Tragen – mein Klammeräffchen ganz nah

Happy international Babywearingweek.

Tragen ist Liebe. Tragen ist Verbindung.

„Nah am Herzen. Solange du mich brauchst. Bis deine kleinen Füßchen dich durch diese Welt tragen.“

Warum ich Fiona trage?

Erstens, weil sie manchmal Momente hat, in denen sie sich kaum oder gar nicht ablegen lässt. Meistens hat sie kein Problem mit dem Ablegen doch es gibt so Tage, an denen die Unruhe steigt sobald ich sie ins Nestchen legen möchte.

Da merkt man dann ganz klar: Babys sind Traglinge. Der Greifreflex bei den Minis ist sehr ausgeprägt, auch Fiona ist es gewohnt sich an mich zu klammern sobald ich sie hoch halte.

Die Trage erlaubt mir meinen Alltag weiterzuführen und Dinge wie Haushalt, Papierkram oder Spaziergänge mit meinem Hund zu machen – mein Klammeräffchen immer dabei.

Zweitens war mein Körper neun Monate ein zu Hause für Fiona und ich merke schnell, dass es ein Urvertrauen schafft nah an meinem Herzen zu liegen. Sobald sie in der Trage liegt schläft sie zügig ein und entspannt ein.

Es schenkt ihr Sicherheit und Geborgenheit.

Zusätzlich bildet es einen ersten Grundstein zur Förderung der motorischen Entwicklung.
Im Tragetuch nimmt sie Bewegungen von mir wahr, verarbeitet sie und reagiert mit kleinsten Ausgleichbewegungen. Das trainiert die Muskulatur und schult den Gleichgewichtssinn.

Das Tragen hat nur Vorteile für mich und Fiona. Wir lieben es.

Doch warum sollte man Babys überhaupt tragen?

Das Tragen von Babys hat so viele positive gesundheitliche Aspekte, dass man sie kaum aufzählen kann. Einer der wichtigsten ist sicherlich die gesunde Entwicklung des Hüftgelenkes. Die leicht gespreizte und angehockte Beinstellung ist ideal für die normale Ausreifung der kindlichen Hüftgelenke. Es ist kein Zufall, dass Kulturen, die ihre Kinder traditionell in Tragetüchern transportieren, Fehlstellungen wie Hüftdysplasie kaum kennen.

Zusätzlich beugt das Tragen Drei-Monats-Koliken vor, da durch die ständige Bewegung der Bauch leicht massiert wird.

Das permanente Schaukeln am Körper des Tragenden fördert nachweislich die Hirntätigkeit und damit auch die Intelligenz der Kleinen. Viele Studien haben erwiesen, dass Bewegung neue Nervenzellen im Hirn wachsen lässt.

Zu unserer Trage: Wir nutzen die LIMAS Babytrage, welche aus 100% Bio-Baumwolle Tragetuchstoff genäht wurde. Dank verstellbaren Steg wächst sie stufenlos mit und gewährleistet so eine ergonomische Sitzhaltung für das Baby – durchgehend von Geburt an bis ins Kleinkindalter.

Für besten Tragekomfort sorgen auffächerbaren Schulterträger und einsetzbare Schulterpolster.

Ich bin total überzeugt und kann sie nur jedem weiterempfehlen.

M O M L I F E

Ein Wort, welches man mit einem hashtag verziert unter jedem zweiten Post findet.

Doch was bedeutet dies eigentlich genau?

Für mich bedeutet es meine Prioritäten neu zu ordnen. Die eigenen Bedürfnisse erstmal hinten anzustellen.

Du kennst die Bedeutung, wenn du trotz perfekter zeitlicher Organisation nie schaffst pünktlich irgendwo zu erscheinen.

Für mich bedeutet es um 20h völlig k.o. Im Bett zu liegen und dauerhaft mit 5 Stunden Schlaf auszukommen.

Es bedeutet die 10 Minuten unter der Dusche täglich als „Me time“ anzuerkennen und das Wort „Ruhe“ komplett neu zu definieren.

Für mich bedeutet es auch Streit auch mal zu ignorieren, nicht nur zum eigenen Wohle, sondern weil ich meinem Baby jeglichen Stress ersparen möchte.

Es bedeutet unabsichtlich mit Socken in Sandalen vor die Türe zu gehen, weil man so beschäftigt ist alles fürs Baby mitzunehmen, dass du völlig vergisst, wie du selber aussiehst.

Für mich bedeutet das Wort Momlife aber auch bedingungslos zu lieben. Bei all dem Schlafmangel nicht genervt, sondern glücklich zu sein.

Es bedeutet Liebe in der reinsten Form.

Mon cœur d’amour

Je te promets d’être la personne au monde qui t’aime le plus.
Parce que le jour où tu es sortie de mon ventre, mon cœur s’est cassé en deux, de bonheur, d’amour, du plus beau cocktail d’émotions.

Je suis devenue une autre à ce moment-là. Devenue une maman. Mon enfant, le mien. J’ai tout de suite trouvé que tu étais la plus belle, la plus adorable et que je ferais tout en mon pouvoir pour tu ne connaisses jamais la tristesse, la peine, le malheur et que si jamais je n’arrivais pas à te le faire éviter, je tenterais de tout adoucir autour de toi pour que ce soit plus facile, plus léger.

Je te promets qu’on me passera sur le coeur des milliers de fois s’il le faut pour éviter de briser ton p’tit cœur, à toi. Le mien sera solide pour deux, aussi longtemps que tu ne sentiras pas que le tien est prêt.

Je te promets que je te tiendrai la main. Contre des armées de difficultés, de découragement. Mais aussi pour des affluents de bonheur, de rires et de beaux moments.

Je serai celle qui sera toujours derrière toi pour t’encourager, t’aider à te relever après un échec. Qui te suivra dans tous tes choix qui seront les meilleurs selon toi à cette période précise de ta vie .

Je serai celle qui te montrerai que suivre ta voie est le plus bel accomplissement, pour toi, pour ta vie. Que l’opinion des autres n’est qu’un grain de sable entre les deux orteils quand nous sommes persuadés des choix que l’on fait .

Que je serai juste là. Pour tout. Pour rien. Mais surtout pour toi.

Peu importe la femme, l’amie, l’amoureuse ou la maman que je suis . Tu seras toujours ce qu’il m’est arrivé de plus beau .

Je t’aime, ma fille. ♥️

Stillen x Allaitement

Stillen. Ein Moment nur für uns.

In unserem schützenden Bubble, wo die Zeit stehen zu bleiben scheint. Während wir uns zeitlos in die Augen schauen. Diese einzigartigen und unantastbaren langen Minuten.

Meine ersten Schritte im Leben einer Mama haben mir jedoch direkt mal gezeigt, welche unnötigen, beleidigenden Kommentare auf einen niederprasseln. Als müsste man sich dafür schämen sein Kind zu stillen.

Als wäre es abartig, sein Kind auf natürlichem Wege zu nähren.

Als Mama ohne Erfahrung und todmüde durch die anfängliche Umgewöhnung, lässt man sich schnell mal durch diese Kommentare beeinflussen.

Da ich aber bin wer ich bin kann ich nur sagen, ich geb n scheiß auf all diese unnötigen Kommentare.

Ich will und werde mich weder schämen noch verstecken.

Es ist schon schwierig genug sich mehrfach nachts aufzurappeln die Milchbar zu eröffnen und tagsüber mit Pads vor den Nippeln rumzulaufen, als das jemals solch ein Kommentar

helfen würde.

Nein ich bin keine Milchkuh.

Ich bleibe eine Frau, eine Mutter die ihr Kind ernährt.

Stillen definiert nicht wer wir sind.


L’allaitement, ces moments rien qu’à nous. Ces tête à tétée qui deviennent des bulles de protection où l’on se regarde pendant longtemps. Ces instants uniques et précieux.

Ces premiers pas dans ma vie de maman m’ont également permis de cerner und autre difficulté de taille: les conseils,toujours non sollicités, de l’entourage.

Moi, une maman sans expérience et fatiguée par les débuts difficiles peut facilement se laisser influencer par ces commentaires.

D’ailleurs moi, la femme que j‘y suis en a rien a foutre de tout ces commentaires inutiles.

C‘est déjà assez difficile de se lever plusieurs fois la nuit pour ouvrir le bar à lait et de se promener avec des coussinets devant les tétons pendant toute la journée qu‘un tel commentaire ne serait jamais utile.

Non, je ne suis pas une vache à lait. Je reste une femme, une maman qui nourrit son bébé.

L’allaitement ne définit pas qui je suis.

Perfectly imperfect- Homage to my body

Liebesbrief an meinen Körper

Lieber Körper, das bist du. Das bist du in deiner ganzen Kraft.

Neun Monate lang warst du ein zu Hause. Ein zu Hause für meinen Lieblingsmenschen. Ein winziger Mensch, dem du Schutz und Nahrung geboten hast. So selbstverständlich, dass ich nicht wirklich drüber nachgedacht habe.

Jeder der meine Schwangerschaft mitbekommen hat weiß, dass ich nicht gerne schwanger war. Ich vermisse nichts an dem Zustand schwanger zu sein.

Doch ich bin stolz. Stolz auf dich. Auf meinen Körper. Auf das was du geschafft hast. Auf das was du erschaffen hast.

Und auch jetzt tust du es weiterhin. Gibst Milch und heilst zur gleichen Zeit.

Mein lieber Körper, ich habe dich schon vorher sehr geliebt. Doch das was du jetzt geschafft hast, lässt mich dich noch mal mit ganz anderen Augen sehen.

Natürlich gibt es momentan immer noch Stellen, die ich nicht gerne im Spiegel anschaue , doch ich vertraue darauf, dass du auch das wieder gerade biegst.

Ich verbeuge mich vor deiner Superkraft. Vor deiner physischen Meisterleistung.

Vielen Dank dass du stark bist in Momenten, wo ich es nicht kann.

Mein Löwenmädchen

Ja ich liebe die Astrologie.

Und ja ich weiß, dass man nicht alles und jeden pauschalisieren kann was astrologische Auswertung angeht.

Doch ich denke, dass sie uns allgegenwärtig umgibt und unser Leben beeinflussen kann.

Heißt jedoch nicht, dass ich strikt an deren Auswertung glaube. Doch als kleines Hilfsmittel um mich sozial und menschlich zu orientieren, verwende ich sie schon.

Ich bin Widder, mein Partner Stier. Unsere Tochter Löwe. Ein temperamentvolles Bündel unter einem Dach.

Einige verdrehen jetzt die Augen und andere denken sich « Oh fuck, was ein Mix. » Dieser Post wird wohl eher etwas für die zweite Kategorie sein.

Um uns schonmal vorbeireitend eine Rüstung anzulegen bevor unser kleiner Wirbelwind wie eine Bombe einschlagen wird habe ich schonmal ein wenig in meinem schlauen Buch der Astrologie nachgeschaut.

Wer sich dafür interessiert was ich für Fiona rausgefunden habe kann gerne weiterlesen:

Von der Sonne regiert, hat dieses intensiv feurige Zeichen eine Strahlungsenergie, die Menschen aller Art anzieht.

Aufgrund ihrer sozialen und abenteuerlichen Natur genießen sie es, Freunde für längere Zeit um sich zu haben.

Auf der extremen Seite von Löwen sind intensive Leidenschaft, Großzügigkeit und Warmherzigkeit zu spüren.

Genau wie die Sonne, die sie beherrscht, haben sie diese warme Energie, die einen einfach zu ihnen hinzieht.

Ähnlich wie die Energie von Raubkatzen ist die andere Seite der Löwen arrogant, eitel und manchmal dramatisch.

Wenn sie unausgeglichen sind, können Löwen zu egozentrisch werden und vergessen, den Menschen um sie herum Energie zurückzugeben.

Sie wurde mit dem Bedürfnis geboren, anderen zu helfen, und sie wird es tun, auch wenn es viel Zeit und Energie kostet.

Sie sind ehrgeizig, kreativ und optimistisch, und sobald sie sich ihrer Arbeit widmet, wird sie versuchen alles genau richtig zu machen.

Sie sind von dem Wunsch getrieben geliebt und respektiert zu werden.

Eine edle, willensstarke Seele ist geboren.

Wochenbett

Zeit für uns

Dauernd todmüde, Augenringe denen Augenringe wachsen und doch die schönste Zeit im Wochenbett.

Ich lerne dich kennen. Du lernst mich kennen.

Ich weiß nicht viel. Doch ich weiß wie du riechst. Wie sich deine Haut auf meiner anfühlt.

Ich weiß, dass du direkt einschläfst sobald man singt oder summt. Ich weiß, dass du es liebst die Vibration meiner Stimme auf deiner Brust zu fühlen.
Ich wusste nie genau was Wochenbett wirklich bedeutet, bis das ich diese besondere Zeit selber erleben durfte.

Ich weiß nicht viel.
Doch ich weiß, wann wieder Zeit ist Milch zu geben. Und dass du ein Fischmündchen machst wenn du satt bist.
Ich weiß, wann du Bauchschmerzen hast und was ich dagegen tun kann.
Ich weiß, dass ich dich immer lieben werde.

Ich weiß, dass ich jede Sekunde kuscheln mit dir genieße.

Nun weiß ich was Wochenbett heißt. Es bedeutet Zusammenwachsen.

Das Wichtigste wissen wir und das wir wissen es für immer zu wissen.

Geburtsbericht x Kaiserschnitt

Aus zwei werden drei.

Immer wieder kommt die Frage Kaiserschnitt oder natürlich entbunden? Als wäre das relevant. Obwohl das ja auch eigentlich gar niemanden etwas angeht fühlt man wie die Leute einen erstmal herabschauend anblicken. Doch mittlerweile kenne ich so viele Geschichten, die meiner eigenen ähneln, dass ich darauf gepflegt sch*****.

Es war definitiv nicht geplant am 18.08.20, 3 Wochen vor eigentlichem Geburtstermin zu entbinden. Doch erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt.

Tage zuvor schon fühlte ich mich wirklich komisch. Mir War schummrig, ich fühlte diesen permanenten Schwindel, und ich sah aus wie die Frau von Michelin. Der Blutdruck, lag weit über den normalen Bereich und hinzu kam, dass ich anfing Konturen um Dinge zu sehen.

Anfangs war ich davon überzeugt, dass es die Hitze war, die meinen Zustand so verschlechtern ließ. Ich wartete also erstmal den Termin beim Gynäkologen 17.08 ab. Nach einigen Tests, hatte er Verdacht auf eine Gestose/Schwangerschaftsvergiftung. Er meinte die Werte wären grenzwertig und er würde mich gerne zwei Tage später wieder in der Praxis untersuchen, um auszuschließen, dass es mir und dem Baby noch schlechter geht als ohnehin schon.

Ich ging am nächsten Tag noch ganz gemütlich mit meiner Mutter einkaufen, wobei ich schon merkte dass irgendwas überhaupt nicht stimmt. Daraufhin ist sie mit mir zum Arzt gefahren. Gegen 16h sagte dieser wiederrum ganz ernst ‚wir fackeln nicht lange. In 2 Stunden ist ihr Baby da.‘ Panik.

Natürlich war dies nicht der Weg den ich mir für eine Geburt vorgestellt hatte… Doch es musste dringend gehandelt werden, damit nicht alles noch schlimmer wurde.

Von der Praxis, ging es direkt zum gegenüberliegenden Krankenhaus, wo das Personal schon in den Startlöchern stand.

Plötzlich ging alles total schnell. Ich sagte noch zu meinem Freund, dass er ruhig seine Arbeit beenden könnte bis 17:00 Uhr. Fehlanzeige. Bereits zu der Zeit war der OP schon vorbereitet. Zum Glück war meine Mutter mit dabei, bevor es losgehen. Als ich inständig frug, ob wir noch etwas warten können, dass ich vorher noch meinen Partner sehe , gab man uns circa weitere 20 Minuten.

Leider konnten wir uns also vor der OP nicht mehr sehen. Die Schwester bereitete mich nun für den chirurgischen Eingriff vor und erklärte mir ein paar Details zum Ablauf, da ja alles anders angegangen wegen Corona.

Nun schob sie mein Bett runter in den OP.

Keiner durfte dabei sein, niemand da um meine Hand zu halten. Selbst das Personal durfte nicht in direkten Kontakt zu mir stehen. Auf meine Frage ob irgend jemand meine Hand halten könnte, verneinte man dies bedingt durch Corona. Da lag ich nun, ganz alleine, umgeben von Fremden, auf einem eiskalten Tisch – in einem eiskalten OP.

Es ist eine Operation, kein Besuch bei der Kosmetikerin. Jetzt ist es unheimlich und kalt. Im wahrsten Sinne des Wortes, weil der Anästhesist mit einem eiskalten Metallstab über den unteren Bauchbereich fährt und testet, ob die Peridural- oder Spinalanästhesie gewirkt hat. Die Maske zwickt im Gesicht, der Puls geht schnell, der Partner ist nicht da. Und man zittert am ganzen Leib.

Die Schmerzen während dem Eingriff sind gering, dank der Periduralanästhesie. Es ist ein vehementes Ziehen, ein ruppiges Ruckeln, man ist froh, nicht mitzukriegen, was in der unteren Körperhälfte grade passiert. Insofern man nicht grade wie ich in die sich spiegelnden OP Lampen schaut. Stattdessen denkt man intensiv an das, was jetzt hoffentlich gleich da ist: das Baby.

Um 18.02h hörte ich ihren ersten Schrei und so kam auch die Euphorie wieder zurück, die Freude, und man vergisst, dass der Gynäkologe in jenem Moment die eigene Bauchdecke zutackert, die er zuvor tief und durch alle Schichten aufgeschnitten hat. Ich war überwältigt und heulte wie ein Schlosshund.

Leider durfte ich sie nur ganz kurz sehen, da sie Probleme beim Atmen hatte. Die Kinderärztin und Hebamme nahm meine Kleine sofort mit und verschwanden hinter eine große blaue Türe.

Danach wurde ich zugenäht. Schicht für Schicht.

Da ein Assistenzarzt anwesend war erklärte mein Gynäkologe haargenau, was er wie machte. Natürlich verstand ich genau was da vor sich ging.

Wegen Corona durfte ich nicht mal in den Aufwachraum oder Kreissaal. Ich musste auf diesem kalten OP Tisch liegen bleiben und warten was passiert. Die OP Schwester kontrollierte meine Werte, und ich lag bis circa 19:00 Uhr zur Kontrolle in diesem leeren OP.

Man ist erschöpft und fühlt einen leeren Bauch.

Endlich ging es zu meinem Baby und meinem Partner.

Ich war so glücklich als ich ihn dort mit unserem Baby sitzen sah. Das haben wir geschaffen.

Doch gegen 20h ein paar Stunden später aber erinnert ein stechender Schmerz daran, dass die PDA sich zurückzieht. Zusätzlich zu den Nachwehen meldet sich auch die frische Narbe. Höllenschmerzen treten nach all der Euphorie ein.

Gegen 20.30h schrie ich mir noch vor Schmerzen. Man hängt an Infusion und Katheter.

Erst nachdem mir die Schwester Morphium verabreichte ließ der Schmerz endlich etwas nach.

Während die Mütter, die natürlich geboren haben, mit ihren Babys ins Wickelzimmer spazieren, humpelt man selbst am nächsten Tag weinend zum Klo. Der Katheter wurde am nächsten Morgen um 8h gezogen und die Hebammen triezten einen sofort aufzustehen und zu gehen.

Klingt einfach ist aber der intensivste Schmerz den ich je erlebt habe. Der Damm bleibt vielleicht unversehrt und man hatte keine stundenlangen Wehen, aber auch der Kaiserschnitt hinterlässt mehr als eine Narbe.

Das Stillen verursacht Nachwehen und der Schmerz ist vergleichbar mit Presswehen erklärte mir die Hebamme.

Heute ist Tag 3 nach dem Eingriff und ich bin ca 6x aufgestanden um auf Toilette zu gehen. Für die 5m dauert es ca 20 Minuten hin und zurück. Das Narbengewebe brennt wie Feuer und es fühlt sich wirklich so an als würden all deine Organe die Bauchdecke durchbrechen.

Ein Kind zur Welt zu bringen, ist eine blutige und anstrengende Leistung, in jedem Fall.

Eine Frau, die einen Kaiserschnitt wählt oder sich für ihn entscheiden muss, macht die Geburt nicht lächerlich. Man ist nicht feige. Nicht bequem. Nicht minderwertig.

Man ist eine Mutter und hat eine Geburt geschafft. Und sollte darauf stolz sein dürfen.

Geburtskarten

Sie sind endlich da!

Wir haben uns dafür entschieden unser Babyglück in die Welt hinaus zu schreien und zu zelebrieren. Aus diesem Grund haben wir Geburtskarten entworfen und werden diese ganz traditionell per Post versenden.

Sie sollen ein Ausdruck unserer Dankbarkeit sein und natürlich als schöne Erinnerung dienen.

Im digitalen Zeitalter ist es vielleicht etwas konventionell eine Karte zu versenden, doch irgendwie fühlt es sich richtig an es so zu machen.

Jede Aufmerksamkeit, jeder Glückwunsch und jedes Geschenk zum neuen Leben sollte belohnt werden.

Aus einem ökologischen Aspekt, könnte man das ganze natürlich als negativ betrachten. Ich hoffe daher inständig, dass niemand diese Karten einfach in den Mülleimer schmeißt. Für mich sollen sie als Mehrwert dienen und den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Ich setze mich jetzt mal an die Checkliste 💌

Zwei Herzen ein Körper.

Darüber, wie ich meine Schwangerschaft empfunden habe.

1-4 Schwangerschaftswoche

Ich wusch mir die Tränen ab und atmete tief durch. Es ist der 4. Januar und ich hätte nie gedacht dass das neue Jahr 2020 so dramatisch beginnen würde.

Matthias sitzt neben mir und ich hatte den Eindruck, dass mein Herz aus meinem Körper springt. Ich hatte solche Angst.

Nichts war wie es soll. Wir saßen einfach da. Auf den Bett. Wohnten bei meinen Schwieger Eltern und am Montag sollte meine neue Arbeit starten. Ich fühlte mich komisch… Anders… Also machten wir den Test.

Dieser Test sollte mein ganzes Leben verändern.

Meine Intuition schrie mir aus der Seele. Dort saßen wir. Vor diesem Test. In dieser beschissenen Situation. Matthias starrte regelrecht auf dieses Ding. Ich versuchte krampfhaft nicht drauf zu schauen. Ich sah Matthias an, weil es mich beruhigte.

Plötzlich, da! Ein Lächeln in seinem Gesicht. Das muss heißen, der Test ist negativ.

Er sagte innerhalb weniger Sekunden: „ alles klar, du bist schwanger. Da sind zwei Striche.“

Geschockt und verzweifelt wie ich war, wiederholte ich nur mehrmals: „ warte ab, der Strich verschwindet noch.“

Mit diese Überzeugung brach ich auch schon in Tränen aus. Pure Hilflosigkeit. Unverständnis gegenüber Matthias, welcher mir lächelnd sagte: „ Schatz, der zweite Strich wird nicht verschwinden.“

Oh mein Gott! Wir kriegen ein Baby!

Die Lage erschien aussichtslos. Ohne Hoffnung. Dies war definitiv nicht der perfekte Zeitpunkt.

Nachdem ich, unachtsam wie ich bin, die Holztreppe mit meinem Steißbein knutschte, fuhren wir nach einer schlaflosen Nacht ins Krankenhaus, wo wir auch erfahren sollten, wie weit ich schon war.

Immer noch unter Schock und überzeugt dass niemand davon erfahren sollte, lege ich nun in diesem Krankenhaus Bett. Ich konnte nicht aufhören zu weinen. Ich schaffe das nicht ging mir die ganze Zeit durch den Kopf.

Matthias hielt die ganze Zeit fest in meine. Bitte lass mich nicht los.

Da war er auch schon, der Arzt mit Blutergebnissen. Mein Herz pocht. Angst überkommt mich. „Frau Kniepen, sie sind circa in der vierten Woche schwanger“, sagte er.

Der Arzt kannte an meiner Reaktion, dass ich mir noch nicht schlüssig war, wie es weitergehen sollte. Er drückte mir ein Papier in die Hand und meinte ich solle einen Notfalltermin bei einer Gynäkologin machen. Einmal zu Hause angekommen tat ich dies sofort. Ich sprach mit zittriger Stimme auf den Anrufbeantworter.

Komischerweise hatte ich das ständige Bedürfnis zu duschen… Als könne ich die Situation einfach in meinem Körper spüren. hab schon Matthias ständig bei mir war, fühlte ich mich so alleine. Denn schließlich bin ich schwanger. Nicht er.

Ich musste meine Gedanken ordnen. Vor allen Dingen aber meine Gefühle.

Ich sprach unter dem fließend Wasser zusammen. Verloren in meinem eigenen Körper. Gefangen in meiner Gedanken, welche plötzlich widersprüchlicher nicht sein konnten.

Was mir in meinem Kopf so klar erschien, fühlte sich plötzlich so falsch an.

Am nächsten Tag, hatte ich auch schon den Termin bei der Bühne Kolloge an. Da ich Meister der Verdrängung bin, wollte ich am liebsten einfach abhauen.

Alles ignorieren. Fliehen.

Sie gab mir die Nummer von einer Frau, welche mir bei diesem Schwangerschaftskonflikt helfen sollte.

Am nächsten Tag, hatte ich auch schon den Termin bei der Gynäkologin an. Da ich Meister der Verdrängung bin, wollte ich am liebsten einfach abhauen. Alles ignorieren. Fliehen. Sie gab mir die Nummer von einer Frau, welche mir bei diesem Schwangerschaftskonflikt helfen sollte?

Diese Konfliktberatung nennt sich Prisma. In Belgien ist es so, dass nur diese Frau ein Dokument ausstellen darf, welches die Abtreibungsklinik braucht, um eine Abtreibung durchführen zu können.

Wie dem auch sei, die Gynäkologin zeigte uns nun die befruchtete Zelle. Bestätigte uns die Schwangerschaft.

Ich wollte mit niemandem darüber sprechen. Matthias war jedoch der Meinung, wir sollten mit einem Mitglied umgehend darüber sprechen.

Ich hingegen, wollte mir erst mal über die Situation im Klaren werden. Mit mir selbst ins Reine kommen. Wieso? Etwa weil ich weiß, dass ich dich vielleicht doch wollte? Oder vielleicht doch weil ich egoistisch war und meinte mein Leben alleine führen zu müssen?

Mein Herz und mein Verstand arbeiteten gegeneinander.

Ich sprach mir also bei dieser Konfliktberatung all den Ballast von der Seele. Die Beraterin merkte schnell den Zwiespalt in mir. Sie wollte, dass ich meiner Seele etwas Ruhe und Klarheit gönne.

Zurück zu Matthias. Ich war ihm so unendlich dankbar. Je mehr ich mich isolierte, umso mehr fühlte ich mich unter Druck gesetzt eine Entscheidung zu treffen. Doch immer an meiner Seite, Matthias.

Ich empfand Scham, weil ich manchmal dachte, es sei nicht der richtige Weg, jetzt ein Kind zu kriegen. Ich befürchtete unsere Beziehung sei zu jung um einer solchen Last gewachsen zu sein.

Bei ihm fühlte ich mich zu Hause.doch wir hatten uns noch nichts aufgebaut. Saßen hier, in dem Haus seiner Eltern, mit zwei Hunden, tausenden Wohnungabsagen und einem Kätzchen. In solch einer Situation sollte man doch kein Baby kriegen oder?

Eins war klar. Wenn wir das schaffen wollten, mussten sich einige Dinge verändern!

Ich hatte immer schon Angst davor, mich emotional zu binden. Also fand ich mich schon damit ab, ohne Matthias diesen Weg zu beschreiten. Ich muss.

Muss mir sicher sein, dass ich alles auch alleine schaffen könnte. Diese Sicherheit brauche ich mehr als alles andere, das einzige ist, worauf ich vertrauen kann.

Dann kam der Moment, an dem Matthias ist deine Eltern gesagt hat. Ich war stinksauer. Fühlte mich total in die Enge gedrängt. Das war der Moment.

Ich musste es auch meiner Mutter sagen. Es fühlte sich an wie eine Achterbahn aller möglichen Emotionen in den Bruchteil einer Sekunde.

Meine Mutter war unglaublich geschockt, man sah trotzdem, dass sie sich freute. Sie machte sich jedoch starke Sorgen, da wir in einer solch schwierigen Situation stecken. Nun wurde es konkret. Es wurde ausgesprochen.

Ich fühlte mich trotzdem direkt aufgefangen. Meine Mutter und ihr Partner standen zu meiner Entscheidung. Egal wofür ich mich im Endeeffekt entscheiden würde. Sie wies mich auf meine Verantwortung hin und dass ich mittlerweile zu alt sein, um mich nun vor der Konsequenz zu drücken

Wir entschieden uns dann für das Baby!

5-8 Schwangerschaftswoche

Alles ging plötzlich sehr schnell. Schon im Februar fanden wir unsere neue Wohnung. 87 m², Garten, Kinderzimmer, Atelier, alles was wir uns erhofften. Somit zogen wir innerhalb von drei Tagen bei meinen Schwiegereltern aus.

Endlich hatten wir unseren eigenen Rückzugsort. Etwas Ruhe ist eingekehrt.

Täglich von Übelkeit geplagt, bereitete ich mich mental darauf vor, ein Kind in meinem Bauch zu tragen.

Es schien mir die meiste Zeit einfach nur unreal.

Ich verfluchte es wie die Pest. Nicht das Baby, sondern diese Verdammte Übelkeit. Ständig saß ich da, mit einem Eimer in der linken Hand und mit einem Ingwertee in der rechten Hand.

Zusätzlich kam die Gereiztheit .. bedingt durch diese unglaubliche Hormonumstellung. Ein ständiges emotionales Wechsel Bad. Dann schließt sich auch noch die Müdigkeit ein. Das alles zusammen ergab einen fast unerträglichen Cocktail.

Die Jeans fing an zu zwicken, ich nahm stetig zu und ich fühlte mich einfach nicht mehr wohl in meinem Körper. Ich spürte, dass mein Selbstbewusstsein Stück für Stück verschwand. Meine Brüste taten bei jedem Schritt weh. Ich schien plötzlich überall Schwangere zu sehen.

Die Welt um mich rum veränderte sich. Ich veränderte mich.

Nun weiter, der erste Ultraschall mit Matthias zusammen. Mit der Entscheidung im Schlepptau, das Baby zu behalten. Es war ein überwältigender Moment. Als die Gynäkologin mir das Herz zeigte, finde ich sofort an zu weinen. Wir waren überwältigt und spürten sofort so unglaublich viel Liebe füreinander.

Es waren nur 2,5 cm, aber 2,5 cm pure Liebe.

9-12 Schwangerschaftswoche

Die ständige Kotzerai ging weiter. Parfüms oder Deos wurden unerträglich. Meine Geruchsempfindlichkeit war extrem.

Mein Becken fing an zu schmerzen und meine Brüste ertragen kaum noch bewegt Berührungen.

Ein weiterer Ultraschall. Du bist nun circa 18 g schwer und 7 cm groß. Deine Arme und Beine wachsen so langsam und ich werde stolz, doch ich sehe dich noch nicht vor mir. Das Ganze immer noch unrealistisch.

Mittlerweile habe ich auch jegliche Allergien entwickelt. Gegen das Schwangerschaftsöl, Duschgel jeglicher Art, Tabletten, alles mögliche… Ständig fühlte ich mich als hätte ich starke Perioden Schmerzen.

Die Übelkeit mein ständiger Begleiter.

13-16. Schwangerschaftswoche

Ich kann mich nicht mehr konzentrieren, vergesse so gut wie alles. Ein Gehirn wie ein Sieb. Doch okay, die Übelkeit lässt endlich langsam nach.

Meine Lieblingsbeschäftigung, Spaziergänge mit meinem Hund. Doch auch Nähe zu Matthias ist Priorität. Ich will ständig in seinen Armen liegen. Brauche diese Nähe. Weine oft ohne wirklichen Grund.

Meine Oma, der Mensch, der mir so wichtig war, lag auch noch im Krankenhaus. Nachdem sie den Krebs bekämpft hatte, lag sie nun da mit einer schweren Lungenembolie. Knapp dem Tode entkommen.

Dann veränderte sich sowieso alles. Der COVID-19 Virus klopfte an der Türe unserer Gesellschaft.

Es sollte unsere gesamte Gesellschaft verändern. Warum gerade jetzt? Genau jetzt, wo ich schwanger war. Ich sollte ein Baby bekommen und es auch noch direkt in eine ungesunde, kranke Welt gebären?

Es hieß nun Lockdown. Völlige Isolierung von allem. Keiner durfte vor die Türe. Risikogruppen jeglicher Art sollten soziale Kontakte vermeiden.

Zum ersten Mal schwanger und dann darf ich auch noch niemanden sehen?

Die erste Wölbung war ganz klar zu erkennen. Das Ziehen im Bauch wurde so stark, dass ich oft nicht mehr wusste wohin mit mir. Laut Ärztin war dies normal. Die Mutter Bender denen sich und daher kam auch diese Rückenschmerzen. Auf dem Bauch schlafen? Unmöglich!

15 cm und 220 g wuchsen weiter in meinem Körper. Nun konnte man auch die Gehirnhälften sehen. Alles bildete sich immer klarer. So langsam freute ich mich auf die Aufklärung deines Geschlechts.

17-20. Schwangerschaftswoche

Leider durften wir während Corona nicht fliegen, sonst wäre ich jetzt in Spanien. Fast jeden Abend nutzte ich die Badewanne.

Es lindert meine Bauchbeschwerden, und die Rückenschmerzen. Alle sagen einem gut man aussehe und wie Strahl die hau doch sei. Ich werde wahnsinnig! Man fühlt sich wie ein Wal! Ich fühlte mich gar nicht weiblich oder sexy.

Heben durfte ich nun gar nicht mehr und Massagen wurden zu dem schönsten Gefühl auf der Welt. Das eigene Spiegelbild liest einen losheulen wie ein Schlosshund.

Nichts passte mehr. Klamotten musste ich mir nun von anderen leihen. Von Kleidergröße 34 auf Kleidergröße 40.

Dann beschloss ich, mich auf die schönen Dinge zu konzentrieren. In einem abendlichen Lagerkoller wegen COVID-19 entschloss ich dann, dein Zimmer zu gestalten. Somit strich ich deine Wand und lies meiner Kreativität freien Lauf. In diesem Moment steht die Vorfreude ins Unermessliche.

Ich fing an im Internet zu stöbern und mich einzulesen, was man denn alles so brauchen würde. Die Liste der Dinge die uns fehlten war endlos. Der Druck wurde wieder groß.

Doch dann… Fühlte ich dich. Zum ersten Mal spürte ich deine Bewegungen. Ein unheimliches doch überwältigendes Gefühl. Du bist da! Mein Körper, dein zu Hause.

Nun kam auch der Moment, an dem ich dich wahrgenommen habe. Mich wirklich auf dich freute. Ich fing an du zu sagen.

Der große Ultraschall. Heute sollten wir erfahren, ob du ein Mädchen oder ein Junge werden würdest.

Die Ärztin war sich nicht sicher. Sie tendierte zu 80 % zu einem Mädchen, konnte es jedoch nicht klar sagen, da du deine Beine zusammendrücktest.

Kurz darauf kam der Ultraschall, in dem deine Organe gecheckt worden. Alles perfekt. Dein Herz, dein Hirn, dein Körper. Diese Ärztin, bestätigte mir schlussendlich dass du ein Mädchen werden würdest.

In diesem Moment fing ich an dich über alles zu lieben. 380 g schwer und circa 25 cm warst du nun.

21-24. Schwangerschaftswoche

Klamottentechnisch war ich nun komplett umgestellt. M ist nun meine Größe. Tschüss XS. Sport? Unmöglich! Sex? Eher selten. Mein innerer Monk? Voll und ganz da.

Dein Zimmer dann immer mehr Gestalt an. Sterilisierter, Flaschenwärmer, Beistellbett, Kinderwagen, Deco und die ersten Baby Klamotten fanden sogar Einzug. Wir freuten uns so sehr auf dich.

Der Bauch ist nun riesig, die Beine unglaublich unproportioniert und mein Hintern fett wie noch nie. Nun wiegst du circa 600 g und bis 36 cm groß. Dein Gesicht konnte man nun schon richtig erkennen.

Ständig spüre ich dich strampeln, du bewegst dich fast ohne Pause.

25-28. Schwangerschaftswoche

Aufstehen. Pipi.

Essen. Pipi.

Gehen. Pipi.

Schlafen. Pipi.

Egal was man auch machte, die Blase spielt nicht mit. Ständig musste ich pinkeln. Mein Bauch war nun richtig groß und das Atmen durch die Mundmaske war die Hölle. Die Kurzatmigkeit wurde fast unerträglich.

Mama und ich fuhren nach Aachen. Nach 4 Stunden haute ich mich sofort wieder aufs Ohr. Es war so unglaublich anstrengend. Mittlerweile hatte sich auch gut Wasser in meine Beine eingelagert. Hinzu kommt eine brütende Hitze. Juni war der trockenste Monat seit 20 Jahren. Schlafen und pinkeln gehörten zu meinen Tagesbeschäftigungen.

Beim Nießen, lachen oder Husten verirren sich gerne mal Tröpfchen ins Höschen. Nachts kam ich kaum zum Schlafen, da die Kurzatmigkeit, das Sodbrennen oder die Wadenkrämpfe mich wach hielten.

Die Rückenschmerzen waren brutal, und das Becken hat mich oft weinen lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir auch endlich eine Wickelkommode für dich gefunden. Dein Zimmer war so gut wie fertig.

So langsam fange ich wirklich an, mich zu nerven. Mein Körper hielt die Strapazen nicht länger aus. Doch dann strampelst du wieder und ich erinnerte mich wie wichtig du mir bist.

Nun machte ich mir auch endlich Gedanken um das Thema Hebamme. Zum Glück gibt es die Tante von Matthias. Und die Liebe Gitte ist

Ich wiegte mittlerweile 74 kg und habe somit ganze 11 kg zugenommen. Meine Gedanken kreisten um die Geburt.

Wassergeburt, Kaiserschnitt oder normale Entbindung?

Ich empfand alles als ein Gemisch aus Angst und Vorfreude. Matthias ist ganz doll verliebt in meinen Bauch. Er sprach ganz oft zu dir Mann sagte, dass er dich liebt. Dein Name steht nun auch endlich fest. Es hörte und fühlte sich direkt richtig an

Fiona Fee Emonts

Das Glücksgefühl stieg nun täglich an. Dein Name, war eine relativ lange Geschichte. Ursprünglich wollten wir dich nur Fee nennen. Da aber ein Fabelnamen nicht erlaubt war, überlegten wir weiter. Wir wollten unbedingt Fee in deinen Namen einbringen.

Es fehlte uns nur noch ein Name, welcher das ganze stärkt. Du solltest eine starken Namen bekommen. Einen Namen, einer Frau, die etwas erreichen würde.

Als wir den Namen Fiona aussprachen, mussten wir direkt, das bist du.

Fiona kommt aus dem gällischen und bedeutet die Weiße, die Reine.

Der Termin bei der Gynäkologin war am 12. Juni, und dein Kopf war bereits unten im Becken. Deine Beinchen lagen genau unter meinem Magen. Du wogst stolze 1126 g und warst ca 40cm groß. Man konnte klar deine Stupsnase und Lippen erkennen. Deine Fingerchen sah man auch schon.

29-32. Schwangerschaftswoche

„Bist du gerne schwanger?“ fragen mich die Leute ständig. Wie formuliere ich es, ohne dass mich die Leute wie ein Monster sehen? Nein. Nicht wirklich.

Nicht falsch verstehen… Ich freute mich auf das Baby und würde jetzt schon alles für dich tun. Aber eine Schwangerschaft ist für mich in erster Linie Mittel zum Zweck. Das Ergebnis liebe ich 1000 mal mehr als den Umstand.

Bedeutet aber trotzdem nicht, dass ich das Wunder in meinem Körper nicht zu schätzen wüsste. Die Faszination bleibt trotzdem erhalten. Die Faszination, was mein körperfähig ist zu leisten. Doch ohne das Resultat „Baby“ wäre das schwanger sein definitiv nicht mein favorisierter körperlicher Zustand.

Ich würde mir wünschen, dass Mütter/Schwangere weniger vorwurfsvoll gegenüber anderen Müttern/Schwangeren wären. Dass Frauen endlich aufhören so hart mit anderen ins Gericht zu gehen. Gerade Schwangerschaften könnten unterschiedlicher nicht sein. Ich hätte mir das am Anfang nie erträumen lassen, wie hart deine Schwangerschaft wirklich sein kann.Schwangerschaften könnten unterschiedlicher nicht sein. Ich hätte mir das am Anfang nie erträumen lassen, wie hart deine Schwangerschaft wirklich sein kann.

Nach dreimonatiger Kotzphase gefolgt von Becken und Rückenproblemen, welche Hand in Hand mit der Gewichtszunahme gingen, habe auch ich diese Meinung geändert.

In der 31. Schwangerschaftswoche wurden mir acht Wirbel eingerenkt, da mein Becken einen Schiefstand erlitten hatte. Das Becken sollte in der 36. Woche gerichtet werden, da ich teilweise wie ein Käfer auf dem Rücken lag und nicht mehr alleine hochkam.

Trotz all den Schmerzen bin ich unglaublich glücklich, dass du, mein Baby, gesund ist und von all meinen körperlichen Schmerzen nichts mitbekommt.

33-37. Schwangerschaftswoche

Zum Ende hin wurde es denn wirklich hart. Keine einzige Nacht konnte ich mehr durchschlafen. Die Schmerzen in meinem Rücken waren wirklich schlimm. Spaziergänge mit meinem Hund waren leider auch nicht mehr möglich.

Ich hatte unfassbar an Gewicht zugelegt, mittlerweile waren es knapp 18 kg.

Das Selbstbewusstsein leidet wie ein Straßenhund. Ich fühlte mich gar nicht mehr wohl in meinem eigenen Körper. Wie gefangen in ihm.

Ich hatte endlich mal meine Kliniktasche gepackt. Ich drückte mich davor, doch ich wusste irgendwann muss ich es tun.

Dann war ein schockierendes Ereignis. Matthias und ich haben uns heftig gestritten. Was sehr lange Zeit nicht mehr vorgekommen war. Ich fing an zu bluten, lag auf dem Badezimmer Boden, und war wie erstarrt.

Dann fuhren wir das erste Mal ins Krankenhaus. Ich war circa in der 35. Schwangerschaftswoche. Ich hatte wirklich starke Angst um dich. doch zum Glück, ging es dir gut. Und der Muttermund war noch komplett geschlossen.

Ich hatte sehr stark mit Senk- und Vorwehen zu kämpfen. Jede Frau, die weiß wie es sich anfühlt, weiß wie schmerzhaft es sein kann.

Ich war oft beim Gynäkologen, weil er schon in der 36. Schwangerschaftswoche Verdacht auf eine Gestose hatte. Dann war ich ein einem Tag bei der Hebamme zur Beratung. Zur Vorbereitung auf die Geburt.

Wir sprachen noch darüber, dass das Baby mit Sicherheit etwas früher kommen würde als geplant. Es war eine brütende Hitze. 32°, unerträglich.

Ich informierte mich, wie es sich wohl anfühlt würde, wenn die Fruchtblase springen würde. Ab welchem Zeitpunkt genau ich merken würde, dass es Wehen sind, die die Geburt einleiten würden. Ich informierte mich über alles um mich so gut wie möglich auf den Moment vorzubereiten.

Am nächsten Tag war ich mit meiner Mutter einkaufen, diese war geschockt mich zu sehen. Ich sah anscheinend aus wie die Frau von Michelin. Ich fühlte mich auch wirklich nicht gut. Mir war schwindlig, ich sehr ständig doppelt Und mein Körper war unglaublich geschwollen. Mein Gesicht sah aus wie ein Pfannekuchen. Meine Arme schmerzten, als würden sie bald platzen wie Knackwürste.

Dann fuhren wir zur Kontrolle. Das war wohl meine letzte Kontrolle beim Gynäkologen. Danach war es soweit…