Tragen – mein Klammeräffchen ganz nah

Happy international Babywearingweek.

Tragen ist Liebe. Tragen ist Verbindung.

„Nah am Herzen. Solange du mich brauchst. Bis deine kleinen Füßchen dich durch diese Welt tragen.“

Warum ich Fiona trage?

Erstens, weil sie manchmal Momente hat, in denen sie sich kaum oder gar nicht ablegen lässt. Meistens hat sie kein Problem mit dem Ablegen doch es gibt so Tage, an denen die Unruhe steigt sobald ich sie ins Nestchen legen möchte.

Da merkt man dann ganz klar: Babys sind Traglinge. Der Greifreflex bei den Minis ist sehr ausgeprägt, auch Fiona ist es gewohnt sich an mich zu klammern sobald ich sie hoch halte.

Die Trage erlaubt mir meinen Alltag weiterzuführen und Dinge wie Haushalt, Papierkram oder Spaziergänge mit meinem Hund zu machen – mein Klammeräffchen immer dabei.

Zweitens war mein Körper neun Monate ein zu Hause für Fiona und ich merke schnell, dass es ein Urvertrauen schafft nah an meinem Herzen zu liegen. Sobald sie in der Trage liegt schläft sie zügig ein und entspannt ein.

Es schenkt ihr Sicherheit und Geborgenheit.

Zusätzlich bildet es einen ersten Grundstein zur Förderung der motorischen Entwicklung.
Im Tragetuch nimmt sie Bewegungen von mir wahr, verarbeitet sie und reagiert mit kleinsten Ausgleichbewegungen. Das trainiert die Muskulatur und schult den Gleichgewichtssinn.

Das Tragen hat nur Vorteile für mich und Fiona. Wir lieben es.

Doch warum sollte man Babys überhaupt tragen?

Das Tragen von Babys hat so viele positive gesundheitliche Aspekte, dass man sie kaum aufzählen kann. Einer der wichtigsten ist sicherlich die gesunde Entwicklung des Hüftgelenkes. Die leicht gespreizte und angehockte Beinstellung ist ideal für die normale Ausreifung der kindlichen Hüftgelenke. Es ist kein Zufall, dass Kulturen, die ihre Kinder traditionell in Tragetüchern transportieren, Fehlstellungen wie Hüftdysplasie kaum kennen.

Zusätzlich beugt das Tragen Drei-Monats-Koliken vor, da durch die ständige Bewegung der Bauch leicht massiert wird.

Das permanente Schaukeln am Körper des Tragenden fördert nachweislich die Hirntätigkeit und damit auch die Intelligenz der Kleinen. Viele Studien haben erwiesen, dass Bewegung neue Nervenzellen im Hirn wachsen lässt.

Zu unserer Trage: Wir nutzen die LIMAS Babytrage, welche aus 100% Bio-Baumwolle Tragetuchstoff genäht wurde. Dank verstellbaren Steg wächst sie stufenlos mit und gewährleistet so eine ergonomische Sitzhaltung für das Baby – durchgehend von Geburt an bis ins Kleinkindalter.

Für besten Tragekomfort sorgen auffächerbaren Schulterträger und einsetzbare Schulterpolster.

Ich bin total überzeugt und kann sie nur jedem weiterempfehlen.

M O M L I F E

Ein Wort, welches man mit einem hashtag verziert unter jedem zweiten Post findet.

Doch was bedeutet dies eigentlich genau?

Für mich bedeutet es meine Prioritäten neu zu ordnen. Die eigenen Bedürfnisse erstmal hinten anzustellen.

Du kennst die Bedeutung, wenn du trotz perfekter zeitlicher Organisation nie schaffst pünktlich irgendwo zu erscheinen.

Für mich bedeutet es um 20h völlig k.o. Im Bett zu liegen und dauerhaft mit 5 Stunden Schlaf auszukommen.

Es bedeutet die 10 Minuten unter der Dusche täglich als „Me time“ anzuerkennen und das Wort „Ruhe“ komplett neu zu definieren.

Für mich bedeutet es auch Streit auch mal zu ignorieren, nicht nur zum eigenen Wohle, sondern weil ich meinem Baby jeglichen Stress ersparen möchte.

Es bedeutet unabsichtlich mit Socken in Sandalen vor die Türe zu gehen, weil man so beschäftigt ist alles fürs Baby mitzunehmen, dass du völlig vergisst, wie du selber aussiehst.

Für mich bedeutet das Wort Momlife aber auch bedingungslos zu lieben. Bei all dem Schlafmangel nicht genervt, sondern glücklich zu sein.

Es bedeutet Liebe in der reinsten Form.

Wenn aus meiner Oma eine Uroma wird

Du.
Meine Oma.
Die Mama meiner Mama.
Uroma meiner Tochter.

Du bist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben. Du hast dich als Kind sehr oft um mich gekümmert.
Sehr oft war ich bei dir. Ich kann immer auf dich zählen und du verurteilst mich nie.

Wenige Menschen, denen ich blind vertraue, bei denen ich mich aufs Sofa setze und alle Probleme davongetragen erscheinen. Doch bei dir ist es möglich.

Jeder hier im Dorf kennt dich und keiner denkt schlecht von dir. Du bist eine Frohnatur und erfreust dich immer an den kleinen Dingen im Leben.

Letztes Jahr hast du den Krebs bekämpft und ich könnte stolzer nicht sein, dass du den schweren Weg gemeistert hast.
Nachdem es anfing dir wieder besser zu gehen kam dann, Anfang des Jahres der nächste Schock: schwere Lungenembolie.
Ein wochenlanger Krankenhausaufenthalt waren die Folge.

Die ganze Familie war am Boden zerstört.
Der Gedanke, dass es dich nicht mehr geben würde war und ist immer noch mehr als surreal für mich.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich tagtäglich dachte man schnüre mir die Luft ab.
Es war betäubend, als Angehörige zu sehen, dass der Mensch, den du immer froh und munter im Kopf und Herzen hast plötzlich so krank war.

Ich kann und will es mir gar nicht vorstellen müssen, in dein Haus zu gehen ohne dich darin zu finden. Ohne deine Stimme, die mich freudig empfängt.
Ohne dein lautes Lachen, welches automatisch animiert mitzumachen.

Du bist der gütigste Mensch, den ich kenne und auch wenn es manchmal nervig unverständlich ist, siehst du immer das Gute in wirklich jedem.

Du tust alles für dein Umfeld, deine Enkel und nun auch deine Urenkelin.
Ich bin mehr als dankbar, dass du es noch erleben kannst Uroma zu sein und ich bin einfach nur glücklich, wenn ich mein Baby in deinen Armen sehe ..

Meine Liebe zu dir ist unendlich.

Ich liebe dich, Oma.

Mon cœur d’amour

Je te promets d’être la personne au monde qui t’aime le plus.
Parce que le jour où tu es sortie de mon ventre, mon cœur s’est cassé en deux, de bonheur, d’amour, du plus beau cocktail d’émotions.

Je suis devenue une autre à ce moment-là. Devenue une maman. Mon enfant, le mien. J’ai tout de suite trouvé que tu étais la plus belle, la plus adorable et que je ferais tout en mon pouvoir pour tu ne connaisses jamais la tristesse, la peine, le malheur et que si jamais je n’arrivais pas à te le faire éviter, je tenterais de tout adoucir autour de toi pour que ce soit plus facile, plus léger.

Je te promets qu’on me passera sur le coeur des milliers de fois s’il le faut pour éviter de briser ton p’tit cœur, à toi. Le mien sera solide pour deux, aussi longtemps que tu ne sentiras pas que le tien est prêt.

Je te promets que je te tiendrai la main. Contre des armées de difficultés, de découragement. Mais aussi pour des affluents de bonheur, de rires et de beaux moments.

Je serai celle qui sera toujours derrière toi pour t’encourager, t’aider à te relever après un échec. Qui te suivra dans tous tes choix qui seront les meilleurs selon toi à cette période précise de ta vie .

Je serai celle qui te montrerai que suivre ta voie est le plus bel accomplissement, pour toi, pour ta vie. Que l’opinion des autres n’est qu’un grain de sable entre les deux orteils quand nous sommes persuadés des choix que l’on fait .

Que je serai juste là. Pour tout. Pour rien. Mais surtout pour toi.

Peu importe la femme, l’amie, l’amoureuse ou la maman que je suis . Tu seras toujours ce qu’il m’est arrivé de plus beau .

Je t’aime, ma fille. ♥️

Bauchwehmonster

Noch nie waren sie so präsent wie jetzt.

Ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass ich an manchen Tagen kurz vor dem Wahnsinn stehe.

Erst wenige Wochen alt und eigentlich immer friedlich. Doch in einer Nacht ging es los… es war weder der Hunger noch gab es einen unruhigen Tag.

Eine Sache war besonders auffällig… Fiona zog ständig ihre Beinchen ein. Hatte einen totalen Blähbauch und wollte nicht wirklich trinken. Circa eine halbe Stunde nach dem stillen, fing sie sofort an intensiv zu weinen.

Da war es also das Bauchwehmonster wovon so viele mich schon gewarnt hatten.

Fiona streckt, krümmt und windet sich vor Bauchweh. Das zerreißt mein Herz. Weinend vor Verzweiflung schaukel ich sie in meinem Arm. Ihr Bauch steinhart, man hört es regelrecht rumoren.

Mein Nervenkostüm hart an der Grenze, mein Geduldsfaden dünn wie Seide und mein Haar voll mit Babykotze.

Ich esse kaum noch Unverträgliches, massiere den Bauch wo ich nur kann. Versuche sie zu entspannen in jeder Sekunde. Und trotzdem ist es da.

Dieses Bauchwehmonster, welches jede Nacht unseren Schlaf raubt.

Ich bin verzweifelt, enttäuscht und die Belastbarkeitsgrenze am äußersten Punkt.

Wir haben vieles versucht, von Kümmelzäpfchen und Wärmeflasche bis hin zu Fencheltee und probiotische Tropfen.

Es zehrt an meiner Kraft und krank fühle ich mich auch noch.

Ich will meinem Baby diesen Schmerz nehmen. Ihr Leid lindern.

Der Darm des Babys ist noch sehr unreif und die Darmflora befindet sich gerade mitten einem Aufbau. Na klar, dass das Blähungen verursacht.

Nun weiß ich, was wirklich hilft… Bonding und Lefax. Dies hilft sanft und gezielt.

Die Wirkung von Lefax ist super und die Dosierung ist perfekt mit der Pumpe.

Nun heißt es Ciao Bauchwehmonster.

Stillen x Allaitement

Stillen. Ein Moment nur für uns.

In unserem schützenden Bubble, wo die Zeit stehen zu bleiben scheint. Während wir uns zeitlos in die Augen schauen. Diese einzigartigen und unantastbaren langen Minuten.

Meine ersten Schritte im Leben einer Mama haben mir jedoch direkt mal gezeigt, welche unnötigen, beleidigenden Kommentare auf einen niederprasseln. Als müsste man sich dafür schämen sein Kind zu stillen.

Als wäre es abartig, sein Kind auf natürlichem Wege zu nähren.

Als Mama ohne Erfahrung und todmüde durch die anfängliche Umgewöhnung, lässt man sich schnell mal durch diese Kommentare beeinflussen.

Da ich aber bin wer ich bin kann ich nur sagen, ich geb n scheiß auf all diese unnötigen Kommentare.

Ich will und werde mich weder schämen noch verstecken.

Es ist schon schwierig genug sich mehrfach nachts aufzurappeln die Milchbar zu eröffnen und tagsüber mit Pads vor den Nippeln rumzulaufen, als das jemals solch ein Kommentar

helfen würde.

Nein ich bin keine Milchkuh.

Ich bleibe eine Frau, eine Mutter die ihr Kind ernährt.

Stillen definiert nicht wer wir sind.


L’allaitement, ces moments rien qu’à nous. Ces tête à tétée qui deviennent des bulles de protection où l’on se regarde pendant longtemps. Ces instants uniques et précieux.

Ces premiers pas dans ma vie de maman m’ont également permis de cerner und autre difficulté de taille: les conseils,toujours non sollicités, de l’entourage.

Moi, une maman sans expérience et fatiguée par les débuts difficiles peut facilement se laisser influencer par ces commentaires.

D’ailleurs moi, la femme que j‘y suis en a rien a foutre de tout ces commentaires inutiles.

C‘est déjà assez difficile de se lever plusieurs fois la nuit pour ouvrir le bar à lait et de se promener avec des coussinets devant les tétons pendant toute la journée qu‘un tel commentaire ne serait jamais utile.

Non, je ne suis pas une vache à lait. Je reste une femme, une maman qui nourrit son bébé.

L’allaitement ne définit pas qui je suis.

Warum Pitbull?

Noch eine Frage die mir häufig gestellt wird.


Wie kommst du darauf dir einen Pitbull anzuschaffen?


Dazu kann ich nur sagen, ja es ist mein erster eigener Pitbull aber ich habe schon mehrfach Erfahrung im Umgang mit Pitbulls gemacht. Schon lange war ich aktiv im Tierschutz unterwegs.

Als Kind bin ich teilweise auf einer Schäferhundzucht aufgewachsen und dann habe ich 2015 während 6 Monate einen Hunde-Resozialisierungsschein in Frankreich absolviert.

Dieser erlaubt mir, schwer resozialisierte Hunde zu trainieren und weiterzuvermitteln. Familien zu finden, warme Plätze zu sichern und kein Leben im kalten Zwinger.


Diese Erfahrung war hart, hat mir aber gezeigt wie wichtig es ist, sich für diejenigen, die keine Stimme haben einzusetzen.
Unter den 200-220 Hunden, die es dort gab, sind immer die selben Rassen im Zwinger geblieben. Meistens fanden die Welpen/Neuankömmlinge schneller neue zu Hause als alle Hunde, welche den Titel ‚Listenhund‘ trugen.


Es hat mich zu riefst verletzt wieviele Menschen sich von Titeln, welche der Mensch erschaffen hat, einschüchtern lassen. Ohne das Tier auch nur anzuschauen entschieden sich die meisten instinktiv für eine ‚umgängliche‘ Rasse. Ich kann nur sagen, dass da der Ursprung meiner Liebe zu Listenhunden aufkam.


Ich kümmerte mich 6 Monate intensiv um die kategorisierten Hunde. Dogo Argentinos, Amstaffs, Pitbulls und Cane Corsos. Es war herzzerreißend was diese Tiere schon durch Misshandlung , etc. durchmachten und vertrauten mir trotzdem (nicht ganz auf Anhieb) aber zum Schluss hin umso mehr.


Seitdem wusste ich, es muss was an der Ansicht, wie man diese Hunde sieht geändert werden. Menschen müssen aufgeklärt werden, dass nur weil sie als gefährlich eingestuft werden, nicht zwingend gefährlich sind.



Hasse sie nicht, nur weil du Angst vor ihnen hast. Verurteile sie nicht, nur weil du sie nicht kennst.

Mein Löwenmädchen

Ja ich liebe die Astrologie.

Und ja ich weiß, dass man nicht alles und jeden pauschalisieren kann was astrologische Auswertung angeht.

Doch ich denke, dass sie uns allgegenwärtig umgibt und unser Leben beeinflussen kann.

Heißt jedoch nicht, dass ich strikt an deren Auswertung glaube. Doch als kleines Hilfsmittel um mich sozial und menschlich zu orientieren, verwende ich sie schon.

Ich bin Widder, mein Partner Stier. Unsere Tochter Löwe. Ein temperamentvolles Bündel unter einem Dach.

Einige verdrehen jetzt die Augen und andere denken sich « Oh fuck, was ein Mix. » Dieser Post wird wohl eher etwas für die zweite Kategorie sein.

Um uns schonmal vorbeireitend eine Rüstung anzulegen bevor unser kleiner Wirbelwind wie eine Bombe einschlagen wird habe ich schonmal ein wenig in meinem schlauen Buch der Astrologie nachgeschaut.

Wer sich dafür interessiert was ich für Fiona rausgefunden habe kann gerne weiterlesen:

Von der Sonne regiert, hat dieses intensiv feurige Zeichen eine Strahlungsenergie, die Menschen aller Art anzieht.

Aufgrund ihrer sozialen und abenteuerlichen Natur genießen sie es, Freunde für längere Zeit um sich zu haben.

Auf der extremen Seite von Löwen sind intensive Leidenschaft, Großzügigkeit und Warmherzigkeit zu spüren.

Genau wie die Sonne, die sie beherrscht, haben sie diese warme Energie, die einen einfach zu ihnen hinzieht.

Ähnlich wie die Energie von Raubkatzen ist die andere Seite der Löwen arrogant, eitel und manchmal dramatisch.

Wenn sie unausgeglichen sind, können Löwen zu egozentrisch werden und vergessen, den Menschen um sie herum Energie zurückzugeben.

Sie wurde mit dem Bedürfnis geboren, anderen zu helfen, und sie wird es tun, auch wenn es viel Zeit und Energie kostet.

Sie sind ehrgeizig, kreativ und optimistisch, und sobald sie sich ihrer Arbeit widmet, wird sie versuchen alles genau richtig zu machen.

Sie sind von dem Wunsch getrieben geliebt und respektiert zu werden.

Eine edle, willensstarke Seele ist geboren.

Wochenbett

Zeit für uns

Dauernd todmüde, Augenringe denen Augenringe wachsen und doch die schönste Zeit im Wochenbett.

Ich lerne dich kennen. Du lernst mich kennen.

Ich weiß nicht viel. Doch ich weiß wie du riechst. Wie sich deine Haut auf meiner anfühlt.

Ich weiß, dass du direkt einschläfst sobald man singt oder summt. Ich weiß, dass du es liebst die Vibration meiner Stimme auf deiner Brust zu fühlen.
Ich wusste nie genau was Wochenbett wirklich bedeutet, bis das ich diese besondere Zeit selber erleben durfte.

Ich weiß nicht viel.
Doch ich weiß, wann wieder Zeit ist Milch zu geben. Und dass du ein Fischmündchen machst wenn du satt bist.
Ich weiß, wann du Bauchschmerzen hast und was ich dagegen tun kann.
Ich weiß, dass ich dich immer lieben werde.

Ich weiß, dass ich jede Sekunde kuscheln mit dir genieße.

Nun weiß ich was Wochenbett heißt. Es bedeutet Zusammenwachsen.

Das Wichtigste wissen wir und das wir wissen es für immer zu wissen.

Geburtsbericht x Kaiserschnitt

Aus zwei werden drei.

Immer wieder kommt die Frage Kaiserschnitt oder natürlich entbunden? Als wäre das relevant. Obwohl das ja auch eigentlich gar niemanden etwas angeht fühlt man wie die Leute einen erstmal herabschauend anblicken. Doch mittlerweile kenne ich so viele Geschichten, die meiner eigenen ähneln, dass ich darauf gepflegt sch*****.

Es war definitiv nicht geplant am 18.08.20, 3 Wochen vor eigentlichem Geburtstermin zu entbinden. Doch erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt.

Tage zuvor schon fühlte ich mich wirklich komisch. Mir War schummrig, ich fühlte diesen permanenten Schwindel, und ich sah aus wie die Frau von Michelin. Der Blutdruck, lag weit über den normalen Bereich und hinzu kam, dass ich anfing Konturen um Dinge zu sehen.

Anfangs war ich davon überzeugt, dass es die Hitze war, die meinen Zustand so verschlechtern ließ. Ich wartete also erstmal den Termin beim Gynäkologen 17.08 ab. Nach einigen Tests, hatte er Verdacht auf eine Gestose/Schwangerschaftsvergiftung. Er meinte die Werte wären grenzwertig und er würde mich gerne zwei Tage später wieder in der Praxis untersuchen, um auszuschließen, dass es mir und dem Baby noch schlechter geht als ohnehin schon.

Ich ging am nächsten Tag noch ganz gemütlich mit meiner Mutter einkaufen, wobei ich schon merkte dass irgendwas überhaupt nicht stimmt. Daraufhin ist sie mit mir zum Arzt gefahren. Gegen 16h sagte dieser wiederrum ganz ernst ‚wir fackeln nicht lange. In 2 Stunden ist ihr Baby da.‘ Panik.

Natürlich war dies nicht der Weg den ich mir für eine Geburt vorgestellt hatte… Doch es musste dringend gehandelt werden, damit nicht alles noch schlimmer wurde.

Von der Praxis, ging es direkt zum gegenüberliegenden Krankenhaus, wo das Personal schon in den Startlöchern stand.

Plötzlich ging alles total schnell. Ich sagte noch zu meinem Freund, dass er ruhig seine Arbeit beenden könnte bis 17:00 Uhr. Fehlanzeige. Bereits zu der Zeit war der OP schon vorbereitet. Zum Glück war meine Mutter mit dabei, bevor es losgehen. Als ich inständig frug, ob wir noch etwas warten können, dass ich vorher noch meinen Partner sehe , gab man uns circa weitere 20 Minuten.

Leider konnten wir uns also vor der OP nicht mehr sehen. Die Schwester bereitete mich nun für den chirurgischen Eingriff vor und erklärte mir ein paar Details zum Ablauf, da ja alles anders angegangen wegen Corona.

Nun schob sie mein Bett runter in den OP.

Keiner durfte dabei sein, niemand da um meine Hand zu halten. Selbst das Personal durfte nicht in direkten Kontakt zu mir stehen. Auf meine Frage ob irgend jemand meine Hand halten könnte, verneinte man dies bedingt durch Corona. Da lag ich nun, ganz alleine, umgeben von Fremden, auf einem eiskalten Tisch – in einem eiskalten OP.

Es ist eine Operation, kein Besuch bei der Kosmetikerin. Jetzt ist es unheimlich und kalt. Im wahrsten Sinne des Wortes, weil der Anästhesist mit einem eiskalten Metallstab über den unteren Bauchbereich fährt und testet, ob die Peridural- oder Spinalanästhesie gewirkt hat. Die Maske zwickt im Gesicht, der Puls geht schnell, der Partner ist nicht da. Und man zittert am ganzen Leib.

Die Schmerzen während dem Eingriff sind gering, dank der Periduralanästhesie. Es ist ein vehementes Ziehen, ein ruppiges Ruckeln, man ist froh, nicht mitzukriegen, was in der unteren Körperhälfte grade passiert. Insofern man nicht grade wie ich in die sich spiegelnden OP Lampen schaut. Stattdessen denkt man intensiv an das, was jetzt hoffentlich gleich da ist: das Baby.

Um 18.02h hörte ich ihren ersten Schrei und so kam auch die Euphorie wieder zurück, die Freude, und man vergisst, dass der Gynäkologe in jenem Moment die eigene Bauchdecke zutackert, die er zuvor tief und durch alle Schichten aufgeschnitten hat. Ich war überwältigt und heulte wie ein Schlosshund.

Leider durfte ich sie nur ganz kurz sehen, da sie Probleme beim Atmen hatte. Die Kinderärztin und Hebamme nahm meine Kleine sofort mit und verschwanden hinter eine große blaue Türe.

Danach wurde ich zugenäht. Schicht für Schicht.

Da ein Assistenzarzt anwesend war erklärte mein Gynäkologe haargenau, was er wie machte. Natürlich verstand ich genau was da vor sich ging.

Wegen Corona durfte ich nicht mal in den Aufwachraum oder Kreissaal. Ich musste auf diesem kalten OP Tisch liegen bleiben und warten was passiert. Die OP Schwester kontrollierte meine Werte, und ich lag bis circa 19:00 Uhr zur Kontrolle in diesem leeren OP.

Man ist erschöpft und fühlt einen leeren Bauch.

Endlich ging es zu meinem Baby und meinem Partner.

Ich war so glücklich als ich ihn dort mit unserem Baby sitzen sah. Das haben wir geschaffen.

Doch gegen 20h ein paar Stunden später aber erinnert ein stechender Schmerz daran, dass die PDA sich zurückzieht. Zusätzlich zu den Nachwehen meldet sich auch die frische Narbe. Höllenschmerzen treten nach all der Euphorie ein.

Gegen 20.30h schrie ich mir noch vor Schmerzen. Man hängt an Infusion und Katheter.

Erst nachdem mir die Schwester Morphium verabreichte ließ der Schmerz endlich etwas nach.

Während die Mütter, die natürlich geboren haben, mit ihren Babys ins Wickelzimmer spazieren, humpelt man selbst am nächsten Tag weinend zum Klo. Der Katheter wurde am nächsten Morgen um 8h gezogen und die Hebammen triezten einen sofort aufzustehen und zu gehen.

Klingt einfach ist aber der intensivste Schmerz den ich je erlebt habe. Der Damm bleibt vielleicht unversehrt und man hatte keine stundenlangen Wehen, aber auch der Kaiserschnitt hinterlässt mehr als eine Narbe.

Das Stillen verursacht Nachwehen und der Schmerz ist vergleichbar mit Presswehen erklärte mir die Hebamme.

Heute ist Tag 3 nach dem Eingriff und ich bin ca 6x aufgestanden um auf Toilette zu gehen. Für die 5m dauert es ca 20 Minuten hin und zurück. Das Narbengewebe brennt wie Feuer und es fühlt sich wirklich so an als würden all deine Organe die Bauchdecke durchbrechen.

Ein Kind zur Welt zu bringen, ist eine blutige und anstrengende Leistung, in jedem Fall.

Eine Frau, die einen Kaiserschnitt wählt oder sich für ihn entscheiden muss, macht die Geburt nicht lächerlich. Man ist nicht feige. Nicht bequem. Nicht minderwertig.

Man ist eine Mutter und hat eine Geburt geschafft. Und sollte darauf stolz sein dürfen.