprechen und unsere Stimme erheben.

Denn wir haben eine Stimme. Eine Stimme welche George Floyd genommen wurde.

Ein positiver Punkt war jedoch der Wiederaufbau der Solidarität. Denn nur in Krisenzeiten fängt die Gesellschaft an, sich gegenseitig zu unterstützen. Die egoistischen Scheuklappen abgelegt.

Man kann einfach nicht in Worte fassen, was 2020 genau passiert ist. Alles was wir lernen können, ist das zuhören manchmal wichtiger ist als reden.

Dass wir unserem Planeten, unserer Mutter Erde, mehr Respekt entgegenbringen müssen und mehr aufeinander achten müssen.

Wann fangen wir endlich an aktiv unsere Umwelt zu schützen?

Du wirst nie einen Regenbogen sehen ohne den Regen erlebt zu haben.“

Sex nach der Geburt

Machen wir uns nichts vor, kein einfaches Thema. Ein Thema, welches einen schnell mal unter Druck setzen kann.

Während der Schwangerschaft ist es schon so eine Sache für sich. Anfangs noch voller Lust und voll mit Hormonen, widmet man diesem Thema nicht einen Gedanken.

Es passiert einfach aus Leidenschaft.

Dann irgendwann kommt der Moment, in dem entweder der Mann oder die Frau Angst hat dem Baby weh tun zu können.

Ich meine, man fühlt etwas wachsen. Man fühlt, wie sich etwas bewegt. Schlussfolgernd hat man Angst, das Baby zu verletzen.

Doch keine Sorge, das kann nicht passieren. Falls ihr unsicher seid, sprecht mit eurem Arzt darüber.

Unabhängig von den Fakten, dass es nicht schadet, bildet sich aber auch irgendwann eine Art Blockade. Eine Hemmung.

Es ist reine Kopfsache.

Unabhängig vom Kopf ist es natürlich auch eine Angelegenheit des Wohlbefindens.

Lustlosigkeit ist auch oft dadurch bedingt, dass du dich selbst beziehungsweise deinen Körper nicht mehr so liebst wie vorher und dadurch denkst kein anderer könnte dies tun.

Oder es ist eben von der Angst gesteuert, du könntest das Baby verletzen.

Ich habe mit anderen Schwangeren gesprochen, welche keins von beiden hatten. Bis zum Ende war ihre Lust vollkommen vorhanden. Dies beweist mal wieder wie unterschiedlich jede Schwangerschaft empfunden wird.

Sex zum Ende hin der Schwangerschaft wirkt sogar wehenfördernd.

Es hängt natürlich auch von deiner Schwangerschaft ab. Ob du Schmerzen hast oder nicht.


Nach der Geburt.

Natürlich kann ich persönlich nur aus der Sicht sprechen, wie es um die Lust steht, wenn man einen Kaiserschnitt hatte.

Bei Frauen mit einer natürlichen Geburt, kann ich nur von Hörensagen sprechen.

So oder so ist untenrum erstmal eine kleine „Baustelle“ und man kann pauschal sagen circa sechs Wochen absolute „Sexsperre“. Man sollte dem Körper und Geist Zeit geben sich zu regenerieren.

Bei mir war es unmittelbar nach dem Kaiserschnitt so, dass ich wirklich dachte, ich könne nie wieder Sex haben. Alles schmerzte so sehr, dass ich mir total unsicher war ob es jemals wieder funktionieren würde.

Zwei Frauen, die ich kenne, konnten nach ihrer natürlichen Entbindung sogar monatelang nicht mal an Sex denken…

Ist alles gar nicht schlimm. Jeder macht es in seinem Rhythmus und wie es sich für jeden individuell am „Richtigsten“ anfühlt.

Man muss den Mut neu an den Haaren packen und einfach den Sprung ins kalte Wasser wagen.

Probieren geht über studieren.

Lerne dich und deinen Körper so zu akzeptieren und zu lieben, wie er ist. Auch wenn er nicht mehr so aussieht wie vor der Schwangerschaft.

Sei stolz auf deinen Körper! Er hat Leben erschaffen.

Das Wichtigste an dem Ganzen ist, eine Beziehung zu führen, die auf Respekt und Verständnis basiert. Damit der Wiedereinstieg als schön empfunden wird.

Damit beiderseits kein Frust entsteht, sollte man auf jeden Fall den Schwerpunkt auf die Kommunikation legen.

Denn, nur wer redet, dem kann geholfen werden.